ARCHIV FUE SATUR&ESCHICHTE. GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN, FORTGESETZT VON W. F. E R I C H S N , F. H. T R S C H E L UND E. VON M ARTENS. HERAUSGEGEBEN VON Prof. Dr. F. HILGENDORP, CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN. NErNLNDFUXFZlGSTER JAHKOANG. U. BAND. Berlin 1893. NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG ß. STKICKEK. Inhalt des zweiten Bandes. Erstes Heft. (Ausgegeben im December 1898.) Seite Aiitou Reichenow. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. I. Allgemeines, Geschichte, Museologie, Taxidermie .... 1 IL Anatomie, Physiologie, Entwicklung 4 III. Abänderungen, Bastarde 6 IV. Palaeontologie 7 V. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik ... 9 VI. Lebensweise 33 VII. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel 39 VIII. Systematik, Nomenclatur 44 Prof. Dr. Oskar Boettg'er. Bericht über die Leistungen in der Her- petologie während des Jahres 1892. Reptilia. Allgemeines .... 65 Anatomie, Ontogenie, Biologie, Palaeontologie (vergl. hierüber auch bei den einzelnen systematischen Abtheilungen) 67 Faunistik (desgleichen) 83 Systematik (Lacertiha, Rhiptoglossa, Dolichosauria, Pythonomorpha, Ophidia, Ornithosauria, Dinosauria, Crocodilia, Chelonia, Ichthyopterygia, Sauropterygia, Thecodontia, Acrosauria, Rhynchocephalia, Anomo- dontia [Theromora]) .97 Batrachia. Allgemeines 138 Anatomie, Ontogenie, Biologie (vergl. auch die ein- zelnen systematische Abtheilungen) 139 Faunistik (desgleichen) 146 Systematik (Ecaudata, Caudata, Apoda, Stepocephala) 151 F. Hilgendorf und Fr. Kopsch. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1890. I. Bericht über Anatomie, Physiologie und Entwicklung von Fr. Kopsch. IV Seite Anatomie und Physiologie*) 173 Entwicklung, Jugendformen 199 Pliylogenie 212 II. Bericht über Allgemeines, Biologie, Faunistik, Systematik und Palaeontologie von F. Hilgendorf. Allgemeines 213 Biologie 213 Nutzen und Schaden, Fischerei und Fischzucht . . . 218 Faunen 219 Systematik (Allgemeines, Acanthopteri, Pharyngognathi, Anacanthini , Physostomi , Lophobranchii , Plecto- gnathi, Ganoidei, Dipnoi, Elasmobranchii, Cyclostomi, Leptocardii) 231 Fossile Fische (alphabetisch nach den Autoren) . . . 261 Dr. W. Kobelt. Bericht über die geographische Verbreitung, die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken für das Jahr 1892. Verzeichniss der Publicationen 267 I. Geographische Verbreitung » . 281 II. Systematik 289 III. Biologie, Verwendung etc 307 Dr. J. F. Babor. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der lEalakoxoologie im Jahre 1S91. — Bericht über Anatomie, Physiologie und Entwicklung der Weichthiere. A. Allgemeine Morphologie und Physiologie 309 B. Bionomie und Parasiten 314 C. Verwendung 315 D. Specieller Theil I. Cephalopoden 316 IL Scaphopoda 319 III. Lamellibranchiata 320 IV. Gastropoda (Prosobranchiata, Opisthobranchiata, Pul- monata) 325 V. Amphineura 327 Zweites Heft. (Ausgegeben im December 1893.) Ph. Bertkau. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der fntomologie während des Jahres 1892. AUg'emeiues 1 Arachnoidea 32 *) Auf Seite 185 ist hinter Zeile 13 die Ueberschrift „Gefässsystem" ausgefallen. Seite Linguatulidae 34 Acarina 35 Tardigrada, Pantopoda, Opiliones 41 Chernetina 45 Scorpiones 46 Pedipalpi 48 Araneae 51 Tetrasticta 58 Tristicta 65 Solifugae 75 Myriapoda 76 Peripatina, Diplopoda 78 Chilopoda 79 lusecta 79 Thysanura 79 Rhynchota 80 Parasitica, Phytophthires 86 Homoptera 89 Heteroptera 93 Orthoptera 103 Genuina 110 Pseudoneuroptera 117 Neuroptera 119 Diptera 120 Orthorrhapha 125 Cyclorhapha 135 Pupipara, Aphaniptera 144 Lepidoptera 144 Microlepidoptera 161 Macrolepidoptera 170 Hymenoptera 211 Coleoptera 251 Dr. F. Hilg-eudorf unter Mitwirkung von W. Müller, H. Stadelmanu, J. Vosseier, W. Weltner, Bericht über die Leistungen in der Carcinologie während des Jahres 1S90. I. Verzeichniss der Pubhkationen (mit Bericht über Anatomie, Entwicklung und Verbreitung) 349 IL Uebersicht nach dem Stoff 379 III. Systematik 382 Drittes Heft. (Ausgegeben im October 1897.; Dr. Carl Matzdorff. Jahresbericht über die Tiinikaten für 1892 und 1893. A. Allgemeines und Vermischtes VI Seite B. Anatomie und Entwicklung 2 C. Physiologie und Biologie 25 D. Systematik 28 E. Faunistik 32 Autorenverzeichniss 40 Dr. Maximilian Meissner. Bericht über die Brachiopoden-Litte- ratur des Jahres 1892. I. Verzeichniss der Publikationen 41 II— IV. üebersicht nach dem Stoff, Faunistik, Systematik . . 44 Dr. Carl Matzdorff. Jahresbericht über die Bryozoen für 1892 und 1893. A. Allgemeines 45 B. Anatomie und Entwicklung 45 C. Physiologie und Biologie 57 D. Systematik 59 E. Faunistik 64 Autorenverzeichniss 76 Dr. Anton CoUin. Bericht über die Rotatorien-Litteratur im Jahre 1892. I. Verzeichniss der Publicationen mit Inhaltsangabe .... 77 II. üebersicht nach dem Stoff 85 III. Faunistik 85 IV. Systematik 91 Dr. Ton Linstow. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1892. Allgemeines 97 Nematoden 100 Gordius und Mermis 119 Acanthocephalen 122 Trematoden 126 Cestodaria (Trematoden und Cestoden) 146 Dr. Carl Matzdorff. Bericht über die wissenschal'tlichen Leistungen in der Naturgeschichte der freilebenden Würmer während des Jahres 1891. I. Verzeichniss der Publikationen 163 II. üebersicht nach dem Stoff 228 m. Faunistik 230 IV. Systematik 236 Dr. E. Vanhöffen. Jahresbericht für 1891 und 1892 über die Coe- lenteraten mit Ausschluss der Spongien und Anthozoen Verzeichniss der Publikationen 243 Allgemeines 249 Hydromedusen 251 VII Seite Hydrocorallinae 268 Siphonophoreu 270 Scyphomeduseu 278 Ctenophoren 284 Fossilia 290 Dr. W. Weltner. Bericht über die Leistungen in der S^pong^iologfie während der Jahre 1895 und 1896. Litteraturverzeichniss 291 Allgemeines, Methode, Schwammzucht und Schwammgewinnung 297 Anatomie und Histiologie, Nadelnomenclatur, Physiologie, Onto- genie, Phylogenie 302 Systematik und Faunistik 315 Litteratur über fossile Spongien 328 Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jcahres 1892. Von Ant. Reiehenow^. I. Allgemeines, Geschichte, Museologie, Taxitlennie. 0. V. Aplin, Reise nacli Uruguay; Ibis (G). IV. S. 350. J. E. Bedclard, Animal Coloratiou, an Account of tne Principal Facts and Theories relatino- to the Colors and Markinos of Animals. London 1892. — Allgemeines über die Farben der Vogelfedern; Einfluss der Umgebung auf die Färbung; Schutz- und Schreckfarben; Mimicry ; Geschlechtsfärbung. Th. W. Blakiston. Nachruf; Auk. IX. S. 75—76; Ibis (6) IV. S. 190—191. P. Blasius Hanf. Todesanzeige; Ornith. Jahrb. III. S. 37. — Nachruf; ebenda S. 87 — 97 — Nachruf; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 45—46. — [s. auch Wild]. J. Branky, Eulennamen. Ein kleiner Beitrag zur deutschen Cultur- und Sittengeschichte; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 68—70, 78—81, 89—90, 102—103, 115-116, 127—128. Brehm's Tierleben. Allgemeine Kunde des Tierreichs. Mit 1800 Abbildungen im Text, 9 Karten und 180 Tafeln in Farbendruck und Holzschnitt. Dritte, gänzlich vermehrte Auflage. Von Prof. Dr. Pechuel - Lösche (unter Mitwirkung von Dr. W. Haacke). Die Vögel, 3 Bände. Leipzig und Wien 1892. — Der Herausgeber hat es meisterhaft verstanden, die bewährte Eigenai'tigkeit des Werkes, welche demselben bei seinem ersten Erscheinen vor nun- mehr 28 Jahren ungeteilten Beifall erworben, zu erhalten und doch demfgegenwärtigen Stande der während der letztverflossenen vierzehn Jahre riesenhaft fortgeschrittenen Wissenschaft gerecht zu w^erden. Mit ausserordentlichem Geschick sind die umgearbeiteten oder neu verfassten Abschnitte mit dem übernommenen älteren Text zu einem Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. Hd.U. H. 1. 1 2 Ant. Reich e HO w: Bericht über die Leistuiigeu einheitliolien Ganzen verschmolzen. Eine gänzliche Umwandlung hat die systematische Anordnung des Stoffes erfahren. Es ist hierin die gegenwärtig vorherrschende, die anatomischen Verhältnisse be- vorzugende Anschauung zum Ausdruck gebracht worden. Die Ab- bikhmgen sind durch zahlreiche neue Holzschnitte vermehrt worden. Ch. L. Brehm, s. Olphe-Galliard. Brehm-Schlegel Denkmal; Ornith. Jahrb. III. S. 37; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 46. E. Büchner, Rapport sur le deiixieme congres Ornithologicjue Internationale de Budapest, St. Petersbourg. 8*^. 50 S. J. Büttikofer, J. P. van Wickevoort Crommelin; Ornith. Jahrb. III. S. 76—79. Bulletin of the British Ornithologists' Club. — Monatliche Sitzungsberichte. Begonnen im November 1892, 4Nummern erschienen. H': C. Burmeister. Nachruf; Ibis (6) IV. S. 581— 58'2; Auk. IX. S. 399—400. W. E. Clarke, On the Ptudimentary Hallux of the Kittiwake {Rlssa tridactylu)] Ibis (6.) IV. S. 442— 447. — Die Hinterzehe ist bald als Stummel, bald nur als eine knopfförmige Erhöhung vor- handen, die Kralle fehlt in der Regel immer, in einzelnen Fällen kommt jedoch auch Krallenrudiment vor. R. Eder, Der Kukuk in Dichtung und Glauben der Völker; Nordböhm. Vogel- u. Geflügel-Zeit. V. 1892. D. G. Elliot, The Inheritance of acquired Characters; Auk. IX. S. 77—104. C. Fabani, La teoria delle somiglianze nei colori degli uccelli, ORsia studio sul mimetismo nel colorito degli uccelli; Boll. Natural. Coli. (Riv. It. Sc. N.) Ann. XII. S. 90— 91, 105—106, 122—124. L. S. Foster, The Published Writings of George Newbold Lawrence 1844—1891 ; Bull. Un. St. Nat. Mus. No. 40. Bibliographies of American Naturalists No. IV. Washington 1892. E. Harter t. Reise nach Cura^ao und Venezuela; Ibis (6.) IV. S. 472, 576. Nach W. Hartwig wurde der Eisvogel früher Eisenvogel ge- nannt, vermuthlich wegen seiner stahlblauen Ober- und rostrothen Unterseite; Journ. Orn. XL. S. 129. A. H. Holland. Reise nach Argentinien; Ibis (6.) IV. S. 472. J. A. Jeffries. Nachruf; Auk. IX. S. 311—312. P. L. Jouy's Sammlung japanischer Vögel; Ibis (6.) IV. S. 577. G. V. Koch, Ueber naturgeschichtliche Sammlungen. Mit 2 Zink- ätzungen und 1 Tafel in Lichtdruck. Darmstadt 1892. Lawrence, siehe Foster. P. Leverkühn, Auf ornithologischen Streifzügen; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 99—101, 116— h7, 128—130. Derselbe, Bibliographisches über die „Schwalbe", (Mittheilungen des Ornithologischen Vereins in Wien); ebenda S. 177 — 179. Derselbe, Ornithologisches aus Schiltberger's Reise; ebenda S. 6. — Nachtrag, s. Ber. 1891 S. 3. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 3 F. A. Lucas, Animals recently extinct or threatened witli ex- termination, as represented in the collections of tlie U. S. National xMuseum: Rep. Nat. Mns. 1888—89 s. GOO— G49 T. 95—105. — Auf S. 627 — 643 werden behandelt: Drepanis pacipca^ Pseudogryphus californiamis^ welcher zur Zeit nur nocli im südlichen Californien vorkommt und dem Aussterben entgegen geht, Didus i7ieptus^ Pezo- pJtaps solitaria, Camptolaemus Idhradorms^ Alca impennis und Phala- crocorax peiiicülatus^ nebst photographischen Abbildungen und Karten- skizzen über die einstige Verbreitung der ausgestorbenen Arten. F. W. Meves. Nachruf; Ibis (6.) IV. S. 191—192. A. B. Meyer berichtet über ein Stück von (kmiptolaimus lahradoriiis \m Dresdener Museum; Auk. IX. S. 389. St. G. Mivart, Birds: The Elements of Ornithology. With 174Illustrations, whereofl40are original Drawings. London 1892. 330S. W. Nauwerck [über mittelalterliche Vögelnamen]; Journ. Orn. XL. S. 128. S. Olphe-Galliard, Christian Ludwig Brehm's ornithologische Briefe. Mit Porträt von Ch. L. Brelim ; Ornith. Jahrb. III. S. 1 27—162. A. V. Pelzein: Todesanzeige; Auk. IX. S. 74—75. — Nachruf; Ibis (6.) IV. S. 188—190. — [s. auch v. Tschusi]. R. C. L. Perkins' Reise nach den Hawaischen Inseln; Auk. IX. S. 208; Ibis (6.) IV. S. 351. The Potomac Valley Ornithological Club of Washington, D. C; Auk. IX. S. 400. 0. Reiser, Die Vogelsammlung des bosnisch-hercegovinischen Landesmuseums in Sarajewo. Enthält die während der Jahre 1887 bis 1891 gesammelte Avifauna desOccupations-Gebietes. Mit 20rigin.- Skizzen. Berlin 1892. 148 S. S. N. Rhoads's Reise nach British Columbia; Auk. IX. S. 208. W. L. Sclater, On the Indian Museum and its Collection of Birds; Ibis (6.) IV. S. 65— 87. — Geschichte des Indian Museums in Calcutta und eine Liste der in der Sammlung befindlichen Typen. W. E. D. Sc Ott 's Reise nach Florida; Auk. IX. S. 208. R. B. Sharpe, Record of Zoological Literature. Aves 1891; Zool. Record. XXVIII. London 1892. J. Sibree über Bezeichnungen, Sprichwörter u.a. madagassischer Vögel; s. unter Madagassische Region. W. Stafford's Sammlung englischer Vögel; Ibis (6.) IV. S. 577. V. V. Tschusi,. Ueber die Anlegung von Privat-Sammlungen; Ornith. Jahrb. III. S. 71-73. Derselbe, August von Pelzein. Ein Nachruf; Ornith. Jahr- buch in. s. 1—11. A. Whyto. Reise in Nyassaland; Ibis (6.) IV. S. 472. J. P. van Wickevoort-Crommelin, Nachruf; Ibis (6.) IV. S. 352. - [s. auch Büttikofer.]. R. Wild, P. Blasius Hanf. Ein Nachruf; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 15. 1* 4 Ant. Reich eiiow: Bericht über die Leistungen The Bird-Collections in the Oxford University Museum; Ibis (G.) IV. S. LS6-187. XVII. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologischen Ge- sellschaft; Journ. Orn. XL. S. 443-456. Mnth Congress of the American Ornithologists' Union; Auk. IX. S. 56—59. Jahresversammlung der British Ornithologists' Union 1892; Ibis (6.) IV. S. 474—476. Zweiter Internationaler Ornithologischer Congress. Hauptbericht. Budapest 1892. II. Anatomie, Physiologie, Eutwicklmig. J. E. Beddard, Notes on the Anatomy and Osteology of the Indian Darter (^Plotus mehmogaster); Proc. Zool. Soc. S. 291 — 296. — Ueber Muskulatur und Verdauungsorgane, Vergleichung einzelner Scelettheile von Plotus melanogaster und anhinga. Th. Beer, Studien über die Accomodation des Vogelauges; Arch. ges. Pliys. 53 Bd. S. 175—237, L. Blanc, Note zur Influence de ia lumiere sur l'orientation de l'embryon dans l'oeuf de poule; Travail du laborat. d'anat. de l'ecole veter. de Lyon; C. R. hebd. Soc. biol. S. 9 T. 4 S. 774—776. G. Buchet, Recherches sur un faisceau musculaire de l'aile des oiseaux, muscle omo-brachial; Journ. anat. phys. XXVIII. S.282 — 291. N. Cholodkow sky, Zur Kenntnis der Speicheldrüsen der Vögel; Zool. Anz. XV. S. 250—254. A. H. Church, Researches on Turacin, an animal pigment con- taining copper; Phil. Trans. CLXXXIII. S. 511—530. E. Couvreur, Sur le pnemno-gastrique des oiseaux. Paris. 104 p. 3 pl. These; Ann. Univ. Lyon S. 51—104 T. I— III. Derselbe, Influence du Pneumogastrique sur les fonctions circulatoires (coeur, pression sanguine, effets vasonioteurs) chez les Oiseaux et comparaison avec les Mammiferes; Ann. Soc. L. Lyon (n. S.) XXXIX. S. 11—24. Derselbe, Influence du Pneumogastrique sur la secretion uri- naire chez les Oiseaux et comparaison avec les Mammiferes ; ebenda S. 25—40. C. Dareste, Note sur l'evolution de l'embryon de la poule soumis pendant l'incubation ä un mouvement de rotation continu; C. R. CXV. S. 137-138. F. Proben, Zur Entwicklung der Vogelleber; Aus dem vergl. anat. Inst. Dorpat. Anat. Hefte Bd. I. S. 354—373. R. Fusari, Contribuzione allo studio dello sviluppo delle cap- sule surrenali e del simpatico nel pollo e nei raammiferi; Arch. Sc. Med. Vol. 16 Torino S. 249—301. H. Gadow, Crop and Sternum of OpiMhocomvs cristafus: a contribution to the question of the correlation of organs and the inheiitance of acquired characters; Proc. R. Irish Acad. Ser. 3 IL in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 5 S. 147. — Die Missbildiing der Furcula und die Einbiegung des vorderen Randes des Brustbeinkanimes werden auf den Druck zurückgeführt, welchen der ungewöhnlich grosse Kropf des Vogels auf beide Theile ausgeübt hat, und als Vererbung angenommener Eigenschaften gekennzeichnet, A. van Gebuchten, La structure des lobes optiques chez l'embryon de Foulet; La Cellule T. 8 Fase. 1 S. 5—43. N. Gor ono witsch, Die axiale und die laterale Kopfmetamerie der Vogelembryonen. — Die Rolle der sog. „Ganglienleisten" im Aufbaue der Nervenstämme; Anat. Anz. VIL S. 454 — 464. C. Hess, Missbildungen am Auge eines Hühnerembryos; Ber. XXI. Vers. Ophthalm. Ges.; Beilage zu Klin. Monatsbl. f. Augen- heilk. XXIX. 1802 S. 259. C. K. Hoffmann, Etüde sur le developperaent de l'appareil uro-genital des oiseaux; Verb. Ak. v. Wetensch. te Amsterdam 2. Sect. Deel 1. No. 4. G. B. and J. P. H. Howes, Pedal skeleton of the Dorking Fowl, with remarks on hexadactylism and phalangeal Variation in the Amniota: Journ. Anat. Phys. 26. P. III. S. 395 — 403. H. Hoyer, Ueber den feineren Bau der Milz von Fischen, Amphibien und Vögeln. Inaug.-Diss. Strassburg 1892. A. Klinkowström, Untersuchungen über den Scheitelfleck bei Embryonen einiger Schwimmvögel; Zool. Jahrb. Abt. Ontog. u. Anat. 5. Bd. 2. Hft. S. 177—183. F. Klug, Beiträge zur Kenntniss der Verdauung der Vögel, insbesondere der Gänse; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht IL S. 43—58 T. 1. A. B. Meyer, Abbildungen von Vogelskeletten. Hrsg. mit Unterstützung der Generaldirekt, d. Kgl. Samml. f. Kunst und Wissenschaft. Dresden. Lief. 14 — 18. T. J. Parker, Observations on the Anatomy and Development of Apteryx; Philos. Trans. R. Soc. London Vol. 182 1892 S. 25—134. S. Preobraschenskij, Beiträge zur Lehre über die Ent- wickelung des Geruchsorgans des Huhnes; Mitt. Embryol. Inst. Univ. Wien 1892. S. 1—19. R. W. Shufeldt, The Taxonomy of the North American Py- gopodes based upon their Osteology; Journ. Anat. Phys. XXVI. S. 199—203. Derselbe, Ridgway on the Anatomy of Humming-birds and Swifts; Amer. Nat. XXVL S. 869—870. — Ueber die anatomischen Verschiedenheiten der Kolibris und Segler. A. Smiechowski, Ueber das erste Auftreten des Hämaglobins bei Hühnerembryonen. Inaug.-Diss. Dorpat. 1892. W. B. Spencer, The Nomenclature of Chicken Embryos for Teaching Purposes; Proc. Roy. Soc. Victoria III 1891 p. 23—26 T. 4—7. — Das Entwicklungsstadium des Hühnerembryos nach der Zahl der Stunden und Tage der Bebrütung anzugeben, ist un- zweckmässig, weil die Entwicklung der Zeit nach ungleichmässig 6 Aiit. Reicheuow: Bericht über die lieistungen vor sich geht, Verf. bezeichnet deshalb bestimmte Entwicklungs- zustände mit den Buchstaben des Alphabets von A bis W. L. Vialleton, Snr l'origine des germes vasculaires dans l'embryon du poulet; Anat. Anz. VII. S. 624—627. III. Abäiideruiigen, Bastarde. Abänderungen, Missbildungen: 0. V. Aplin, Albinos and White Varieties; Zoolog. XVI. S. IUI. E. Cannaviello, Casi d'Albinismo nella Provincia di Napoli; Boll. Ital. Sc. Nat. XII. S. 72. C. Fabani, Nota intorno ad alcuni casi di anomalie nel colore degli uccelli; Riv. It. Sc. Nat. XII. (Boll). S. 2—3. Derselbe, Monstruosita; ebenda S. 116. — Passer montanus mit 4 Füssen. W. Farren, Variety of the King Duck; Zoolog. XVI. S. 269. H. Fischer-Siegwart, L'albinisme chez les Oiseaux; Arch. Sc. Nat. (3.) XXVIIL S. 555—559. K. G. Henke, Auch Einiges über Rackelwild und Hahnen- fedrigkeit: Journ. Orn. XL. S. 170 — 177. — Gegen Angaben von Th. Lorenz in dessen Behandlung desselben Gegenstandes [s. Be- richt 1891 S. 11]. E. P. Larken, Varieties in the Jackdaw; Zool. XVI. S. 361. L. V. Lazarini, Entgegnung auf Herrn Th. Lorenz: „Einiges über den von Herrn v. Tschusi beschriebenen seltenen Rackelhahn;" Ornith. Jahrb. III S. 162—166. G. Lopri, Sopra due casi die albinismo ed isabellismo in una Scolopax rustiada e in una Pica ruMica; Boll. Soc. rom. st. zool. I. S. 58—59. P. Leverkühn, Ueber eine abnorm gefärbte Ente; Zeitschr. f. Orn. u. prakt. Geflügelz. XVI. 1892. Th. Lorenz, s. Henke u. Lazarini. R. A. Macpherson, Albinism in Birds and Mammals; Zoolog. XVL S. 191. R. A. Philippi, Albinismen unter den Vögeln Chiles; Zool. Gart, 33. S. 181—184. F. de Schaeck, Les Varietes d'Oiseaux du Museum de Paris; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hau})tbericht IL S. 81- — 91. Staats V. Wacquant-Geozelles, Verwundungen und Miss- bildungen; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 72—75. Derselbe, Aus dem Tierleben der Heimat; Zool. Gart. 33. S. 362 — 366. — Albinos der Haubenlerche. V. V. Tschusi, Aber-ration des Wasserpiepers [Anthus spipoletta); Ornith. Jahrb. III. S. 121—122. Derselbe, Eine interessante Aberration des Mäusebussards; ebenda S 260— 2(1!. E. R. Waite, Albinos and White Varieties; Zool. XVI. S. 25. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 7 J. J. Weil-, Albinism in Birds and Mammals; Zool. XVI. S. 141-143. Bastarde: 0. V. Aplin, Snpposed Hybrid between Song TLrush and Bkckbird; Zool. XVI. S. 145—146. E. Arrigoni degli Oddi, Un ibrido nuovo nella famiglia delle anitre {Mareca penelope X Querquedula creccci)] Atti Soc. Ital. Sc. N. Vol. 33. Fase. 1 S. 17—19. W. Chamberlain, On the Occurrence of Hybrids between the Red Grouse and Ptarmigan; Zoolog. XVI. S. 41 — 51. D. Gr. Elliot, Hybridism, and a Description of a Hybrid between Anas boschas and A7ias americana] Auk. IX. S. 160 — 166,- J. A. Harvie Brown, Hybrid Teal and ^M Duck; Zool. XVI. S. 148—149. G. Kolthoff, Lagopus bonasiofetria; Bastard mellan Orre och Hjerpe funnen i Sverige; Bih. K. Sv. Akad. Handl. 13. Afl. IV. Nr. 2. Derselbe, Lagopus bonasioides, Bastard mellan Dalripa och Hjerpe; ebenda No. 6. H. Kreye, Bastard von Galli7iula chloropus (L.) und Fulica atra L. ; Ornith. Jahrb. III. S. 172. Sauermann, Mischlinge vom Textor und dottergelben Weber- vogel, Hyplumtor7iis textor und H. vitellinus; Mitt. Orn. Ver. V^ien XVL S. 91— 92. A. Such et et, Les oiseaux hybrides, rencontres ä l'etat sauvage. 3. Partie. Les Passereaux; Mem. Soc. Zool. France V. S. 179—451. — Den mit unermüdhcher Ausdauer fortgesetzten Bemühungen des Verfassers ist es gelungen, ein ungemein reiches Material zu sammeln. Gegen 100 Bastardformen aus den Gruppen der Singvögel, Raken und Spechte sind in dem vorliegenden dritten Teil der Arbeit be- sprochen. Für die Mehrzahl der Formen sind nur einzelne, für manche aber eine grössere Anzahl von Fällen nachgewiesen. So führt Verf. 7 Beispiele der Hybridation von Hirundo urbica und rustica auf. Am Schlüsse wird noch zweier Curiosa gedacht, deren thatsächliches Vorkommnis dem Verf. von Correspondenten versichert wurde, nämlich der Hybridation von Saxicola ruhicola )\ Carduelis elegans und Ruticilla sp. X Carduelis. Beide gehören offenbar in das Reich der Fabeln. Unter den authentischen Fällen der Hy- bridation einander ferner stehender Arten dürfte der von Einberiza citrinella X Cynchramus schoeniclus einer der beachtenswertesten sein. Vergl. auch F. G. Millais unter Jagd u. s.w. IT. Palaeontologie. F. Ameghino, Enumeracion de las Aves fösiles de la Republico Argentina; Revista Argent. Hist. Nat. T. I. Entr. 6. S. 441 — 456. — Beschreibung einer Reihe neuer Formen: rrotibis, Pseudolurus^ Paraptenodytes., Felecyoniis nom. n. pro Psäoptents, Lop/dornis^ Anisolornis^ Opisthodactylvs, n. fam. Pelccyomidae. [Dem Bericht- erstatter nicht zugänglich geworden!]. g Ant. Reiclieuow: Bericht über die Leistungen E. D. Cope, Occurrence of Bird remains in Pueres Series, New JNIexico; Trans. Amer. Phil. Soc. XVI. S. HO'J. C. Deperot, Sur la faune d'Oiseanx pliocenes du Roussillon; C, R. CXIV. S. 690 — 692. — Neu: Corviis praecorax, Palaeocryptonyx donnezuni, Anser anatoides. H. C. Field, Discoveries of Moa Bones; Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 558-561. H. 0. Forbes beschreibt eine fossile Ralle von den Chatham Inseln, Aphanapteryx hawkinsi; Nature 3 March. S. 416 ii. 21. April 1802 S. 580, Ibis (6.) IV. S. 47:3—474. Derselbe, Evidence of a Wing in Di?ior7iis; Nature 45. No. 1159 S. 257. Derselbe, [On osteological remains of birds from the Chatham Islands]; Bull. Brit. Orn. Club No. IV 31. Dec. 1892. — Diaphorapteryx n. g. für Aphanapteryx haivkinsi, Palaeocorax n. g. für Corous moriorum. Derselbe, Preliminary notice of additions to the extinct Avi- fauna of New Zealand; Trans. N. Zeal. Inst. XXIV S. 185—189. — Neu: Circus hamiltonl n. teuutensis^ Notornis parkeri, Ocydromiis insif/nis, ApJianapteryx hnivkinsi^ Tludacrocorax novaezealandiae var. maior^ Palacocasuarius (n. g.) eler/an.s^ Cnemiomis grucüis u. minor, Bizmra lautouri. F. W. Hutton, On the Moas of New Zealand; Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 93—172 T. XV— XVII. — Neu: Dinornis potens, Tylopteryx (n. g.) torosus^ PalapUryx plenus^ Ano7nalopteryx antiquus^ Mesopteryx n. g., Eurijapieryx ponderostis u. pygmaeus. W. F. Hutton and R. Lydekker, The History of the Moas, or Extinct Flightless Birds of New Zealand; Nat. Science I. S. 588 — 595. F. A. Lucas, s. oben S. 3. R. Lydekker, Recent Researches in Fossil Birds; Nat. Science 1. S. 266—271. Derselbe, Remarks on some recently described Extinct Birds of Queensland; Ibis (6.) IV S. 530 — 533. — Besonders über Ne- crasfur, Dromaeus patricüis und Mctapteryx. A. Milne-Edwards, Sur les Oiseaux fossiles des depots eocenes de Phosphate de Chaux du Sud de la France; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht II. S. 60—80. — Folgende zum grösseren Theil neue Formen werden beschrieben: Aquila hypogea^ Necrohyas Jiarpax, Otu.s henrici^ Bubo mcerttis, iJy- namoptenis velox, Archaeotrogon ve7iusius, (jeranopterus alatus, Tachy- ornis hirundo, Filholornis paradoxa, gravis u. debilis, Pterocles validus u. larvatus, Palaeortyx ocyptera u. cayh/xcnsis, Geranopsis elatus^ Ardea amissa^ Rallns dasypnsu. arenariv!^, Orthocnemvs gallicus^ Cursor^ tnaior u. minor^ ElapJirocnemus phasiatins, gracilis u. crex^ Tapiiiopits eJlloti. E. Newton and H. Gadow, On some bones of Dodo and other extinct Birds of Mauritius; Proc. Z. S. Lond. S. 543—545. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 9 P. L. Sclater 1:)ei'ichtet über ein Ei von Aepyornis medius; Proc. Z. S. London S. 299. R. W. Shufeldt, A Study of tho Fossil Avifauna of the Equus Beds of the Oregon Desert; Jonrn. Ac. Nat. Sc. Philad. XL S. 889 bis 425. — Mehrere hundert Fossih-este von Vögeln wurden von Th. Condon und E. D. Cope in den Tertiärschichten von Silver Lake in Oregon gesammelt. Verf. führt diese Reste auf 50 Arten zurück und zwar 27 noch jetzt lebende, 5 zweifelhafte und 17 aus- gestorbene, unter letzteren 14 neue, welche bereits im Vorjahre beschrieben worden sind (vergl. Ber. 1891 S. 13): Larus robustus u. oregonus, Anser condoni, Branta propinqua, Phoenicopterus copei, Ardea paloccidentalis^ Ftdica niinor^ Pediocaetes hfcasi u. nanus^ Palaeotetrix (n. g.) güli^ Aquila pliogryps u. sodali>i, Scolecophagus affinis^ Corvtis annectens. C. W. De Vis, Residue of the Extinct Birds of Queensland as yet detected; Proc. Linn. Soc. NS. Wales (2) VI. S. 437— 45G. T. XXIIL u. XXIV. — Neu: Necrastur^ Tribonyx effluxus, Por- phyrio mackintoshiy Gallitiula peralata, Palaeopclargus, Platalca sith- tenuis, Pelicanus pjroavus^ Dromaius gracilipei^^ Metapteryx bifrons. Am Schlüsse der Arbeit ein Verzeichniss der bisher aus dem Post- pliocen von Queensland bekannten Arten. Auf Taf. XXIV Reste von Necrustur^ Porphyrio^ Gallinula^ Palaeopclargus^ Platalea u. Pelicanns, auf Tafel XXIII solche von Dromaius u. Metapteryx. Derselbe, on the Trail of an extinct Bird; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2.) VI. S. 117 — 122. — Litkophaps uhiarisn. g. otsp.foss. Derselbe, Note on an extinct Eagle; ebenda S. 123 — 125. — Ueber Taphaetus (n. g.) hrachialis. V. Geographische Verhreitung, Wauderung, Faunistik. Wander^ing, Verbreitung im aUfjemeinen, J. Cordeaux, On the Migration of Birds as observed on the East Coast of Great ßritain; Zweiter Intern. Orn. Congress Buda- pest. Hauptbericht IL S. 165 — 171. Ch. Dixon, The Migration of Birds, an Attempt to Reduce Avian Season-Flight to Law. London 1892. — ■ Der Inhalt des Werkes zerfällt in folgende Abschnitte: Alte und neue Ansichten über die Wanderung; Eiszeit und warme Polarklimate; Die Wanderung vom philosophischen Standpunkt; Zugstrassen; Aus- wanderung und Abänderung; Streichen; Nomadisieren; Gefahren der Wanderung; Zweck der Wanderung; Frühjahrs- und Herbst- wanderung; Vogelzug auf den Britischen Inseln. E. H. Giglioli, L'avigeografia. Rassegna introduttiva. Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht IL S. 159—164. G. Martorelli, Le mute regressive degli uccelli migranti, e il loro scambrio tra gii Emisferi Nord e Sud; Atti Soc. Ital. XXXIV. S. 36—97. G. Roger on über Vogelzug am Nordpol s. unter Arktis che Region. 10 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen EtirojmisrJi-SiOii'iscIie (OesUivhe gemässigte) ßef/ioii. J. Büttiküfer, Europäische Zugvögel als Gäste in Liberia; Zweiter Intern. Orn, Congress Budapest. Haiiptbericlit IL S. 172-176. Em in Pascha, Europäische Vögel in Afrika; Zool. Jahrb. VI. S. 145 —151. — Ueber europäische Wanderer in der Aequatorial- Provinz. V. V. Tschusi, Sicheres und unsicheres über das Vorkommen des Steppenhuhnes {Syrrhaptes parddoxiis) im Jahre 18*)1; Ornith. Jahrb. IIL S. 118 — 121. — Ueber Vorkommen in Europa. Deutschland: C. Bolle, Der Schwan in der Mark; Monatsbl. d. Ges. f. Heimatk. d. Prov. Brandenburg 1892 S. 42 — 60. L. Buxbaum, Der Hausrothschwanz (^Rvticüla tithi/s); Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 278—279. [s. Kleinschmidt]. Derselbe, Ornithologische Beobachtungen. Die Ueberwinterung der Vögel in 1891/92 und der Vogelzug im Frühjahr 1892; ebenda S. 307—309. V. Capek, Zur ornithologischen Durchforschung des mährisch- schlesischen Gesenkes; Mitt. Orn. Ver. Wien XVL S. 171 — 172, 183—185, 196—199. V. Einsiedet, Beobachtungen über das Eintreffen der Zugvögel im Frühjahi: gemacht auf dem Pohlitzer Revier bei Greiz in Ost- thüringen; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 258 — 259. B. A. V. E., Aus H. Gätke's „Vogelwarte Helgoland"; Mitt. Orn. Ver. Wien XVL S. 22, 32—33, 45—46, 55—56, 65—67, 82 bis 84, 90—91, 130, 141—143, 164-165, 189-191, 200-202, 212—213, 224-^225, 238—239, 272—273, 281—283. C. Flöricke, Zur Charakteristik der schlesischen Vogelwelt; Journ. Orn. XL. S. 151 — 167. Derselbe, Ornithologische Jahresberichte aus den Regierungs- bezirken* Breslau und Liegnitz; ebenda S. 167 — 170. Derselbe, XII. Jahresbericht (1887) des Ausschusses für Bo- obachtungsstationen der Vögel Deutschlands; ebenda S. 237 — 253. Derselbe, Winterbeobachtungen 1891/92; Ornith. Jahrb. III. S. 182 — 189. — Beobachtungen aus Marburg. Derselbe, Wildgänse in Schlesien; Mitt. Om. Ver. Wien XVI. S. 257. Derselbe, Aus meinen Sommerferien. Blätter aus dem Orni- thologischen Tagebuche; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 103—107, 165—169. — Beobachtungen aus Schlesien. Derselbe, Der Zwergfliegenfänger (Ahiscicapa parva) Brut- vogel bei Berlin; ebenda S. 425 — 426. Derselbe, Versuch einer Avifauna der Provinz Schlesien. Lief. 1. 8. Marburg- 1892. H. Gätke, Ornithologisches aus Helgoland; Ornith. Jahrb. III. S. 201 — 202. — Plutalea kucorodia, AUmda yeÜoniensis u. Pmicola emicleator auf Helgoland erlegt. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 1 1 E. Hartert, Trivialnamon und Notizen aus Schlesien; Ornitli. Jalub. III. S. 32 33. Derselbe, On the Birds of East Prussia. Part. I; Ibis (6.) IV. S. 353—372, 504—522. Herber berichtet über Vorkommen von Sen?ms berimis bei Posen; Journ. Orn. XL. S. 436. 0. Kleinschmidt, Vögel des Grossherzogthums Hessen, ins- besondere der Rheinebene bei Nierstein; Journ. Orn. XL. S. 195 — 212. Derselbe, Einige bemermerkenswerthe Notizen aus der Um- gebung von Marburg a. d. Lahn (Sommer 1891 und Winter 1891/92); Ornith. Jahrb. III. S. 166—167. Derselbe, Giebt es in Deutschland nur eine Art des Haus- röthels?; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 202 bis 204. — [s. auch Buxbaum S. 10, Schlegel S. 12, Michel S. 14 und unter Systematik Sylviidae; Ruticüla tithys]. Derselbe, Ornithologische Beobachtungen bei Marburg an der Lahn; ebenda S. 445 — 455. F. König-Warthausen, Ueber späte Vogelbruten; Jahresb. Ver. Vat.-Naturk. Württ. XLVIII. S. 64—65. Derselbe, Naturwissenschaftlicher Jahresbericht 1890; ebenda S. 179—223. P. Kollibay, Ornithologisches aus Schlesien; Journ. Orn. XL. S. 317 — 328. — Beobachtungen über die Vogelfauna Schlesiens nach Aufzeichnungen aus den Jahren 1887 — 91. E. F. Kretschmer, Nachtrag zu den Mittheilungen über die Vögel der Provinz Posen; Mntschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVIL S. 171-172. Derselbe, Eine ornithologische Reise nach Sylt; „Die Heimath" 2. Jahrg. No. 9 u. 10. K. Lampe rt, Beiträge zur Fauna Württembergs; Jahresb. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg 1892 S. 265—268. — Zum ersten Mal sind für Württemberg nachgewiesen: Glaucidium passerinum^ Totanus fuscus^ Fuffijius kuhli. 0. Leege, Einige Bemerkungen über den diesjährigen Beginn des Vogelzuges; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 236—238.^ Derselbe, Zum Zuge des Mauerseglers. Nach Beobachtungen auf der Insel Juist; ebenda S. 252 — 254. Derselbe, Zum Vogelzuge im Mai 1892 nach Beobachtungen auf der Insel Juist; ebenda S. 295 — 299. F. Lindner, Ornithologisches und Anderes von der Preussischen Wüste IL; ebenda S. 40—42. Marke rt fand im Nitzschehammerthal bei Scheibenberg in Sachsen ein S von Fringilla codehs mit einem $ von F. moutifringilla gepaart; ebenda S. 476— 477. A.B. Meyer und F. Helm, Verzoichniss der bis jetzt im Königreich Sachsen beobachteten Vögel, nebst Angaben über ihre sonstige geographische Verbreitung. Mit einer Vegetationskarte 12 Ant. Reich euow: Bericht über die Leistungen der Erde. (VI. Jahresber. 1— 208, 222—223. J, Pfaz, Ueber einige um Freudenau bei Radkersburg in Steiermark vorkommende Vögel; Ornith. Jahrb. III. S. 69 — 71. Riha, Anas anqvstirostris Menetr. und Fuligula marila (L.) in Böhmen erlegt; Ornith. Jahrb. III. S. 259—260. C. F. Rzehak, Systematisches Verzeichniss der bisher in Oesterr. - Schlesien beobachteten Vögel, nebst Bemerkungen über Zug. Brut und andere bemerkenswerthe Erscheinungen; Mitt. Orn. Ver.' Wien XVI. S. 4—6, 19. — Fortsetzung, s. Per. 1891 S. 19. Derselbe, Die Raubvögel Oesterr. Schlesiens; ebenda S, 75 — 77, 87—89, 101—102, 113—115, 125—127. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 15 Derselbe, Oesterreichisch-sclilesiscLes Vogel-Idiotikon; Ornitli. Jahrb. III. S. 114 — 118. — Landesübliche Vogelnamen aus Oester- reichiscli-Schlesien. F. Schall er, Otis tetrux in Mähren; Ornith. Jahrb. III. S. 84. Schollmayer, Beiträge zur Ornis Krains; ebenda S. GO — (54. ¥. Schulz, Polartaucher {Coli/mbns arcticus) in Krain; ebenda S. 34—35. Derselbe, Bienenfresser [Merops apiaster) und weissrückiger Specht {Picus leuconotus) in Krain; ebenda S. 203. J. Talsky, Zum Vorkommen des Bienenfressers [Merops apiaster L.) in Mähren; ebenda S. 195 — 199. V. V. Tschusi, Am Velenczeer und Kleinen Balatonsee; Ber. IL intern. Orn. Congress Budapest. S. 202 — 209. — Schilderung der im Anschluss an den Congress unternommenen Excursion. Lvsciniola melanopoc/on wurde vielfach nistend gefunden. Derselbe, Acredula irhii. Graurückige Schwanzmeise; Ornitli. Jahrb. III. S. 122. — In Süd Tirol erlegt. Derselbe, Karmingimpel (Carpodacus erytlirinus Fall.) und Zwergfliegenfänger (Mnscicapa parva Bchst.) bei Prag; ebenda S. 205—206. Derselbe, Ornithologische Miscellen; ebenda S. 254 — 250. E, Urban, Otis tetrax in Schlesien; Ornith. Jahrb. III. S. 34. Derselbe, Die Sperbereule (Ni/ctea uliila) in Oesterreichisch- Schlesien; ebenda S. 122. D. V. Varecka, Zeit der Ankunft einiger Zugvogel im Piseker Gebiete; ebenda S. 257. Derselbe, einige Notizen zur Ornithologie Böhmens; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 161—163, 173—176, 185—186. Derselbe, Ueber das Vorkommen der Zwergohreule (Srops zorca Sav.) in Böhmen, Mähren und Oesterr.-Schlesien; ebenda S. 219—221, 231—232. J. Zahradnik, Notizen aus Mähren; Ornith. Jahrb. III. S. 204. — Aquüa pennata u. Oklemia fusca in Mähren erlegt. Griechenland: G. N. Douglass, Zur Fauna Santorins. Aves; Zool. Anz. XV. S. 454. H. E. Dresser [On a new Species of Acrednla from Macedonia]; Bull. Brit. Orn. Club No.IV. Dec. 31 1892. — Acredula macedo?uca n.sp. Europ. - Russland: C. Greve, Zoologische Beobachtungen während einer Kaukasusreise; Zool. Gart. 33. S. 145 — 151. 0. V. Löwis, Lokalornis zweier engbegrenzter Plätze im mittleren Livland; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 119—135. Derselbe, Das Haselhuhn in Livland; Zool. Gart. 33, S. 65 bis 76, 102—111, 133—145. T. Lorenz, Die Vögel des Moskauer Gouvernements; Bull. Soc. Mose. 1892 S. 263—321. \(j Ant. Reiche now: Bericht über die Leistungen Schweden, Norwegen: R. Collett, Das Leben der Vögel im arktischen Norwegen; Zweiter Intern. Orn. Congress. Budapest. Hauptbericht II S. 19—39. S. A. DavieSjA Naturalist's Ramble inSwedish Lapland; Zoolog. XVI. S. 81— 87. Dänemark: H, Winge, Fuglene ved de danske Fyr i 1890. 8 de Aarsberetning om danske Fugle. Med 1 Kort; Vidensk. Meddel. Naturh. Foren. Kjobenhavn (5.) 3. Aarg. S. 61 — 132. England: 0. V. Aplin, On the Distribution of the Cirl Bunting in Great Britain; Zoolog. XVI. S. 121-128, 174—181. Derselbe, Supplementary Notes on The Birds of Oxfordshire; Zoolog. XVI. S. 241—258. Derselbe, The Status of the Woodchat, Lanius rufus^ in Great Britain; Zoolog. XVI. S. 345—352. M. Bird, Bird Life in the Norfolk Broads; Field Club III. S. 1—4, 20—24, 36—00, 52—55, 65-69, 86—88, 104—108, 116 bis 120, 133—138, 151—154, 164—167, 177—180. T. E. Buckley, Contributions of the Vertebrate Fauna of Sutherland and Caithness: Ann. Scott. N. H. I. S. 156—168. W. E. Clarke, Report on the Great Skua {Slercorarhis catar- rhactes) in Shetland during the season 1891; Ann. Scott. N. H. I. S. 87—92. Derselbe bemerkt bezüglich des auf den Hebriden erlegten Grns leucogeranus [s. Ber. 1891 S. 22], dass der erlegte Vogel vermuthlich derselbe gewesen ist, welcher im August desselben Jahres Hrn. E. W. Marshall in Marlow (England) entflogen war; Ibis (6.) IV. S. 181. J. Cordeaux, On the Migration of the Yellow Wagtail; Zoolog. XVL S. 389-391. Derselbe, Migration in the Humber District in the Autumn of 1892; Zoolog. XVL S. 417— 420. J. S. Elliott, Additional Notes on the Birds of Donegal; Zoolog. XVI. S. 128—131. H. W. Feil den, Introduction of Ptai-migan into the Faeroe Islands; Zoolog. XVL S. 413—414. W. W. Fowler, The Marsh Warbier, Äcrocephahis palustris, in Oxfordshire; Zoolog. XVL S. 303— 309. W. J. Gordon, Our Country's Birds, and how to know them; a Guide to all Species, and niany original Diagrams. London 1892. J. H. Gurney, Ornithological Notes from Norfolk; Zool. XVL S. 56—61. Derselbe, Ornithological Notes from Norfolk; Zoologist XVL S. 398—401. W. Harvey, The Shoveller {Spatnla clypeata) nesting in Sandey, Orkney; Ann. Scott N. H. I. S. 138. J. A. Harvie Brown, The Great Spotted Woodpecker [Pictis maior) in Scotland; Ann. Scott. N. H. I. S. 4 — 17. in der Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1892. 17 Derselbe, Great Shearwater (^Pufßmm mm'or) in Tiree; Ann. Scott. N. H. I. S. 74. L. H. Irby, British Birds: Key List. Second edition, revised and enlarged. London LS92. Klein, The Cause of Grouse-Disease; Zool. XVL S. 337 — 341. H. Lewis, Notes on Birds observed in Heitfordshire during the year 1891; Trans. Hertf. Soc. VII. S. 62— (58. Lilford, Coloured Figures of the Birds of the British Islands. London. — T. XXI u. X:XII. Derselbe, Notes on the Birds of Northamptonshire ; Journ. Northampt. Soc. V. S. 41— 53, 85 92, 131-141, 161—171, 178 bis 186, 207—222, 293— 302; VL S. 1—7, 41—49, 69—76, 116 bis 125, 162—171, 196-207, 262—266, 269—277; VIL S. 3— 12, 58—63, 140—146 Derselbe, Notes on the Ornithology of Northamptonshire for 1891; Zoolog. XVL S. 201—210. H. A. Macpherson, A Vertebrate Fauna of Lakeland; in- cluding Cumberland and Westmorland, with Lancashire north of the Sands. Edinburgh. 1892. J. Mac Rury, The Gi"aj Phalarope [PhaJaropns fulicarivs) in Barra; Ann. Scott. N. H. I. S. 139. Derselbe, Ruff [Machetes pugnax) in the Outer Hebrides; ebenda S. 139. A. G. More, The alleged former Nesting of the Osprey in the English Lake District; Zoolog. XVI. S. 1 — 3. Derselbe, Recent Additions to the List of Irish Birds; Irisli Nat. L S. 3 - 4. F. M. Ogilvie, On the recent Occurrence in the British Islands of the Ruddy Sheldrakc; Zoolog. XVL S. 392—398. — Ueber Ta- dorna casarca in England. J. E. Palmer, Birds of Lambay Island; Irish Nat. I. S. 1 14— 1 17. R. L. Patterson, Birds of Rathlin Island, Antrim; Irish Nat. I. S. 50—53, 70—73, 85—86. Derselbe berichtet über seltene Gäste an der Nordküste Irlands, Ibis (6.) IV. S. 180—181. T. S. Peace, Great Bustard (Otis tarchi) in Orkney; Ann. Scott. N. H. I. S. 138. H. Raeburn, Some further Notes on Summer Birds of Shet- land; Proc. Phys. Soc. Edinb. XL S. 67—73. P. Ralfe, Birds of the Isle of Man; Zoolog. XVL S. 93—100. H. Saunders berichtet über seltene Gäste an den englischen Küsten infolge von Herbststürinen ; Ibis (6.) IV. S. 182 — 185. H. Schalow berichtet über eine kleine Sammlung von der Insel Jona; Journ. Orn. XL S. 229—230. 11. Seebohm [On two examples of l'ringa ücnminata obtained on the Norfolk coast]; Bull. Brit. Orn. Club No. III 1. Dec. 1892. R. Service, Buffon's Skua {Stercorariu>i parasitinin) in the Solway District; Ann. Scott. N. H. 1. S. 73—74. Avch. f. Natuigesch. Jaliig. 1893. Itd. H. H. 1. 2 Jg Aiit. Reich enow: Bericht über die Leistungen R. S. Skirving-, The Gray Phalarope {Phalarojms fulicariiis) in Islay; ebenda S. 72. J. E. Tinkler, The Avifauna of Arkengarthdale, Swaledale, and the New Forest; Nat. 1892 S. 309—325. W. S. M. d'Urban and M. A. Mathew, The Birds of Devon. London 1892. C. A. Witchell and AV. B. Strugnell, The Fauna and Flora of Gloucestershire. Stroud: 1892 300 p. Aufzeichnungen über Verbreitung und Lebensweise englischer Vögel; Zoolog. XVL S. 21— 35, 75—77, 108-115, 144—152, 191 bis 196, 224-232, 265—272, 310-311, 330—336, 356-367, 405 bis 414, 423-430. Vergl. auch J. G. Millais unter Jagd u. s. w. Niederlande: H. Albarda, Ueber das Vorkommen seltener Vögel in den Niederlanden; Journ. Orn. XL. S. 417 — 431. Derselbe, Ornithologie van Nederland. Waarnemingen in 1891; Tijdschr. Nedorl. Dierk. Vereen. (2.) D. TIT. Afl. 3/4. S. 191 bis 205. F. E. Blaauw berichtet über Auftreten von Ampelis qarrvlvs in Holland im Dezember 1891; Ibis (6.) IV. S. 346. Derselbe berichtet über die Brutplätze von Plafalea letico/'odia in Holland; Ibis (6.) IV. S. 468. Belgien: E. de Selys-Longchamps, Migration; Zweiterintern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht II. S. 177 — 178. — Ueber Loxiu bifasciata., (larrulus gUmdarivs und Farns plcskei in Belgien. Frankreich: E. Dey rolle, Histoire Naturelle de la France. 3'"'' Partie. Oiseaux. Paris 8 vo. P. E. Dubaleu. Monographie raisonnee des Oiseaux, observes dans les departements des Landes, de la Gironde, du Gers, des Basses-Pyrenees, des Hautes-Pyrenees et sur le Golfe de Gascogne; Bull. Süc. Bord. XVIL S. 173—191. H. Duchassoy, De l'arrivee et du depart des Hirondolles; Bull. Soc. L. Nord France I. 1891 S. 85—92. L. d'Hamonville, L'Outarde canepetiere en Meurthe-Moselle; Bull. Soc. Zool.Fr. XVII. S. 67 68. — Otis teirax in Meurthe-Moselle; H. G. de Kerville, Faune de la Normandie. Fase. III. Columbidae, Gallinaceae, Grallae, Palmipedes; Bull. Soc. Rouen 1892 S. 201—382 T. 1. Rabe, Observations sur les passages d'oiseaux dans le departe- hient de l'Yonne; Bull. Soc. Tonne XLVI. S. 1—44. F. V. Schaeck, Drei Wochen in der Nähe von Fontainebleau ; Ornith. Jahrb. III S. 24—27. Schweiz: 0. V. Aplin, Notes on Birds seen in Switzerland; Zoolog. XVL S. 3— 14, 65-73. V. Fatio und Th. Studer, Catalogue distributif des oiseaux de la Suisse. Elabore sur le catalogue questionnaire de la commission föderale. III. edition. Avec une carte. Berne et Geneve 1892. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 19 A. H. Macpherson, Winter Notes from Switzerland and Nortli Italy; Zool. XVI. S. 258—263. Italien: G. Angelini, Avifauna Sicula. — Nota sulla Quaglia tridattila {Turnix sylvatica)] Boll. Soc. Rom. St. zool. Vol. I No 3/5 S. 95-99. Falconieri di Carpegna, Süll' Avifauna della provinzia di Pesaro ed ürbino. Note ed osservazioni; Boll. Soc. Rom. St zool I. No. 3/5 S. 100—153. Derselbe, Cronaca di caccia; ebenda S. 109—201. A, Carruccio, Snll' esistenza del Pyrrhocorax alpinns Vieill. e P. firacuhis Linn. iiella provincia di Roma; Boll. Soc. Rom Studi zool. Vol. I. No. 3/5 S. 158- 1G5. H. Giglioli u. A. Manzella, Iconographia della Avifauna Italica, ovvero Tavole illustranti le specie di Uccelli che trovansi in Italia con brevi descrizione e note. Prato (Toscano) 1892 T. XLVII -L. G. Martorelli, Nota ornitologica sopra alcuni osemplari del gen. liimosa, appartenenti alle specie Limosa lapponica Linn. e Limosa uropyqiulis Gould; Atti Soc. Ital. Sc. Nat. Vol 33 Fase I. S. 21—40. C. Massa, Gli Uccelli della Sicilia; Natural. Sicil. X. No. 8/10 S. 172-205. E. Silvestri, Contribuzione allo studio dell' avifauna umbra; Atti Ac. Med. Chirurg. Perugia Vol. 4 Fase, 1 . G. Vallon, Seltenheiten der italienischen Ornis: Ornith. Jahrb. III S. 97-108. Derselbe, Excursioni ornitologiche nel Trentino; Boll. Soc. Adr. sc. natur. Trieste XIII. P. II 1892. Spanien: Lilford, Variety of Grus cinerea in Spain; Zoolog. XVI. S. 265- 26G. A. Reich enow beschreibt Perdix hispcmiensis n. sp. von Galizien in Spanien; Journ. Orn. XL. S. 226. Madeira: J. Dalgleish, Notes on the Petrels of Madeira and the adjoining Seas; Proc. R. Phys. Soc. Edinb. 11. S. 27 — 30. W. Hartwig berichtet über Brüten von Sylvia conspicillata auf Madeira; Journ. Orn. XL. S. 442. Nord-Afrika: S. Alessi, Briefliches aus Tunesien; Journ. Orn. XL. S. 314 — 317. — Beschreibung der Eier von Alaemon margaritae und Liste gesammelter Arten. A. Kaiser, Zur Ornis der Sinaihalbinsel; Ornith. Jahrb. III. S. 207—248. A. Koenig, Zweiter Beitrag zur Avifauna von Tunis; Journ. Orn. XL. S. 266 — 312, 329 — 416. — Bericht über eine Sammlung, welche bei Monastir und auf einer Wüstenreise von dort nach Gabes zusammen gebracht wurde. Die Reise ist im allgemeinen Theil der Arbeit geschildert. Der besondei-e 'J'heil führt 228 ge- sammelte Vogelarteii auf, unter welchen 28 zum ei'sten Mal iür 2* 20 Ant. Reicheuow: Bericht über die Leistungen Tunis nachgewiesen sind. Die vorliegenden beiden Tlieile behandeln die Raubvögel und den grössten Theil der Singvögel. Besonders reich ist die Arbeit an Beobachtungen und Mittheilungen über die Lebensweise der tunesischen Vögel, Nestbau und Eier. Magaudd'Aubusson, Les echassiers d'Egypte. Liste raisonnee des especes qui ont ete observees dans ce pays; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 49- 62, 108—126. C. A. Payton, Bird-notes from Mogador; Ibis (6.)IV. S. 471— 472. P. Spatz über Nisten der Felsentaube in Tunis s. unter Jagd u.s.w. Eleinasien : G. Schi-ader, Ornithologische Beobachtungen auf meinen Sanimelreisen; Ornith. Jahrb. III. S. 11 — 19, 41 — 54. — Listen der in Syrien, Palaestina und Aegypten vom Verf. gesammelten und beobachteten Arten. Mittelasien: G. Bonvalot, De Paris au Tonkin ä travers le Tibet inconnu. Ouvrage contenant une carte en couleur et cent huit illustrations gravees d'apres les photographies prises par le Prince Henri d'Orleans. Roy. 8. Paris 1892. — In einem Anhang Liste der in Ost-Turkestan und Tibet gesammelten Vögel, darunter eine Anzahl neue, welche aber nicht beschrieben sind [s. Oustalet]. E. Oustalet, Contributions ä la Faune de la Chine et du Tibet: descriptions d'especes et de races nouvelles d'oiseaux donnees recemment au Museum d'Histoire Naturelle par le Prince Henri d'Orleans; Ann. Sc. Nat. Ser. 7. XH. 1891—92 S. 271— 318. — Beschreibung der vom Prinzen von Orleans und Pater Dedekens während ihrer Reise durch Ost Turkestan, Tibet und West China bis Saigon gesammelten Vögel. — Neu werden beschrieben: Bahax honvaloti, Trochalopteron Jienrici, T. honcaloti^ Fomatorhinus dede- kensi, P. armandi, Akipj)e bieti, Acredula bo7ivaloti, Leptopoecile henrici^ Zosterops mt/ssoti, Uragus hcnrici^ Eurhinospiza (g. n.) henrici., TetraoguUus henrici., Cindus pallasi souliei. Abgebildet sind: Acre- dula bonvaloti^ Alcippe bieti, Leptopoecile henrici., üragus henrici und Etirh inof^piza henrici. Th. Pleske, Die ornithologische Ausbeute der Expedition der Gebrüder G. und M. Grum-Grzimailo nach Centralasien (1889 — 90); BuU. Ac. Imp. St. Petersbourg T. 12 S. 273—301. — Die Expedition, welche namentlich den östlichen Tjan-schan, das Gebirgsland Bei- schan, das Njan-schan-Gebirge 'sowie das Gebirgsland Amdo und Kuku-nor genauer erforschte, ergänzt in vorzüglicher Weise die Przewalski'schen Forschungen. Die Ei-forschung des Njan-schan hat das wichtige Ergebnis geliefert, dass die Nordgrenze vieler central-chinesischer Arten, die bisher nur bis Amdo nachgewiesen waren, bedeutend nördlicher an den Nordabhang des Njan-schan versetzt werden muss. Die gesammelten 1048 Vogelbälge vertreten 191 Arten. A. E. Pratt, To the Snows of Tibet through China. Longmans 1892 8. — Vorzugsweise entomologisch, enthält jedo(;h auch Be- merkungen über Vögel. Ueber die Vogelsammlung ist bereits von H. Seebohm berichtet worden, [s. Ber.'l891 S. 30]. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 21 H. Seebohm, On an apparently undescribed Pheasant from the Province of Zarafshan in Central Asia; Proc. Z. S. Lond. S. 270. — Neu: Phasianus tarnovskii. Derselbe [On an undescribed species of Crossoptüori]; Bull. Brit. Orn. Club No. IV. 31. Dec. 1892. — Crossoptüon leucwumn. sp. Nordost-Asien: J. Palacky, lieber die nordostasiatischie Ornis; Verh. Zool. bot. Ges. Wien XLII. S. 43—46. Korea: C. W. Campbell, A List of Birds collected in Corea; Ibis (6.) IV. S. 230—248. T. V. — Liste von 112 Arten, von welchen 14 zum ersten Mal für Korea nachgewiesen werden, darunter zwei neue: Suthora fulvicauda und longicauda. Thriponax kalinowskii wird auf T. V abgebildet. A. Fauvel, La Faune du Chan-toung; Revue des Questions Scientifiques publiees par la Soc. Sc. Bruxelles IL (1) S. 455 — 492. — Vögel auf S. 466—476. Japan: J. Jjima, Notes on a Collection of Birds from Tru- shima; Journ. of Coli, of Sc. Japan Vol. 5. S. 105—128 T. XIL — Thriponax kalinowskii abgebildet. H. Seebohm, On the Birds of Tsu-sima, Japan; Ibis (6.) IV. S. 87—99. — Ueber eine Sammlung des Hrn. Holst. 59 Arten werden aufgeführt und besprochen. Derselbe, Further Notes on the Birds of Tsu-sima, Japan; ebenda S. 248— 250, 399—400. — Nachtrag zur vorhergehenden Arbeit. L. Stejneger, Notes on a collection of Birds made by Mr. Harry V. Henson in the Island of Yezo, Japan; Proc. ün. St. Nat. Mus. XV. S. 289 — 359. — Kritische Bemerkungen über viele der aufgeführten Arten. 2 Species werden neu beschrieben: Parus hensoni, Hypsipetes amaurotis hensoni. Derselbe, Two Additions to the Japanese Avifauna, including description of a new species; ebenda S. 371 — 373. — Neu: Aca7i- thopneuste ijimae. Afrikanische (^AetJiiopische) Region. CR. Hennicke, Reisebilder von der West- und Südwestküste Afrikas. Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 137 bis 141, 196—198, 232—236, 283—288. — Skizzen des Vogellebens von Gabun, Cap Lopez, Kamerun, Kongo, Sklaven- u. Goldküsto. Derselbe, Reisebilder von der West- und Süd Westküste Afrikas. Vogel- und Geflügelhandel an Bord des Dampfers; ebenda S. 254—257. A. Reichenow [über neue afrikanische Arten]; Journ. Orn. XL. S. 126. — [s. Ber. 1891 S. 28]. Derselbe [über neue afrikanische Arten]; ebenda S. 218 — 222. — Nilaus 7iigritemporalis, Alseonax ptmiila, Estrilda roseicrissa, Colins nigriscapalis ^ Barhatula coryphaea, Symplectes tephronotus, 22 Aiit. Reich enow: Bericht über die Leistungen S. ci'ocoiiotusj OnychognathnH 'preus.n, Tto'dimif^ monuchus^ (iraucalus 2}reusn, Xenocichia poliocephnla ^ Atidropachis montunus^ Burnesia epichlora, Callene hi/polevca, llaplopelia inornata^ Cryptospiza saloa- dorii'^ Hyphantospiza n. g. Derselbe [über neue afrikanische Arten] ; ebenda S. 441 — 442. — Laniarms gladiator, Sympledes prevssi, Psalidoprocne chcdyhea. G. E. Shelley, [On new S^jecies of African Birds]; Bull. Brit. Orn. Club No. II Nov. 1 1892. — Neu: Cinnyris nesophilus^ Zosterops anderssoni, Parus xanthostomus, Parus romtmae. Vergl. auch Büttikofer und Emin oben S. 10. und Grant unter Phasianidae bei Francolinus. Ost- und Süd-Afrika: W. L. Distant, A Naturalist in Trans- A-aal. London 1892. 8. — Enthält auch Notizen über die Vogelwelt. E. Harter t, On a little-known Species of Lark, of the Genus Otocorys; Ibis (6.) IV. S. 522 — 523 T. XIII. — Otocorys berkpschi wieder beschrieben und abgebildet. A. R e i c h e n w , Zur Vogelfauna des VictoriaNiansa. Sammlungen Dr. Emin's und Dr. Stuhlmann's 1890/91; Journ. Orn. XL. S. 1—60 T. I. — Behandelt 221 Arten, welche von den Reisenden auf dem Marsche von Tabora bis Bukoba sowie auf einer Expedition nach Uganda gesammelt worden sind. Die neu entdeckten Arten sind an anderer Stelle beschrieben worden. Die Sammlung bestätigt, dass die Länder im Westen und Norden des Niansa vorwiegend das Gepräge des westafrikanischen Faunengebiets tragen; doch giebt ihnen die Beimischung rein östlicher und nordöstlicher Formen und das Vorhandensein eigenthümlicher Arten eine solche Eigenartigkeit, dass man sie als besonderes Faunengebiet unterscheiden kann, welches passend als „mittelafrikanisches" Gebiet zu bezeichnen ist. Auf Taf. I sind Peddorhynchns stuldmanni^ Apalis mystacalis und Coüirnix emini abgebildet. Neu beschrieben: Eurystomus afer ncfo- buccalis, Ilypochera purpnrascens, Cisticola emini. R, B. Sharpe, On the Birds collected by Mr. F. J. Jackson during bis recent Expedition to Uganda through the Territory of the Imperial British East-African Company. With Notes by the CoUector. Part. III; Ibis (6.) IV. S. 152 -164, T. IV, 299—322, T. VII, 534—555 T. XIV. — Fortsetzung und Schluss der im Vor- jahre begonnenen Arbeit [s. Ber. 1891 S. 29], 299 Arten werden im ganzen besprochen. Eine Anzahl neuer Arten beschrieben: Cryptolopha niackenziana, Cisticola cMihbi, Camaroptera griseigula^ Barhatula leitcomystax., Melittophtgus oreohaies. Abgebildet sind: Apalis ptdehra.^ Dryodromas Jacksoni^ Trochocerctfs albonotati/Sj Platystira jacksoni und Francolinus gedgii. West -Afrika: J. V. Barboza du Bocage, Aves do Sertäo de Benguella; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2.) VIL S. 157—172. — Bespricht eine Sammlung des bekannten Reisenden Anchieta von Quindumbo, Quibula und Cahata in Benguella, 71 Arten, daruntei' in der Naturgeschichte der "Vögel während des Jahres 1892. 23 Buteo auguralis, Telepkonus tissheri (ein auffallend südlicher Ver- breitungspunkt dieser Art), hingegen die südliche Thumyiolaea shelleyi. Derselbe, Subsidios para a Fauna da Guine Portugueza; ebenda S. 179—183. Derselbe, Aves de Dahome; ebenda S. 185 — ^187. — 16 Arten, gesammelt von F. Newton, werden aus dem bisher noch wenig er- forschten Gebiet aufgezählt. Derselbe, Additions et Corrections a l'Ornithologie d'Angola; ebenda VIII. S. 248 — 264. — Ergänzungen zu des Verfassers Werk „Ornithologie d'Angola." J. Büttikofer, On the CoUections of Birds sent by the late A. T. Demery from the Sulymah River (W. Africa); Not. Leyden Mus. XIV. S. 19—30. — 96 Arten, von welchen 10 bisher in Liberia nicht gefunden waren. Derselbe, s. oben S. 10. G. Hartlaub, On a new Species of Flycatcher of the Genus Ilyliota; Ibis (6.) IV. S. 373 — 374. — Hyliota neltrkorni n. sp. von der Goldküste. A. V. Homeyer, üeber das Leben der Vögel in Central- Westafrika. DenkMäirdigkeiten meiner Reise nach und durch Angola 1875; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht IL S. 3—17. A. F. Mochler-Ferryman, Up the Niger: Narrative of Major Claude Macdonald's Mission to the Niger and Benue Rivers, W. Africa. London 1892. — Appendix S. 310 Liste der beobachteten Vögel. A. Reich enow, [über neue Arten von Togo und Mittel- Afrika]; Journ. Orn. XL. S. 131-133. — [s. Ber. 1891 S. 28.] Derselbe, Zur Vogelfauna von Kamerun. Erster Nachtrag; Journ. Orn. XL. S. 177—195 T. IL — Ueber Sammlungen des Dr. Preuss in Buea am Ostabhange des Kamerungebirges in 950 m Höhe. 65 Arten, davon 29 für Kamerun zum ersten Male nach- gewiesen und 17 neue. Damit sind 216 Arten für Kamerun nach- gewiesen. Die in Uganda entdeckten Arten Pcdüorhynchus stuhl- Tnanni und Lajiius viackinnoni wurden auf dem Kamerun gefunden, von ersterer dürfte eine neue Subspecies camerunensis zu unterscheiden sein, ebenso eine dem Symplectes itwignis von Uganda sehr ähnliche Form S. croconotus. Ferner wurden die Männchen von Cryptospiza reichenowi und Symplectes melcmogaster entdeckt. Biirnesia epichlo?'a, ßarhatula coryphaea und Ccdlene hypoleuca sind abgebildet. Derselbe, [über neue Arten von Mittel- Afrika]; ebenda S. 215. — Pogonorhynchus nihrifucies^ Barhatula ugandae, Caprimidgus clarus, Ilinindo emini. Derselbe, [über neue Arten vom Kamerungebirge]; ebenda S. 225. — Cinnyris preussi., C. oritis, Turdus nigi'üorum^ Zosterops stenocricota. Derselbe, [über Pratincola pallidigula n. sp. von Kamerun]; ebenda S. 232. 24 A iit. Reich euow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Zur Vogelfauna von Togoland. Nachtrag; Joiirn. Orn. XL, S. ^SS — 236. — Ueber weitere von Dr. Büttner gesammelte Arten [s. Ber. 1891 S. 30], darunter Poeocephalus pacliyrhynchiis Hartl. P. Rendall, Notes on tlie Ornithology of the Gambia: Ibis (6.) IV. S. '215 — 230. — Uebersicht von 170 Arten mit einigen Bemerkungen über Lebensweise. R. B. Sliarpe. Descriptions of some new Species of Timeliine Birds from W^est Africa; Proc. Z. S. Lond. S. 227— 228 T. XX. — Neu: Ammirocichla bocagei u. Tunlinus moloneyaims. Y. Sjöstedt, Neue Vogelarten von Kamerun; Journ. Orn. XL. S. 313 — 314. — Cuculus aurivillii, Campothera tuUhergi, Mallmhus racheliae ?. Madagassische Heyion. J. Sibree, On the Birds of Madagascar, and their connection with Native Folk-lore, Proverbs, and Superstitions, Pt. IV; Ibis (6.) IV. S. 103—111), 261—274. — Fortsetzung und Schluss der im Vorjahre begonnenen Arbeit [s. Ber. 1891 S. 30]. S. auch Shelley S. 22. Indische (Malayische) Hef/ion. E. C. Stewart Baker, Description of a new Species of Wren from Northeast India, together with an Account of its Nests and eggs: Ibis (6.) IV. S. 62 — 64 T. IL — Elachura huplonota n. sp. Diese Art und E. pimctata abgebildet. AV. E. Brooks, A few Remarks on Mr. Oates' .,Birds of British India"; Ibis (6.) IV. S. 58-62. D. Prain. Fauna of Narcondam and Barren Island; Journ. As. S. Beng. 1892 S. 111-114. W. L. Sclater s. oben S. 3. Süd-China: G. Hartlaub, Ein Beitrag zur Ornithologie Chinas; Abh. naturw. Ver. Bremen XII. 2. Heft. S. 295—335. — Behandelt 45 Arten von Tientsin, 23 von Shanghai, 9 von Ningkuofu, 28 von Formosa, 92 von Hainan und 11 von Paklioi am Golf von Tonkin. R. B. Sharpe [On the species of Hainan birds described by Mr. Styan]; Bull. Brit. Orn. Club No. IV 31. Dec. 1892. J. D. de la Touche, On Birds collected or observed in the Vicinitv of Foochow and Swatow in Southeastern China. (Com- municated by H. H. Slater); Ibis (6.) IV. S. 400—430, 477—503 T. XII. — 325 Arten werden besprochen. Gallinula coccineipcs ist abgebildet. Verg-l. auch Oustalet oben S. 20. Sunda-Inseln : J. Büttikofer, On a Chestnut- and Black Weaver Finch from Sumatra; Not. Leyden Mus. XIV. S. 132. W. R. Davison, Descriptions of some new Species of Birds from the Eastern Coast of the Malayan Peniusula; Ibis (6.) IV. S. 99 — 103. — Neu beschrieben: Campopkaga minor ^ Gerygone in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 25 pectoi'alisj PtilocichJu levcogastra^ Malucoptennn tnelanocephahim, Acridotheres torquatus. D. G. Elliot, Pitta granatina Temm. et Auetores; Auk. IX. S. 218—221. W. R, Ogilvie Grant [Od new sj)ecies of Caloperdi.i']; Bull. Brit. Orn. Club No. II Nov. 1. 1892. — Neu: Culoperdix horneensis u. sumatrana. E. Hartert, On a new Species of Batrachostomtts; Not. Leyden Mus. XIV. S. 63 — 64. — Batrachostomtis polioloplms von Padang in Sumatra. R. B. Sharp e [On collections of birds recently received from Mr. A. H. Everett and Mr. Ch. Hose]; Bull. Brit. Orn. Club No. IL Nov. 1. 1892. — Neu: Scops mantanoMeiisis u. brookii, Oriolus hosii, BatrachostomKS mioctus. Derselbe [On some species of Birds lately described by ]\Ir. W. R. Davison from the eastern eoast of the Malayan Peninsula; Bull. Brit. Orn. Club No. II 1. Nov. 1892. — Kritisclies über einige Arten, neu: StucJiyris davisoni. E. Oustalet, Catalogue des oiseaux rapportes de File Nias par M. J. Claine, en 1891; Bull. Soc. Philom. Paris (8.) T. IV. S. 107 — 122! — Bespricht 35 Arten. Für die Insel sind bisher 104 Arten nachgewiesen. T. Salvadori, Uccelli di Engano raccolti dal Dott. E. Modigliani ; Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XU. S. 123—142. — Behandelt 23 Arten von der Insel Engano an der Westküste von Sumatra. Neu werden beschrieben: Grmicalus enganetisis^ Pericrocotus modiglianii^ Zosferops incerta, Geocichla leucolaema, Calornis enganensis, Gracula enga?iend-s, Carpophaga oenothoroXj Mucropygia cinnamomea. Derselbe, Catalogo di una collezione di uccelli di Sumatra fatta dal Dott. Eho Modigliani: ebenda S. 40— 78. — 117 Arten werden besprochen, 3 neue beschrieben: Niltava decipiens, Gerygone tnodiglianii, Phyllergates sumatranus. R. B. Sharpe, Descriptions of new Species of Birds discovered by Mr. C. Hose on ^lount Dulit in N.W. Borneo: Ibis (6.) IV. S. 322 — 328. — Neu: Batrachostomits hartoii, Zosterops squamifroiis, Geocichla everetti, Mesohucco eximiiis. Derselbe, Description of a new Species of Calyptomena from North-western Borneo; Ann. Mag. N. H. (6.) IX. S. 249. Derselbe, On a CoUection of Birds from Mount Dulit. in North-western Borneo; Ibis (6.) IV. S. 430 T. X. u. XL — Behandelt eine Sammlung von A. H. Everett, 51 Arten. Auch Eier sind be- schrieben. Cfdyptomena hosii und AJesohicco eximitis sind abgebildet. A. G. Vorderman, Java Vogels 1.: Nat. Tijdschr. Ned. Indie LL S. 373-416. Derselbe, Bijdrage tot de Kennis der Avifauna van het Eiland Bawean: ebenda S. 417 —422. 26 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Australische Kegion. Australien: A. Newton, Note on the occurrence of the Sander- ling {Calidris arenaria) in New South Wales; Records of the Australian Museum 1892. A. J. North, Sui^plement to the Descriptive Catalogne of Nests and Eggs of Birds found Breeding in Australia and Tasmania; Rec. Austr. Mus. IL S. 11—22. Derselbe, Additions to the Avifauna of Tasmania, and Norfolk and Lord Howe's Islands; ebenda S. 36 — 38. J. Walker, The Bird-life of Adele Island, North-west Australia I Ibis (6.) IV. S. 254 261. — Die kleine Insel Adele, deren Vogel- leben Verf. in allgemeinen Zügen bespricht, liegt nördlich des Einganges des King Sound in Nordwest Australien. Neu Guinea, Molukken: J. Büttikofer, On a Collection of Birds from the Islands of Flores, Sumba and Rotti; Notes Leyden Mus. XIV. S. 193—206. — Bespricht eine von H. ten Kate auf den genannten Inseln der Timorgruppe zusammengebrachte Sammlung. Von Flores wird Acanthiza tenhatei n. sp. beschrieben. Von der noch wenig bekannten Insel Sumba führt Verf. 32 Arten auf, welche deren faunistische Uebereinstimmung mit Flores beweisen, darunter Dicaeum wilhelminae n. sp. ; eingehender werden die Kenn- zeichen von Munia nisoria (Teni.) und deren verwandte Formen besprochen. Von der Insel Rotti, einem kleinen Eiland am Westende von Timor, sind 5 Arten aufgeführt, darunter Rhiindura tenkatei n. sp. A. B. Meyer, Beitrag zur Kenntniss der Vogelfauna von Kaiser Wilhelms Land; Journ. Orn. XL. S. 254 — 266. — Behandelt Sammlungen der Gebrüder Geisler, 33 Arten, darunter neu: Eupetes geisler orum, Diphyllodes chrysoptera septe?itrio)ialis und Ptilopus coronulatus hiionensis. Derselbe, The Birds of Sumba; Not. Leyden Mus. XIV. S. 265 — 268. — Verf. weist darauf hin, dass Dr. Riedel bereits vor mehr als einem Jahrzehnt auf der Insel Sumba ornithologisch gesammelt hat, worüber in den Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1881 S. 759 — 767 berichtet worden ist. Von den daselbst aufgeführten 40 Arten decken sich nur 8 mit den von ten Kate auf Sumba ge- fundenen Species, so dass bis jetzt 64 Arten für die Insel nach- gewiesen sind. Die subspecifische Sonderung des 1. c. beschriebenen Tanygnathus megalorhynchus sumbensis hält Verf. aufrecht und unter- scheidet noch den früher als Geoffroyus jukesii aufgeführten Papagei als besondere Art: Geoffroyus tjindanae n. sp. An Stelle des in der angezogenen Arbeit S. 767 irrthümlich aufgeführten Ilerodias nigripes ist Buhulciis coromandns zu setzen. Unter den 64 bekannten Sumba- Ai'ten befinden sich 5 der Insel eigenthümliche: Ninox rudolfi^ Graucalus sumbe^isis, Dicaeum wilhelminae, Tanygnathus sumbensis und Geoffroyus tjindanae. W. V. Rothschild [On a new Pigeon of the genus Ptilopus]; Bull. Brit. Orn. Club IIL 1. Dec. 1892. — Neu: Ptilopus salvadorii , iu der Natui'geschichte der Vögel während des Jahres 1892. 27 R. B. Sharpe [On a new Species oi Rhipidtiva from the Island of Darnmar in the Banda Sea]; Bull. Brit. Orn. Club No. IV. 31. Dec. 1892. — Rhipidura hvettikoferi n. sp. H. B. Tristram, On two small Collections of Birds from Bugotu and Florida, two of the smaller Solomon Islands; Ibis (6.) IV. S. 293-299. — Uebersicht von 30 Arten, darunter zwei neue; Graucalus nigrijrons und ij. welclimani. C. W. De Vis, Report on the Zoological Gleanings of the Administration during the year 1890 — 91; Ann. (Parlamentary) Report on British New-Guinea Brisbane 1892 App. cc. S. 93 — 97. Mit Taf. — Neu: Gerygone insperata^ Poecilodryas vicaria, Melipotes maculata^ AmalocicMa sclatericmu^ Malvrvs mortoni, Kopsaltria sudestiensis^ Puramythia montmm. Derselbe, Zoology of British New-Guinea ; Ann. Queens!. Mus. II. S. 4 — 11. — Wiederbeschreibung der in der vorhergehenden Arbeit benannten neuen Arten. Polynesien: T, Salvadori, Descrizione di una nuova specie die Colombo del genere Ptilopns; Boll. Mus. Zool. Anat. Torino VII. 21. Dec. 1892. — Ptüopvs tristrami n. sp. von den Marquesas Inseln. Sandwichs-Inseln: F. W. Frohawk, Description of a new Species of Rail from Laysan Island (North Pacific); Ann. N. H. ((i.) IX. S. 247 — 249. — Porzanula pahneri n. sp. A. Newton, Ornithology of the Sandwich Isles; Nature 1892 S. 465 u. ff. — Eine Uebersicht der Geschichte der Erforschung der Inseln mit Angaben über die Verbreitung der Sperlingsvögel auf den einzelnen Inseln der Gruppe. W. V. Rothschild, Descriptions of Seven new Species of Birds from the Sandwich Islands; x\nn. Mag. N. H (6.) X. S. 108-112. — Neu: Ber?iicla munroii^ Tatare familiaris^ Himatione fraithiiy Telesjjyza flavissima, Rhodaca7if/ns palmeri, Rh. flaviceps, Viridnnia sagittirostris. Derselbe, [On a new Duck from the Island of Laysan]; Bull. Brit. Orn. Club No. IV. 31. Dec. 1892. — Anas laysanensis n. sp. S. B. Wilson and A, H. Evans, Aves Hawaienses: The Birds of the Sandwich Islands. Part III. 1892. — Enthält Abbildungen von Hemignathus obscurus, oUvaceus^ procerus und hanapepe, Himatione parva, montana und stejnegeri, Totanus incanus. Neuseeländische Hegion. W. L. Bull er, Notes and Observations of New Zealand Birds; Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 64-74 T. XIV. Derselbe, Further Notes and Observations on certain species of New Zealand Birds; ebenda S. 7.5 — 92. J. C. Mc. Lean, Ornithological Notes from New Zealand; Ibis (6.) IV. S. 250 — 254. — Bemerkungen über Verbreitung und Lebens- weise einiger Arten. A. J. North s. oben S. 26. A. Reischek, Beobachtung Neu-Seeländischer Vögel; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 255—257. 28 Ant. Reiclienow: Bericht über die Leistungen Nordamerikanische (Westliche gemässigte) Region. J. A. Allen, The North American Species of the Genus Colaptes, considered with special Reference to the Relationships of C. auratus und C. cafer; Bull. Amer. Mus. N. H. New York IV. S. 21—44. Derselbe, Description of a new Gallinule, from Cough Island: ebenda S. 57—58. A. W. Anthony, Birds of Southwestern New Mexiko; Auk. IX. S. 357—369. H. P. Att water, List of Birds observed in the Vicinity of San Antonio, Bexar County, Texas; Auk. IX. S. 229. C. K. Averill jr., List of Birds found in the vicinity of Bridge- port, Connecticut. Bridgeport 1892. Ch. Bendire, Life histories of North American Birds with special reference to their breeding habits and eggs. Smiths. Inst., Un. St. Nat. Mus. Special Bulletin No. 1. Washington. — Der vor- liegende erste Band des Werkes behandelt die Ordnungen der Hühner, Tauben und Raubvögel. Im Ganzen werden 146 Arten abgehandelt. Der Text gliedert sich in Nomenklatur, geographische Verbreitung, Darstellung der Lebensweise, Brutgeschäft, Nest und Eier. Von 94 Arten werden 182 Stücke auf den beigegebenen 12 Tafeln abgebildet. W. E. Bryant, A Check-list of the Water Birds of Cahfornia; Zoe III. S. 135—140. A. W. Butler, Notes on the Range and Habits of the Carolina Parrakeet; Auk. IX. S. 49—56. Derselbe, Some notes concerning the Evening Groshawk; Indiana Acad. Sc. Brookville 1892 S. 138-247. Derselbe, Some Notes concerning the Evening Grosbeak; Auk. IX. S. 238 — 247. — Betrifft die Verbreitung der Hesperiphona vespeHhia. F. M. Chapman, A Preliminary Study of the Grackles of the Subgenus Quiscalus; Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. IV. S. 1—20. J. Dwight ir., Summer Birds of the Crest of the Pennsylvania Alleghanies; Auk. IX. S. 129—141. P. L. Hatch, The Geological and Natural Ilistory Survey of Minnesota. First Report of the State Zoologist accompanied with Notes on the Birds of Minnesota. Minneapolis 1892. A. Koch, West Florida; Mitt. ürn. Ver. Wien XVI. S. 27—29, 41—43. R. H. Lawrence, A PreUminary List of the Gray's Harbor Region, Washington; Auk. IX. S. 39—47. Derselbe, Further Notes on Birds of the Gray's Harbor Region, Washington; Auk. IX. S. 352—357. S. Lockwood, Wliy the Mocking Birds loft New Jersey. — A Geological reason; Amer. Nat. XXVI. S. 635 — 641. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 29 L. M. Looiuis, A fnrther Review of the Avian Fauna of ehester County, South Carolina; Auk. IX. S. "28 — 39. — Fortsetzung, vergl. Ber. 1891 S. 36. G. H. Mackay, Habits of the Eskimo Curlew [NumeniiishoreaUs) in New Engiand; Auk. IX, S. 16—21. Derselbe, Habits of the Black-bellied Plover (Charadnus squutarola) in Massachusetts; Auk. IX. S. 143 — 152. Derselbe, Habits of the American Ilerring Gull {Larns argen- tatus smithsonianus) in New England; Auk. IX. S. 221 — 228. E. A. Mearns, A Study of the Sparrow Hawks (Subgenus Tinnunculus) of America, witli especial Reference to the Continental Species [Falco sparverius Linn.); Auk. IX. S. 252-270. C. H. Merriam, The geographica! distribution of life in North- America with s})ecial Reference to the mammalia; Proc. biol. ser. Washington VII. S. 1-64. Derselbe, The Dwarf Screech Owl {Megascops flamme obis ida- hoensis Merr.); Auk. XI. S. 169—171 T. II. — Beschreibung und Abbildung der Art. H. Nehrling, Die nordamei'ikanische Vogelwelt. Unter künstlerischer Mitwirkung von R. Ridgway, A. Goering und G. Mützel. Milwaukee. 1889—92. S. N. Rhoads, The Breeding Habits of the Florida Burrowing Owl {Speotyto cvnindaria flor{dana)\ Auk. IX. S. 1 — 8. Derselbe, The Birds of South-eastern Texas and Southern Arizona observed during May, June and July 1891; Pr. Ac. Philad. 1892 S. 98— 126. W. E. D. Scott, A Description of the adult male of Botavrus neoxenvs (Cory), with additional notes on the Species; Auk. IX. 141—142. Derselbe, Notes on the Birds of the Caloosahatchie Region of Florida; Auk. IX. S. 209—218. G. B. Sennett, Description of a new Turkey; Auk. IX. S. 1(57 bis 169. — Mehagris gallopavo ellioti n. subsp. G. Trumbuli, Quer Scoters; Auk. IX. S. 153—160. — Ueber Oidemiu nmericana. deglmidi u. perspiciUata. S. W. Willard, Migration and Distribution to North American Birds in Brown and Outagamie counties; Trans. Wiscons. Ac. 6. S. 177—196. Aufzeichnungen über nordamerikanische Vögel; Auk. IX. S. 71 bis 74, 198—206, 292—310, 388 397. Fourth Supplement to the American Ornithologists' Union Check-List of North American Birds; Auk. IX. S. 105—108. Uebersicht über kleinere Veröffentlichungen über nord-ameri- kanische Vögel; Auk. IX. S. 66—71, 187—197, 282—290, 383- 388. Proceedings cf the Ornitliological Sub-section of the Biological Section of the Canadian Institut for 1890 — 91; Proc. Canad. Inst. III. S. 27 — 89. — Gesammelte Beobachtungsnotizen aus Ontario. 30 Aiit. Reich enow: Bericbt über die Leistnngen Südamerikanische Hegion, H, V. Berlepsch beschreibt neue südamerikanische Vogelarten ; Joiirn. Orn. XL. S. 451 — 456. — Upucerfhia harterti, CyanoJefihia emmae^ Cycmoleshia caudata, Crypturus garJeppi^ N othoprocta moebiusi. E. Hartert [On new species of South American Birds]; Bull. Brit. Om. Club No. III. l.Dec. 1892. — Neu: Myiarclnis brevipennis, Chrysoiis rothschi/di, Sfria: flammea bargei. Mittel- Amerika: A. Alfaro, Resena de las principales Aves que inhabitan la parte superior del Volcan de Pöas; Ann. Mus. Costa Rica 111. S. 160—161. A. Boucard, Aves colectadas en Costarica; ebenda S. 141— 159. G. K. Cherrie, Descripcion de tres Epecies nuevas para la Avifauna Costaricense ; ebenda S. 135 — 137. — Neu: Rhamphocehis costaricensis, Myrmeciza occidentaUs u. (irallana Uzanoi. Derselbe, A Preliminary List of the Birds of San Jose, Costa Rica; Auk. IX. S. -21-27, 247—251, 322—329. — Fortsetzung und ;Schluss, vergl. Ber. 1891 S. 39. Derselbe, Description of two apparently new Flycatchers from Costa Rica; Proc. Un. St. N. Mus. XV. S. 27—28. — Neu: Mnio- neetcs semischistaceus und Ornithion pusillum si(bflaini.m. F. D. Godman and 0. Salvin, Biologia Centrali Americana. London. — Von Vol. II ist während des Jahres 1892 Bogen 25 bis 46, S. 193—368 T. 40, 52 — 57 erschienen, enthaltend Formican- ■idae, Conopophagidae^ Trocliilidae und Cypselidae. Neu sind be- schrieben: lliamnophilns atri?ivcha u. Cyanoinyia gvcrrereyisk. Ab- gebildet sind: Grallaria princeps T. 52; (irallaria dives u. perspicülata T. 53; Myiobiiis capitcdis, Empidoiiax albigvlaris u. africeps T. 40; Oreopyra calolacma u. Dckdtria licmileucd T. 54; Hemisteplumia vercupuensls u. Qudyhvru melanorrlioa T. 55; Delnttria margarefhae u. aybillae T. 54a, Sehifiphorifs ardens u, torridus T. 56; Lophornis adorabdis w. Euphernsa nigrlventris T. 57. A. Kennedy, Sporting Sketches in South America. London j892. 8, — Eingestreute Beobachtungen des Vogellebens. C. Lehl, Vogelleben in Süd- Amerika; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 138—139, 153—154. P. Mangels clor ff, Am Teiche auf der Fazenda Saö Manoelo; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 241—251, 271 bis 276. Mit Buntbild. E. Whymper, Travels amongst the Great Andes of the Equator. London 1892. — Eingestreute Beobachtungen über Vögel. Westindieii: F. M. Chapman, Notes on Birds and Mammals ■observed near Trinidad, Cuba, with remarks on the Origin of West Indian Bird Life; Bull. Amer. Mus. VI. S. 279 330. — Neu be- schrieben: Ralhfs lofigirostris cubanv^^ Pita7igi(sjamaicensis^ De^idroica petechia flaviceps^ Ptiloxena n. g., CohwibigaUina passerina terredris. T. Cockerell, The West Indian fauna, in South Florida: Nature XLVL (6.) S. 458—459. in der Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1892. 31 Ch, B. Cory, Catalogue of West Indian Birds. Containing a list of all species known to occiir in tlie Bahama Islands, tlie Greater Antilles, the Caynians, and the Lesser Antilles, excepting the Islands of Tobago and Trinidad. Boston 1892. — Liste nebst Angabe der Verbreitung, am Schlüsse kritische Bemerkungen über einige Arten. Zwei neue Unterarten sind beschrieben: Pyvrlmlagra noctis gretiadensis u. ridgwayi. Derselbe, A List of Birds taken on Maraguana, Watling's Island, and Inagua, Bahamas, during July, August, September, and October 1891; Auk. IX S. 48—49. Derselbe, Remarks on a Collection of Birds made by Wilmot W. Brown ir. on Mona and Porto Rico during February and a Part of March 1892; Auk. IX. S. 228—229. Derselbe, Description of an apparently new Centurns from Great Bahama Island, Bahamas; Auk. IX. S. 270. Derselbe, In Cuba with Dr. Gundlach; Auk. IX. S. 271 -278. — Aufzeichnungen über die Vögel Kuba's. P. L. Sclater, On a Collection of Birds from the Island of Anguilla, West Indies; Proc. Zool. Soc. Lond. S. 498—500. — Ueber IG von W. R. Elliott gesammelte Arten. W. E. D. Scott, Observations on the Birds of Jamaica, West Indies; Auk. IX S. 9—15, 120—129, 273—277, 309-375. — Fort- setzung, vergl. Ber. 1891 S. 38. R. Ridgway, Descriptions of two new Forms of Basileyterns rufifro7is from Mexico; Proc. U. St. Nat. Mus. XV. S. 119.— Basi- levfems rvfifrons jouyi und dugesi. 0. Salvin and F. Du Cane Godman, On a Collection of Birds from Central Nicaragua; Ibis (ß.) IV. S. 324—328. — Ueber eine Sammlung von Matagalpa in Nicaragua, eine neue Art: Delattna syhillue. Peru, Columbia: H. v. Berlepsch et J. Stolzmann, Resultats des recherches ornithologiques faites au Perou par M. Jean Kali- nowski; Proc. Z. S. Lond. S. 371 — 411. — Liste der von J. Kalinowski bei Lima und Ica an der peruvianischen Küste gesammelten Arten (80), üebersicht der über die Vogelwelt des Gebiets erschienenen Arbeiten, Liste der aus dem Gebiet bekannten, aber von dem Reisenden nicht gesammelten Arten, allgemeine Betrachtungen über die Vogelfauna von Lima. Neu werden beschrieben: Pyrangu testacea tschudn, Saltator immaculatus , Dives kalinoioskii., Pyroce- phahis nibineus lieterurus, Cindodes taczanowskii, Moloihrus occidentaHf;. A. Boucard, A complete list up to date of the Humming Birds found in Columbia, with descriptions of several supposed new species; The Humm. Bird IL S. 73 — 87. — Neu sind beschrieben: Heliodo.vu berlepschi, lleliotryplia simoni^ Heliangehis rotlischildi, Erio- cnemis alhogularis, Chlorostilbon speciosa, SauceroUia nunesi, Urano- mitra colombiana^ Pliaethornis panamensis^ Homoplumiu lawrencii. 32 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen Galapagos: G. ßaur, Besuch der Galapagos-Inseln ; Biol. Centralbl. XII. S. 2'2 1—250. — lieber Entstehung der Insehi und ihres Thierlebens, auch einiges besondere über Vögel. Venezuela, Guiana, Curacao: J, A. Allen, Notice of some Venezuelan Birds, collected by Mrs. H. H. Smith; Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. IV. No. 1 S. 51 — 56. — Neu beschrieben: Rhamphocelus atrosericens capifalis^ Lophotricctts siibcristafus, PicKmnus ohsolehis. H. V. Berlepsch, Die Vögel der Insel Curacao, nach einer von Herrn cand. theol. Ernst Peters daselbst angelegten Sammlung; Journ. Orn. XL. S. 61 — 122. — 18 verschiedene Arten sind ge- sammelt worden, von welchen 7 für die Insel noch nicht nach- gewiesen waren. Für die Thierverbreitung ergiebt sich, dass der grössere Theil der bisher für Curacao nachgewiesenen Arten süd- amerikanisclien Ursprungs ist, einige sind aber westindischen Ur- sprungs, mehrere festländische Arten haben sich auf Curacao zu verschiedenen insularen Formen herausgebildet, am auffallendsten aber sind zwei Arten, welche ihre einzigen näheren Verwandten in Formen haben, welche auf der sehr entfernten und durch das Dazwischenliegen anderer Inseln ganz abgeschiedenen Insel Barbadoes haben. Neu werden beschrieben: Coereba vropygialis^ Tinyiuncidns sparverhis hrevipejinis, ferner Bvteo albicaudatvs colofws und Eupsij- chortyx goiddi unter Vorbehalt. Am Schlüsse der Arbeit giebt der Sammler eine Schilderung des Vogellebens der Insel und Beob- achtungen über die Lebensweise der von ihm gesammelten und gesehenen Arten. E. Hartert, [On a new Conurus from the Island of Aruba]; Bull. Brit. Orn. Club No. IV, Dec. 31. 1892. — Com/ms an/bensisn. sp. J. Qu eich, Avifauna of Georgetown [Brit. Guiana]; Journ. Agr. Comm. Soc. Brit. Guiana (2.) VI. S. 182 — 183. Derselbe, Additions to the Avifauna of British Guiana; ebenda S. 186. Derselbe, Our Birds of Frey; ebenda S. 117 — 162. Süd-Brasilien, Argentinien: J. A. Allen, On a collection of Birds from Chapada, Matto Grosso, Bi-azil, made by Mr. H. H. Smith. Part 11. Tyrannidae; Bull. Amer. Mus. N. H. IV. S. 331-350. — Behandelt 45 Arten, mit kritischen Bemerkungen über die Beziehungen zu verwandten Arten wie Angaben über die geographische Verbreitung. J. Cabanis, [über Prospoietus albintichus von Argentinien]; Journ. Orn. XL. S. 125—126. A. H. Holland, Short Notes on the Birds of the Estancia Espartilla, Argentine Republic; Ibis (6.) IV. S. 193—214. — Es- partilla liegt zwischen Ranchos and Chascomus an der grossen Süd- bahn von Buenos Ayres. Verf. führt 127 Arten auf mit Bemerkungen über Zeit des Vorkommens und Brütens und einigen Aufzeichnungen über Lebensweise. Für Argentinien neu nachgewiesen sind: TacJiy- cineta meyeni^ Procnias tersa^ ISpermopJnla obsTuru und Sterna anglicu. W. H. Hudson, The Naturalist in La Plata. London 1S92. — Enthält auch Schilderuno-en des Vou'ellebens. in der Natui'geschichte der Vögel wälireiui des Jahres 1892. 33 J. Graham Kerr, On the Avifauna of the Lower Pilcomajo; Ibis (G.) IV. S. 120-152 T. III. — Aufzählung von 174 Arten, unter welchen 29 für Argentinien bisher nicht nachgewiesen waren. Auch einige Beobachtungen über Lebensweise. Ceieus kerri ist auf T. III abgebildet. Chile: H. B. James, A New List of Chilian Bircls. With a Preface by P. L. Sclater. London 1892. — Die Liste zählt 255 Arten auf. Bei vielen werden die einheimischen Namen an- gegeben, bei allen nähere Bezeichnungen über das Vorkommen, ob Standvogel, Sommer-, Winter-, odei' unregelmässiger Besucher des Landes. R. A. Philippi, Bemerkungen über chilenische Reiher; Zool. Gart. 33. S. 155. — Vergl. auch oben S. 6. Arhtische Megion. R. Collett, Zur Ornis von Spitzbergen; Ornith. Jahrb. III. S. 174. — Saxicola oenanthe, Cypselus apiis und Ntrmcnws phaeoints auf Spitzbergen erlegt. G. Rogeron, Les migrations des canards et inductions ä en tirer sur la mer libre du pole Nord; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. 2., S. 15—20. W. Stone, Birds collected by the West Greenland Expedition; Proc. Ac. N. Sc. Philad. 1892 S. 145—152. — 26 Arten, gesammelt auf der Disco Insel, Duck Island, Melville Bucht, Kap York, Mc- Cormick Bucht. Im Anhang Arten von Sydney, Neu-Schottland und dem Golf von St. Lawrence, welche auf der Hinfahrt gesammelt wurden. Antai'ktische Ref/ion. J. A. Allen, Description of a new Gallinule from Gough Island (Porphyriornis comeri n. g. et sp.); Bull. Amer. Mus. N. H. IV. S. 57—58. Atlantischer Ocean. Bolau, Ein grönländischer Edelfalk, Falco candicans, auf dem atlantischen Ocean gefangen; Zool. Gart. 33. S, 93. — Falco candi- cans unter 49 ^n. B. und 20*^ W. L. Gr. gefangen. Der Punkt hegt 500 Seemeilen von der irländischen Küste, 900 von den Faröer, 1000 von der Südspitzo Grönlands und 1300 Seemeilen von der Labrador- küste entfernt. Tl. Lebensweise. Lebensweise im Allgemeinen: A. Abraham jun., Der graue Fliegenfänger {Mvscicapa (pisola)] Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 232 bis 234. Ch. S. Allen, Breeding Habits of the Fish Ilawk on Plum Island, New York; Auk. IX. S. 31 3- 32 L Arcb. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. Ud. U. H.l. 3 34 Ant. Reiche 110 w: Bericht üher die Leistungen G. V. Bikkessy, Die Vogelfamilie der Ramphastiden, Tukane oder Pfefferfresser; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 70—71. 0. Büttger, Der Rohrsänger, Acrocephalus streperus, der Frankfurter Promenaden und Wallgärten; Zool. Gart. 33. S. 119 — 124. H. Brezol, Une Heronniere aux Etats-Unis et ses Habitants; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S, 162—165. L. Buxbaum, Meine Schwalben; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 328—330. E. V. Czynk, Frühlingsboten?: Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 39 — 40. — Schwalben im Winter beobachtet. E. Hartert, Carpodacvs crytlirlmis (Fall.), Der Karmingimpel; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 1 1 — 16. Mit Buntbild. 0. Kleinschmidt, Giebt es in Deutschland nur eine Art des Hausrötels?; ebenda S. 424 — 425. — Vergl. auch RtdiciUa tithys unter Systematik: Sylviidae. C. Koepert s. S. 40. A. V. Krüdener, Auffallendes Benehmen des Seidenschwanzes {Bornhycilla garrnla); Ornith. Jahrb. III. S. 259. Derselbe, Aphorismen über Tetraonen; Zool. Gart. 33. S. 279 bis 284. K. Th. Liebe, Bei Schnabelmissbildungen noch gute Gesundheit; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 49—53. Derselbe, Zur Naturgeschichte der Rohrdommel; ebenda S. 321—328. Th. zur Linde, Einiges über den Fischadler (Pandion haliaetus); ebenda S. 317—321. 0. V. Loewis, Das Haselhuhn in Livland; Zool. Gart. 33. S. 65 -76, 102. Derselbe, Zur Geschichte des Haselhuhns und zur Monographie desselben von Prof. S. Valentinitsch ; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 191—196. G. H. Mackay, Habits of the Oldsquaw {Clangula hyemalis) in New England; Auk. IX. S. 330—337. Derselbe, Habits of the Hudsonian Curlew in Massachusetts; Auk. IX. S. 345—352. A. Meyer, Der Lerchenfalke {F. subbuteo) als Schmarotzer; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 305-307. J. Michel, Weitere Beobachtungen über den Zwergfliegenfänger; ebenda S. 145-152. J. Moesmang, Beobachtungen an Schwalben; ebenda S. 299 bis 302. A. Niederreiter, Ueber die Gelehrsamkeit eines Eichelhehers ; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 130—131. E. Oustalet, Rapport sur la Biologie des Oiseaux; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht II. S. 95 — 117. A. Reischek, Die Lappenkrähen; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 17. Derselbe, Die Neuseeländischen Lappenstaare, CreacUon\ ebenda S. 159—161. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 35 Derselbe, Turnagra crassirostris^ Nen Seeland-Drossel. Die Pio-pio der Maori; ebenda S. 195 — \S)(S. R. Service, Lapwings carrying their young; Zool. XVI. S. 360 bis 361. P. Spatz s. S. 40. Staats V. Wacquant Geocelles, Aus dem Thierleben der Heimat; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 234—236, 260—261. Derselbe, Der Sekretär, Gypogeranus serpentarius, des zoo- logischen Gartens zu Köln; Zool. Gart. 33. S. 307 — 309. — Art und Weise des Schlangentötens. Derselbe, Sturm-Beobachtungen; Mntsschr. D, Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 309—310. Derselbe, Todes- und Unglücksfälle; ebenda S. 330— 336. V. V. Tschusi, Ueber das Niederlassen des Seeadlers (Halmetus alhiciUa L.) auf das Wasser; Ornith. Jahrb. III. S. 74—76. Ph. C. D. V. Varecka, Der problematische Winterschlaf im Vogelleben. I. Ueberwinternde Rauch- und Stadtschwalben; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 123—125. — II. Ueberwinternde Feldlerchen; ebenda S. 137 — 138. R. W. Western, The tactics adopted by certain Birds when flying in the wind; Proc. R. S. Edinb. S. 76—80 T. XVIII. Stimme: S. P. Cheney, Wood Notes Wild. Notations of Bird Music. Collected and arranged with Appendix, Notes, Bibliography and General Index by J. V. Cheney. Boston 1892. C. Fabani, Epoche, mutazioni et varieta nel Canto degli uccelli; Riv. Ital. Sc. Nat. XII. S. 35—39. Derselbe, Teoria delle somiglianze nel Canto degli uccelli; ebenda S. 90-91. C. Flor icke, Ueber den Gesang des Karmingimpels; Mntsschr D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 117—119. M. A. Laws, Sky Lark Singing- at Night; Zool. XVI. S. 362. V. Linstow, Beobachtungen an Vogeltänien; Centralbl. f. Bakter. u. Parasitenk. XII. S. 501—504. E. Perzina, Europa's befiederte Imitatoren; Mntsschr. D Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 53—62, 87—103. A. Voigt, Anleitung zum Studium der Vogelstimmen; Beilage zum Jahresber. d. 1. St. Realsch. Leipzig 1892. C. A. Witchell, Bird-song and its Scientific Value; P. Cottesw. Nat. F. C. X. S. 238—257. J. Young, Song of the Redpoll; Zoolog. XVI. S. 149-150. Nahrung: Hocke beobachtete, dass Turteltauben Wolfsmilch- samen als Nahrung aufsuchten; Journ. Orn. XL. S. 215. H, Loens, Vogel und Binnenmollusken; Zool. Gart. 33. S. 49 bis 51. — Molluskennahrung der Vögel. K. Loos, Welche Vogelai-ten betheiligten sicli an dei- Vertilgung der im Schluckenauer Domainengebiete epidemisch auftretenden 3* 36 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Larven der Coleopliora laricella Hbn. und in welchem Grade thaten sie dies?; Ornitli. Jahrb. III. S. 168—171. Moser, Der Staar als Oivenfresser; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d .Vogelw. XVII. S. 77. E. Pfannenschmid, Zur Nahrung der Ringeltaube; ebenda S. 21 — 22. — Im Dezember erlegte Holztauben hatten die unförmig aufgetriebenen Kröpfe mit Stangenkohl angefüllt. J. Talsky, lieber das Verhalten der Vogelwelt gegenüber den Insekten, namentlich der Nonne {Psilura monacha L.); Deutsche Volksz. f. d. Neutitscheiner Kreis XIX. No. 46. Nisten, Eier: A. C. E. Baldamus, Das Leben der europäischen Kuckucke. Nebst Beiträgen zur Lebenskunde der übrigen para- sitischen Kuckucke und Stärlinge. Mit 8 Farbendrucktafeln. Berlin 1892. — Eine zusammenfassende Darstellung der Lebensgewohnheiten des Kuckucks. Als Einleitung wird (im Anschluss an Reichenow's System) eine Uebersicht der Familie Cnculidae gegeben, welche Verf. nach der Fortpflanzungsweise in Schmarotzer „Anepostae", und Selbstbrüter „Epostae" sondert. Zur ersten GrujDpe gehören Cuculinae^ Coccystinae und die vom Verf. als selbstständige Unter- familie betrachteten Coccyginae^ zur anderen Zandostominae und Geococcyginae. Es folgt eine Uebersicht der Anepostae und hierauf der Haupttheil des Werkes, eine Schilderung des Lebens unseres Kuckucks in allen Einzelheiten. Gewissenhaft ist die umfangreiche diesbezügliche Litteratur bis auf die Gegenwart benutzt und nach diesen Ergebnissen in Verbindung mit des Verfassers eigenen reichen, von Jugendzeit an gesammelten Beobachtungen, welche eine über- raschende Fülle anziehender Thatsachen enthalten, ein Lebensbild des Kuckucks geliefert, wie es vollständiger nicht gewünscht werden kann. Den Standpunkt des Verfassers in einigen bis auf die Neuzeit umstrittenen oder noch immer nicht einheitlich aufgefassten Punkten der Fortpfianzungsgeschichte kennzeichnen die Kapitel: „Jedes Weibchen legt gleiche (ähnliche) Eier"; „aber nur ein Ei in jedes Nest"; „das Kuckucksweibchen bekümmert sich um seine Eier". Das Kapitel „Eierstock etc." giebt eine knappe, aber sehr klare Darstellung der Entwickelung des Vogeleies im Allgemeinen. Die folgende Abtheilung behandelt die nicht euro- päischen Schmarotzerkuckucke in Beziehung auf Verbreitung, Lebens- weise, insbesondere Fortpflanzung und Aussehen der Eier, die dritte in o'leicher Weise die Honiganzeiger und schmarotzenden Stärlinge {Molohrinae). Zum Schluss wird die Frage behandelt, warum der Kuckuck nicht selbst brütet, und mit der langsamen Entwicklung der Eier beantwortet [?]. Auf 8 Farbendrucktafeln sind 13 Varietäten der Eier unseres Kuckucks nebst diesen entsprechenden Eiern der Pflegeeltern abgebildet, ferner die Eier von Cumlus indicus^ C. gvlaris^ Lamprococcyx lucidua^ Eudynamis nigra, Scythrops novaekoUandiae, Coccystes glandarivs, Coccygvs americanus und erythrophthalmus, Molobn/s pecon's, aenens, sericeus und hrevirostris. Ch. Bendire s. oben S. 28. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 37 R. Blasius, Zur Ooologie. Einleitender Vortrag, gehalten in der Sitzung der II. Sect. des Intern. Orn. Congr. Budapest am 19. Mai 1891; Hauptbericht IL S. 149—152. A. J. Campbell, Notes on West Austraban Oology, with Description of New Eggs; Proc. Roy. Soc. Victoria III. 1891 p. 1 — 7 T. 1 — 2. — Abgebildet sind die Eier von Eopsaltria georgeana, Sterna dougallij (ierygmie cuUcivora, Pachycephala occidentalis^ Astur cntetitus, Synoiciis sordidus, Strepera j^htmbea. Derselbe, Notizen über „Australische Oologie"; zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht II. S. 155 — 158. J. W. Campbell-Orde, The Nesting of tlie Woodcock {Scolopax rusticolu) in North Uist; Ann. Scott. N. H. I. S. 73. V. Capek, Zwei Kuckuckseier im Neste; Ornith. Jahrb. III. S. 248—254. St. V. Chernel, Beobachtungen über das Brüten und den Zug des Phalaropus hyperboreus L.; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht IL S. 137—144. Mit Tafel (Dunenjunge). W. H. M. Duthie, Oystercatcher (Haematopus ostralegus) in- cubating under Difficulties; Ann. Scott. N. H. I. S. 139. W. Evans, Some further Notes on the Periods occupied by Birds in the Incubation of their Eggs; Ibis (6.) IV. S. 55 — 69. — Eine Ergänzung zu der früheren Arbeit des Verf. [s. Ber. 1891 S. 43]. Brutzeiten von 11 Arten. E. Golt ermann. Besonderer Nistplatz eines Waldkauzes; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 294—295. A. Grunack, Der Tamarisken-Rohrsänger, Lt/scmiola melano- pogon Gr.; Journ. Orn. XL. S. 213 — 214. — Ueber Nest und Eier der Art. H. G. Hall, Odd colored eggs; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht IL S. 153 — 154, M. Höpfner, Ungewöhnlicher Standort von Nestern der Rauch- schwalbe; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 279—282. F. Koenig-Warthausen, Färbung der Vogeleier; Jahresb. Ver. Vat. Naturk. Württ. XLVHI. S. LXIII— IV. Krüger -Velthusen, Einige Beobachtungen hinsichtlich des Fortpflanzungsgeschäftes des Kuckucks ; Journ. Orn. XL. S, 449 — 450. Kühne beobachtete, dass Ficus ■maior zuweilen alte Bruthöhlen wieder benutzt, nachdem er dieselben um einige Zoll vertieft hat; ebenda S. 127. K. Th. Liebe, Vei-lorene oder weggelegte Eier; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 266— 271. F. A. Lucas berichtet über ein kürzlich in einer Sammlung aufgefundenes Ei von AIca impennis; Auk. IX. S. 198 — 206. F. C. Noll, Ueber das Blumeneintragen des Stares; Zool. Gart. 30. S. 95. Derselbe, Ueber das Ei von Aepyornis maxitnus; Zool. Gart. 33. S. 220—221. 38 Aiit. Reich e 110 w: Bericht über die Leistungen A. J. North, Oological Notes; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales VII. S. 395 — 398. — Uober die Eier und das Nisten von llcdcyon sordidits und Cyanorhamphus ray^icri. X. Raspail, Note sur une Incubation continuee par un male Pinson {Fringilla caelebs); Bull. Soc. Zool. Fr. XVII. S. 133—136. E. Rey, Altes und Neues aus dem Haushalte des Kuckucks. (W. Marschall's Zoologische Vorträge II. Heft.) Leipzig 1892. — Enthält wichtige neue Beobachtungen über die Fortpflanzung des Cuculus canorus. Im ersten Kapitel: „imitative Anpassung der Kuckuckseier an Eier der Nestvögel" wird nachgewiesen, dass mit Ausnahme des in den Nestern von Ruticilla phoenicui'us und Fringilla montifringilla gelegten Kuckuckseier, welche auffallender Weise eine viel grössere Anpassung aufweisen, nur 3,6 7o der Kuckuckeier denen der Nesteigenthümer ähnlich gefärbt sind, so dass die engere Anpassung nicht die Regel, sondern eine Ausnahme bedeutet. Im zweiten Kapitel: „die Kennzeichen der Kuckuckseier" hat Verf. neben Färbung, Zeichnung, Form, Grösse und Gewicht noch ein neues characteristisches Kennzeichen besprochen, welches Grösse und Gewicht zu einem Ausdruck bringt, nämlich einen „Quotienten", welcher das Produkt der Grössen beider Achsen getheilt durch das Gewicht wiedergiebt und der „als praktisches Hilfsmittel vielleicht einer allgemeineren Verwendung in der Oologie empfohlen werden könnte, weil er bei den Eiern jeder Vogelart (welche Verf. unter- suchte) recht beständige Ergebnisse liefert." Auch über die Festigkeit der Schale der Kuckuckseier hat Verf. vermittelst eines von ihm eigens für den Zweck erfundenen Apparats eingehende Untersuchungen angestellt. Er fand die Festigkeit bei Cuatlus zwischen 13,7 und 17,6 gegenüber 9,1 (mittlere Festigkeit) bei Sylvia cinerea^ 9,6 (mittl. Fest.) bei Sylvia nisoria und 10,2 (m. F.) bei Lanius collurio. Das Entfernen von Nesteiern betreffend, gelangt Verf. zu dem Er- gebniss, dass der Kuckuck bei Ablage seiner Eier ein oder mehrere Nesteier entfernt, manchmal bereits einen Tag vor dem Legen, dagegen später nicht mehr um die Brut sich kümmert. Den wichtigsten Theil der Arbeit bildet Kapitel 6, welches dieFruchtbarkeit, Entwicklung der Eier und Legezeit behandelt, und worin Verf. in- sonderheit der bisher herrschenden Anschauung entgegentritt, dass die Kuckuckeier längere Zeit zu ihrer Entwickluno; bedürfen als diejenigen anderer Vögel. In letzterer Annahme wurde bekanntlich bisher auch die Ursache des Nichtbrütens vermutet. Nachdem dar- gelegt ist, dass weder der Eierstock, noch die Entwicklung der Eier des Kuckucks irgend welche Abweichung im Vergleich mit anderen Vögeln aufweise, führt Verf. durch schlagende Beweise den Nachweis, dass die Ablage der Eier beim Kuckuck einen Tag um den anderen erfolgt, und dass das einzelne Weibchen im Jahre einige zwanzig Eier legt. Neu und der oologischen Forschung im allgemeinen zur Nachahmung angelegentlichst zu empfehlen ist die Darstellung der Legezeit des Kuckucks und einiger anderer Vögel in Diagrammen. Es ergiebt sich aus diesen Untersuchungen, dass in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 39 die FortpflanzTingszeit des Kuckucks nach der Brutzeit der betreiTenden Nestvögel sich richtet und örtlich sowohl in Bezug auf die Dauer, als auch in Bezug auf frühes oder spätes Eintreten derselben oft wesentlich verschieden ist. Am Schlüsse der Arbeit findet sich ein ausführlicher Nachweis des zu den Untersuchungen benutzten Materials, welches über 1200 Kuckuckseier umfasst. S. N. Rhoads s. oben S. 29. Schollmayer, Weit vom Wasser abgelegenes Nest der Stock- ente; Ornith. Jahrb. III. S. 203—204. P. L. Sclater berichtet über ein Ei von Aepyornis medius; Proc. Z. S. Lond. S. 299. D. Le Souef [über Nest und Ei von Ptilorhis victoHae]; Ibis (6.) IV. S. 350. N. V. Ssomow, Zweiter Beitrag zur Kenntniss des Zwerg- habichts {Astu7' brevipes SeY.): Ornith. Jahrb. III. S. 179 — 181. — Ueber den Horst und die Nahrung des A. brevipes. R. Thielemann, Ein Wanderfalkenhorst; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 198—202. C. W. De Vis [Beschreibung der Laube von Amblyornis sub- alaris]; Ann. Rep. Brit. New Guineal890— 91 App. cc. S.95 mitAbbild. A. Walter, Eigenthümliche Verwendung der gewöhnlichsten wie einiger ungewöhnlichen Niststoffe beim Bau durch einheimische Vögel, nebst daran sich knüpfenden Betrachtungen; ebenda S. 153 bis 165. Ch. WoUey-Dod, On a case of a Cuckoo and a Swallow being reared in the same Nest; Ibis (6.) IV. S. 524 — 530. VII. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel. Vogelschutz, Jagd, Nutzen: G. v. ßekkessy. Einiges über den Schutz und die Abnahme unserer einheimischen Kleinvögel; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 140—141. H. V. Berlepsch, Die Vernichtung unserer Vögel im Süden und der daraus resultierende Schaden; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht IL S. 179—189. H.Brezol, Extinction de differentes especes d'oiseaux americains; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 362—368. A. Bruttini, Appunti storici sulla Falconeria; Riv. Ital. Sc. Nat. Ann. XII. S. 89—90, 100—102, 107—109, 121—122. J. Clarte, Les oiseaux insectivores, causes et consequences de leur disparition; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 80 — 85. B. Farwick, Nützliche Vogelarten nebst ihren Eiern, deren Schutz behördlich angeordnet ist, nebst erläuterndem Text. Herausg. V. H. Buscher. Düsseldorf 1892. J. E. Harting, Hawks and Hawking; Proc. Roy. Inst. Gr. Brit. London XIII. S. 357—361. J, Kiefer, Zum Amsel-Streit; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVn. S. 282—283. 40 Aiit. Reich eiiüw: BericLt über die Leistungen K. Knauthe, Zur Frage betreffend Nutzen und Schaden der Vögel; ebenda S. 71— 72. E. P. Knubley, Is Legislative Protection required for Wild Birds Eggs?; Ann. Scott. N. H. I. S. 213—218. 0. Koepert, Der Star (Stnnu/s vulf/aris L.) in volkswirth- schaftlicher und biologischer Beziehung. Ein Beitrag zur Vogel- schutzfrage. Altenburg 1892. 0. Leege, Ueber das Fangergebniss in Pfahleisen auf der Insel Juist; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 114 bis 117. K. Th. Liebe, Mandelkrähen im Nistkasten; ebenda S. 25 — 27. Derselbe, Der Schwarzspecht und die Kulturen; ebenda S. 209—218. Zur Linde, Ad vocem Eichelheher; ebenda S. 66 — 71. 0. V. Loewis, Das Haselhuhn in Livland; Zool. Gart. 33. S. 65 — 76, 102 — 111, 133 — 145. — Vorkommen, Lebensweise, Ab- änderungen, Jagd. A. Meyer, Der Wendehals und die Nistkästen; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 136—137. — Der AVendehals als Nestzerstörer. J. G. Millais, Game-Birds and Shooting Sketches; illustrating the Habits, Modes of Capture, Stages of Plumage, and the Hybrids and Varieties which occur amongst them. London 1892. Folio. — U. a. beachtenswertho Schilderungen des Lebens und der Verbreitung des Schneehuhns in Gross-Britannien. R. Müller, Erfolge mit Nistkästen; Mntsschr. D. Ver.' z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 27— 29. E. Oustalet, Rapport ä M. le Ministre de l'Instruction Publique et des Beaux-Arts sur le Congres Ornithologique International de Budapest en 1891; Arch. Miss. Sc. 1891 S. 441-473. P. Spatz, Mittheilung über die Felsentaube, Columba livia; Zool. Gart. 33. S. 97- 102. — Nisten der Felsentauben in Brunnen, Fang derselben. Staats von Wacquant-Geozelles, Ein Monstre-Futterplatz ; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 3—10. Derselbe, Salzlecken für Tauben; ebenda S. 25) — 30. Derselbe, Künstliche Nistanlagen für Eisvogel, Wasserstar. Uferschwalbe; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 151-153. Derselbe, Auf frischer That ertappt; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 218 — 232. — Ueber Nutzen und Schaden des Bussards. F. Valentinitsch, Das Haselhuhn [Tetrao honasia). Dessen Naturgeschichte und Jagd. Eine ornithologische und jagdliche Monographie. Mit zwei Chromobildern und zwei lithographirten Tafeln. Wien 1892. An Eider-Duck Farm; Zoologist XVI. S. 364—366. Ueber das Einsammeln der essbaren Vogelnester auf den An- damanen; Ibis (6.) IV. S. 578—579. in der Naturgescliichte der Vögel während des Jahies 1892. 41 Einbürgerung-, Pflege, Zucht: F. Arnold, Die Papageien. Eine Anleitung zur Pflege, Behandlung, Abrichtung und Zucht dieser Vögel, insbesondere des Graui^apagei, der Amazonen, der Sittiche, des Wellensittichs und der Kakadus. 2. Aufl. Köln 1802. F. E. Blaauw, Die Aufzucht der mantschurischen Kraniche, Grus viridirodris; Zool. Gart. 33. S. 225 — 228. Derselbe, Educations d'animaux faites ä S'Graveland (Hollande) en 1891) Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 449—458. F. ßolles, Young Sapsuckers in Captivity; Auk. IX. S. 111 — 119. de Brisay, L'aviculture chez l'eleveur; Rev. Sc. Nat. AppL 39. S. 520—531, 498—513. A. Delaurier, L' Argus Geant et le Psephote multicolore; ebenda S. 461—465. Fore, Educations de Lophophores faites a Montrevel (Ain); ebenda S. 350—355. A, Frenz el, Aus meiner Vogelstube; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 37—39, 169-171. — Ueber Enjthrura trichoa^ Domiceila reticulatä, Bolhorliynclms lineolatus, Prosthemadera novaezeelandiae. Derselbe, Vogelausstellungen und Vogelpflege in Sachsen; ebenda S. 62—66. J. Hu et, Education des Cigognes Blanches en captivitc; Rev. Sc. Nat. Appl. 39.^ S. 293—298. C. Krantz, Elevage d'oiseaux chanteurs; ebenda S. 415 — 419. C. Langheinz, Die Züchtung des Wüstengimpels {Bucanefes gitliaghieus) in der Gefangenschaft; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 456—460. Lilford, Notes onBirds in the Lilford Aviaries ; Journ.Northampt. See. V. S. 258-269. Marvis, Visites faites aux etablissements d'aviculture. Eta- blissement de M. Pointelet, aviculteur a Louveciennes (Seine et Oise); Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 21—26. Derselbe, Visites faites aux etablissements d'aviculture. Ele- vage du Pin, par Moyaux (Calvados); ebenda S. 313—319. Derselbe, Visites faites aux etablissements d'aviculture. Ele- vage de Trouville (Calvados); ebenda S. 466—471. Derselbe, Elevage de M. Gere, Parc de Montretout, a Saint- Cloud (Seine et Oise); ebenda S. 549 — 552. B. N., Der Dorndreher in der Gefangenschaft; Mitt. Orn. Ver. Wien S. 47. E. Perzina, Der Wasserstar, Cinclus aquaticus, in seinem Gefangenleben; Zool. Gart. 33. S. 12 — 20. Derselbe, Die Vögel des Zool. Gartens in Frankfurt a. M. ; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 56—58. Derselbe, Aus dem Gefangenschaft-Leben des Alpenseglers; ebenda S. 134. Derselbe, Selten im Käfig gepflegte europäische Vögel; ebenda S. 154—155, 165—166, 179—180. — Ueber Locustella naevia. 42 Ant. Reich euow: Bericht über die Leistungen Derselbe, Alpen- und Mauersegler, Ci/psehts melha und njms^ in ihrem Gefangenleben; Zool. Gart. 33. S. 202—209, 232—240. Derselbe, Die Kalanderlerche [Alauda calandra) und die Kalandrelle {Alanda calandreUa) in ihrem Gefangenleben; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 213—214, 225—227. E. Rüdiger, lieber den Nesterbau gefangener Vögel; Zool. Gart. 33. S. 273—278. K. Russ, Handbuch für Vogelliebhaber, Züchter und Händler. Band H. Die einheimischen Stubenvögel. Dritte völlig umgearbeitete Auflage. Kreuz 1892. Derselbe, Ueber die Nest- und Jugendkleider in der Ge- fangenschaft gezüchteter fremdländischer Vögel, nebst Angaben über Nestbau, Gelege, Verfärbung und Geschlechts-Verschiedenheiten; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht II. S. 129 — 136. Sauermann, Untersuchung von Mehlwürmern auf ihren Nähr- stoffgehalt; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 7. Derselbe, Seidenraupen-Kokons als Vogelfutter; ebenda S. 34 bis 35. Derselbe, Eine Vorrichtung zum Anlegen der Nester für Webervögel; ebenda S. 71 — 72. E. Schaff, Ueber einige seltene Thiere des Berliner zoologischen Gartens; Zool. Gart. 33. 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Wernher, Wie soll man den Graupapagei füttern?; ebenda S. 310—311. H. Winge, On the Breeding of the Sand Grouse in captivity in Denmark; Vid. Medd. Naturh. For. Kjobenh. (5.) 3. Aarg. S. 126 bis 130. — Uebersetzung ins Englische: H. Raeburn Zool. 1892 S. 341 - 345. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 43 L. Wunderlich, Die Fortpflanzung des Ararauna, Sittace coerula, in der Gefangenschaft; Zool. Gart. 33. S. 257 — 259. Derselbe, Die Fortpflanzung des Ararauna (Sifface coerula) in der Gefangenschaft; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 280—281. Canary-breeding in Germany; Zoolog. XVI, S. 366 — 367. Schmarotzer, Krankheiten: A. V. Curry, Unsichtbare Feinde; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 283—289. E. Klein, The Etiology and Pathology of Grouse Disease, Fowl Enteritis and some other Diseases affecting Birds. With 53 Illustr. London 1892. G. Neumann, Sur les poux des oiseaux; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 459—465. Zur Diphtheritis; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 169. Hausgeflügel: D. B. Bruszkay, Das Paduaner Huhn; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 8—10. A. V. Curry, Der kurzschnäblige Weisskopftümmler; ebenda S. 10-12. Derselbe, Für Taubenzüchter; ebenda S. 47 — 48, 59 — 60. Derselbe, Der einfarbige Wiener Tümmler; ebenda S. 168 bis 169, 181—182, 191—192. W. Dackweiler, Winke über Bezug und Versand von Brut- eiern; ebenda S. 85—86. Derselbe, Allerlei vom Geflügelhofe; ebenda S. 131 — 133, 144-145, 156—157, 180—181. S. Exner, Das Rätsel der Brieftauben. Mit 6 Abbild, im Text, u. Schrift. Ver. z. Verbr. naturw. Kenntn. Wien 32. Bd. S. 77—118. Ferry, Harmlose Betrachtungen eines Idealisten über Rasse- geflügelzucht; ebenda S, 24. Finckler, Goldphönix-Hühner wilder Aufzucht, ebenda S. 167 bis 168. 0. Finsch, Erfahrungen über meine „Selecta-Hühner" (Creve- coeur-Brahma); ebenda S. 261—264, 273—276. J. C. Lyell, Pigeon-Keeping for Amateurs: a Complete Guide to the Amateur Breeder of Domestic and Fancy Pigeons. Illustr. London 1892. J. Mantzell, Der Brünner Kröpfer; ebenda S. 264 — 266. G. Marois, Visites faites aux etablissements d'aviculture, ecole d'aviculture et etablissement d'elevage de Mm. Roullier et Arnout ä Gambais, pres Houdan (Seine et Oise); Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 254-263. C. Pallisch, Der neue Brutofen von F. Sartorius; Mitt. Orn. Ver. Wien XVL S. 35—37, 48—49. B. V, Pleyel, Die Brieftaube. Mit 5 Abbild. Leipzig 1892. F. Rindt, Hamburger als Sport- und Nutz-Rasse. Mit 4 Abbild.: Univers. Bibl. f. Thierfreunde 7 Hft. Leipzig 1892. Derselbe, Spanier. Mit 12 Abbild.; ebenda 22. Heft. E. V. Rodiczky, Volkswirthschaftliche Bedeutung der Geflügel- 44 Au t. Reiche 110 w: Bericht über die Leistungen ziicht in Ungarn; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Haiipt- berichtll. S. 190-201. Derselbe, Volks wirthschaftliche Bedeutung der Geflügelzucht in Ungarn; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 214—215, 227—228, 240—241, 250—252. R. Schlegel, Ein ornithologisches Bild aus den Wildhandlungen einer Grossstadt; ebenda 8. 188 — 189. W, B. Tegetmeier, Poultry for the Table and Market versus Fancy Fowls. With an Exposition of the Fallacies of Poultry Farming. London 1892. Derselbe, Canards de table en Angleterre; Rev. Sc. Nat. Appl. 39. S. 532 - 534. G. Trevisani, Pollicoltura. Milano 1892. D. Werner, Mehr Selbstständigkeit bei der Zucht; Mitt. Orn. Ver. Wien XVI. S. 58. Oesterreich-Ungarns Aus- und Einfuhr von Geflügel und Pro- ducten der Geflügelzucht im Jahre 1891; ebenda S. 276 — 277. Till. Systematik, Nomenclatur. A. Dubois, Etablissement d'xme Classification international; Zweiter Intern. Orn. Congress Budapest. Hauptbericht II. S. 92—94. — Entwurf einer syste- matischen Anordnung der Vögel. Nur Aufführung der Namen von Ordnungen und Familien, ohne Erläuterungen. M. Fürbringer, L. Stejneger's Vogelsystem und Th. Studer's Unter- suchungen über die Embryonalentwicklung der antarktischen Vögel; Journ. Orn. XL. S. 136—151. — Bericht über Stejneger's System und eine Uebersicht der darin aufgestellten Gruppen, ebenso ein Bericht über die Studer'sche Arbeit [s. Ber. 1886 S. 58.] H. Gadow, On the Classification of Birds; Proc. Z. S. Lond. S. 229 -256. — Bemerkungen über Untersuchungsmethoden zur Klassificieruug der Vögel und Entwurf eines Systems: I. Subcl. Archornithes 1. Achaeopterygiformes. Archaeopterygidae. II. Subcl. Neornithes. 1. Division Neornithes Ratitae. 1. Struthiones. 2. Rheae. 3. Casuarii. 4 Apteryges. 5. Dinoniithes. 6. Aepyornithes. 2. Div. Neornithes Carinatae. 7. Colymbiformes. 8. Sphenisciformes. 9. Procellariiformes. 10. Ardei- formes (Steganopodes, Herodii, Pelargi). 11. Falconiformes (Cathartae, Accipitres). 12, Anseriformes. 13. Crypturiformes. 14. Galliformes. 15. Gruiförmes (Eurypygae, Ralli, Grues, Dicholophi, Otides). 16. Charadriifoimes (Limicolae mit Chionididae, Cbaradriidae, Glareo- lidae, Thinocoridae, Oedicnemidae, Parridae, und Gaviae mit Alcidae und Laridae). 17. Columbifoimes (Pterocletes, Columbae). 18. Cuculi- formes mit Coccyges (Cuculidae, Musophagidae) und Psittaci. 19. Coraciiformes (Striges, Macrochires, Colli, Trogoues, Coraciae). 20. Passeriformes (Pici, Passeres). in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 45 L. V. Lorenz, Referat über die Berathung eines Entwurfes von Regeln für die zoologische Nomenclatur; Verh. K. K. zool. bot. Ges. Wien. XLII. Stzb. S. 12-28. E. Oustalet, Notice snr quelques especes iiouvelles ou peu connues de la Collection ornithologique du Museum d'Histoire Naturelle; Nouv. Ai'cb. Mus. Paris (2) VI. S. 211-220 T. XIV— XV. — Beschrieben: Halcyon (Cijanalcyon) quadricolor, abgebildet T. XIV., Ampelis macsi n. sp., Elminia schivehischi n. sp., Anueretes sclateri n. sp., Craspedophora mantoui, abgebildet T. XV. Dinomithidae, Vergj. Field, Eorbes, Hütten und Lydekker oben S. 8. Palaeocasuarius n. g. foss. Typus: P. elegans von Neu Seeland; H. O. Forbes, Trans. N. Z. Inst. XXIV, S. 189. Brevipennes. Hutton, The Origin of the Struthious Birds of Austi'alasia; Nature 45. No. 1166 S. 425. — Verf. glaubt, dass die Emus und Kasuare von den Tina- miden herstammen, während die afrikanischen und amerikanischen Strausse eine andere Entwicklungsi'eihe darstellen. Aptcryx vergl. Parker oben S. 5. Dromaius gracüipes n. sp. foss. aus dem Postpliocen von Queensland; C. W. De Vis, Proc. Liun. Soc. N. S.-Wales VI. S. 445. Metapteryx n. g. foss. Typus: M. bifrons aus dem Pliocen von Queensland; C. W. De Vis, Proc. Linn. Soc. N S.-AVales VI. S. 453 T. XXIII. Pi/fyojiOfles. R. W. Shufeldt fasst auf Grund osteologischer Merkmale die Gruppe als Ordnung auf und theilt sie in zwei Superfamilien : Podicipoidea und Urinutoroideii. Vei'f. leitet die Gruppe von demselben Stamm her, von welchem die Zahuvögel, wie Hesperornis, abstammten; Journ. Anat. Phys. XXVI. S. 199. Laridae. Rissa tridadyla, s. W. E. Clarke S. 2. JPelecanidne, Pelicanus p^-oavufi n. sp. foss. aus dem Pliocen von Queensland; C. W. De Vis. Proc. Linn. Soc. N. S. Wales VI. S. 444. P?ialacroeoi'acidae. Phalacrocorax novaezealandiae var. muior w. vay. foss.; H. O. Forbes, Trans. M. Z. Inst. XXIV. S. 189. — P/i. yutfuraUs von Bukoba wieder beschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 133. Plotus s. Beddard oben S. 4. Anatidae, Anas laysanensis n. sp. von Laysan; W. v. Rothschild, Bnll. Brit. Orn. Club IV. 31. Dec. 1892. 46 An t. Reich enow: Bericht üher die Leistiingen Anser anatoides n. sp. foss. ans dem Pliocen Frankreichs; C. Deperet, C. R. CXIV. S. 690. Bernida munroii u. sp. von Kauai {Sandwich-CTru])pe); W. v. Rotlischild, Ann. Mag. N. H. (6.) X. S. 108. Biziura lautouri, n. sp. foss. von Nen Seeland; H. 0. Forbes, Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 188. Gamptölaimus labradorius in Dresden; A. B. Meyer, Ank. IX. 389. Cuemiornis graciUs wk} miiior n. ssp. foss. von Neu Seeland; H. 0. Forbes, Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 187—188. Scoloi)aci(lae. Phalaropus Jiypei-horeus pull, abgebildet; St. v. Chernel, Zweiter Intern. Orn. Congr. Budapest. Hanptbericht II. S. 140 Tafel. CrTuidae. Bcdedrica gihhericeps von Deutsch - Ost - Afrika wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 126. Geranopsis elatus n. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne- Edwards, Zweit. Intern. Orn. Congr, Budapest. Hauptb. II. S. 72. Rallidae. Aphanapteryx Jiaivkinsi n. sp. foss. von den Chatham Inseln; H. 0. Forbes, Nature 1892 3. March S. 416 u. 21. April S. 580. Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 189 [s. Diaphwapteryx], Aphanolimnas nom. nov. pro Kittlitzia Hartl. nee Hart.; R. B. Sliarpe, Bull. Brit. Orn. Club IV. 32. Dec. 1892. Cabalus modesUis iuv. von C. dieffenhachi ; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn. Chib IV. 31. Dec. 1892. Biaphorapteryx n. g. foss. Typus: Aphanapiteryx hawkinsi; H. 0. Forbes, Bull. Brit. Orn. Club IV. 81. Dec. 1892. Elaphrocyiemus phasianus, gracüis u. crex n. g. et ssp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne-Edwards, Zweit. Intern. Congr. Budapest. Hauptber. II. S. 77-78. Fulica 7ninor n. sp. foss. aus dem Tertiär von Oregon; R. W. Shufeldt, Journ. Ac. N. Sc. Philad. IX. S. 412. Gallinula coccineipes abgebildet Ibis (6.) IV. T. XII. — G. peralata n. sp. foss. aus dem Postpliocen von Queensland; C. W. de Vis, Proc. Linn. See. N. S. Wales VI. S. 440, Kittlitzia n. g. Typus: Ballus monasa Kittl.; Gr. Hartlaub, Abhandl. Naturw Ver. Bremen XII. S. 391. [s. Aphanolimnas.] Notornis parl'eri n. sp. foss. von Neu-Seeland; H. 0. Forbes, Trans. N. Z. Inst. XXIV. S 187. Ocydromus insignis n. sp. foss. von den Chatham-Ins. ; H. 0. Forbes, Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 188. Orthocnemus gallicus n. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne- Edwards, Zweit. Intern. Congr. Budapest. Hauptber. II. S. 74—77. Pen nula palmcri {Froh.): Beschreibung, Geschichtliches; Gr. Haitlaub, Abb. Naturw. Ver. Bremen XII. S. 399. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 47 Porphyr io mackintoshi n. sp. foss. aus dem Postpliocen von Queensland; C. W. De Vis, Pioc. Linn. Soc. N. S. Wales VI. S. 440. Porphyrionns comeri n. g. et sp. von den Gougb-Inseln; Amer. Mus. Nat. VI. S. 57-58. Porzanula n. g. Typus: P. pahneri n. sp. von Laysan; F. W, Frohawk, Ann. N. H. (6.) IX. S. 247—249. Rallus dasypus n. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne- Edwards, Zweit. Oni. Congr. Budapest. Hauptber. II. S. 73. — B. ecaiidutus King: Bescliieibung, gehört zur Gattung Pennula; G. Hartlaub, Abh. Naturw. Ver. Bremen XII. S. 395. — li. longiroatris euhanus n. subsp. von Kuba; F. M. Chapnian, Bull. Anier. Mixs. IV. S. 288. — H. monasa Kittl.: Beschreibung, Kritische Bemerkungen; G. Hartlaub, ebenda S. 389. — B. sandvichensis Gm.; ebenda S 397; wahrscheinlich eine Pennula und gleichbedeutend mit B. ecaudatus; R. B. Sharpe, Bull Br. 0. Club IV. 31. Dec. 1892. Tribomjx eftluxiis n. sp. foss. aus dem Postpliocen von Queensland ; C. W. De Vis. Proc. Linn. Soc. N. S.-Wales VI. S. 439. Turnicidae. Turnix nigricoüis. Unterschiede der Geschlechter; W. R. Ogilvie Grant, Ibis (6.) IV. S. 346. Pteroclidae. Pterocles larvatus u. validus u. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne-Edwards, Zweiter Inteni. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. II. S. 71 u. 70. Syrrhaptes paradoxus: P. Leverkühu, Litterarisches, nebst Original- Mittheiluiigen über die 1888er Invasion. Nachtrag; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 30-37. - Vorkommen in Europa im Jahre 1891 ; V. v. Tschnsi, Ornith. Jahrb. III. S. 118—121. Ibiflae, Plutalea subtenuis n. sp. foss. aus den Postpliocen von Queensland; C. W. De Vis, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales VI. S. 443. Tapinojn, Tapinopus cllioti n. g. et sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne- Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptb. II. S. 79. Ciconiidae, Palaeopelanjas n. g. foss. Typus: P. nohilis aus dem Postpliocen von Queens- land; C. W. De Vis, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales VI. S. 441. Ardeidae. Ardea amissa n. sp. foss. aus dem Eocen Süd - Frankreiciis; A. Milne- Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptb. 11. S. 73. Botaurus neoxeniis: Beschreibung des alten (^\ W. E D. Scott, Auk IX. S. 141-142. 48 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Columbidae. Carpophaga oenothorax n. sp. von Engauo, zur Gruppe C. aenca gehörig; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIII. S. 139. Colamhigallina passerina tcrrestris n. subsp. von den östl. Verein Staaten; F. M. Chapnian, Bull. Amer. Mus. N. H. IV. S. 293. llaplopelia inornata n. sp. vom Kamerungebi)-ge, ähnlich H. larvata; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 22L Lithophaps ulnaris n. g. et sp. foss. aus Australien; C. W. De Vis, Proc. Linn. S. N. S. Wales (2.) VI S. 117. Macropygia cinnamomea n. sp. von Engano; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIII. S. 140. Fhlogoenas albieolUs n. sp. von der Bow Ins., ähnlich 1%. erythroptera; T. Salvadori, Bull. Brit. Orn. Club III 1. Dec. 1892. — Ph. himaeulata n. sp. von S. Celebes, ähnlich Ph. tristigmata; T. Salvadori, Bull. Brit. Orn. Club III. 1. Dec. 1892. Ptilopus eoronnlatas Jnionensis u. subsp. von Butaneng, Deutsch Neu-Guinea; A. B. Meyer, Journ. Orn. XL. S. 263. — P. fasciatus. Bemeikung über die Färbung; L. W. Wiglesworth, Ibis (6.) IV. S. 345. — P. salvadorü n. sp. von Jobi, ähnlich P. pectoralis; W. v. Rothschild, Bull. Brit. Orn. Club III. 1. Dec. 1892. — P. tristrami n. sp. von den Marquesas Inseln, ähnlich P. mercieri; T. Salvadori, Boll. Mus. Zool. Auat. Torino VII. 21. Dec. 1892. Treron calva und nudirostris. Unterschiede; Reichenow, Jouin. Orn. XL. S. 15—16. Turttir amhiguus, decipiens, perspicillatus , damarensis \\. semitoi-quatus. Unterschiede der Arten; Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 12—15. Crt/j)ttiridae. Crypturus garleppi n. sp. von Bolivin, ähnlich C. noctivagus; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. XL. S. 454. Nothoprocta moebiusi n. sp. von Bolivia; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. XL. S. 456. Oinsthoconiidae, Vergl. Gadow oben S. 4. FllholorniH p)ai-adoxu, gravis u. debilis n. g. et ssp. foss. aus dem Eocen Süd-Fiankieichs; A. Milne-Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptb II. S. 67 69. JPhasianidae. Arhorlcola (s. Bambusicola) — A. gingica abgebildet Ibis (6.) IV T. IX. Bambu.iicola und Arboricola. Uebersicht der Arten, Schlüssel, Synouymie und Verbreitung; W. R. Ogilvie Grant, Ibis (6.) IV. S. 387—399 T. IX. Caloperdic borucends n. sp. von Sarawak, ähnlich C. oculea; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. — C. sumatrana n. sp. von Sumatra u. Java, ähnlich C. oculea; ebenda. Coturnix: Uebersicht der Arten, Unterschiede von C coi«?-«/./;, capensis xmä japnmca; W. R. Ogilvie Grant, Ann Mag. N. H. (6.) X. S. 166-173. — C emivi von Bukoha, wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ Orn. XL. S. 131 [fällt in der Naturgeschichte rier Vögel während des Jahres 1892. 49 vermiithlich mit C. adansoni zusammen, wenngleicli die Ursprungsbeschreibung der letzteren Art durchaus abweichend ist]. — Abbildung Journ. Orn. XL. T. 1. Crossoptilon leucicrum n. sp. von Ost-Tibet, ähnlich C. tihetanuni: H. See- bohm, Bull. Brit. Orn. Club IV. 31. Dec. 1892. Eupsychortyx gouldi vemuithlich n. sp. von Cura^-ao, ähnlich E. cristatus; H. V. Berlepsch, J. 0. XL. S. 100 Francolinus: W. R. Ogilvie Graut, A short Review of the Francolins belonging to the Genera Francolinus und Fternistes; Ibis (6.) IV. S. 32—55. T. 1. — Schlüssel und Uebersicht der Arten nebst Synonyniie und Verbreitung. Auf Taf. I Francolinus jacksoni abgebildet. Neu: F. uluensis u. sharpei. — F. gedcjü abgebildet Ibis (6.) IV. T. XIV. — F. jacksoni abgebildet Ibis (G.) IV. T. I. — F. sharpei n. sp. von Bogos, Abessinieu und Schoa, ähnlich F. cluppertoni; 0. Graut, Ibis (6.) IV. S. 47. — F. uluensis n. sp. von Ulu, Brit.-Ostafrika, ähnlich F. gutturalis; O. Grant, ebenda S. 44. — F. vulgaris: Synon3'mie, Ver- breitung, Lebensweise; F. de Schaeck; Ornith. Jahrb. III, S. 108 — 112. Meleagris gallopavo ellioti n. subsp. von Texas; G. B. Senuett, Auk IX. S. 167—169. Taf. IIL Orynx apjjroximans, capensis, xanthomelas wnä phoenicomera. Unterschiede ; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 186—187. Palaeocryptonyx donnezani n. sp. foss. aus dem Pliocen Frankreichs; C. Deperet, C. R. CVI. S. 690. Palaeortyx ocijpdera n. sp. foss. aus dem Eocen Frankreichs. A. Milne- Edwards, Hauptber. Intern. Ornith. Congr. Budapest. IL S. 71 — 72, Perdix hispaniensis n. sp. von Galizien in Spanien; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 226. Phasianus tarnowsl'ii n. sp. von Zerafshan in Central-Asien, nahe Ph.p)rinci- palis; H. Seebohm, Proc. Z. S. Loud. S. 270. — PIi. zerafshanicus (Mossovslcii) n. sp. von Zerafshan in Central-Asien; Tarnowski, Field 1891 21. März S. 409 (Proc. Z. S. Lond. S. 270). Rheinhardixis Phoenix nom. nov. pro B. ocellatus ; A. Boucard, Humming Bird IL S. 10—12. Tetraogallus henrici n. sp. von Südwest-China, ähnlich T. altaicus; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat, (7.) XII. S. 296, Tatraonidae. Lagopus bonasioides beschrieben; G. Kolthoff, Bih. K. Sv. Vet. Akad. Handl. 13. Afl. IV. No. 6. — L.honasiotetrix beschrieben; G. Kolthoff, Bih. K. Sv. Akad. Handl. 17. Art. IV. No. 2. Tetrao bonasia: Biologisches s. oben Loewis S. 15 — s. Valentinitsch S. 40. Falconidae. Afjuila hypogea n. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne- Edwards, Zweit. Intern. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. IL S. 60. Astur brevipies: Masse; N. v. Ssomow, Ornith. Jahrb. III. S. 179 — 181. Buteo albicaudatus colonus vermuthl. u. subsp. von Cnragao; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. XL. S. 91. Circus hamiltoni u. teautensis nn. spp. foss. von Neu-Seeland; H. 0. Forbes, Trans. N. Z. Inst. XXIV. S. 186. Aldi. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. Bd.II. H. 1. 4 50 All t. Reich enow: Bericht über die Leistungen Falcu sparveiius deserticolus n. subsp. von den südwestlichen Vereinigten Staaten, F. s. peninsularis n. subsp. von Unter- Kalifornien, F. s. australis Ridgvk^ivy von Argentinien, F. n. aequatorialis n. subsp. von Ecuador; E. A. Mearns, Auk IX. S. 263, 267, 269. Necrastur u. g. foss., T3'pus : N. alacer aus dem Postpliocen von Queens- land; C. W. De Vis, Proc. Liun. S. K-S.-Wales VI. S. 437. Taphaetiis n. g. foss. Typus- Uroaetus hrachialis; Ders. ebenda S. 123, Tinnuncidus: Uebersicht der anierikanisclien Arten; E. A. Mearns, Auk IX. S. 252—270. — T. sparverius hrevipennis n. subsp. von Curagao; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. XL. S. 91. Strigidae. Biibo incertus \\. sp. foss. aus dem Eocen Süd -Frankreichs; A. Milue- Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. IL S. 63. Megascops flammeolus idahoensis abgebildet; Auk IX. T. IL Necrobyas harpax u. rossignoU n. g. et ssp. foss. aus dem Eocen Süd- Frankreichs; A. Mi Ine- Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. IL S. 61-63. Scojjs brookii 11. sp. von Saravvak, ähnlich S. hourouensis, R. B. Sharpe, Bull. Biit. Oru. Club li. 1. Nov. 1892. — S. muntananensls n. sp. von Mantananani bei Borneo, ähnlich S. elegans; ebenda. Otus henrici n. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne-Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. IL S. 63. StrLc flammea bärget n. subsp. von Curagao; E. Hartert, Bull. ßrit. Orn. Club III. 1. Dec. 1892. Psittacidae. Chrysotil hecki (Rchw.) mit C. lilacina (Less.) zusammenfallend nach T. Sal- vador!, Ibis (6.) IV. S. 467 — 468. — Ch. rothschildi n. sp. von Bouaire, ähnlich Ch. ochroptem- E. Hartert, Bull. Brit. Oru. Club IIL 1. Dec. 1892. Connrus aniheusis n. sp. von Aruba, ähnlich C. aeruginosus; E. Hartert, Bull. Brit. Orn. Club IV. 31. Dec. 1892. — C. holochlorus u. ruhritorques ver- schiedene Arten; T. Salvadori, Bull. Brit. Orn. Club III. 1. Dec. 1892. — C. carolinensis: Verbreitung und Lebensw^eise ; A. W. Butler, Auk IX. S. 49 — 56. — C. gutnUacld von Mona nicht verschieden von C. chloroptenis von S. Domingo; C. Cory. Auk IX. S. 228. Geoffroyus tjindanae u. sp. von Snmba, ähnlich G. personatus; A. B. Meyer, Not. Leyden Mus. XIV. S. 207. Nestor norfolcensis. Bemerkungen über ein Stück im Besitz von H. ß.Tiistram, Ibis (6.) W. S. 557- 558. Foeocephalus pachyrhynchus Hartl. in Togo gefunden. Unterschiede von P. robustus von Süd-Afrika m\A fuscicollis \o\\ Angola und Ostafrika; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 234. Tanygnatlms sumbensis von T. meyalor/iynchus wenigstens als Abart zu trennen; A. B. Meyer, Not. Leyden Mus. XIV. S. 266. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jalires 1892. 51 Coliidae. R. B. Sharpe, Catalogue of the Birds in the British Museum Vol. XVII. S. 338—346. — 1 Gattung mit 9 Arten. Abgebildet sind Cullus leucotis und afßnis T. XII. Colins nigriscapalis n. sp. vom Kamenjngebirge, ähnlich C. nigricollis; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 218. Cuculidae. Cuculus aurieillü n. sp. von Kamerun; Y. Sjüstedt, Journ. Oru. XL. S. 313. Dynamopterus velox n. g. et sp. foss. aus dem Eocen Süd -Frankreichs; A. Milne-Edwards, Zweit. Intern. Oru, Congr. Budapest, Hauptber. IL 8 64. Indieaforidae. Indicator pygmaeiis von Bukoba wiederbeschriebeu; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 132. Capitonidae. Barhatiila coryphaea u. sp. vom Kamerungebirge; A. Reichenow, Journ. Oru. XL. S. 218. — B. coryphaea abgebildet Journ. Orn. XL. T, IL — B. leuco- mystax n. sp von Sotik, Brit. -Ost- Afrika, ähnlich B. simplex; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 310. — B. ugandae n. sp. von Uganda, nahe B. duchaülui; A. Reichenow. Journ. Orn. XL. S. 215. Mesobucco cximius n. sp. vom Berg Dulit in Noi'dwest-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S, 324. — M. eximius abgebildet ebenda T. XI. Pogonorhynchiis ruhrifacies u. sp. von Kimoani, Mittel-Afrika, am nächsten P. abyssinicus; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 215. — Trachylnemus togoensis von Togo wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 131. Picidae. Catnpothera tuUheryi n. sp. von Kamerun ; Y. Sjüstedt, Journ. Orn. XL. S. 313. Celeus kerri abgebildet Ibis (6.) IV. T. III. Centurus buhamensis u. sp. von den Grossen Bahama-Inselu, ähnlich C. hlakei; Auk IX. S. 270. Colaptes auratus^ cafer, chrysoides und mexicanoides. Verbreitung dieser Arten bespi'ochen und auf einer Karte abgebildet. Au der Grenze der Ver- breitung des nordöstlicheu C. auratus und des südwestlichen C. cafea- findet ein Zwischenbrüten dieser beiden nahe verwandten Arten statt; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. 4. S. 21-44. Picumnus obsoletus n. sp. von Venezuela; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. IV. Art. V. S. 55. Picus Tcalinowskii synonym mit P. richardsi; H. Seebohm, Proc. Z. S. Lond. S. 195. Thriponax kalinowskü abgebildet Ibis (6.) IV. T. V. Trogontidae. W. R. Og i 1 vi e- Graut, Catalogue of the Birds in the British Museum Vol. XVII. S. 429-497. Die Familie umfasst 8 Gattungen mit 47 Arten. Neu sind beschrieben: Trogon boUvianus, Harpactes vklua und dulitensis, ab- 4* 52 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen gebildet: Trogon boUvianus T. XV, Hapalodenna vittatum T. XVI, Harpactes duUtensis T. XV] I. Archaeotrogon vennstus n. g. et sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milne-Edwards, Zweit. Intern. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. II. S. 64. Harpactes duUtensis n. sp. von N. W.-Borneo, ähnlich H. oreskios; Cat. Brit. Mus. XVII. S. 502. — H. vidua u. sp. von N. W.-Borneo, ähnlich H. orrho- phaeus; W. R. 0. Grant, Cat. Brit, Mus. XVII. S 501. Trogon 6o/tOTa»«.9n, sp. von Ecuadoi-, ähnlich T.rariegatus; W. R. O. Grant, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 470. Coraciidae. R. B. Sharpe, Catalogue of the Birds in the Briti.sh Museum. Vol. XVII. Leptosomatidae, Coraciidae, Momotidae und Todidael— 40,313 — 337. — Von den Coraciidae werden 25 Arten unterschieden, die in zwei Untergruppen, Brachyp- teraciinae (Gatt. Brachypterncias, Geohiastes u. Atelornis) und Coraciinae (Gatt. Coracias und Eurystomiis) gesondert sind. Der Name Coracias olivaceiceps ist angewendet für den älteren C. mosambica Dress. Abgebildet sind: Eurystomus Orientalis und calonyx T. II, Eurystomus solomonensis u. azureus T, III. — Die Momotidae umfassen 18 Arten mit 7 Gattungen. Neu : Momotus bartletti und Aspatha. Abgebildet sind: Momotus bartletti T. IX, M. subrufescens u. micro- step)haniis T. X, M. aeqiiatorialis T. XI. — Die Todidae umfassen eine Gattung mit 5 Arten. Aspatha u. g., Typus: Prionües gularis Lafr.; R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 331. Coracias olivaceicepis nom, nov. pro. C. mosambica; R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 25. Eurystomus afer var. rufobuccalis n. var, von Uganda; Reicheuow, J. 0. XL. S. 27. Geranopterus alatus n. g. et sp. foss. aus dem Eocen Süd-Frankreichs; A. Milue-Edwards, Zweit. Int. Orn. Congr. Budapest. Hauptber. II. S. C6. Momotus bartletti n. sp. von Colombia, ähnlich M. momota; R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. XVIL S. 320. — M. parensis n. sp. von Para; ebenda S. 320. — M. venezuelae vermuthlich n. sp. ; ebenda S. 321. Bucerotidae. W. R. Ogilvie Grant, Catalogue of the Birds in the British Museum Vol. XVII. S. 347-428. — 68 Arten sind imterschieden; die in 19 Gattungen gesondert werden. Neu sind die Gattungen Gymnolaemus, Ortholophus und Ptilolaemus. Abgebildet sind: Lophoceros jacksoni T. XIII u. L. damarensis T. XIV. Gymnolaemus n. g. Typus : Anthracoceros marchii ; W. R. O. Grant, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 370. Ortholophus n. g. Typus : Buceros albocristatus Cass. ; ebenda S. 424. Ptilolaemus u. g. Typus: Buceros ticJcelU Blyth; ebenda S. 392. Alcedinidae. R. B. Sharpe, Catalogue of the Birds in the British Museum Vol. XVII. S. 93 — 312. — 183 Arten werden unterschieden. Die Familie ist in zwei Unter- in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 53 grujipen zerlegt: Alccdininae mit 5 Gattungen und Daceloninae mit 15 Gattungen. 19 neue Arten und Unterarten sind beschrieben: Ceryle septentrionalis, C. aequa- torialis, Alcedo floresiana, A. guentheri, Ceyx steerii, C, euerythra, Halcyon forbesi, H. admiralitatis, H. rufigularis, H. mediocris, H. tutuilae, H. tannensis H. armstrongi, H. vidali, H. suvensis, H. humii, H. meycri, H. davisoni, Todi- rhamphus youngi. Abgebildet sind : Alcedo quadribrachys u. guentheri T. IV, Ceryle aequatorialis u. stictoptcra T. V, Halcyon torquatus, forbesi u. malimbicus T. VI, Halcyon armstrongi^ solomonensis u. cJdcn-is T. VII, Halcyon humii T. VIII. Alcedo guentheri n. sj). von Unter -Guinea, ähnlich A. quadribrachys; R. B. Sharpe, Cat. Brit, Mus. XVII. S. 157. — A. floresiana n. subsp. von Flores, ähnlich A. ispida, ebenda S. 151. Ceryle aequatorialis u. sp. von Ecuador, ähnlich C. superciliosa; ß. B. Sliarpe, ebenda S. 140. — C. septentrionalis n. subsp. von Unter-Kalifornien und südl. Ver. Staaten, ähnlich C. americana; ehenda S. 134. Ceyx euerythra n. sp. von Malacca und Sunda-Iuseln, nahe C. diUivynni; R. B. Sharpe. ebenda S. 179. — C. steerii n. sp. von Mindoro, ähnlich C. cyani- pectus; ebenda S. 187. Halcyon admiralitatis u. sp. von den Admiralitätsinseln, ähnlich H. albicillus; R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 251. — H. armstrongi n. subsp. von Malacca, Hinterindien und Sunda-Inselu, ähnlich H. chloris; ebenda S, 277. — H. davisoni n. subsp. von den Andamauen, ähnlich H. humii; ebenda S. 282. — H. forbesi n. subsp. von Oberguinea, ähnlich H. torquatus; ebenda S. 247. — H. humii n. sp. von Hinterindieu und Sumatra; ebenda S. 291. — H. mediocris n. subsp. von Ponape, ähnlich H. cinnamominus ; ebenda S. 260. -- H. meyeri n. subsp. von den Togian-Inselu , ähnlich H. davisoni; ebenda S. 282. — H. rufigularis n. subsp. von zweifelhaftem Herkommen, ähnlich H. cinnamominus; ebenda S. 260. — H. suvensis n. sp. von den Fidschi-Iuseln, ähnlich H. solomonis, ebenda S. 281. — H. tutuilae n. sp. von Tutuila (Samoa-Gruppe); ebenda S. 266. — H. vidali n. subsp. von West-Indien, ähnlich H. chloris; ebenda S. 278. — H. (Cyancdcyon) quadricolor beschrieben u. abgebildet; E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (3.) IV. S. 211 T. XIV. Todirhamphus youngi n. sp. von den Gesellschafts-Inseln, ähnlich T. veneraius; R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 289. Meropidae, R. B. Sharpe, Catalogue of Birds in the British Museum. Vol. XVI. S. 41 — 92. — 36 Arten sind unterschieden in 5 Gattungen. Melittophagus meri- dionalis ist als neue Form unterschieden. Auf T. I. sind die Köpfe von Dicro- cercus Jiirundineus u. furcatus, Melittophagus cyanostictus, meridioncdis und pusillus abgebildet. Melittophagus meridionalis n. sp, von Südost-Afrika, sehr ähnlich M. cya- nostictus; R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. XVII. S. 45. — 31. oreobates n. sp. vom Elgon in Uganda; R. B. Sharpe, Ibis (6 ) IV. S. 320. Upupülae. 0. Salvin, Catalogue of the Birds in the British Museum Vol. XVI. S. 3 — 26. — 15 Arten sind unterschieden und in vier Gattungen: Upupa, Irrisor, 54 Ant. Reicheuow: Bericht über die Leistungen Scoptelus und Ehinopomastus gesondert. Upiqm somalensis ist Taf. I, Irrisor bollei Taf. II, Irrisor jacksoni und Scoptelus castamkeps Taf. III abgebildet. Scoptelus anchietae n. sp. von Caconda, ähnlich S. notatus, Bocage, Journ. Lisboa (2.) Vlil. S. 254. Upupa somalensis n. sp., ähnlich U. epops; 0. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI S. 13. Steafonnthidae, E. Harte rt, Catalogue of the Birds in the British Museum XVI. S. 653— 654. Fodarffiflae. E. Hartert, Catalogue of the Birds in the British Museum XVI. S. 629 bis 652. — 24 Arten, welche in zwei Unterfamilien gesondert sind: Podarginae mit den Gattungen Podargus und Batrachostomus und Aegothelinae mit der einen Gattung Äegothcles. Aegotheles salvaäorii ist neu beschrieben, Batrachos- tomus harterti auf Taf. XIV. abgebildet. Aegotheles salvadorii n. sp. von S. 0. Neu-Guiuea; E. Hartert, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 649. Batrachostomus harterti n. sp. vom Berg Dulit in Nordwest-Borneo, ähnlich B. auritus\ R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 323. — B. ptoliolophus n. sp. von Padang in Sumatra ; E. Hartert, Not. Leyden Mus. XIV. S. 63—64. — B. mixtus n. sp. von Sarawak, ähnlich B. stellatus; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. Capinmulgidae. E. Hartert, Catalogue of the Birds in the British Museum XVI. S. 519 bis 628. — 86 Arten werden unterschieden. Die Familie ist in 2 Untergruppen gesondert, Capriviulginac mit 18 Gattungen und Nyctibiinae mit einer Gattung. Neu ist beschrieben: Caprimukjas yucatanicus \mä Eurostopus argus. Abgebildet sind : Caprimulgus griscatus T. XI., C. lohitelyi T. XII., Lyncornis mindanensis T.XIII. Derselbe, Notes on the Caprinnügidae; Ibis (6.) IV. S. 274— 288. T. VI. — Kritische Bemerkungen über verschiedene Gattungen und Arten der Gruppe. C. eximius ist auf T. VI. abgebildet. Caprimulgus clarus n. sp. von Uganda und Bukoba, ähnlich C. fossei; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 215. — C. yucatanicus n. sp. von Yucatan, ähnlich C. macuUcaudus ; E. Hartert, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 575. Eurostopus argus (Rosenb.) zum ersten Male beschrieben; E. Hartert, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 608. Macropterygida e. E. Hartert, Catalogue of the Birds in the British Museum. Vol. XVI. S. 434—518. — 78 Arten sind unterschieden. Die Familie wird in 3 Unter- gruppen getrennt: Cypselinae mit 5 Gattungen: Micropus, Aeronautcs^ Panyptila, TacJiornis u. Claudia n. g.; Chaeturi)iac mit 3 Gattungen: Chaetura, Cypselnides, Collocalia; Macropteryginae mit einer G.attung 3Iacropteryx. Zwei neue Sub- species werden beschrieben: Ghaetura guianensis und Collocalia merguiensis. Ab- gebildet ist Chaetura msheri T. X. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 55 Aeronautes a. g., Typus: Cypseliis melanoleucus Baird; E. Hartert, Cat. Brit. Mus. XVI S. 459. Chuetura guianensis 11. suhsp. von Guiana, Venezuela, Trinidad und Grenada, sehr ähnlich C. einer ewentris; E. Hartert, Cat. ßi'it. Mus. XVI. S. 486. Claudia n. g. Typus: Cypselus squamat/is Cass. ; E. Hartert, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 469. Collocalia merguiensis n. subsp. von Süd-Tenasserim und Mergui-Iuselgruppe, sehr ähnlich C. innominata; E Hartert, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 506. Tnchgornis hirimdo n. sp. foss. aus dem Eocen Süd-Fiankreich.s; A Milne- Edwards, Zweiter Intern. Orn. Congr. Budapest. Hauptb. II. S. 66; ist Aegia- lornis gallicus Lyd. ; ebenda S. 80. Trochilidae. O. Salvin, Catalogue of the Birds in tbe British Museuui. Vol. XVI. S. 27—433. — 482 Arten werden unterschieden und in 127 Gattungen gesondert. Neue Gattung ist: Neolcsbia. Ferner werden 8 neue Arten beschrieben: Helian- gelus latidavius u. violicoUis, Heliotrypha speciosa, Amasilia sumichrasti, Polyerata decora, Oreopyra pectoraUs, Phacolaema cervinigularis , Eriocnemis ventralis. Abgebildet sind: Panychlora micans und Chlorostilbon peruanus T. IV., Hell- ungclus latidavius u. violicollis T. V., Heliotrypha speciosa u. harrali T. VI., Agyrtria caeruleiceps n. Amazilia sumichrasti T. VII., lolacnia luminosa u. Phaeolaema cervinigularis T. VIII., Eriocnemis dyselius u. E. ventralis T. IX. A.Boucard, Genera ofHumming Birds S. 1 — 54; TheHumniing Bird 11.1892. Vergl. Shufeldt S. 5. Amazilia sumichrasti n. sp. von Süd-Mexiko, ähnlich A. ocai; O. Salviu, Cat. Brit. Mus. XVI., S. 213. Chalybura melanurrhoa abgebildet; Godnian u. Salvin, Biol. C. Anier. II. T. 55. Chlorostilbon speciosus n. sp. von Colombia; A. Boucard, Hurani. B. II. S. 79. Cyanolesbia caudata n. sp. von Venezuela, ähnlich C. gorgo; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. XL. S. 454. — C. emmae n. sp. von Bogota, ähnlich C. mocoa; H. V. Berlepsch, ebenda S. 452. Cyanomyia guerrerensis n. sp. von Mexiko, ähnlich C. viridi frans; Godman and Salvin, Biol. C. Amer. H. S. 290. Delattria hemileuca abgebildet; Godman u. Salvin Biol. C. Amer. II. T. 54. — D. margarethae u. sybillae abgeb. ebenda T. 54 a. — D. sybillae n. sp. von Matagalpa in Nicaragua, ähnlich D. viridipallens; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 327. Eriocnemis albogularis n. sp. von Colombia; A. Boucard, Humiu. ß. II, S. 18. — E. ventralis n. sp. von Colombia; O. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 364. Eupherusa nigriventris abgebildet; Godman u. Salvin, Biol. C. Amer. II. T. 57. Heliangelus latidavius n. sp. von Ecuador, äünlich H. clarissae; O. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI. S, 160. — H. rothschildi u. sp. von Colombia; A. Boucard, Humm. B. II. S. 77. — H. violicollis n. sp. von Ecuador, ähnlich H. strophianus; ebenda S. 162. Heliodoxa berlepschi n. sp. von Colombia; A. Boucard, Humm. B. II. S. 75. Heliotrypha simoni n. sp. von Colombia; A. Boucard, Humm. B. II. S. 76. — H. speciosa n. sp. von Colombia?, ähnlich H. barrali; O. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 167. Hemistephaniaveraguensisahgeh]h\et;Go(\man\\ Salvin Biol.C. Amer.ll T.55. 56 Ant. Reiche now: Bericht über die Leistungen Homophania lawrencei n. sp. von Colombia ; A. Boncard, Humm. B. II. S. 287. Lophornis adorabilis abgebildet; Godman n. Salvin Biol. C. Amer. II. T. 57. — L. hauxweUi n. sp. vom oberen Amazoneustrom, ähnlich L. verreauxi; A. Bou- card, Greu. Humming B. S. 37. Neolesbia n. g. Typus: Cyanolesbia nehvTiorni Berl.; 0. Salviu, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 145. Oreopyra calolaema abgebildet; Grodman u. Salviu Biol. C. Amer. 11. T. 54. — 0. pcctoralis n. sp. von Costa Bica, ähulich 0. calolaema; O. Salviu, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 308. Panychlora micans n. sp. von nnbekauutem Herkommen, ähulich P. aliciae; O. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 71. Phaethoi-nis panamenais n. sp. von Colombia; A. Boucard, Humm. B. 11. S. 83. — Ph. rupurumii u. sp. von Brit.-Guiana ; A. Boucard, ebenda S. 1. Phaenölaema cervinir/ularis n. sp. von Ecuador, ähnlich P. rubinoides; O. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 325. Polyerata decora u. sp. von Chiriqui, ähnlicli P. amabiUs; 0. Salvin, Cat. Brit. Mus. XVI. S. 238. Saucerottia nunezi u. sp. von Colombia; A. Boucard, Humm. B. II. S. 81. Selasphorus ardens u. torridus abgebildet; Godman u. Salvin Biol. C. Amer. II. T. 56 Uranomitra colombiana n. sp. von Colombia; A. Boucard, Humm. B. II. S. 82. Enryla emiclae. Calyptomena hosii n. sp. von Nordwest-Borneo; R. B. Sharpe, Ann. Mag. N. H. (6.) IX. S. 249; abgebildet Ibis (6.) IV. T. X. Tyran/nidae. Vergl. J. A. Allen oben S. 32. Anaeretes sclateri n. sp. von Chile; E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (3.) IV. S. 217. Empidonax albigularis u. atriceps abgebildet; Godman u. Salvin, Biol. C. Amer. U. T. 40. Lophotriccus subcristatus n. sp. von Venezuela; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IV. S. 53. Mnionectes semischistaceus n. sp. von Costa Rica; G. K. Cherrie, Pr. U. St. Nat. Mus. XV. S. 25. Myiarchus brevipennis n. sp, von Aruba, Cura^ao und Bouaire, ähnlich M. tyrannulus; E. Hartert, Bull. Brit. Orn. Club III. 1. Dec. 1892. Myiobius capitalis abgebildet; Godman n. Salvin Biol. C. Amer. IL T. 40. Ornithion piisillum subflavuni n. subsp. von Costa Rica; G. K. Cherrie, Pr. U. St. N. M. XV. S. 28. Pitangus jamaicensis n. sp. von Jamaica, ähnlich P. eaudifasciatus; F. M. Chapman, Bull. Amer. Mus. IV. S. 303. Prospjoietus n. g. Typus: Packyrhynchus albinuchus Burm.; J. Cabanis, Journ. Orn. XL. S. 126. Pyrocephalus ruhineus heterurus n. subsp. von Lima; H. v. Berlepsch u. J. Stolzmann. Proc. Z. S. Loud. S. 381. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 57 Anabatidae. Cinclodes taczanowskü ii. sp. von Lima, nahe C. nigrofmnosus; H. v. Berlepsch und J. Stolzmaun, Proc. Z. S. Lond. S. 382. Upucertkia harterti n. sp. von Bolivia, ähnlich U. luscinia; H. v. Berlepsch, Journ. Oru. XL. S. 452. Eriofloridae. Formieivora stictocorypha n. sp. von Porto Real, Brasilien; A. Boucard u. H. V. Berlepsch, Humm. Bird II. S. 44. Grallaria lizanoi n. sp. von Costa Rica; G. K. Cherrie, Am. Mus. Costa Rica III. S. 137. — G. princeps abgebildet; Godman u. Salviu, Biol. C. Am er. IL T. 52. — G. dives u. perspicillata abgeb. ebenda T. 53. Gymnopithys ruficeps n. sp. von Colombia, nahe G. olivascens; O. Salvin u. D. Godman, Biol. Centr. Amer. II. S. 222. Mynneciza nigricauda n. sp. von Ecuador; 0. Salvin u. D. Godman, Biol. Centr. Amer. S. 230. — M. oceidentalis n. sp. von Costa Rica; G. K. Cherrie, An. Mus. Costa Rica III. S. 135. — M. laemosticta u. immaculata abgebildet; Salviu u. Godman, Centr. Amer. T. 51. Myrmelastes laivrencü n. sp. von Panama; Salvin u. Godman, Biol. Centr. Amer. S. 226. Pitta granatina Temm. u. P. coccinea Eyt. synonym; P. g. borneensis n. subsp.; D. G. EUiot, Auk IX. S. 218— 221. Thamnophiliis atrinucha n. sp. von Mittel- Amerika, ähnlich Th. naevius; Godman and Salvin, Biol. C. Amer. II. S. 200. — Th. punctatus u. bridgesi ab- gebildet ebenda T. XLIX. — Th. immacidatus gehört zur Gattung Myrmelastes; ebenda S. 225. Hiruiidiniflae. R. ß. Sharpe and C. W. Wyatt, A Monograph of the Hirundinidae or Family of Swallows. London. — T. XV erschienen. — Abgebildet sind : Ätticora cinerea, Hirundo javanica, tahitica, arcticincta, Cotile rupestris, Tachycineta thalassinus. Hirundo namiyei nur beschrieben. Hirundo emini n. sp. von Bussisi u. Bukoba, D.-0,-Afr., ähnlich H. melano- crissa; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 215. Psalidoprocne chalybea n. sp. von Victoria in Kamerun; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 442. MiLscicapidae. Alseonax pumila n. sp. von Bukoba, D. -O.-Afr. , ähnlich A. adusta; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 218. Ampelis maesi n. sp. von Japan, ähnlich A. japonica; E. Oustalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (3.) IV. S. 213. Oryptolopha mackenziana n. sp. von Kikuyu, Brit. Ost-Afrika, ähnlich C. umbrovirens; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 153. Cryptolopha bicolor n. sp. von Hainan; F. W. Styan, Bull. Br. Orn. Cl. No. II S. VI; ist gleich Herpornis tyrannulus Swinh.; R. B. Sharpe, ebenda No. IV. S. XIX. 58 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Elminia schwehiscJii \\. sp. vom Kongo; E. Oiistalet, Nouv. Arch. Mus. Paris (3.) IV. S. 216. Gerygone inspcrata w. sp. von SO. Neu-Guinea; C. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. N.-Giiinea 1890—91 App. cc. 594 ; Ann Queens). Mus. No. 2 S. 4. — G. modiglianii n. sp. von Sumatra; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XII. S. 52. — G. yectoralis n. sp. von Malakka, ähnlich G. flaneola; W. R. Davison, Ibis (6.) IV. S. 99. — G. pectoralis identisch mit G. modiglianii; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn Club II. 1. Nov. 1892. Hyliüta Hchrkvrni n sp. von Accra; G. Hartlaub, Ibis (6.) IV. S. 373. Musciaqxt jolinstoni ist Dio^ytrornis fischeri; R. B. Sharpe, Ibis 1892 S. 300. Niltava decipicns n. sp. von Sumatra, ähnlich iV^. grandis, T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XII. S. 49. Parisoma Itigcns: Beschreibung; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 302. Pedilorhynchus stuhlmanni von Uganda, wiederbeschrieben; A. Reichenow, Jouru. Orn. XL. S. 132; abgebildet; ebenda T. I. — P. stuhlmanni cameriinensis n. subsp. von Kameiim; Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 183, Flatystira jacksoni abgebildet Ibis (6.) IV. T. VII. Poecilodryas vicaria n, sp. von S.O. NeuGuinea (Suckling Geb.) ; C. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. N.-Guinea 1890—91 App. cc. S. 94; Ann. Queensl. Mus. No. 2 S. 4. Wüpidura buettikofcri n. sp. von Dammar, ähnlich R. setosn; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Oin. Club IV. 31. Dec. 1892. — Bh. tenkatei n. sp. von Rotti bei Timor, ähnlich B. buruensis; J. Büttikofei', Not. Leyden Mus. XII. S. 205. Bubecola tytlcri bezieht sich auf ein altes Männchen von Muscicapa parva; W. E. Clarke, Ibis (6.) IV. S. 558-559. Trochocercus albonotatus abgebildet Ibis (6.) IV. T. VII. €a^n2ioi)hagidae. Campop>haga minor n. sp. von Malakka; W. R. Davison, Ibis (6.) IV. S. 99; iAtwihoh. \mt Lalage culminata; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. Graucalus enganensis n. sp. von Eugano, ähnlich G. siimatrensis; T. Sal- vadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XII. S. 129. — G. nigrifrons n. sp. von Bugotu (Salomonen), ähnlich G. axillaris, und G. [Artamules) loelchmani n. sp. ebendaher, ähnlich G. caledotiicus ; H. B. Tristrara, Ibis (6.) IV. S. 294. — G. preussi n. sp. vom Kameruugebirge ; A. Reichenow, Jouru. Orn. XL. S. 220. Pericrocutus mudiglianii n. sp. von Engauo, ähnlich P. andamanensis und flammifer; T Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIll. S. 130. Tjaniidae, Dryoscopus fanebris und lugiibris nicht artlich zu sondern; Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 38 Eopsaltria sudesticnsis n. sp. von der Sudest Ins.; Louisiade Archipel; C. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. N.-Guinea 1890 91; S. 96; Ann. Queensl. Mus. No. 2 S. 8. Hypocolius ampelinus abgebildet; Proc. Zool. Soc. Lond. S. 470. Laniarius gladiator n. sp. vom Kameiungebirge; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 441. Lantus excubitor und Verwandte; H. E. Dresser, Ibis (6.) IV. S. 374 — 380. in der ^Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 59 — L. lahtora, algeriensis, meridionalis, fallax und elegans. Unterschiede dieser Arten; H. E. Dresser, Ibis (6.) IV. S. 288-293. Nilaus nigritcmporalis n. sp. von Deutsch - Ostafrika, ähnlich N. afer; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 218. Corvidae. Corvus moriorum n. sp. foss. von den Chatham Ins. ; H. 0. Forbes, Nature XLVI. S. 252. [s. Palacocnrax], — C. praccorax n. sp. foss. aus dem Pliocen Frankreichs; C. Deperet, C. R. CXIV. S. 690. Grypsirhina nigra n. sp. von Hainan; F. W. Styan, Bull. Br. 0. Cl. II. S. VI.; ist Temnurtis truncatus, R. B. Sharpe, ebenda No. IV. 31. Dec. 1892. Palacnamtx n. g. foss. Typus: Corvus moriorum; H. 0. Forbes, Bull. Brit. Orn. Club IV. 31. Dec. 1892. ^ Paratliseidae. R. B. Sharpe, Monograph of the Paradiseidae, or Birds of Paradise, and Ptilonorhynchidae, or Bowel' Birds. Pait. I. London 1892. CraspedopJiora mantoui beschrieben, abgebildet; Nouv. Arch. Mus. Paris (3.) IV. S. 218. T. 15. Diphijllodes chrysoptera septentrionalis u. subsp. von Ost - Neu -Guinea; A. B. Meyen Journ Orn. XL. S. 260. Paratnythiidae. Paramythia montium n. g. et sp. von Südost-Neu-Guinea (Suckling Geb.); C. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. N.-Guinea 1890-91 App. cc. S. 95. Oriolidae. Oriolus Jiosii n. sp. von Sarawak; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn. Club IL 1. Nov. 1892. Stm'uidae. Acridotheres torquatus n. sp. von Malakka; W. R. Davison, Ibis (6.) IV. S. 102. — A. torquatus Dnv. gehört zur Gattung Aethiopsar; R. B. Shaipe, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. Calornis enganensis n. sp. von Eugano, ähnlich C. chalybea; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIII. S. 137. Gracula enganensis n. sp. von Engano, ähnlich G. javanica; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIII. S. 137. Onychognathus preussi n. sp. vom Kamerungebirge; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 219. Sturnus vulgaris vergl. Koepert S. 40. letet'idae. Dives kalinoivskii n. sp. von Ica, ähnlich D. warszewiczi; H. v. Berlepsch und J. Stolzmann, Proc. Z. S. Lond. S. 378. Molothrus occidentalis n. sp. von Peru; H. v. Berlepsch u. J. Stolzmann, P. Z. S. Lond. 1892 S. 378. 60 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen Ptiloxena w. g. Typus: Scolecophagus atroviolaceus; F. M. Chapman, Bull. Amer. Mus. IV. S. 307. Quiscnlus: Uebersicht der Arten, Kennzeiclien, Verbreitung; F. M. Chap- man, Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. IV. S. 180-182. Ploceiclae. Cryptospiza rcichenoivi. Beschreibung des ^•, A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 221. — C. salvadorii n. sp. von Schoa, sehr nahe C. reichenowi; A. Reichenow, ebenda S. 221. Estrilda roseicrissa n. sp. von Bukoba, D. -O. -Afr., ähnlich paludicola; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 218. Hypoehera purpurascens n. sp. von Ost- Afrika, nahe H. icUramarina; Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 49. Malimbus racheliae. Beschreibung des $; Y. Sjöstedt, Jouru. Orn. XL. S. 313. Munia utricapilla: Beschreibung des ^ und vermuthl. §; J. Büttikofer, Not. Leydeu Mus. XIV. S. 132. Niyrlta sparsimguttata von Bukoba wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 132. Penthetria asynimetrura von Südwestafrika wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 126. Spermestes stigmatophorus von Bukoba wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 132. Symplectes croconotus n. sp. vom Kamerungebirge, ähnlich S. insignis; A. Reiclienow, Journ. Orn. XL. S. 219. — S. preussi n. sp. von Victoria in Kamerun: ebenda S.442. — S.tephronotiis n.sp. vom Kanierungebirge ; ebenda S.219. Fringillidae. Carpodacus erythrinns: Monographie mit Abbildiing; E. Hartert, Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVin. S. 11-16. Eurhinospiza henrici n. g. et sp. von Tibet; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 293 T. XL Hyphantospiza n. g. Typus: Coccothraustes olivaceus Gr.; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 221. Linaria Bebst, als Gattungsname für die Hänflinge anstatt Acanthis an- zuwenden, Acanthis ist gleich Carduelis; P. L. Sclater, Ibis (6.) IV. S. 555—557. Pyrrhula erythrina Fall, auf der Insel Sylt; Mntsschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 78. — Pyrrhulagra nom. nov. pro Loxigilla; L. Stejneger in: Cory Cat. W. Ind. B. S. 148. — P. noctis grenadensis n. subsp. von Grenada; Cb. B. Cory, Cat. West-Ind. Birds S. 150. — P. noctis ridgioayi von Dominica und den kleinen Antillen; ebenda. Bhodacanthis pjalmeri n. g. et sp. von Kona (Hawai); W. v. Rothschild, Ann. Mag. N. H. (6.) X. S. 110—111. — Bh. flaviceps n. sp. ebendaher; ebenda S.lll. Telespyza flavissima n. sp. von Laysan (Sandwich- Gruppe), ähnlich T. cantans ; W. V. Rothschild, Ann. Mag. N. H. (6.) X. S. 110. Uragus henrici n. sp. von Südwest-China; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 291 T. X. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. ßl Tanagridae. Euphonia: Schlüssel der in Costa Rica heimischen Arten der Gattung; G. K. Cherrie, Ank IX. S. 23-24. Pyranga testacea tschudii n. subsp. von Lima; H. v. Berlepsch u. J. Stolz- mann, Proc. Z. S. Lond. S. 375. Bhampliocelus afrosericeus capitalis u. subsp. von Venezuela; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. IV. S. 51. — B. costaricensis n. sp, von Costa Rica; G. K. Cherrie, An. Mus. Costa Rica III. S. 135. Saltator immactdatiis n. sp. von Lima, ähnlich S. albicollis; H. v. Berlepsch u. J. Stolzmann, Proc. Z. S. Lond. S. 375. MniotiUidae, Basüeuterus rufifrons jouyi n. subsp. von Nordost-Mexiko; R. Ridgway, Proc. Un. St. Nat. Mus. XV. S. 119. — B. r. dugesi n. subsp. von West-Mexiko, ebenda. Dendroica nigrifrons ^ u. $ abgebildet; Ank IX, T. I. — D. petecfiia flaviceps n. .subsp. von den Bahama-Inselu; F. M. Chapman, Bull. Amer. Mus. IV. S. 310. Alatididae, Otocorys berlepschi abgebildet Ibis (6.) IV. T. XIII. Pycnonotidae. Andropadus cameronensis von Kamerun wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ.Orn.XL. S. 126. — A.eugeniics von ßukoba wiederbeschrieben; A. Reichenow, ebenda S. 133. — A. montanus n. sp. vom Kamerungebirge, ähnlich A. virens: A. Reichenow, ebenda S. 220. Hypsipetes amaurotis hensoni von Yesso; L. Stejneger, Proc. Un. St. Nat. Mus. XV. S. 347. Pinarocichla schmackeri n. sp. von Hainau; F. M. Styan, Bull. Brit. Orn. Club II. S. 17; ist Criniger pallidus Swinh.; R. B. Sharpe, ebenda. 31. Dec. 1892. Xenodehla poliocephala n. sp. vom Kamerungebirge, ähnlich X. canicapilla; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 220. Melijihagidae. Melipotes macidata n. sp. von S.-O.-Neu-Guinea (Suckling Geb.); C. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. N.-Guinea 1890—91 App. cc S. 94; Ann. Queeusl. Mus No. 2 S. 5. V'iridonia sagittirostris n. g. et sp. von Mauna Kea (Hawai), W. v. Roth- schild, Ann. Mag. N. H. (6.) X. S. 112. Zosterops anderssoni n. sp. von Damara, ähnlich Z. senegalensis; G. E. Shelley, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. — Z. flavilateralis n. sp. von Ostafrika, Z. superciUosa n. sp. von Wadelai, Z. stuhlmanni n. sp. vom Victoria Nyansa; Reichenow, Jouni. Orn. XL. S. 192 u. 193. — Z. incerta u. sp. von Engano, ähnlich Z. ceylonensis; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIII. S. 133. — Z. mussoti n. sp. von Setchuan; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XU. S. 289. — Z. senegalensis und Verwandte. Unterschiede der 8 nahe verwandten Arten; 62 Ant, Reich enow: Bericht über die Leistungen A. Reicheuow, Journ. Orn. XL. S. 192-193. — Z. scjuamifrons n. sp. vom Berg Dulit in Nordwest-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 323. — Z. stenocricota n sp. vom Kamerungebirge, nahe Z. virens; A. Reichenow, Journ Orn. XL. S. 225. Nectariniidae. Cinnyris chloropygia und Verwandte. Unterschiede; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 190 — 191. — C. nesophilus n. sp. von Gross- Comoro, ähnlich C. notatus; G. E. Shelley, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. — C. oritis n. sp. vom Kamerungebirge, ähnlich C. reiclienbachi; A. Reichenow, ebenda S. 225. — C. preussi u. .sp. vom Kamerungebirge, ähnlich C. ((/'er; A. Reicbenow, ebenda S. 225. — C. viridisplendens von Bukoba wiederbeschrieben; ebenda S. 132. Nectarinea gadowi n. sp. vorr Gralanga, ähnlich N. tacazze; Bocage, Jonru. Lisboa (2.) VIII. S. 256. — N. oseae. Verbreitung; W. T. van Dyck, Ibis (G.) IV. S. 469. Dactiididae. Coereba wopygialis \\. sp, von Curagao, ähnlich C. barbadensis; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. XL. S. 77. Dicaeum willielminae n. sp. von Sumlja; J. Büttikofer", Not. Leyden Mus. XIV. S. 199. Himatione frcnthii n. sp. von Laysan (Sarrdwich Gruppe), ähnlich H. san- guinea; W. v. Rothschild, Ann. Mag. N. H. (ü.) X. S. 109. — H. parva, montana, stejnegeri abgebildet; Wilson u. Evans, Av. Haw. Lief. 111. Hemignathus obscurus, olivaceus, procerus, hanepjepe abgebildet; Wilson u. Evans, Av. Haw. Lief. III. Paridae, Acredula bonvaloti n. sp. von Setschnan, ähnlich A. jouschistos; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. 7. XII. S. 286 T. IX. — A. macedonica n. sp. von Macedouien, ähnlich A. rosea; H. E. Dresser, Bull. Brit. Orn. Club IV. 31. Dec. 1892. Lexjtopoedle henrici n. sp. von Tibet; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 287 T. X. Parus cinereus vtontanus u. communis Baldenstein als Bezeichnung für P. fruticeti Wallengr. und alpestris Bailly anzuwenden; V. v. Tschusi, Ornith. Jahrb. III. S. 175 — 178. — P. hensoni n. sp. von Yesso, ähnlich P. seebohmi; L. Stejneger', Proc. Un. St. Nat. Mus. XV. S. 342. — P. rovumae n. sp. vom Rovuma, ähnlich P. albiventris; G. E. Shelley, Bull. Brit. Orn. Club IL 1. Nov. 1892. — P. xanthostomus n. sp. vom Sambesi, ähnlich P. niger G. E. Shelley, Bull. Brit. Orn. Club II 1. Nov. 1892, Suthora fulvicauda n. sp. von Chemulpo in Korea, ähnlicli S. webbiana u. suffusa; S. longicauda n. sp. ebendaher, ähnlich P. niger; S. bulomachus; C. W. Campbell, Ibis (6.) IV. S. 237. Titneliidae. Acanthiza terikatei n. sp. von Flor'es, ähnlich A. tiropygialis ; J. Büttikofer", Not. Leyd. Mus. XIV. S. 195. Alcippe bieti von Setchuan, ähnlich A. vinipedus; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 284 T. IX. in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1892. 63 Amalocichla sclatei-iana n. g. et sp. von S.O. Neu-Giünea (Suckling Geb.); C. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. New-Guinea App. cc. 1890—91 S. 95; Ann. Queens]. Mus. No. 2 S. 5—6. Amaurocichla hocagei n. g. et sp. von St. Thomas; R. B. Sharpe, Proc. Z. S. Lond. S. 228. Apalis mystacalis von Bukoba, wiederbeschrieben; A. Reicheuow, J. 0. XL. S. 133; abgebildet; ebenda T. I. — A. pulchra aboebildet Ibis (6.) IV. T. IV. Bubax honvaloti \\. sp. von Südwest-China, nahe B. lanceolatus, E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7 ) XII. S. 273. Burnesia epichlora n. sp. vom Kameruugebirge; A, Reichenow, Joui'n. Orn. XL. S. 221 ; abgebildet ebenda T. II. Callene hypoleuca n. sp. vom Kamerungebirge; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 221 ; al)gebildet ebenda T. IL Camaroptera griseigula n. sp. von Teita, Brit. Ost-Afrika; ähnlich C. hrevi- caudata; R. B. Sharpe Ibis (6.) IV. S. 158. Cisticola chuhbi n. sp. vom Elgon, ähnlich C. ruftcapUla\ R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 157. - C. emini n. sp. vom Victoria Njansa, ähnlich C. riifo- pileata; Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 56. Cossypha poUoptera von Bukoba wiederbeschrieben; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 133. Ih-yodromas jacksoni abgebildet Ibis (6.) IV. T. IV. Drymueca saharae abgebildet; Journ. Orn. XL. T. III. Elachura haplonota n. sp. von Nord-Cachai', ähnlich E. punctata- St. Baker, Ibis (6.) IV. S. 62 T. II. - E. punctata abgebildet Ibis (6.) IV. T. IL Eupetes geislerorum n. sp. von Butaneng, D. N. Guinea, ähnlich K. caeru- lescens; A. B. Meyer, Journ. Orn. XL. S 259. Oiaminicola striata n.sp. von Hainan; F. W. Styan, Bull. Brit. O. Gl. IL S. VI. HypocoUus ampelinus ^ ^, Holzschnitt; Proc. Zool. Soc. Lond. S. 470. Malacopterum melunoceplialum n. sp. von Malakka, nahe M. alhigulare; W. R. Davison Ibis (6.) IV. S. 101. 3Ialurus mortoni n. sp. von der Sudest L, Loui.siade Aich.; B. W. De Vis, Ann. Rep. Brit. New Guinea 1890 91 App. cc. S. 97 ; Ann. Queensl. Mus. No.2 S.9. Phyllergates aumatranus n. sp. von Sumatra; T. Salviidori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XII. S. 67. PomatorJiinus armandi n. sp, von Tibet; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 277. — P. dedekensi n. .sp. von Tiungiu; E. Oustalet, ebenda S. 276. Ptilocichla leucogastra n. sp. von Malakka; W. R. Davison, Ibis (6.) IV. S. 100; identisch mit Trichostoma rostratum; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. Stachyris davisoni n. sp. von Padang, ähnlich St. horneensis; R. B Sharpe, Bull. Brit. Orn. Club II. 1. Nov. 1892. Troehalopteron bonvaloti n. sp. von Tiungiu (China), ähnlich T. ellioti; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 275. — T. henrici n. sp. von Südwest- China; E. Oustalet, ebenda S. 274. Turdinas moloneyanus n. sp. von der Goldkiiste; R. B. Sharpe. Pioc. Z. S. Lond. S. 228. — T. monnchus n. sp. vom Kanierungebirge; A. Reicheuow, Journ. Orn. XL. S. 220. ß4 Ant. Reicheiiow: Bericht über die Leistungen etc. Si/lviiclae. Acanthoimcuste ijimae n. sp. von Seven Island (Japan), ähnlich A. coronatus ; L. Stejneger, Proc. Un. St. Nat. Mus. XV. S. 372. Cettia canturiens septentrionalis n. snbsp. von der russischen l^Iandschurei u. C. minuta borealis n. snbsp. von Corea; C.W. Campbell, Ibis (6.) IV. S. 235. Cinclus. lieber die palaearktischen Ginchis-Arten ; H. E. Dresser, Ibis (6.) IV. S. 380 — 387. — C. pallasi souliei n. si\bsp. von Südwest-China; E. Oustalet, Ann. Sc. Nat. (7.) XII. S. 299. Geocichla everetti n. sp. vom Berg Dulit in Nordwest-Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6.) IV. S. 323. — G. leucolaema n. sp. von Engano, ähnlich G. interpres; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2.) XIII. S 135. Pratincola pallidigiila n. sp. vom Kameningebirge; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 232. Regulas: Uebersicht der Gattung, Bestinnnungsschlüssel. Neu beschrieben: Begulus tristis Plsk. von Orenburg, Transkaspien, Turkestan, ähnlich B. cristatus; Tb. Pleske, Bull. Ac. Imp. Sc. St. Petersbourg n. s. III. (XXXV.) S. 143-147. Btiticilla tithys u. cairü s. Kleinschmidt, Michel, Buxbaum u. Schlegel S. 10, 11, 12, 14; Mntschr. D. Ver. z. Schutze d. Vogelw. XVII. S. 202, 276, 278, 302, 424. — B. cairü ist das einjährige Männchen. Sylvia bidehensis wird zu deuten versucht von A. Newton, Proc. Z. S. Lond. S. 542. Tatare: Beschreibung der im Leydener Museum befindlichen Arten, T. longirostris, viendanae u. luscinia; J. Büttikofer, Not. Leyden Mus. XIV. S. 13 — 16. — T. familiaris n. sp. von Laysan (Sandwich Gruppe); W. v. Roth- schild, Ann. Mag. N. H. (6.) X. S. 109. Thamnolaea nigra: Synonymie; J. Büttikofer, Not. Leyden Mus. XIV. S. 17—18. Turdus nigrilorum n. sp. vom Kameruugebirge, nahe T. chigtiancoides; A. Reichenow, Journ. Orn. XL. S. 225. Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1892. Von Prof. Dr. Oskar Boettger m Frankfurt am Main. Reptilia. Litteratur. Den Bericht über Wirbelthiere im „Zool. Jahres- bericht für 1890, herausgegeben von der Zool. Station in Neapel, redig. von P. Mayer. Berlin 1892, R. Friedländer & Sohn. 205 pgg." lieferten, wie im Vorjahre, M. v. Davidoff, C. Emery und N. Löwenthal, den für „1891. Beiiml893.221pgg." M.v. Davidoff, L. Döderlein, C, Emery, M. v. Lenhossek, E. Schöbel und R. Fr. V. Seiller und den für „1892. Berlin 1893. 248 pgg." M. V. Davidoff, C. Emery, E. Schöbel und R. Fr. v. Seiller. Alle drei Arbeiten konnten in unserem letzten und in dem vor- liegenden Berichte benutzt werden. — Den Bericht für „S. Sharp's Zool. Record for 1891. London, 8«: Bd. 28 des Record of Zool. Literature (Reptilia p. 1 — 17, Batrachia p. 18 — 24)" und den für „1892, Bd. 29 (Reptilia and Batrachia p. 1 — 41)" erstattete, wie seit Jahren, G. A. Boulenger. Dieser giebt darin zahlreiche wichtige synonymische Bemerkungen, die Ref. z. Th. schon im letzten Be- richte benutzen konnte. — Den Bericht für 1892 über Physiologie brachte L. Hermann in seinem „Jahresbericht über die Fortschritte der Physiologie Bd. 1, Bonn (1894)". Seine Mitarbeiter über einzelne Gebiete waren A. Groenouw, K. Hürthle und R. Cohn. — J. S. Kingsley hat wieder in einem „Record of American Zoology" eine Aufzählung von in Nordamerika 1889 — 91 erschienenen Arbeiten. Die Batrachier finden sich auf p. 316, die Reptilien auf p. 317 ver- zeichnet. Amer. Naturalist Bd. 26. — Ueber ungarische Litteratur s. Z. Daday, Literatura Zoologica Hungarica 1881 — 1890 in Ber. K. Ungar. Nat. Ges. Budapest Bd. 9. Sep.-Abdr. 309 pgg. (xeschicMe, Sage. G. Riggio bezeichnet die in Cupani's Pamphyton Siculum abgebildeten Reptilien mit ihren wissenschaft- lichen Namen. Es sind Testudo graecu L. und ihera Pall., Emys Arch f. NatuvgeHch. Jahrg. 1893. Bd. II. H.l 5 QQ Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen orhicvlaris L., Tarentola mauritanica L., Äeps chalcides L., Gongylus ocellatus Forsk. und Zamenis qemonensis Laur. Naturalista Siciliano 11. Jg. p. 163—164. E. Forste mann, Zur Entzifferung der Mayahandschriften III: Scliildkröte imd Schnecke in der Maya-Litteratur. Dresden 1892, R. ßertling, S^. 8 pgg. A. C. Oudemans, The great Sea-Serpent. An historical and critical treatise; with the reports of 187 appearances (including those of the Appendix), the suppositions and suggestions of scientific and non-scientific persons, and the author's conclusions. Leiden and London, Luyac & Co., 1892, 8^. 82 Figg. — Ref. in Natural Science Bd. 2 (1893) p. 219— 221. A. Schiöttz bemerkt, dass Laceiia oceUata Daud. in Südspanien als Glücksprophetin gilt, um günstige Lotterieloose anzuzeigen. Zool. Garten 33. Jg. p. 377. Volkstliümliche Beuenuuugeu. Notizen über Namen für die Eideclise und verwandte Reptilien in der italienischen und neu- griechischen Volkssprache bringt C. J. Forsyth Major. [Zu be- richtigen ist, dass „jco:>2öö«i'()oe" nicht Tropülausaura ah/ira Fitz, ist, sondern Laeerta viridis Laur. — Ref.] Die Arten, auf die sich die zahlreichen hier aufgeführten Namen beziehen, sind Laeerta viridis^ muralis [agilis)^ viviparu wnü iJcloponnesiaca (taurica)^ Cknlcides ocdlaüts, S&ps chaLcides^ Ablepharus pantionicus^ Gymnodactylufi kotschyi^ l'arentola mauritanica, He^nidactylus turcicus, Agama stellio^ Chamaeleon vtdgaris und Coluher lorigissimus. Ebenda p. 172 — 181, 209—214 u. 242—248. Museen, Zoologisclie Gärten. F. Müller giebt einen Siebenten Nachtrag zum Katalog der herpetologischen Sammlung des Museums in Basel [vergl. Ber. f. 1887 p. 158 u. 1889 p. 160]. Die Sammlung umfasst jetzt 577 Eidechsen, 604 Schlangen, 11 Krokodile und 77 Schildkröten. Festschr. z. Feier d. 75jähr. Best. d. Naturf. Ges. Basel, in: Verh. Naturf. Ges. Basel Bd. 10 p. 195—215, Taf. 3— 4. Im Zoologischen Garten zu Hamburg befanden sich im Jahre 1891 nach H. Bolau 184 Reptilien und Batrachier in 42 Arten, nämlich 20 Species Schildkröten, je 6 Arten Krokodile und Schlangen, 7 Eidechsen und 3 Batrachier. Zool. Garten 33. Jg. p. 125. Der Vorstand des Zoolog. Gartens in Calcutta lässt aus Privat- beiträgen ein Haus bauen, in dem Giftschlangen gehalten werden sollen. Reichen die Mittel, so soll damit ein Arbeitsraum verbunden werden zur Anstellung von Versuchen über die Natur und Wirkung von Schlangengiften; ebenso sollen alle bekannten Gegenmittel er- probt werden. Natura v. 5. Mai 1892. — Ref. in Zool. Garten 33. Jg. p. 220. Fr. Werner nennt als Bewohner des Vivariums in Wien Heloderma suspectuin^ Varatms grineus, hengalensis und varius, Python sehae und molurus^ Macroscincus coctei, Heterodon platyrhimis und Proteus unguinus. Ebenda p. 25. in der Herpetologie währenrt des Jahres 1892. 67 Technische Hilfsmittel, Methoden. Fr. Werner theilt eine Fangmethode für Eidechsen der Gattung Acanthodactylus mit. Zool. Garten 33. Jg. p. 264—273. Anleitung zur Herstellung und Verwendung der Wickers- heimer'schen Flüssigkeit für anatomische Präparate bringt Biol. Centr.-Bl. Bd. 12 p. 316—317. Zum Verschlusse von Sammlungsgläsern empfiehlt F. Lataste einen Cement „Emzed", den er aus 2 — 3 Theilen Paraffin mit einem Theil Para-Kautschuk herstellt, und giebt eingehende Beschreibung von dessen Benutzung. Act. Soc. Scientif. Chili 2. Jg. p. 190-195. Eine bewährte Methode, Abdrücke von Fossilien von geiinger Reliefhöhe herzustellen, beschreibt J. G. Goodchild. Sie besteht darin, einen Bürstenabzug des Fossils mit Zinnfolie zu machen und dann die Rückseite des Metallblattes mit Schellackfirniss zu fixieren. Ist die Reliefhöhe grösser, so muss vorher auf die Oberfläche der Zinnfolie, ehe sie abgenommen wird, ein Guss von geschmolzenem Paraffin gegeben werden, der, nachdem der Schellackfirniss der Unterseite fest geworden ist, in heissem Wasser wieder entfernt wird. Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 206—207. Werke allgemeineren Inhalts. Von „Brehm's Thierleben" erschien der 7. Band: Kriechthiere und Lurche in der III. Aufl., neu bearbeitet von 0. Boettger und Pechuel-Loesche. Leipzig u. Wien, Bibliograph. Institut, 1892, 8«. 14, 825 pgg., 167 Figg., Karte, 16Taf. (s. Ranidae). — Ref. in Biol. Centr.-Bl. Bd. 12 p. 699 bis 700, Natural Science Bd. 1 p. 387—390, 2 Figg. u. Amer. Naturalist Bd. 26 p. 1023—1024. S. Schlitzberger, Dio einheimischen Schlangen, Echsen und Lurche, mit besonderer Berücksichtigung ihrer Bedeutung für die Landwirthschaft, nach der Lebensweise dargestellt. Cassel 1892. Text in 8» mit 4 Taf. Fol. C. Vogt & E, Yung, Traite d'Anatomie comparee pratique. Paris 1892. Livr. 20 p. 641 — 720, Fig. 264— 289 behandelt speciell die Reptihen. Die deutsche Ausgabe derselben Verfasser „Lehrbuch der praktischen vergleichenden Anatomie. Braunschweig 1892, Vieweg & Sohn" bespricht in Bd. 2, Lief. 9 -10 p. 513 -640, Fig. 163— 267 Batrachier und Reptilien. Allgemein Anatomisches. In einer vorläufigen Mittheilung berichtet A. Kolossow sehr ausführlich über den Bau des Endothels der Pleuroperitonealhöhle und der Blut- und Lymphgefässe, das er an Lacerta agilis und viridis^ Anguis^ Emi/s, Rana esculenta und temporaria, Bufo, Molge cristata und vulgaris, Salamandra und Siredon untersucht hat. Er kommt zu dem Schlüsse, dass das Endothel den echten Epithelien zugerechnet werden muss, dass kein Grund vorliegt, beide einander gegenüberzustellen und dass sowohl der Archiblast als auch der Parablast echte Epithelien producieren. Davon, dass die Endothelien von BindegewebszeUen herrühren, 5* 68 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen konnte Verf. sich nicht üherzeiigen. Biol. Centr.-Bl. Bd. 12 p. 87 — 94 u. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 42 (1893) p. 318—383, Taf. 22. Eine Notiz über Pigmentation des Knochenmarks bei den Reptilien bringt A. Pilliet. Bull. Soc. Anat. Paris (5) Bd. 6 p. 247 bis 249. Hautsystem. F. Maurer hat die epidermoidalen Gebilde der Wirbelthiere und ihre gegenseitigen Beziehungen untersucht. Die Anlagen der Schuppen von Lacerta und Tarentola verhalten sich wie die der Federn. Die von Leydig beschriebenen becherförmigen Gebilde unter den Schuppen von A^iguis sind zwar Sinnesorgane, aber sicher keine Tastzellen. Die nämlichen Gebilde kennt Verf. vom Kopfe von Coronella. Er vergleicht dann Anlage von Schuppe, Feder und Haar. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf uie Anlage der Endhügel in der Cutis der Baü'achier, namentlich bei SaUmiandrina ., Molge und Amhlystoma] bei Salamandra sind im erwachsenen Zustande keine Nervenendhügel mehr nachweisbar. Specieller werden schliesslich die Hautsinnesorgane von Molge und Cryptohranchus geschildert und diese Gebilde mit den Haargebilden der Säugethiere verglichen. Morph. Jahrb. Bd. 18 p. 717—804, 2 Figg., Taf. 24—26. Fr. Werner bringt den IL Theil seiner Untersuchungen über die Zeichnung der Wirbelthiere [vgl. Ber. f. 1890 p. 103 u. 1891 p.81], indem er zugleich Ergänzungen und Berichtigungen zum I. Theüe bietet. Er vermuthet, dass durch die Häutung die Ausscheidung von Pigment gefördert wird. Der epidermalen Zeichnung bei Schlangen und Eidechsen entspricht eine solche der Cutis. Die Ansicht, dass die Flecken der Schlangen ursprünglich auf die Grösse einer Schuppe beschränkt gewesen seien, lässt sich nicht halten; dagegen ist die Lage der Fleckenreihen konstant. Kompliciertere , gradlinige geometrische Figuren kommen bei phylogenetisch alten Familien kaum vor, wohl aber bei den jüngsten [Viperiden und Crotaliden. — ?Ref.]. Sekundäre Kopfzeichnungen sind bei Schlangen nicht bekannt. Sodann bespricht Verf die muthmassliche phylogenetische Entstehung der Kopfzeichnungen bei den Schlangen; er unter- scheidet 6 Gruppen. Bei den Colubriden ist der Infraocularstreifen an ganz bestimmte Oberlippenschildränder gebunden. An der Hand von Beispielen aus der Lacertidenfamilie zeigt Verf. eingehend, wie sekundäre Zeichnungen als solche erkannt und andrerseits eine be- stimmte ursprüngliche Zeichnung durch eine ganze Familie hindurch in ihren Spuren verfolgt werden kann. Es giebt keine Art, bei der sich nachweisen Hesse, dass sich ihre Längsstreifung durch Ver- schmelzung von Flecken gebildet habe, die in Längsreihen standen. Dagegen lässt sich von den zeitlich alten Geckoniden nachweisen, dass ihre Längsstreifung aus der Verschmelzung von ursprünglichen Fleckenreihen entstanden ist. In einem speciellen Theil bespricht der Verf. sodann zahlreiche Schlangen in Bezug auf Färbung und Zeichnung, die er inzwischen untersuchen konnte. Betreffs der Eidechsen glaubt er, dass früher auch bei ihnen eine grössere Ent- in der Herpetologie während des Jahres 1892. 69 Wickelung und Mannigfaltigkeit der Kopfzeichnung geherrscht habe, was er an den Geckoniden nachzuweisen versucht. Die Quer- streifung der Krokodile und Yaraniden wird für eine primäre Zeichnung erklärt. Zool. Jahrb., Syst. Abth., Bd. 6 p. 155—200, Taf. 6—7 u. 9. Derselbe macht weitere Mittheilungen zur Zeichnungsfrage, indem er den Nachweis zu führen sucht, dass der Interorbitalstreifen phylogenetisch älter ist als der Längsstreifen hinter dem Auge, und dass die Bauchseite mancher Thiere, insbesondere von Schlangen, die diese Unterseite niemals sehen lassen, eine ganz deutliche Zeichnung trägt. Sodann versucht er eine neue Erklärung der sekundären Ocellenzeichnungen bei Eidechsen ohne Zuhilfenahme der Zerreissung der sekundären Längsstreifen und spricht sich schliesslich gegen die Ansicht aus, dass Streifung den Wirbelthieren überhaupt Schutz gewähre. Biol. Centr.-Bl. Bd. 12 p. 272—277. Skelettsystera. E. D. Cope nimmt auf Grund der Ansicht Baur's, dass das durchlöcherte Schädeldach der Kriechthiere von einer ursprünglich continuirlichen Knochendecke, wie bei den Stegocephalen und Anomodontiern, abzuleiten sei, eine Vergleichung der verschiedenen Schädelformen der Reptilien vor. Das Quadrato- jugale nennt er Zygomaticum, das Mastoid Cuvier's Supramastoid. Vom vollständig bedachten Schädel der Cotylosaurier ausgehend, vertheilt er die verschiedenen Modifikationen in folgender Weise. 1. Dach nur vom Hinterrand aus reduciert, ohne Löcher: Chelonia. 2. Nur eine Durchlöcherung, und zwar: oben, die Verbindung zwischen Postfrontale und Supramastoid nicht unterbrechend: Ichthyopterygia ; oben, aber die Verbindung imterbrechend: Pseudo- suchia; unten, die Verbindung des Postfrontale und des Postor- bitale nicht unterbrechend: Pelycosauria; Durchlöcherung sehr weit, nur die Brücke zwischen Jugale und Zygomaticum erhalten: Sauro- pterygia. S.ZweiOeffnnngen: Rhynchocephalia, Crocodilia, Dinosauria, Pterosauria. 4. Ein Loch und Reduktion des Arcus zygomaticus, Quadratum fest: Anomodontia; ebenso, aber Quadratum beweglich: Squamata. Amer. Naturalist Bd. 26 p. 407—408, Taf. 15—17. In einer Notiz über die Morphologie der Wirbelsäule wendet sich L. Dollo gegen die Aviffassung Boulenger's, dass bei den Reptilien Intercentra und Haemapophysen homod3'nam seien, und sucht zu beweisen, dass sie bei allen Wirbelthieren als heterodjmame Gebilde anzusehen sind. Bull. Scientif. France et Belg. Bd. 24, 15pgg. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 1 p. 374. V. V. Ebner untersuchte die Beziehungen der Wirbel zu den Urwirbeln und behauptet gegen Corning [vergl. Ber. f. 1891 p. 91] und Kollmann seine früheren Anschauungen über die sogenannte Neugliederung der Wirbelsäule. Dass die Wirbelbögen, z. B. bei den Schlangen, nicht aus je zwei Anlagen entstehen, ist eine Folge davon, dass die Verwachsung der Urwirbel und die Anlage der knorpeligen Wirbelkörper älter ist und früher vor sich geht als die 70 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Bildung der Knorpelbögen. Sitz.-Ber. Akad. Wien Bd. 101, Abth. 3 p. 235— 260, Taf. Gegenüber der Ansicht Baur's hält L. Dollo daran fest, dass die Haemapophysen in der ganzen Klasse der Wirbelthiere ebenso homologe Gebilde sind wie die Rippen [eine Anschauung, die auch Boulenger entschieden bestreitet. — Ref.], dass nur die dorsalen Rippen wahre Rippen sind, dass die ventralen Rippen aus der Spaltung der Haemapophysen entstehen und dass letztere den Neurapophysen humononi sind, und sucht diese Sätze zu vertheidigen. Bull. Scientif. France et Belg. Bd. 24 p. 113-129. In seiner „Phylogenie der Beutelknochen bei den Säugethieren" theilt R. Wiedersheim auch Einzelheiten mit über die Morphologie des Beckens von Reptilien und Batrachiern. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 53, Suppl. p. 1 20, Taf. 1—3. Derselbe behandelt die Entwicklung des Gliedmassenskeletts der Wirbelthiere. Bei der übergrossen Menge interessanten Details sei hier nur auf Aveniges besonders wichtige hingewiesen. Das schon bei den Batrachiern mit dem Coracoid in Verbindung stehende Epicoracoid ist eine verknorpelte Bauchrippe. Solche Bauchrippen müssen, wie durch Menohra7ichus bewiesen wird, bei den Vorfahi'en der Caudaten in grösserer Zahl vorhanden gewesen sein. Genetisch ist das Omosternum der Anuren ebenfalls costalen Ursprungs. Die Phylogenese des Episternums ist noch unklar, und es ist zweifel- haft, ob sich die Claviculae daran betheiligen. Sehr wahrscheinlich hat auch dieses Gebilde seinen Ursprung in der ventralen Leibes- wand, bei Ct'ocodüvs, wie es scheint, wenigstens z. Th. in der Linea alba abdominis. „Das Gliedmassenskelett der Wirbelthiere. Mit besonderer Berücksichtigung des Schulter- und Beckengtirtels bei Fischen, Amphibien und Reptilien. Jena 1892, G. Fischer. 8^. 5, 266 pgg., 40Figg., 17 Taf. 4«." A. Perrin kommt durch die Untersuchung der Muskulatur zu dem Schlüsse, dass die Endphalangen der Finger bei den Lacer- tiliern und den Batrachiern unter einander homolog sind. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 115 p. 885—887. Nach G. B. Howes ist die Phalangenzahl der Ahnen der Land- wirbelthiere wahrscheinlich 2. 3. 4. 5. 4, und die nämliche Formel besteht für die Sauropsiden. Die Batrachierformel ist reduciert und lautet 2. 2. 3. 4. 3 oder weniger. Journ. Anat. Phys. London Bd. 26 p. 395— 403, Fig. Vergl. auch E. D. Cope und J. W, Hulke unter „Palaeonto- logisches". Muskel System. Betr. der allgemeinen Entwdckelung der Rumpf- und Schwanzmuskulatur auch bei den Reptilien und Batrachiern vergl. S. Kaestner. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. p. 153 — 222, Taf. 9— 12. Im Gewebe der glatten Muskelfasern, u. a. von Angids und Rana^ fand C. De Bruyne in den verschiedensten Organen ein bindegewebiges Gerüst, das er eingehend beschreibt und dessen in der Herpetologie während des Jahres 1892. 71 Nutzen für die Bewegung des Lymphstromes er hervorhebt. Arch. f. Biol. Bd. 12 p. 345—380, Taf. i3. In seiner Arbeit über das Ligamentum teres bemerkt E. Moser, dass das mehr als Ginglymus arbeitende Hüftgelenk von Alligator^ Emys und Sphenodon ein lateral-dorsales und ein medial-ventrales accessorisches Ligament als Verstärkung der Gelenkkapsel besitze. Anat. Anzeig. 7. Jg. p. 82—87 u. Morph. Arb. v. G. Schwalbe Bd. 2 p. 36—92, 2 Taf. Nerveusystem. Ad. Meyer giebt die Beschreibung des Vorder- hirns von Coluber longissimus Laur., das er mit dem von Uroniastix^ Igiiana, Anguis^ Lacerta und Cha7naeleo7i vergleicht. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 55 p. 63 133, Taf. 4—5. — Auch separ. : „Ueber das Vorderhirn einiger Reptilien. Züricher Diss. Leipzig, W. Engel- mann 1892, 8". 73pgg., 2 Taf." Nach den Untersuchungen von G. Saint-Remy findet sich im Drüsenparenchym der Hypophyse von Lacerta, Testudo, Rana und Salaniandva nur eine einzige Art von Zellen, die aber oft in zwei ver- schiedenen Entwicklungszuständen angetroffen werden. Arch. Biol. Bd. 12 p. 425^-434, Taf. 14 u. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 114 p. 770—771. In einer Notiz über Regeneration des Rückenmarks bei den Wirbelthieren, von denen u. a. Eidechsen, Frösche, Froschlarven und Molche zur Untersuchung kamen, zeigt F. Sgobbo, dass bei den Molchen die Reflexcentren in der ganzen Spinalaxe mit Ein- schluss des Caudaltheiles liegen und sich in den wiedergewachsenen Schwänzen regenerieren. Die Integrität der ganzen Medulla ist für die Regeneration des Schwanzes nicht anbedingt nöthig ; sie erfolgt jedoch nach Verletzung des Rückenmarks langsamer und weniger ausgiebig. Die Regeneration fies Nervengewebes geht vom Epithel des Centralkanales aus. La Psychiatria 1890, Heft 344. — Ref. in Biol. Centr.-Bl. Bd. Li p. 476-477. P. J. Mitrophanow's „Untersuchungen über die Entwicklung der Wirbeltbiere. Warschau 1892, 8". 251 pgg., 7 Taf." (russ.) be- schäftigen sich im wesentlichen mit dem Ursprung der Nerven [vergl. ßer. f. 1891 p. 91] und der ersten Anlage der Seitenorgane. UeberNervenendigungen an quergestreiftenMuskelfasern und über deren Re- und Degeneration im lebenden Körper hat L. v. Than- h off er Beobachtungen und Versuche bei Lacerta. und Hyla arhorea angestellt. Anat. Anzeig. 7. Jg. p. 635 — 638 u. Ungar. Akad. Med. 1. Jg. p. 235—251, Taf. G. Retzius weist nach, dass in den Unterzungendrüsen von Lacerta agüis und in den Parotiden von Salamandra macnlosa die reichlich vorhandenen Nervenfasern den Drüsenzellen direkt anliegen und wenigstens hier und da zwischen den Zellen gegen das Lumen hin vordringen, um früher oder später, zuweilen ganz in der Nähe des Lumens frei zu eiidigen. Biol. Unters. Retzius (2) Bd. 3 p. 57 bis 66, 3 Figg., Taf. 17—19. 72 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Sinnesorgane. G. Retzius hat die sensibeln Nervenendigungen in den Epithelien von Lacerta^ Rana^ SaUmumdra und Molge einer erneuten Prüfung unterzogen. Die Nervenendfasern sind sehr fein, varicös und enden oft mit einem Knötchen, das jedoch die nämliche Beschaffenheit wie die Viscositäten zu haben scheint. Ebenda (2) Bd. 4 p. 37—44, Taf. 11-14. H. Ayers giebt einen Beitrag zur Morphologie und zur Kenntniss der Funktion des Gehöi'organs in der Wirbelthierreihe. Von Reptilien untersuchte er Aäifjator, Chelydra und Chrijsemys. Er fasst das Ohr als einen unter die Oberfläche gesunkenen Komplex von Sinnes- kanälen auf und findet, dass zwischen den Sinnes oi-ganen des inneren Ohres der höheren Wirbelthiere und den oberflächlichen Sinnes- kanälen der Ichthj'opsiden kein wesentlicher Unterschied besteht. Die halbzirkelförmigen Kanäle sind nach dem Verf. Ueberbleibsel des Kanalsystems an der Oberfläche und nehmen nicht aktiv am Gehörakt Theil. Die Schnecke unterliegt einer Reihe von Ver- änderungen, und bei den Crocodiliden findet sich daiin beim er- wachsenen Thiere ein Organ, das zwar beim Säugethierembryo auf- tritt, aber mit seinen Nerven späterhin wieder verschwindet. Bei Alligator difi'erenzirt sich das Corti'sche Organ in Gestalt von einer Reihe von Organen oder Zellgruppen, die alle morphologisch mit den andern einfachen Sinnesorganen des Ohres, z. B. den Cristae acusticae, gleichwerthig sind. Die Funktion der Sinnesorgane der Ampullen wird in Qualität kaum von der der Organe der Seiten- linie verschieden sein, und eine Differenz kann wohl nur in dem Grade der Feinheil bestehen. Auch die noch weiter differenzirten Cochlearsinnesorgane dürften keine specifisch verschiedene Funktion haben, ebensowenig wie die halbzirkelförmigen Kanäle, die nicht zur Orientierung im Räume zv. dienen scheinen. Journ. Morph. Boston Bd. 6 p. 1—360, 26 Figg., Ta£ 1_12. In seinen „Rudimentären Wirbelthiei äugen, I. Theil" beschäftigt sich C. Kohl vornehmlich auch mit dem Auge von J'i/phlop.t ver- miadaris und hraminus, Proteus anguineus [vergl. Ber. f. 1891 p. 1831 und Siphonops unnvlatiis (s. Typhlopidae, Caeciliidab) Bibl Zool (Chun & Leuckart) Bd. 3, Heft 13. 7, 141, 9 pgg., 9 Taf. Fr. Kopsch beschreibt Cornea, Sclera, Corpus ciliare, Gewebe des Fontana'schen Raumes, CanaHs Schlemmii und Zapfen des Auges mehrerer Reptilien. Der circuläre Ciliarmuskel Angelucci's hat sich als die ciliare Portion des Sphincter pupillae ergeben. „Iris und Corpus ciliare des Reptilienauges nebst Bemerkungen über einige andre Augentheile. Diss. Berlin, G. Schade, 8*^. 52, 1 pgg., Taf." J. H. Chievitz berichtet über das Vorkommen der Area centralis retinae in den vier höheren Wirbelthierklassen. Bei den Reptilien wird sie überhaupt nicht vermisst, dagegen giebt es Gruppen von Batrachiern, denen sie fehlt, so den beiden untersuchten Caudaten Salamandra maculosa und Molge vulgaris. Sie zeigt in ihrer Aus- bildung, im Vorhandensein oder Fehlen einer Fovea, sowie in der grösseren oder geringeren Tiefe der letzteren grosse Unterschiede, in der Herpetologie während des Jahres 1892. 73 aber nicht nach der Verwandtschaft der Thiere. Die Form der Area ist nicht bei allen gleich, am häufigsten ist die runde. Zwischen Form und Stellung der Pupille einerseits und Gestalt und Lage der Area andrerseits besteht ebenfalls kein konstantes Verhältniss. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. f 1891 p. 311—334, Taf 18 u. Ov. Danske Vid. Selsk. Forh. f. 1891 p. 239—253 (dän.). Nach E. Beraneck [vergl. auch Ber. f. 1890 p. 69 n. 1891 p. 86] kann das Parietalauge nicht als einfaches Divertikel der Zirbeldrüse aufgefasst werden. Bei Lucerfa und namentlich Anguis (Fig. 1 — 6j ist es ein sich von der Epiphyse unabhängig, aber parallel entwickelndes Organ, nämhch eine unpaare Aussackung der dorsalen Wand des Mittelhirns. Für die Duplicität in der Anlage des Parietalorganes spricht nichts; auch die gelegentbche bilaterale Trennung der Linse von der Ketina kann nicht in diesem Sinne gedeutet wei-den. Die Epiphyse ist nicht der Augenblasen- stiel, sondern ein Organ sui generis, dessen Funktionen noch un- bekannt sind. Parietalorgan und Epiphyse gehören dem Mittelhim an, die Paraphyse aber dem Vorderhirn. Letztere zeigt keinen sensorischen Charakter. Anat. Anzeig. 7. Jg. p. 674 — 689, 6 Figg. u. Compt. Rend. Trav. 74. Sess. Soc. Helvet. Sc. Nat. p. 68—73. Terdammgssystem. C. Böse fand bei Chelone midas eine Zahnleiste (Fig. 8). Die Eischwiele, die den Schildkröten (Fig. 13) und Krokodilen (Fig. 14) — wie bei den Vögeln — zum Durch- stossen der Eischale dient, ist vom Eizahn andrer Reptilien durch- aus verschieden. Sie ist eine rein epitheliale Hornbildung, und ihre Härte hängt nicht von Mineralsubstanzen ab. Anat. Anzeig. 7. Jg. p. 748—758, 14 Figg. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 21—22. Ueber die Zahnentwickelung der Reptilien und Batrachier macht derselbe weitere Mittheilungen. Die primitive Form der Zahnentwicklung aus oberflächlichen Hautpapillen, wie sie sich beim Krokodilembryo nachweisen lässt, findet sich auch bei der ersten Zahnanlage der Caudaten. Bei den Anuren sind die ersten Zahn- generationen durch die Bildung von Hornzähnen unterdrückt. Der Zahnwechsel der Krokodile bezeichnet den andern Reptilien gegen- über einen Fortschritt, indem der thecodonte Zahn vom Kiefer- knochen unabhängiger geworden ist und nur der Zahn, nicht auch der Zahnsockel beim Wechsel resorbiert werden muss. Deutsch. Monatsschr. f. Zahnheilk. 10. Jg. p. 127—149. Nach W. Küken thal sind die Zähne der Säugethiere den Zähnen der Reptilien nicht homolog. Die Annahme von Cope und Osborne, dass gewisse fossile Säugethierzähne durch Aussprossen eines vorderen und eines hinteren Höckers aus dem einhöckerigen Reptilzahn entstanden seien, hält Verf. für unwahrscheinlich, da in- folge von stärkerem Gebrauche wohl eine Vergrösserung des Zahnes eintreten, nicht aber die Bildung neuer Höcker erfolgen könne. So vermag er auch in den Theromoren nicht die Vorfahren der Säuge- thiere anzuerkennen, sondern glaubt, dass die letzteren von sehr 74 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen alten, wahrscheinlich der palaeozoischen Zeit angehörigen Reptilien nait gleichmässigen, konischen Zähnen abstammen, von denen auch die Theromoren sich abgezweigt haben mögen. ßiol. Centr.-Bl. Bd. 12 p. 400—413 u. Jena. Zeitschr. f. Naturw. Bd. 26 p. 469—489. — Ref. in Natnrw. Rnndsch. 7. Jg. p. 496. In seiner Studie über die Epiglottis schliesst sich C. Gegen- baui' für die Batrachier im allgemeinen an Howes [vergl, Ber. f. 1887 p. 239] an, bemerkt jedoch, dass bei den Caudaten die P]piglottis überhaupt fehle und bei den Anuren ihr jedes Stütz- gebilde mangele. Für die Reptilien greift er auf die Arbeit von Henle (1839) zurück. Er stellt die Hypothese auf, dass der Epiglottis- knorjDel aus dem viei'ten Kiemenbogen der Batrachier hervorgegangen sei, beschreibt eingehend das Skelett der Luftwege, namentlich bei den Reptilien, Siren und Proteus, bemerkt, dass alle solche Skelett- bildungen auf die Cartüago lateralis der Batrachier zurückzuführen seien, und erörtert die reiche Betheiligung des Kiemenskelettes am Aufbau des Skelettes der Luftwege bei den höheren Wirbelthieren überhaupt. Festschr. Kölliker, Leipzig. 69pgg., 15 Figg., 2 Taf. Einen Beitrag zur Morphologie der Mesenterialbildungen am Darmkanal der Reptilien und Batrachier bringt H. Klaatsch. Mit dem ersten Auftreten des Herzens und der Sonderung einer Pericardial- höhle vom Coelom vollzogen sich tiefgreifende Veränderungen in den Gefässen, die ihrerseits das ventrale Mesenterium beeinflussten. Von den mannigfaltigen Zuständen, die sich hierbei herausbilden, sind von Interesse namentlich die, die durch die Batrachier zu den höheren Wirbelthieren hinführen und die der Verf., von Sireyi an- fangend, bis zu den Reptilien eingehend schildert. Morph. Jahrb. Bd. 18 p. 385—450, 21 Figg., Taf. 12. G. Retzius veröffentlicht Untersuchungen über die Gallen- kapillaren und den Bau der Leber bei Lacerta ^ Änguis^ Cohfber, Ra?ia^ Salamandru und Molgc. Danach bilden die Gallenkapillaren keine eigentlichen Netze, sondern es tritt nur eine dichotome Ver- ästelung der central in den Zellen ballen verlaufenden Kapillaren ein, von denen mehr oder weniger lange und verästelte Seitenzweige und Endäste ausgehen; wenn Anastomosen vorkommen, so sind sie verhältnissmässig selten. Biol. Unters. Retzius (2) Bd. 3 p. 67 — 70, Taf. 20—22. Athmungssystem. Betr. der Epiglottis s. oben Gegenbaur. Eine Studie über die neueren Arbeiten in der vergleichenden Physiologie der Athmung, die namentlich auch auf Amt/da mtdica^ Aspidonectes, Runa catesbimm, fJi/Ia pickeringi^ Arnhlystoma jnmctattim und Molge Bezug nimmt, bringt S. H. Gage. Amer. Naturalist Bd. 26 p. 817—832. Ueber den Mechanismus des Larynxschlusses auch bei den Eidechsen, Schildkröten und Fröschen macht T. P. A. Stuart vor- läufige Mittheilungen. Proc. Roy. Soc. London Bd. 50 p. 323 — 339. Gefässsystem. Nach H. Junglöw ist die Herzanlage bei Lacerta doppelseitig. Beim Längenwachsthum des Herzens treten in der Herpetologie während des Jahres 1892. 75 dann Unterschiede in den beiden Theilen insofern auf, als mit der Drehung des Kopfendes auf die linke Seite ein Ueberwiegen der rechten Falte an Grösse einhergeht. Ein Vergleich junger Ent- wicklungsstadien von Säuger- und Reptil-Embryonen lehrt, dass in vieler Beziehung bei den Reptilien die Grenzblätter, namentlich das Ectoderm, rascher vorschreiten, als das mittlere Blatt. Das Vor- wiegen der Mitosen an der freien inneren Fläche des Rückenmark- rohres kann man für das hintere Ende des Rückenmarkes bei Reptil- Embryonen als eine sekundäre Erscheinung bezeichnen. Anat. Hefte 1. Abth., Bd. 1 p. 187—204, Taf 21. A. Klinckowström hat morphologische Studien über die Hirnarterien auch an Lacerfa^ Angtii^^ Alligator^ Vipera^ Emys^ Rana und Moh/e gemacht und gefunden, dass sich in dem Masse, wie die Hemisphären in der Reihe der Wirbelthiere wachsen, die Arterien vergrössern und an Zahl zunehmen. Die Reptilien haben drei Gehirnarterien. Der primitivste Zustand fand sich bei den Batrachiern. Unter Eidechsen, Krokodilen und Vögeln besteht in Bezug auf die Hirnarterien enge Verwandtschaft, während bei den Schlangen ab- weichende Verhältnisse bestehen, die sich mehr denen der Säuge- thiere anschliessen. Bih. Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 15, Abth. 4. No. 10 (1890). 26i)gg., 2 Taf. Bei Varamis^ Lacerta und Alligator setzt sich nach E. Zucker- kandl die Arteria brachialis am Unterarme direkt in ein brachiales Gefäss fort, das im Bereiche des Ellenbogengelenkes zwischen Radius und Ulna auf die dorsale Seite übertritt und gegen den Handrücken herabzieht. Verh. Anat. Ges. 6. Vers. p. 264 — 265. — Diskussion von Kadyi, Kölliker, His, Hochstetter und Thane. Ebenda p. 265 — 266. Weitere eingehende Untersuchungen über die Entwicklung des Venensystems bei den Reptihen [vergl. Ber. f. 1891 p. 87] hat F. Hochstetter an Uromastix spinipes^ Phrynosoma ^ Angnis^ Ophisaurus cqnis, Vnranus griseus, Lacerta viridis und ocellata^ Chamaeleon vulgaris^ Crocodilus, namentlich aber an Lacerta agilis und Tropidonotus natrix gemacht. Der Vergleich des Venensystems von Lacerta und Tropidonotus im ausgewachsenen Zustande führt zu dem Schlüsse, dass Lacerta hierin primitivere Zustände bietet als Tropidonotus. Die Entwicklung des venösen Kreislaufs der Leber ist bei den Reptilien sehr verschieden von der der Vögel. Topographisch stimmt die Abdominalvene der Reptihen dort, wo sie einfach ist, vollkommen mit der der Batrachier überein, und es kann wohl kaum einem Zweifel unterliegen, dass hier gleiche Bildungen vorliegen. Die Abdominalvene der Reptilien ist jeden-, falls nicht als Rest der Umbilicalvene aufzufassen oder gar direkt als Umbihcalvene selbst. Morph. Jahrb. Bd. 19 p. 428—501, Taf. 15 bis 17. Bemerkungen über die embryonale Anlage des Blutes bei den Wirbelthieren, in Berücksichtigung auch der Reptilien und Batrachier, hat H. E. Ziegler veröffentlicht. Er ist der Ansicht, dass die Blut- anlagen, wo sie auch gelegen sein mögen, stets dem Mesoderm zu 76 Pi'of. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen gerechnet werden können und also als mesencliymatische Organ- anlagen aufzufassen sind; die Batrachier könnten zwar zu Gunsten einer entodermalen Ableitung der ersten Blutanlagen angeführt werden, doch dürfe man bei ihnen eine Verschiebung der Anlagen vom Mesoderm zum Entoderm annehmen. Verh. Deutsch. Zool. Ges., 2. Vers. (Berlin). Leipzig, W. Engelmann p. 18—30. 0. V. d. S tri cht' s sehr ausführliche Arbeit über die Genese des Blutes berücksichtigt auch die Verhältnisse bei den Reptilien und Batrachiern. Die embryonalen Blutzellen vermehren sich bei Alytes^ Salamandra und Siredon in der embryonalen Leber, bei den Schlangen und auch bei Salamandra und Siredon in der Milz. Ist die Milz, wie bei der Larve von Salama?idra^ noch nicht in Pulpa und Malpighi'sche Körperchen differenzirt, so vermehren sich die Erythro- blasten und Leucoblasten in den Maschen eines gleichmässig ver- breiteten adenoiden Gewebes. Ai'ch. Biol. Bd. 12 p. 199—344, Taf. 7—12. Den feineren Bau der Milz hat H. Hoyer bei Reptilien und Batrachiern geprüft. Die von den Venen durchzogene und mehr oder weniger von rothen Blutkörperchen erfüllte rothe Pulpa über- wiegt ursprünglich über die aus weissen Blutkörperchen und Arterien bestehende weisse Pulpa {hei Rana temporaria^ Biifo und Hi/la). Weiter- hin sind rothe und weisse Pulpa etwa zu gleichen Theilen vorhanden (bei Bombinator^ Salamandra^ Molge undEmi/s). Schliesslich findet sich bei den Squamaten (bei Lacerta und Tropidonotus) fast nur weisse Pulpa. Ueber weitere Einzelheiten muss auf die Arbeit selbst ver- wiesen werden. „Ueber den feineren Bau der Milz von Fischen, Amphibien und Vögeln. Diss. Strassburg 1892, S''. 42 pgg." Ueber Blutschmarotzer bei Reptilien und Batrachiern vergl. A. Labbe in Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 115 p. 617—620. Urogenitalsystem. Ueber Form der paarigen und unpaaren männlichen Kopulationsorgane bei den verschiedenen Gruppen der Reptilien und Batrachier, ihre Beziehungen zu einander und ihre Homologien bringt R. Saint-Loup eine Notiz. Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (9) Bd. 4 p. 176—179. A. T. Arnold bringt „Beiträge zur Kenntniss des Reptilien- Ovariums. Erlanger Diss. Waldshut 1892, 8°. 39 pgg." Von L. Auerbach's Arbeit über einen sexuellen Gegensatz in der Chromatophilie der männlichen und der weiblichen Geschlechts- produkte [vergl. Ber. f. 1891 p. 89] erschien ein Auszug auch im Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. f. 1891 p. 533—535. Notizen über die Entstehung des Spitzenknopfes beim Sperma- tozoon auch der Reptilien und Batrachier und seine Bedeutung bringt C. Ben da in seiner Mittheilung über Entwicklung der Genital- drüsen und Metamorphose der Samenzellen. Ebenda p. 549 — 552. L. F. Henneguy theilt die Eier der Thiere in Kategorieen. Die der Anuren werden im „epoocyten" Zustande befruchtet, die der Reptilien „amictolecythisch", die der Batrachier „mixolecythisch" genannt. Bull. Soc. Philomath. Paris (8) Bd. 4 p. 37—44. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 77 Ontogenie. Ein kritisches Referat über die Litteratur haupt- sächlich vom Jahre 1891 betreffs der ersten Entwicklungsvorgänge der Furchung, der Gastrulation und der sich daran anschliessenden Processe auch am Ei der Reptilien und Batrachier bringt G. Born. Anat. Hefte, 2. Abth., Bd. 1 p. 486—532, 5 Figg. In seiner Mittheilung über die physiologische Polyspermie bei meroblastischen Wirbelthiereiern bestätigt J. Rückert die Be- obachtungen Oppel's [vergi. Ber. f. 1891 p. 90] und weist nach, dass alle Merocytenkerne der jungen Furchuogsstadien von Reptilieneiern, die eine reducirte Anzahl von Chromosomen aufweisen, Abkömm- linge von Spermaköpfen sind. Die Merocyten seien zweifacher Natur; die einen stammten von den in grösserer Anzahl eingewanderten Spermatozoen her, während andre weiter nichts als zurückgebliebene Furchungszellen wären. Anat. Anzeig. 7. Jg. p. 320 — 333, 2 Figg. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 28 p. 967—968 und in Naturw. Rundsch. 8. Jg. (1893) p. 60^62, Fig. 1—2. E. Giacomini giebt in seinen vorläufigen Mittheilungen an, dass bei Lacerta, Tropidonotus und Vipera die Dottersackgefässe mit den Allantoisgefässen in Verbindung treten, wodurch schliesslich am distalen Pole des Dottersacks wahre Anastomosen zwischen beiderlei Gefässen entstehen. Dies steht wohl mit der Bildung der peripheren Wandanhänge des Dottersacks und der Thätigkeit der Dotterzellen und der die Kapillaren dieser Anhänge umgebenden epithelialen Zellen in Zusammenhang. Die Verbindungen der Allantois mit dem Lecythoderm deuten jedenfalls auch auf Placentar- bildungen des Dottersacks hin. zu denen wohl auch die Anastomosen der Allantois und der Dottersackgefässe in Beziehimg stehen. Monit. Zool. Ital. 3. Jg. p. 126—128, 157—163 u. 185—196 u. Arch. Ital. Biol. Bd. 18 p. 336—349. H. Virchow setzt seine Untersuchungen über den Dottersack der Wirbelthiere fort. Eingehend behandelt er die Zellen des fertigen Dottersackepithels bei Ängtiis^ Lacerta^ Boa und Coluher, das Früh- epithel der Dottersackwand, den primären Dotterkreislauf und die Entwicklung des Dotterorgans und vergleicht seine Befunde mit den bei Vögeln und Batrachiern bekannten. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 53, Suppl. p. 161—206, Taf. 10 u. (Forts.) in Arch. f. mikr. Anat. Bd. 40 p. 39—101, Taf. 3—4. — Vergl. auch dessen Arbeit über Dotterzellen und Dotterfurchung in Verh. Anat. Ges., 6. Vers. p. 209 bis 219 und Diskussion von Roux. Ebenda p. 219 — 220. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 154. L. Guinard, Precis de Teratologie. Anomalies et monstruosites chez l'homme et chez les animaux. Preface par C. Dareste. Paris 1892. 553 pgg., 272 Figg. Ueber eine zweiköpfige junge Lacerta viridis Laur. macht F. Silvestri Mittheilungen. Boll. Natural. Coli, in Riv. Ital. Sc. Nat. 12. Jg. p. 116. F. Mazza berichtet über eine Zwilliugsbildung \o\\Anguis fragilis L. mit zwei Köpfen, zwei Tracheen, vier Lungen, zwei Herzen, 78 Prof. Dr. Oskar Boettger: Beriebt über die Leistungen zwei Mägen, aber vom zehnten Wirbel an mit gemeinsamer Wirbel- säule, vom Ilium an mit gemeinsamem Darmkanal und mit einem After. Boll. Mus. Zool. Anat. Comp. Genova Bd. 1, No. 3. 6 pgg., Taf. u. Atti Soc. Ligust. Sc. Nat. e Geogr. Genova Bd. 3 p. 256—261, Taf. 2. C. Girard bringt eine weitere Notiz über seine zweiköpfige Chrysemys [vergi. Ber. f. 1891 p. 92], die aber nichts neues bietet. Le Naturaliste (Deyrolle) 14. Jg. p. 174. 0. Boettger macht Mittheilung über ein Stück von Hydms platums L. mit vier Nasenöffnungen. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 88. Biologisches. Fr. Werner berichtet über das Leben einiger Kriechthiere Ost-Algeriens. Am Mt. Edough bei Bona beobachtete er Lacerta pater^ Psanimodronms algincs, Tarentola tnauritanica^ Zamenis hippocrepis^ die in Bezug auf Bissigkeit wie alle übrigen Nattern grosse Temperamentverschiedenheiten zeigt und ihre Nahrung, Mäuse, bei Nacht erbeutet, Tropidonohis viperinus, der so arglos ist wie Ir. fe.^sellnti/s. und endlich Chulcides ocellatus tiligvgn. Von Batna und Lambesa erwähnt Verf. ausserdem noch Testudo ibera, Ophiops occidcntalis und Psammodronius bland, aus der Wüste bei Biscra Acanthodactyliis boskianus und pardalis^ Tropidonotiis viperinus var. aurolineafa, die durch bunte Färbung gegen ihre Umgebung absticht, sowie Uromastix ucanthinurus^ der namentlich gern Blüthen von Papilionaceen frisst, und Varanus griseus, der sich von Eidechsen, Skorpionen und kleinen Nagern ernährt. Zool. Garten 33. Jg. p. 264 bis 273. Derselbe macht darauf aufmerksam, dass die Anguiden ihre Beute auffallend bedächtig ergreifen und verzehren, während die Scinciden schnell zugreifen und rasch fressen. Alle drei europäischen Tropidonottis-Arten pflegen den Wasserfrosch als Nahrung zu ver- schmähen. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf die Nahrung von Coronella aicstriaca, Cohiber longissimus und cpiaterr ad latus, Coelopeltis, Tropidonotus viperinns, RJmiechis scalarls^ Zamenis hippocrepis und gemonensis und Tarbophis fallaa;^ auf die Grösse und Zahl der Eier einiger europäischer Schlangen und Schildkröten und auf die Lebensgewohnheiten von Morelia argus-spüotes in der Gefangenschaft. Auch eine Notiz über ihre Färbung im Leben ist von Interesse. Den Schluss bilden Bemerkungen über die Nahrung von Uromastix acanthinnrns^ den Farbenwechsel von Tarentola mauritanica und die Mimicrv von Dasypeltis nach Vipera atropos. Ebenda p. 367—372. L. v. Mehely erwähnt p. 12, dass Lacerta ugilis und vidpara bei Kronstadt an einzelnen Stellen neben einander vorkommen, be- schreibt p. 14 die Paarung von L. agüis, bemerkt p. 17, dass L. vivipara in Siebenbürgen an feuchten wie an trockenen Orten ge- deihe, erwähnt p. 24 eine dort häufige blaugefleckte Abart von Angvis, p. 25 ihre Fähigkeit Regen vorherzufühlen, bespricht p. 32 die Nahrung von Coluber longissimus (nur Mäuse), p. 38 die Färbung in der Hevpetologie während des Jahres 1892. 79 und p. 42 if. Bissfälle von Vipera berus und p. 48 die geistigen Fähigkeiten von Eviys. Herpetol. Verliältn. d. Siebenbürg. Burzen- landes, Kronstadt 1892. Fr. Finn bringt Notizen, namentlich auch über Nahrung und Feinde von Mahuia striata, Hemidadyhis mahuia aus Sansibar und Mombasa und von Chamaeleon und Gerrhosawnis major aus Sansibar. Natural Science Bd. 1 p. 746—748. In seiner Arbeit über Mimicry berührt E. Haase auch die mimetischen Anpassungen bei den Reptilien. Neu dürfte der Hinweis sein auf die Aehnlichkeit von Xenopeltis mit Naja bitnc/arus Schlg., von Dasypeltls an gewisse afrikanische Viperinen und die Bemerkung 0. Boettger's über Färbungs- und ZeichnungsähnUchkeit von Fhrymscus varius Stann. aus Costa Rica mit Elaps. Bibl. Zool. (Leuckart & Chun) 1892/93 p. 78—80. Eine briefliche Notiz J. v. Bedriaga's über neuere Einführungen und Kreuzungen von fremdländischen Reptilien und Batrachiern bringen die Compt. Rend. Congres Internat. ZooL, 2. Sess. (Moscou), Th. 1 p. 244—245. Verschiedene neue Sporozoen beschreibt P. Mingazzini als Schmarotzer aus dem Hoden und den Leitungswegen von Zamenis gemonensis Laur. und aus dem reifen und Ovarialei von LaceHa viridis Laur, Atti Accad. Lincei Roma, Rendic. (5) Bd. 1, Sem. 1 p. 396—402, 4 Figg. Palaeontologisclies. Ch. Deperet, Revue de Paleontologie pour l'annee 1890: Oiseaux, Reptiles et Amphibiens. 72 pgg. in: Carez & Douville, Annuaire Geologique Universelle. Bd. 7 (1890). Dagincourt & Cie., Paris 1892, 8». J. Eye r man, Bibliography of North American Vertebrate Palaeontology for the years 1890 — 91. 2 Parts, in Amer. Geolog. Minneapolis 1891—92, 8^. 18 pgg. W. Theobald, Index to the genera and species described in the Palaeontologia Indica up to the year 1891. Calcutta 1892, Fol. 186 pgg. R. L. Jack & R. Etheridge jun. verzeichnen p. 648 — 653 die bis jetzt bekannten fossilen Reptilien und Batrachier von Queensland und Neuguinea. „The Geology and Palaeontology of Queensland and New Guinea. Brisbane & London 1892, 8". 768 pgg." R. Lydekker's „Phases of animal life, past and present. London, Longmans, Green & Co., 1892, 12*^. 248 pgg., Figg." geben anschauliche Kapitel über fossile Reptilien, berühren aber auch die lebende Fauna, insbesondere die Schildkröten. H. N. Hutchinson macht in seinem Buche „Extinct Monsters. A populär account of some of the larger forms of ancient animal life. London, Chapman & Hall, 1892. 20, 254 pgg., Figg." den Ver- such, mehrere der grösseren ausgestorbenen Reptilie'n zu restauriren. Ein Theil der Restaurationen scheint gelungen, ein andrer aber unterliegt in Einzelheiten schweren Bedenken. — Vergl. auch die gO Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Kritik in Natural Science Bd. 2 (1893) p. 135—140, 2 Figg., wonach z. B. Triceratops Fig. 1 ganz säugethierartig erscheint. Mittheilungen über die Phylogenie der Wirbelthiere, und speciell über die Entwicklung der Säugethiere aus den Anomodonten, der Batrachier aus den Stegocephalen des Permsystems bringi E. D. Cope. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 278—281, 2 Figg. Im Jahre 1892 erschien das Referat eines Vortrages mit der Jahreszahl 1888, den A. Gaudry 1885 gehalten hat. Er betrifft die Aehnlichkeit, die mehrere fossile Reptilien in den verschiedensten Theilen der Erde gegen Ende der Primärzeit gehabt haben. Compt. Rend. Congres Geol. Intern., 3. Sess. (Berlin) 1885 (1888). Theil 3 p. Iff. In seinem Beitrage zur Fauna der fossilen Wirbelthiere von Texas zählt E. D. Cope p. 127 eine Schildkröte aus dem Jung- tertiär der Stalkes Plains auf (s. Testudinidae), Aus den triassischen Bokum-Schichten, die durch Stegocephalen und Parasuchier charak- terisirt sind, erhielt er Zähne ähnlich denen von ClepsyscmrKs und Zatomus. Zu einer neuen Art von Episcoposaurus rechnet er einen Rücken- und zwei Schwanzwirbel, eine rechte Scapula, Rippen- fragmente und Hautschilder. Der Unterschied zwischen diesem£'.Äa/>/o- cenis (n.) und E. horridus Cope, der typischen Art aus Neu-Mexico, beruht auf der Verschiedenheit in der Form der Höcker und Stacheln auf den Hautknochen (s. Thecodontia). Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 129—131. ~ Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 378—379. Eingehende Untersuchungen über die Homologien der hinteren Schädelbögen bei den Reptilien aus dem Perm Nordamerikas hat derselbe angestellt. Er analysirt die Schädelcharaktere der einzelnen Gattungen, und zwar besonders von Pariotlchus, Puntylus und Chüonyx^ die zu den Cotylosauria Cope (= Pariosauria Seeley) gehören, von Edaphosaurus^ Clepsydropf! und Naosca/ri/s, Gattungen der Pelycosauria Cope (? — Theriodonta Owen) und von Diopeus n. gen. p. 15, begründet auf Clepsydrops leptoccphahis Cope, den der Verf. für einen Rhynchocephalen aus der Verwandtschaft von Palaeohatteria Credn. hält. Bei den Cotylosauriern sind die Schläfen- gruben mit Knochenmasse überdeckt, so dass dei" Schädel dem dei' stegocephalen Batrachier ähnlich wird, mit denen sie auch in den Hauptabschnitten des Schädels übereinstimmen, was bei Chilonyx besonders schön zu sehen ist. Eine Hypothese G. Baur's setzt vor- aus, dass die seitlichen Bögen sich von dem Cotylosauriis-^Qhdidiel in der Weise ableiten lassen, dass durch eine natürliche Trepanation Höhlungen entstanden sind, deren Lage die Bildung und Stellung der Seitenbrücken bedingte. Verf. wendet nun diese Hypothese auf die Entstehung der Seitenbögen des Reptilschädels an [vergl. oben p. 69]. Das Auftreten von Cotylosauriergattungen im Perm Amerikas und Südafrikas {Pariostmrus Ow.) macht diese Theorie noch wahrscheinlicher, und Verf. wählte die Gattung Pantyhis^ einen am wenigsten modificirten Typus, als Grundlage für die Ver- in der Herpetologie während des Jahres 1892. 81 gleichung aller andern lebenden und fossilen Reptilordniingen. Die hauptsächlichsten hier in Frage kommenden Schädelabschnitte sind das Postfrontale, Postorbitale und Jugale als die vorderen und das Supramastoid, Supratemporale und Zygomaticum als die hinteren Elemente der Schläfenwölbung und der an ihr entstehenden Bögen. Trans. Amer. Phil. Soc. (2) Bd. 17 p. 11—26, 3 Figg., Taf. 1—5. — Auszug in American Naturalist Bd. 26 p. 407—408. Taf. 15—17. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 392—394. Kurze Notizen über Reptilreste aus dem Kupfersandstein des Gouv. Orenburg im Frankfurter Museum und über einen ganz voll- ständigen Luriosaurus aus der Trias von Perledo der nämlichen Sammlung bringt Fr. Kinkelin. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 90. H. G. Seeley behandelt die geologischen Horizonte, in denen die südafrikanischen Reptilien vorkommen. Er unterscheidet fünf Zonen, von unten nach oben die Mesosmirus-^ die Parioscntrus-^ die Dicynodonten-Zone, die Aliwal North-Zone mit neuen Theriodonten- gattungen und die Zanclodon-Zone. Diese Reihe repräsentirt eine Schichtenfolge vom Unter-Perm bis zur Ober -Trias. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 183 B p. 311—370, 7 Figg., Taf. 17—23. Fr. Bassani verzeichnet Reste von Placodus gigas Ag. und von Psephoderma cf. alpinum v. Myr., die eingehender beschrieben und abgebildet werdenj aus den triassischen Mergelkalken von Dogna im Friaul. Atti Accad. Lincei Roma, Rendic, (5) Bd. 1, Sem. 1 p. 284—287, Fig. - Ref. in Boll. R. Com. Geol. Ital. Bd. 24 (1893) p.80. Nach E. Fr aas schliesst sich die schwäbische Lettenkohle mit ihren Labyrinthodonten vom Typus des Mustodonsaurus giganteus und mit ihren Nothosaunis- und iSimosaurus- Arten an den Muschel- kalk, nicht an den Keuper an und ist als oberes Glied des Muschel- kalkes zu betrachten. Zeitschr. Deutsch. Geol, Ges. Berlin Bd. 44 p. 568—569. J. W. Hulke vertheidigt gegen Seeley's damals noch nicht erschienene Arbeit seine Ansicht, dass dem Schultergürtel der Sauropterygier, der dem der Schildkröten ähnlich gebaut ist, ein echtes Praeeoracoid zukommt, und unterstützt seine Behauptung durch Vergleichung mit anderen Formen. Dagegen scheinen ihm die von Seeley angeführten Beweise für die Existenz eines knorpeligen Praecoracoids bei der Gattung Ichthyosaums nicht auszureichen. Im übrigen discutirt er eingehend die Homologieen der verschiedenen Elemente in dem Schultergürtel der einzelnen Reptilgruppen. Proc. Roy. Soc. London Bd. 51 p. 471 u. Bd. 52 p. 233-255, 9 Figg. lieber die Fundstätte der Iguanodonten von Bernissart hat E. Dupont berichtet. Die Schichten sind Thone, die fraglos zum Wealden gehören. Gefunden wurden von Iguanodonten Igimnodon muDtelli und bernissartensis, von Krokodilen (ionlopholis simtts, von Schildkröten Peltochelys duchastdi und Chitrocephdus dumonti, von Anuren llylaeohatraclius croyi. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 6 p. 86—92, Fig. - Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 449. Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. ßd.U. H. 1. 6 82 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Ausführliche Mittheilungen über die Reptilien von Cerin im Rhonebecken bringt L. Lortet. Es ist eine Aestuarienfauna des oberen Juras (s. Lacertilia, Ornithosauria, Crocodilia, Chelonia, Acro- sauria, Saphaeosauridae, Homoeosauridae). Angeschlossen ist die Beschreibung von zwei Fussspuren des Chirotlierium aus dem Unter- keuper von Vincelle, Ct. Semercy-le-Grand (Saone-et-Loire) und von Mont d'Or Lyonnais (Rhone). Arch. Mus. Hist. Nat. Bd. 5. 139 pgg., 12 Taf. W. Dam es theilt mit, dass die histologische Beschaffenheit des Panzers von Psephoderma aJpinum v. Myr. aus dem Dachsteinkalk von Ruhpolding in Oberbayein so erheblich von der von Psepho- phorus abweicht, dass jede Zugehörigkeit zu den Schildkröten aus- geschlossen erscheine. Damit fällt auch die Ansicht, dass die Lederschildkröten ein primitiver Typus der Chelonier seien. Zeitschr. Deutsch. Geol. Ges. Berlin Bd. 44 p. 843. 0. C. Marsh macht Mittheilungen über neue Reptilien aus der Laramiekreide von Wyoming (s. Lacertilia; Ophidia; Ornithomimidae, Hadrosauridae). Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 449 — 453, 4 Figg. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 2 p. 191. Eine auch die wichtigen Ablagerungen fossiler Reptilien im amerikanischen Westen behandelnde Untersuchung über die Stellung und das Alter der Laramieschichten und speciell über die Post- laramie-Bildungen von Colorado bringt W. Gross. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 19—42. Eine Notiz über ein neues Reptil, ScapJiosaunfs marcotisianus n. gen. et sp., aus dem Eocän von Patagonien hat A. Mercerat in Rev. Scientif. Bd. 50 p. 380. Kurze Notizen über die fossilen Reptilien des samländischen Unteroligocäns bringt E. Koken. Es sind Alligator hastingsiue^ Wirbel von Palaeophis horussiciis (n.) aus der Bernsteinerde von Palmnicken, der wohl einer neuen, wahrscheinlich im Meere lebenden Schlangenfamilie zugewiesen werden muss, und schlechte Reste von Pseudotrionyx und Psephophorus. Schrift. Phys. - ökon. Ges. Königsberg i. Pr. Jg. 33, Sitz.-Ber. p. 42—43. C. F. Fynje, El Saharosauro. Datos para el mayor conoci- miento de la fauna africana antediluviana recogidos en una ex- ploracion de las cavernas del Ruwenzori en el centro del todavia tenebroso continente. Malaga 1892, 4^, E. Dubois bringt einen vorläufigen Bericht über eine in Kendeng auf Java gefundene Pleistocänfauna, die u. a. Testudiniden, Trionychiden, Crocodilus poronts Schnd. und (iavialis gangeticus Gmel. enthält. Die Reste liegen unter einer Decke von vulkanischen Tuffen. Naturk. Tijdschr. v. Nederl.-Indie Bd. 51 p. 93—100 (1891). — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 377—378. E. Newton und H. Gadow bringen vorläufige Notizen über Reste von JJidosaanis mauntiamis und von Teshido indica^ trisernda., inepta und zwei neuen fossilen Testudo - Arten aus dem Marc aux in der Herpetologie während des Jahres 1892. 83 Songes auf Mauritius. Proc. Zool. Soc. London p. 543 u. 665 — 666. — Ref. in Zool. Garten Jg. 34 (1893) p. 59. H. Pohlig beschreibt als Icliniotherlum cottae (n.) Saurierfährten aus den altpermischen Schichten von Friedrichroda. Das Thier hatte salamandroides Gepräge mit fünf keulenförmigen, krallenlosen Zehen und war etwa sechs Fuss lang. Kleinere Fussspuren auf den nämlichen Platten werden Frotritoniclmiles lacertoides (n.) ge- nannt. Festschr. Leuckart, Leipzig 1892 p. 59 — 64, 2 Figg., Taf. 7. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 1 p. 372—373. G. Steinmann macht Mittheilung über das Vorkommen von Chi/ot/iern<7n-Fähvten in den Zwischenschichten des Buntsandsteins der Umgegend von Kandern im Badischen Oberland. Zeitschr. Deutsch. Geol. Ges. Berlin Bd. 44 p. 546. Faunistisches. In seiner „Geographischen Verbreitung der Thiere" giebt E. L. Trouessart kurze, aber im allgemeinen auf der Höhe der Systematik stehende Kapitel über Reptilien und Batrachier, und zwar p. 68 — 69 u. 85 — 87 der paläarktischen, p. 93 — 95 der nearktischen, p. 106 — 107 u. 110 der indischen, p. 120 — 121, 124 u. 127 — 128 der afrikanischen, p. 135 — 137 u. 139 — 141 der tropisch- amerikanischen und p. 152 u. 157 — 159 der australischen Region. Es schliessen sich p. 164 — 165, 172—173 u. 176 daran Notizen über die Verbreitungsmittel der Kriechthiere und Lurche, p. 121 — 126 über die Verbreitung der Reptilien und p. 227 — 231 speciell der Eidechsen, p. 231 — 235 speciell der Schlangen und p. 259 — 266 der Batrachier, diese grösseren Kapitel im wesentlichen nach den Forschungen Boulenger's. Den Schluss bilden p. 339 — 342 Be- merkungen über die Vorfahren der jetzigen Lurche und Kriechthiere. Weber's Naturw. Bibliothek No. 5, übers, v. W. Marshall, Leipzig, J. J. Weber. 371 pgg., 2 Karten. Die Notizen F. Dahl's in den Kapiteln 1. Die auf der Plankton- Expedition beobachteten Meeresschildkröten, 2. Die Landfauna von Bermuda, der Kapverden (auf p. 170 Aufzählung der Reptilfauna dieser Inseln), von Ascension und der Azoren, und 3. Die Fauna von Parä bringen für uns nichts neues. Ergebn. d. Plankton-Exped. Bd. lA. Kiel 1892, 4". p. 71, 107, 170, 195, 234 u. 332. ' Aufgezählt werden Tareyitolu mauritanicu^ Ilemidaetylus tiircicus, Lacerta muralis tiJiguerta und Chalcides ocellatus von Malta p. 728, Boa constridor von Sta. Lucia und Trinidad p. 725 u. 727, Spilotes vuriahUis und corais, Coh/ber boddaerfi) Liophis reginae und Tnelanotvs und Scytale corondtum von Trinidad p. 722, Bothvops atrox von Britisch-Guayana p. 729, Crocodilus acutus von Habana (Cuba) und Jamaica p. 712 u. 713, Cr. frotitatus von Lagos (West-Afr.) p. 719 und IJomopus femoralis von Craddock (Kapland) p. 718. Proc. Zool. Soc. London 1892. Palaearktische Region. Fr. Werner macht Bemerkungen über seine herpetologische Ausbeute in Ost - Algerien. Vom Mt. Edough bei Bona werden 5 Eidechsen und 2 Schlangen, von 6* 84 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Batna 2 Eidechsen und 1 Schlange, von Lambessa 3 Eidechsen und I Schildkröte und von Biscra 4 Eidechsen und 1 Schlange auf- gezählt. Eingehender behandelt werden die Jugendtracht von Zamenis hippocrepis L. und die Varietäten von Lacerta pater Lat. Verh. k. k. Zool-Bot. Ges. Wien Bd. 42, Abh. p. 350—355. J.Anderson giebt eine Liste von Reptilien aus Algerien, Tunis, Tripolis und den südlich davon gelegenen Theilen der Sahara. Er zählt 2 Schildkröten, 20 Eidechsen, 1 Chamaeleon und 10 Schlangen von dort auf. Interessant und neu ist die weite Verbreitung von Lacerta ocellata var. tangitana bis in die Prov. Oran; neu beschrieben werden 1 Chalcides und eine Varietät von Vipera (s. Lacertidae, Scincidae; Colubrinae, Dipsadomorphinae, Viperinae). Proc. Zool. Soc. London p. 3 -23, Taf. 1. A. Koenig bringt eine ausführliche Schilderung der Kriech- thierfauna Tunesiens. Nach einer Einleitung über den Charakter des Landes und dessen Bodenverhältnisse gruppirt er die Kriech- tiere in vier gesonderte Faunen, in die der fruchtbaren Ebene (Teil), die der Hochlandsteppe, die der Höhenzüge und Gebirge und die der eigenthchen Wüste. Charakterthiere der Hochlandsteppe sind Testudo ibera PalL, Tropidosaura algira L., Opldops occidentalis Blgr., Eremias guttulata Licht., Coelopeltis monspessidana Herrn, und allenfalls noch Bufo viridis Laur., der Berggegenden dagegen Tro- pidosaura algira, Lacerta ocellata pater Lat., Tarentola maurita7iica L., Chamaeleon^ Arten von Zamenis^ Coelopeltis, Coronella und Tro- pidonotus und Rana esculenta ridibunda Pall. Die Ebene beleben R. esculenta ridibunda, Discoglossus pictus Otth, Bufo mauritanicus Schlg., Molge hagenmuelleri Lat., Clemmys, Tropidonotus dperinus Latr. , Chalcides tridactylus Laur. (dieser namentlich häufig an feuchten Gräben und in Niederungen, auch in der Nähe von bra- kischem oder salzigem Wasser), Acanthodactylus vulgaris D. B., Zamenis hippocrepis L., Geckonen und Perleidechsen und an trocknen Orten Chalcides ocdlatus Forsk. und Acatitltodactylus pardalis Licht., boskianus Daud. und scutellatus Aud., Uromastix acanthinums Bell, Fsa^nmophis sibilans punctatus D. B. und Naja haje L., und im tiefen Sande Agama inermis Rss., Scificus ofßcinalis L., Varanus griseus Daud. und Vipera cerastes L. Die Aufzählung der vom Verf. gesammelten Arten umfasst 2 Schildkröten, 18 Eidechsen, II Schlangen und 5 Lurche. Sitz. -Her. Niederrhein. Ges. Nat. u. Heilk. Bonn 1892 p. 3-26. Sep.-Abdr. 24 pgg. Derselbe nennt aus Tunesien p. 276 Zamenis algims Jan von El Djem, p. 277 Coelopeltis m.ompessuJana var. neumayeri Fitz, (die Hunäsch der Araber) von Oglet Hamoud, p. 279 Acanthodactylus boskianus vom Bir Triaga, p. 283 Scincu-^; officinalis und Eumeces schneiden, aus dem Süden des Oued el Rann, Uromastix acanthinurus (auch p. 363) und Psammophis sibilans var. punctata vom Djebel el Meda, p. 288 u. 308 Rana esculenta ridibunda vom Djebel Batteria und von Enfida, p. 295 Ophiops occidentalis und Eremias guttulata von den Hügeln bei Sousse und p. 312 Tropidosaura algira vom in der Herpetologie während des Jahres 1892. g5 Djebel Batteria. Cabanis' Journ. f. Ornith. 40. Jg. p. 266-312 u. 329—416. J. Bettencourt Ferreira giebt eine Revision der Reptilien von Portugal. Er verzeichnet, nachdem er in einem Vorwort einige der streitigen Arten besprochen hat, von Schlangen Coelopeltis laceHina Wgl., Tropidonotns natrix L. und viperinus Latr., Zamenis hippocrepis L., Coluber scaJaris Schinz, Coronella girondica Daud., Macropi'otodon cucullatus Geofir. und Vipera aTrimodytes L. (= la- tastei Boscä. — Ref.] Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 2 p. 268—290. R. Martin & R. Rollinat zählen in ihrem Kataloge der Rep- tilien des Departements Indre (Frankreich) 12 Reptilien von dort auf. Mem. Soc. Zool. France Bd. 5 p. 30—38. F. Minä-Palumbo setzt seine Aufzählung der Kriech thiere der Madonien fort [vergl. Ber. f. 1889 p. 179, 1890 p. 82, 1891 p. 97]. Auf p. 52 — 56 werden Coluber quaterradiatus Gmel. (fehlt den Madonien) und Zamenis gemonensis Laur., auf p. 75 — 80 deren var. cai-bonaria Fitz, und Zamenis hippocrepis Wgl. (nur von Sar- degna und Pantelleria), auf p. 115 — 120 die Viperiden behandelt. Vipera ammodytes L. und bertis L. fehlen in Sicilien. Verf. nennt p. 239 — 252 F. aspis L. var. hugyi Schinz häufig in Sicilien, führt sie speciell von Modica, Trapani, Palermo und der Umgebung des Aetnas an und bespricht sodann Coelopeltis lacertina Wgl., die in den Madonien fehlt, Tropidonotvs natrix L. mit den vars. albotor- quata Cam., nigroturquata Ninni und einer neuen Varietät, Tr. tes- sellutus Laur. (fehlt auf Sicilien) und Tr. viperinus Latr. (fehlt den Madonien). Naturalista Siciliano IL Jg. p. 114—120 u. 239—252 u. 12. Jg. p. 52—56, 75—80 u. 148—150. J. Blum verzeichnet von der Insel Capri Lacerta muralis var. tiliguerta Gmel., Hemidactylus htrcicus L., Zamenis gemonensis Laur. typ. und (?) ihre var. carbonariu Fitz. Nachr.-Blatt d. d. Malakozool. (jes. Jg. 24 p. 27. — Vergl. auch 0. Boettger in Ber. Senckenberg. Nat. Ges., Ber. p. 46. Notizen über Reptilien und Batrachier aus den Abruzzen sollen sich in der Arbeit von „C. Lopez, Cenni sulla Fauna dell' Abruzzo Teramano. Teramo 1892, 8*^. 60pgg." finden. H. A. Macpherson verzeichnet p. 461 — 465 die Reptilien und Batrachier von Lakeland (Schottland). „Vertebrate Fauna of Lakeland. Edinburgh 1892, 8»." J. A. Harvie-Brown & T. E. Buckley zählen in ihrer „A Vertebrate Fauna of Argyll and the Inner Hebrides. Edinburgh 1892, 80. 252 pgg." auf p. 216— 218 die von Argyll und von den inneren Hebriden auf. „C. A. Witchell & W. B. Strugnell, The Fauna and Flora of Gloucestershire. Stroud, G. H. James 1892, 8». 24, 301 pgg." bringen p. 124 — 148, Figg. eine Aufzählung und Mittheilungen über die Reptilien und Batrachier von Gloucestershire. 86 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Von Br. Dürigen's „Deutschlands Reptilien und Amphibien", Magdeburg;-, Creutz'scher Verlag [vergl. Ber. f. 1890 p. 83 u. 1891 p. 97] erschienen die Hefte 3—8, p. 81—272, Taf. 1—3, 6—7, 12. Auch diese Hefte sind mit Sachkenntniss ausgearbeitet und bieten manche gute Beobachtung. Die Tafeln sind sehr schön ausgeführt. Verf. behandelt eingehend das Leben der deutschen und kurz das der südeuropäischen Eidechsen. Neue Beobachtungen über Ge- schmacks- und Geruchssinn werden p. 81 ff. mitgetheilt, p. 102 das Verschlingen von Kriechthiereiern bezweifelt, p. 104 Mittheilungen über das Trinken der Eidechsen gemacht. Von Laceiia viridis Laur. kennt er als deutsche Varietäten var. concolor Dug. und var. pundata Daud. und giebt p. 134 sorgfältig geprüfte Notizen über das frühere und jetzige Vorkommen dieser Art in Brandenburg. Ausnahmsweise legte nach dem Verf. L. viridis noch am 10. August ein Ei. Von L. agilis L. unterscheidet er p. 153 die vars. rmnia- cidata.j alboli/ieata, nigricans, melanota und erythronota^ von L. vivipara Jacq. p. 172 die vars. nigra Wolf, montana Mik. und pallida Fat. Dem Ref. neu waren sodann p. 182 Notizen über das erste Er- scheinen der L. vivipara im Frühjahr bei Berlin, Zittau und Ham- burg, sowie interessante Beobachtungen über die geographische Verbreitung von L, mitralis Laur. Den Schluss macht Angiäs [den Verf. noch zu den Scincoiden rechnet. Ref.] mit seinen vars. pmictata, striolata^ vittata, occllata, caervleomaculata Jeitt. , ventrimacidata^ caerideoventris^ nigra und graeca Bedr., sowie die Besprechung der Organisation und Lebensweise der Schlangen. Er fand p. 250 bei Tropyidonotns natrix eine fünfmalige, bei Cohiher longissimvs eine dreimalige Häutung im Jahre nnd erzählt p. 259 von dem letzteren, dass ein Stück fast 22 Monate lang freiwillig hungerte, bis es zum ersten Male frass (s. Laeertidae, Anguidae; Colubrinae; Testudinidae; Ranidae, Bufonidae, Pelobatidae, Discoglossidae; Salamandrinae). Mittheilungen über Batrachier und Reptilien einiger Nordsee- inseln bringt C. Verhoeff. Auf Norderney fand er Lacerta vivi- para^ die dort von Phalangien, Poduriden und Arachniden lebt. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 30 — 36. In „Westfalens Thierleben Bd. 3: Die Reptilien, Amphibien und Fische. Paderborn, F. Schöningh 1892, 8*^. 446 pgg. lllFigg., 20 Taf." behandelt W. v. d. Marck in einer Einleitung die vorzeit- lichen Reptilien von Westfalen. Bei den von H. Landois u. a. bearbeiteten Reptilien der Jetztzeit kommen Emys, Lacerta agilis, viridis, vivipara und muralis, sowie Angvi:< zur Besprechung, wenn auch das Vorkommen einiger von diesen Arten noch nicht mit Sicherheit in der Provinz ermittelt ist. Sodann Tropidonotus natrix und tesi-eUatus, Coronella und Vipcra hervs. — Ref. in Zool. Garten 33. Jg. p. 255—256. C. Loos macht Mittheilungen über das Vorkommen von Lacerta agilis und vivipara, Anguis (im Magen wurden Nacktschnecken und Afterraupen gefunden), Tropidonotus iiatrix, Coro7iella und Vipera bei Sohland-Schluckenau, Kgr. Sachsen. 6. Jahr.-Ber. 1890 Ornith. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 87 Beob.-Stat. Kgr. Sachsen (A. B. Meyer & F. Helm). Berlin, 4«. p. 54—63. 0. Boettger verzeiclinet Vipera herus L. von 22 Fundorten aus der Schweiz und Deutschland, V. aspis L. von Leinegg im Schwarzathal (Süd-Schwarzwald), sowie deutsche Fundplätze für Tropidonoiiis iiairix L. und deutsche und schweizerische für Coro7ieUa avstriaca Laur. Ber. Senckenberg. Nat. Ges., Ber. p. 46. J. Glowacki nennt aus Steiermark p. 8 Emyn orhicularis L. von Reichenburg (Save), p. 9 Tropidonotus tessellatus Laur. von überall in Obersteier, speciell von Leoben in der Mur und auch von der Drau und Save, Coluher longissitmis Laur. vom Windisch- berg und Kaltenbrunnen bei Leoben und Vipera herus L. typ. aus der Krumpen, am obern Zelzboden und in Tragöss, A. v. Mojsisovics ebenda Trop)ldonotus natrix L. var. atra aus Steiermark. Mitth. Nat. Ver. i. Steiermark Jg. 1891, Sect.-Ber. f. Zool. Sep.-Abdr. 9 pgg. In seinen „Herpetologischen Lokalfaunen der österreichischen Erzherzogthümer" berücksichtigt Fr. Werner namentlich die Gegend vun Wien, Vöslau, Payerbach-Reichenau, das Mondseegebiet und Ischl und stellt diese fünf Faunen vergleichend einander gegen- über. Allen fünf Gebieten gemeinsam sind Bombinator pachypus, Bufo vulgaris^ ?]yla, Angids und Tropidonotvs natrix; nur in einem der genannten Faunengebiete kommen vor Bomhinator igneus, Rana esculenta ridibt/nda, Pelobutes^ Tropidonotus tessellatus^ Colvber lon- gissimus und Zamenis geuionensis (welche letztere aber, wie Ophi- saurus, nicht ursprünglich einheimisch zu sein scheint). Aus allen fünf Gebieten werden zusammen 5 Caudaten, 10 Anuren, 5 Eidechsen und 6 Schlangen aufgezählt. Jahrb. Nat. Ver. Magdeburg f. 1891 p. 115—123. Sehr eingehend und anschaulich schildert L. v. Mehely die herpetologischen Verhältnisse des Burzenlandes in Siebenbürgen. In der Höhe wie in der Tiefe leben Lucerta agilis L., Anguis, Trojjidonotvs natrix L. und Vipera herus L. Als reine Bergformen dürfen für Kronstadt gelten Lacerta dvipara Jacq. und Coronella austriaca Laur. Tieflandsformen fehlen. Als Einwanderer von Osten oder Süden verzeichnet der Verf. Lacerta muralis Laur. und oiridis L. und Coluber longissimus Laur. Im ganzen hat die Fauna 5 Ei- dechsen, 5 Schlangen und 1 Schildkröte. Es sei noch angeführt, dass Form und Färbung der gefundenen Arten und Varietäten ein- gehend geschildert werden, und dass vielfache biolotiische Be- merkungen die Arbeit besonders werthvoll machen (s. Lacertidae). Beiträge z. einer Monogr. d. K. fr. Stadt Kronstadt. Festschr. 26. Wandervers, ungar. Aerzte u. Naturf. — Auch separ. : Die herpetolog. Verhältn. d. Siebenbürg. Burzenlandes. Kronstadt, J. Goett & Sohn 1892. 91 pgg. Eine hübsche Schilderung des Reptillebens im Busche von Boccagnazza bei Zara in Dalmatien bringt Fr. Werner. Allgem. Zeit. (München) 1892, No. 362 p. 1—2. 88 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen G.N. Douglnss verzeichnet von derSantorin-Gnippe, Griechen- land, Lucerta mural is von Santo rin und Palaeo Kaimeni, von letzterer Insel allein Gymnodactylvs kotschyi '^idichx. und von Santorin allein Coh/ber qvadrilineaUis und Tarbophis fallax. Batrachier fehlen der Inselgruppe. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 455. 0. Boettger zählt die A^on der Radde-Valentin'schen Expedition nach dem Karabagh und die von J. Valentin und P. Reibisch in den Kaukasusländern gesammelten Batrachier und Reptilien auf. Es sind p. 137^ — 150 von Reptilien: 11 Eidechsen, 7 Schlangen und 1 Schildkröte (s. Agamidae, Anguidae, Lacertidae, Scincidae; Colubrinae, Viperinae; Testudinidae). Ber. Senckenberg. Nat. Ges., Abh. p. 131—150. Nordamerikanisclie Regiou. Mittheilungen über Reptilien und Batrachier in Neu-Schottland soll H. Piers veröffentlicht haben. Proc. N. Scotia Inst. (2) Bd. 1 p. 175—184. E D. Cope zählt von Franklin, Venango Co., West-Pennsyl- vania, auf Ophibolus doliatiis triangvlvs und eine neue Evtaenia (s. Colubrinae). Amer. Naturalist Bdl 26 p. 964—965, Fig. 0. P. Hay, The Batrachians and Reptiles of the State of Indiana. Indianopolis 1892, 8^. 194 pgg., 3 Taf. — Auch in: 17. Ann. Report Departm. Geology and Nat. Resources of Indiana for 1891. Indianopolis 1892, 8^. 705 pgg., Tafn. H. Gar man bringt eine Synopsis der Reptilien von Illinois. Er behandelt als Einwohner des Staates mehr oder weniger ein- gehend die Schildkröten Cistvdo Carolina L. typ. mit var. trmnguis Ag. und C. ornata k.^.^ Emys meleac/ris Shaw, (.'hrysemys belli Gra^j, marginata Ag. und picta Herm., Psevdemys elegans Wied, troosti Holbr., hicroglyphica Holbr. und concinna Lee, Malacoclemmys lesueuri Gray und geographica Les., Cinosternum pennsylvanicum Gmel,, Aromochelys carinata Gray und odorata Latr\, Macroclemmys lacertina Schwg., Chelydra serpentina L., Äspidonectes spinifer Les. und Amyda mutica Les., die Eidechsen Sceloporus undxdatus Bosc, Ophisaiirvs ventralis L., Cnemidopiiorvs sexlineatus L., Eumeces fasciatvs L. und Oligosoma laterale Say, und die Schlangen Eutaenia saurita L. typ. mit den vars. faireyi B. G. und proxima Say, Eu. radix B. G., Eu. sirtalis L. typ. mit var. parietalis Say, Eu. vagraiis B. G., Nerodia sipedon L. typ. mit den vars. fasciata L., erythrogastra Shaw und r/iombifera Hallow., A^. cyclopium B. G., Regina leberis L., grahanii B. G. und kirtlandi Hallow., Tropidocloniwtn lineatum Hallow., Storeria occipitomacidata Stör., Hydrops eryihrogra77imus Daud. und abucurus Holbr,, Cyclop/ns vernalis Harl., Fhyllophdophis aestiims L., Coluber coiistrictor L., Pityophis catenifer Blv. typ. mit den vars. sayi Schlg. und bellona B. G., Elaphis obsolefus Say typ. mit var. Iindhei7neri B. G. und E. guttatus L. mit var. vulpina B. G., Ophibolus calligaster Holbr., 0. triangulum Boie typ. mit var. doliata B. G., 0. rhomhomaculatus Holbr., 0. getulus L. typ. mit den vars. sayi Holbr. und 7iigra L., 0. doliatus L. und elapsoideus Holbr., Diadophis punctatiis L. typ. mit den vars. amabilis B. G. und arnyi in der Herpetologie während des Jahres 1892. 89 Kenn., tieterodon platyrhinvft L. typ. mit var. nigra Troost und //. simus L. typ. mit var. nanca B. G., Haldea siriatula L., Virginia elegu7is Kenn, und valeriae B. G., Carphophis helenae Kenn, und amoenus Say typ. mit var. vermis Kenn.. Crotalus horridus L., Sistrurus catenatus Raf., Ancistrodon contoHrix L. und piscivorvs Lac. Vielfach sind eigene Beobachtungen über Färbung, Fund- plätze, Lebensweise u. s. w. eingeschaltet (s. Chelydridae, Testudinidae, Trionychidae: Scincidae; Colubrinae). Bull. Illinois State Labor, N. R Champaign, 111. Bd. 3 p. 215—316, Taf. 9—13. W. E. Taylor bringt einen Katalog der Schlangen von Nebraska und giebt Notizen über ihre Lebensgewohnheiten und geographische Verbreitung. Er verzeichnet von dort p. 742 Carpho- phiops vermis Kenn., Ophibohis doliatus coccineus Schlg., p. 743 0. calligaster Say, 0. getidus sayi Holbr., Diadoplds ptinctatus L., p. 744 Liopeltis veriialis Dek., Bascanivm constrictor L., p. 745 B. flagelli- forme Catesb. (von dem Autor nicht beobachtet), Coh/ber vi/lpinus B. G., p. 746 C. ohsoletvs ohsoletus Say, Pityophis sayi sayi Schlg., p. 747 Heterodon platyrhinus Latr., p. 748 H. nasicus nasicus B. G., Evtaenia proxima Say, Eu. radix B. G., Eu. elegans vagrans B. G., p. 749 Eu. sirtalis var. sirtalis L., var. dorsalis B. G., var. ohscura Cope und var. parietalis Say, p. 750 Natriv leberis L., p. 751 N. fasciata sipedon L., Storeria dekayi Holbr., p. 751 Crotalophorus catenatus catenatus Raf. und Crotalus confluentus confluentus Say. Amer. Naturalist Bd. 26 p. 742 — 752. Bei der Untersuchung von Montana und Wyoming in Bezug auf ihren Fischreichthum wurden auch Kriechthiere und Lurche gesammelt. F. C. Test giebt eine Liste der gefundenen Reptilien. Bull. U. S. Fish Comm. f. 1891 p. 57—59 (1892). Als häufige Bewohner der Snake Plains von Idaho nennt C. H. Merriam p. 221 Crotalus lucifer^ Phrynosoma dovglad und Sceloporus gratiosus; Pityophis catenifer wurde bei Big Butte und Arco, Bascanium vetudum nur an ersterem Orte erbeutet. Amer. Naturalist Bd. 26. S. Garman giebt eine Liste der von F. W. Wamsley bei Deming's Bridge, Co. Matagorda, Texas, gesammelten Reptilien. Es sind 4 Schildkröten, 3 Eidechsen und 21 Schlangen. Keine neue Art (s. Testudinidae; Iguanidae, Anguidae, Scincidae; Colubrinae, Elapinae, Crotalinae). Bull. Essex Inst. Bd. 24 p. 98—109. Sep.- Abdr. 12 pgg. E. D. Cope zählt aus Nordwest-Texas auf von Schildkröten Cistudo ornata Ag., Chrysemys elegans Wied, Chelydra serpeniina L., Cinosternum flavescenx Ag. und Trionyx emoryi Ag., von Ei- dechsen Euineces obsoletus B. G., Cnemidophorus guluris gularisB. G. und Cn. grahami B. G. (mit Notiz über Zeichnung), flolbrookia maculata B. G. und te.cana Trosch., Crotaphytus collaris Say, Phryno- soma cornutum Harl. und modestum Gir., und von Schlangen Contia episcopa episcopa Kenn, und episcopa isozona Cope, Ophibolus getutus sayi Holbr., Pityophis sayi sayi Schlg., Zainenis flagelliformis 90 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Catesb., Ileterodun nasicus nuslcns B. G. nnd plati/rhinus Latr., Eutaenia ■proximn Say und degans maniana B. G., Natrix fasciatu transversa Hallow., Crotalopliorvs catenatus edwardsi B. G., Crofahis conß,ventus conßuentvs Say und 6V. adamantevs atrox B. G. Verf. giebt bei vielen der genannten Arten biologische Notizen. Von 8 gefundenen Lurchen und 25 Kriechthieren sind nur 4 Arten und 4 Unterarten für Texas eigenthümlich, 4, resp. 2 gehören der Centralprovinz an, 6, resp. 7 sind Texas und einer zweiten Provinz gemeinsam und 6 haben eine noch weitere Verbreitung. Nordwest-Texas ist nach seiner Mischfauna also als ein VereinigungsiDunkt verschiedener Thierprovinzen zu betrachten (s. Cinosternidae). Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1892 p. 333—337. Indische Region. 0. Boettger giebt eine Liste von Reptihen Britisch-Indiens und Ceylons. Es sind 1 Krokodil, 4 Schild- kröten, 27 Eidechsen, 1 Chamaeleon und 51 Schlangen. Eine neue Varietät von Lygosoma (s. Geckonidae, Agamidae, Laeertidae, Scincidae; Boinae, Ilysiidae, Uropeltidae, Colubrinae, Acrochordinae, Dipsadomorphinae, Homalopsinae, Elapinae, Hydrophiinae, Viperinae^ Crotalinae). 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 66—93. Derselbe fügt der Fauna der Lisel Salanga bei Siam die 4 Arten Geoemyda grandin Gray, Draco hlanfordi Blgr., Zumeni-s kprros Schlg. und ChrysopeJea ornata Shaw zu. Von dort sind jetzt 1 Krokodil, 3 Schildkröten, 11 Eidechsen und 12 Schlangen bekannt, die aufgezählt werden. Ebenda p. 100 — -101. Derselbe giebt eine Aufzählung von 5 Schildkröten, 11 Ei- dechsen und 1 Schlange aus Kambodja (s. Testudinidae ; Scincidae; Typhlopidae). Ebenda p. 101— 102. Derselbe verzeichnet aus China Ocudia Kinensis Gray von Takao (Süd-Forraosa), Damonia reevesi Gray von Shanghai; Tacliy- dromus septemtrionalis Gthr. von Ningpo; Coluher dione Pall. von Tschifu, C. taenivrvs Cope von Formosa und l'ropido/iottfs figri?ius Boie von Tschifu und Weiheiwei (Nord-China). Ber. Senckenberg. Nat. Ges., Ber. p. 48. G. A. Boulenger kennt von Okinawa, Liukiu-Inseln, Nicoria spengleri Gmel.; Eumeces Tnarginufvs Hallow.; Dinodon semicarinatus Cope, CaUophis ja^^onict/s Gthr. und einen neuen Bothrops (s. Colubrinae, Crotalinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 302. 0. Boettger verzeichnet Ber. p. 48 aus Atschin in Nord- Sumatra Pluturus laticaudutvs Ij. und p. 49 aus Batu Bahra, Ost- Sumatra Crocodilus porosus Schnd.; Cylindrophis rifpus Laur., Tropidonotus jlamceps D. B., Simotes octolinedtvs Schnd., Dendrop/ns pictvs Gmel., Dendrdapliix candolineatnx Gray, Calamaria vermiformis D. B., iHpsadomorphus dendrophik/s Wgl., Psamniodynastes pulveru- lentifs Boie, Chrysopelea ornata Shaw und Naja tripiidians var. nigra Cant. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1892. Aus Deli in Nordost-Sumatra nennt derselbe 3 Arten von Schildkröten, 8 Eidechsen und 32 Schlangen. Neu ein Gonyocephalus in der Herpetologie während des Jahres 1892. 91 (s. Testudinidae ; Aganndae; Colubrinae, Dipsadomorphinae, Elapinae, Crotalinae). 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 104—112. F. Müller verzeichnet von Gadok, Ost-Sumatra Hemidactylvs frenatiis D. B., (Jecko verticUlatns Laur., Ptychazoian homulocephalum Crev., Calotes jnbatus D. B., Mahnia mvlfifasciata Blgr., Lygosoma sanctum D. B. und olivaceum Gray; Typldops bramimis Cuv. und Imeatus Reinw., Xenopeltis unicolor Reinw., Calamaria linnei Boie var., Oiigodon svhquadralu^ D. B., Cohtber radiaius Schlg. und oxy- cephuhia Boie, Zarncnis korros Schlg., Tropld.onotus quhirvnciatus Schlg. var. melanozosta Grav., Tr. siibminiatvs Reinw. und vittatus Schlg., DendropJiis pictns Schlg. (frisst Frösche!), Psannnodynastes pulverulentus Boie, JJipsadomorphus flavescens D. B., Adeniophü intestirudis Laur. var. furcata und Bungams fasciatns Schnd., und vonTandjong Morawa in Deli, Nordost-Sumatra, Psammodynastes pictu, Gthr. Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 200-213. Aus der Ausbeute von E. Modigliani zählt D. Vinciguerra von der Insel Engano bei Sumatra auf Cydemys amboinensis Daud.; (iyiimodactylus marmorcdus Fitz., Gonatodes kandianus Kel., Gehyra mutilata Wgm., Lepidodactylvs ceylonensis Blgr., Ptychozoum homalocephalvm Crev„, Varanvs salvator Laur., Mabida multifasciata Kühl; Psdnimodynustes pulmritUntiix Boie, Cerbervs rhy?ichop,s Schnd., Platurns cohtbrimis Schnd. und je eine neue Art von Draco, Lygosoma und Cob/ber (s. Agamidae, Scincidae ; Cohibrinae). Ann. Mus. Civ St. Nat. Genova (2)^Bd. 12 p. 517—526. 0. Boettger bringt eine Liste von 3 Schildkröten, 19 Eidechsen und 47 Schlangen aus Java. Speciell aus dem Tenggergebirge Ost- Javas in 1200 m Höhe nennt er Cydemys platynota Gray; Ptychozoum homalocepliulum Crev., Draco voJcms L., fimhnatus Kühl und haematopogon Gray, Gonyocephalvs kuhli Schlg., Calotes jvbatus D. B., Varanvs dumerili Schlg. (neu für Java) und salvator Laur., Tachydromus sexlineatus Daud., Mabuia. rugifera Stol. und multi- fasciata Kühl, Lygosoma sanctum D. B., oliva,ccum Gray und temmincki D. B. ; Python reticul atus ^chnd., Cylindrophis rufus haxw.^ Xenopeltis unicolor Reinw., Calamaria linnei Boie typ. und vcrsicolor Ranz., Elapoides fuscus Boie, Lycodon subcinctus Boie, Polyodontophis melanocephalus Gray typ. und yar. geminata Schlg., Äblabes baliodirus Schlg. und tricolor Schlg., Simotes purpurascens Schlg., Oiigodon bitorqtiafus Boie, Dendrophis pictus Gmel., Tropidonotus chrysargus Schlg., trianguligerus Boie und vittatus L., Dipsadomorphus multi- maculat7is Schlg., Psammodynastes pidvendentus Boie, DryophiS prasinus Boie typ. und var. xanthczonia Russ., Chrysopelca ornata Shaw, Adeniophis bioirgatus Boie und intestinalis Laur., ßungarus fasciatus Schnd. und scmifasciatus Kühl, Haplopeltura bua Boie, Amblycephalus carinatus Schlg., Bothrops puniceus Reinw. und die neue Colubridengattung Tefralepis; von Kediri Zamenis korros Schlg. (s. Trionychidae, Testudinidae; Geckonidae, Agamidae, Varanidae, Lacertidae, Scincidae; Typhlopidae, Ilysiidae,Xenopeltidae, Colubrinae, 92 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Dipsadomorphinae , Homalopsinae , Elapinae, Amblycephalidae, Crotalinae). 29./32. Ber. Offenbacli. Ver. f. Naturk. p. 113—136. F. Mocqnard zählt die Ausbeute M. Chaper's in West-Borneo auf. Es sind 3 Schildkröten, 1 Krokodil, 4 Eidechsen und 11 Schlangen. Von Sebruang stammen Cyclemys dhor und platynota Gray, Trionyx cartilagineus Bodd. ; Crocodihis porosus Schnd. ; Gymnodactylus marmorati(s^\x\\\ Varanus salvator l^iiwr.] Pseudorhabdium torquatum D. B., Zaocys cavinatus Gthr., Xetielaphiv hexagonotufi Cant., Tropi- donotus flavifrons Blgr., Amphiesma flaviceps D. B., De7idrophis jnctus Gmel., Psammodynastes pidvendcntus Boie, Dipsadomorphus cynodon Cuv., Bothrops wagJeri Schlg. und eine neue Colubrinen- gattung; von Sintang Geliyra mtdilata Wgm.; von Sebruang und Sintang Tachydromus sexlineatys Daud., Python retiadatus Schnd. und Dipsadomorphus dcndrophüus Reinw. ; von Sebruang und Pontianak Flomalopsis huccata L. und Dryophis prasi/ws Reinw. und von Pontianak Chrysopelea ovjiata Shaw und Callopliis hivirgatus var. tetraiaenia Bleek. (s. Colubrinae). Mem. Soc. Zool. France Bd. 5 p. 190—193, Taf. 7. H. Lenz verzeichnet aus Banjermasin, Südost-Borneo, Fordoina hucohalia Schlg., Calamaria benjaminsi Edel, und Calotes cristatelJus Kühl, von der Malayischen Halbinsel Si)aotes taeniatus Gthr. Jahr.-Ber.Nat. Mus. Lübeck f. 1891 (1892) p. 9. Mittheilungen über die am Mt. Dulit in Sarawak, Nord- Borneo, von C. Hose gesammelten Reptilien bringt G.A. Boulenger. Es sind di-e Eidechsen (h/nmodactylus inarmoratus Kühl, ihcko stentor Cant. und monarchus Schlg., Ptychozoum horsfieldi Gra}', Draco quiiiquefasciatus Gray, Gonyoaphalus grandis Gray, Varanus salvator Laur. und Tropidophorvs hrookei Gray, und die Schlangen Cylindropliis rvfvs Laur., Simotes octolineatus Schnd., Gonyophis margaritatus Pts. (mit systematischer Notiz), Tropidonoti/s conspicil- latus Gthr., saravacensis Gthr. (mit Färbungsnotiz), chrysargus Boie, maculatvs Edel, und rhodomelas Boie, Psummodynastes pictus Gthr., Dryophis prasinus Boie, Chrysopelea ornata Shaw, Adeniophis intestinalis Daud. var. nigrotaeniata Pts., Amblyeephalus malaccanus Pts. (mit syst. Notiz), Atropophis horneensis Pts., Bothrops gramineus Shaw und suhanmdatus Gray. Neu ein Varanus (s. Varanidae). Proc. Zool. Soc. London p. 505-507, Taf. 29. 0. Boettger nennt von den Philippinen Dipsadomorphus angulatvs Pts. von der Insel Catanduanes, Tropidophorus grayi Gthr. aus Sampaloc, Prov. Tayabas, Luzon, Draco spilopterus Wgm. und or?iatus Gray, Mahuia multifasciata Kühl und multicarinata Gthr., Lygosoma cumingi Gray und fasciatum Gray von Manila, Luzon, und L. i^maragdinum Less., Lycodon auJicus var. tessellata Jan, Simotes aphatiospihts Cope, Cohiber erythrurus D. B. und Bothrops flavom,acv latus Gray aus Luzon. Ber. Senckenberg. Nat. Ges., Ber. p. 49. Afrikanische Region. 0. Boettger verzeichnet von Odumase, in der Herpetologie während des Jahres 1892. 93 Ost-Goldktiste, Agama colonomm Daud., Varanus niloticus L., Mubuia raddoni Graj^; Chai/tae/eo?i gracilis Hallo \v.; Hormonotiis modestvs D. B., Boodon lineahis D. B., Ilapsidophri/s fimaragdiims Boie, Fhilothumnus heterodcrmus Hallow., Psummophis elegans Shaw und sibdans var. ir regulär is Fisch., Dendraspis und Vipera gahonica D. B. Ber. Senck.'Nat. Ges., Ber. p. 49. H. Lenz nennt aus Peki in Togoland, West-Afrika, Chamaeleon graciUsj Typldops eschrichti und Causus rhombeatus. Jahresber. Nat. Mus. Lübeck f. 1891 (1892) p. 9. J. V. Bedriaga bringt Notizen über die von A. F. Moller auf den Guinea-Inseln gesammelten Keptilien und giebt eingehende Beschreibung von Hemidacfylys greeffi Boc, von einer neuen Varietät von H. mabuia Mor. de Jonn., von Lygosoma africanum Gray, Mobilia maculilabris Gray, Fhilothamnua tliomensis Boc, Boodon lineatus D. B., Naja huje L. var. mclanoleuca Hallow. und Dendraspis angusticeps Smith, sämmtlich von St. Thome. Im übrigen ver- zeichnet er noch Ilemidact t/U/s mabttia typ. und Mabuia raddoni Gray von St. Thome, Lygosoma thovietisis Pts., Mabuia maculilabris^ Lygosoma africanum, Typldops caecus A. Dum. und Boodon lineatvs von Rolas und Lygoiioma africanum und Feylinia currori Gray von Principe (s. Geckonidae). Istituto (Coimbra) Bd. 39 p. 498 bis 508, 642—649, 736—743, 814—821 u. 901-908. — Sep.-Abdr. p. 16 — 48. — Kritik von J. V. Barboza du Bocage in Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. (2) Bd. 2 p. 229—232. J. V. Barboza du Bocage zählt aus Portugiesisch-Guinea auf Varanus exanthematicus Bosc; Chamaeleon senegalensis Daud.; Typldops sp., Lycophidium horstochi D. B. var. gambensis Rochebr., Pkilothamnus irregularis Fisch, var. lagoensis Gthr., Psammophis elegans Shaw und sibilans Schlg., JSIaja nigricollis Reinh. und Dendraspis jamesoni Traill. Ebenda (2) Bd. 2 p. 183 — 184. 0. Boettger verzeichnet aus Gross-Namaland Homopus signatu^s Walb. ; CJwndrodactylus angulifer Pts., Nucras tessellata Smith, Eremias ptdchella Gray typ. und var., E. namaquends Smith, Mabuia sulcata Pts., striata Pts_. und occidentalis Pts.; Glauconia scutifrons Pts., und aus Damaraland Ägama planiceps Pts. und Mabuia acutilabris Pts. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 48. Die Reptilien und Batrachier in „W. L. Distant's A naturalist in the Transvaal. With appendix: Enumeration and description of the . . zoological objects. London, R. H. Porter 1892, 8''. 16, 277 pg., 1 Plan, 29 Figg., 5 Taf.'^ hat G. A. Boulenger p. 174-176, Fig. bearbeitet (s. Glauconiidae). M. G. Peracca beschreibt zwei neue Schlangen und einen neuen Rhacophorus aus dem Unibithal (Andrangoloka) in Mada- gaskar (s. Colubrinae, Dipsadomoi"phinae; Ranidae). Boll. Mus. Zoöl. Anat. Comp. Torino Bd. 7, No. 112. 5 pgg., Taf. 1. P. Matschie nennt von Derema in Usambara, Deutsch-Ost- afrika, aus 850 m Hohe sechs Chamaeleons — Chamaeleon fischeri Rchw., 3 neue Chamaeleon und 2 neue Brookesia — , drei Eidechsen 94 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen — Holaspis (jueiitheri Gray. Muhuia striata Pts. und einen neuen Lygudactylus — und vier Schlangen — Typhlops eschr/ehti Schlg., Philothairmus negledns Pts., Thelotoniis kirtlandi Hallow. und Boodon capensis D. B. (s. Geckonidae; Chamaeleontidae). Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin p. 109—110. A. Guenther beschreibt die Reptilien der H. H. Johnston'schen Ausbeute im Hocliland von Shire im Süden des Nyassasees. Es sind die 8 Eidechsen Lygodactyhis ca.pemis Smith, Agama kirki Blgr., mossamhica Pts. u. atricollis Smith, Mahna varia Pts. und qui?iquetae7iia(a Licht., Sepsina tetradactyla Pts., sowie ein neuer Lygodactylu)<\ die 4 Chamaeleons Chamacleon parvilohts Blgr., so- wie ein neues CJiamaeleon und 2 neue Rhampholeon, und die 10 Schlangen Typhlops obtusus Pts., Uriechis capensis Smith (? = nigriceps Pts.), llomalosoma lutrix L., Ahaetidla irregularis Leach, Leptodira ri/fesce?is Gmel., Lycophidnim hontocki Schlg., Boodon Imeatus D. B., Caimis rostratus Gthr., Clotho arietans Merr. und ein neuer Psammophylax (s. Geckonidae; Chamaeleontidae; Dipsado- morphinae). Proc. Zool. Soc. London p. 555 — 558, Taf. 33 — 35. 0. Boettger nennt von Aden in Süd-Arabien Hemidadylus scuher Rüpp. und coctaei D. B., Scinevs hemprichi Wgm. (neu für Arabien), Chalcides ocellatus Forsk., Zamenis ladacefisis Anders, und Echis carinata Schnd. 29. /32. Ber. üffenbach. Ver. f. Naturk.p. 61 — (33. Tropisch-amerikauisclie Region. In Notizen zur Fauna der Insel Dominica, West-Indien, bringt G. E. Verrill p. 350 — 352 u. 355 Listen der von ihm und A. H. Verrill dort gesammelten und beobachteten Reptilien und Batraehier. Trans. Connecticut Acad. Bd. 8 p. 315-355. R. R. Mole berichtet über eine interessante und erfolgreiche Exkursion zum Fange von Cuiman sclerops, llerpetodryas carinatus^ Iqua7ia, Tejus und Corallus nach dem Caronifluss, Trinidad. Journ. Trinidad Field Nat. Club Bd. 1 p. 93—102. F. Müller verzeichnet von Maracaibo, Venezuela, Phyllo- dactylus veiitralis O'Shgn., Thecadactylus rapicavda tloutt., Igvana tnberculata Laur., Ameiva hifrontata Cope und CnemidopJiorus espeusti Blgr.; Boa comtrlctor L., Epicrates cuprevs Fisch., Coryphodon mentovarmsD. B., Helicops scalaris Jan^ Liopeltis uestivtish., Dryophis acuminatus Gthr., Rhinostoma nasuum Wgl., Leptodira annulata L. (mit Beschreibung der Färbung im Leben), Thamnodynastes nattereri Mik., Elaps marcqravii D. D. und Crotalus horridus L. Verh. Nat. Ges. Basel Bd. lO' p. 201—212. Bei seinem im Jahre 1891 ausgeführten Besuche [vergl. Ber. f. 1891 p. 102] der Galapagos-Inseln fand G. Baur Riesenschild- kröten nur noch auf Albemarle (hier u. a. ein Stück von 1,4 m Länge, fast 1 m Breite und 0,63 m Höhe des Rückenschildes) und anf Duncan (hier eine n. sp.); sie fehlen jetzt auf Chatham, Charles, Hood, Barrington, Indefatigable, Jervis, James und Tower. See- schildkröten wurden um Barrington, Schlangen auf Hood und Barriugton angetroffen. Geckonen lebten auf Albemarle, Conolophtis in der Herpetologie während des Jahres 1892. 95 auf Barrington, Amblyrhynchus auf Charles, Gardner, Albemarle, Indefatigable, Brattle und Tower und Tropüh/ n/s- Arten endlich auf Chathani, Charles, Hood (hier häufig und gross), Barrington, Inde- fatigable, Albemarle und Bindloe; nur auf Tower fehlte IVopidvrus. Früher wohnten Landschildkröten auf Charles, Hood, Chatham, Barrington, Indefatigable, James, Duncan, Jervis, Albemarle und Abiugdon; auf Tower, Bindloe und Narborough fehlten sie immer. Auf Charles, Hood, Chatham, Barrington und Jervis scheinen sie heute vollkommen ausgerottet zu sein; vereinzelte Stücke mögen noch auf James, Indefatigable und Abingdon leben; auf Duncan sind sie sehr reducirt, 'während sie im Innern von Albemarle noch ziemlich häufig sind. Von den sieben bekannten Arten sind nur fünf dem Fundort nach bekannt (auf Albemarle, James, Charles, Duncan und Abingdon); die beiden andern mögen wohl von Hood und Indefatigable stammen. Jede Insel hat auch ihre eigene Tropichtrus-Form] die von Albemarle, Indefatigable, James, Jervis, Charles, Barrington, Bindloe, Hood und Gardner bilden eine gemein- same Gruppe, in der die Formen von Hood und Gardner. die sich kaum unterscheiden, und von Bindloe wieder eine mehr isolirte Stellung einnehmen. München. Allgem. Zeitung, Beilage 1892 No. 32 bis 35 u. Biol. Centr.-Blatt Bd. 12 p. 221—250. — Kef. in Amer. Naturalist Bd. 26 p. 41—43. S. Gar man bringt, abgesehen von den Testvdo- und Tropidurus- Arten, eine Uebersicht der von G. Baur auf den Galäpagos ge- sammelten Reptilien. Es finden sich nur Vertreter der Familien Testudinidae, Geckonidae, Iguanidae und Colubrinae. Specifisch übereinstimmend mit Arten des nächsten Festlandes ist nur Phyllo- dactyhis tiiherculosus Wgm. (s. Geckonidae, Iguanidae; Colubrinae). Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 73— 87. — Sep.-Abdr. 15pg-g. Derselbe giebt eine Liste der von G. Baur bei Guayaquil in Ecuador gesammelten Reptilien. Es sind Ilydrus plaiurus L., Leptodiru unnulata L., Ileipetodryas hrinineus Gthr. und reticulatus Pts., O.vybelis aheneus Wgl.; Ameiva edracantha Boct., Iguana tuher- culuta Laur., Tropidurus occipitalis Pts. und PhyllodactyJus tiihercidosus Wgm., sowie je ein neuer Coniophanes und Cnemidoplionis (s. Iguanidae, Tejidae; Colubrinae, Dipsadomorphinae , Hydrophiinae). Ebenda p. 88—95. — Sep.-Abdr. 8 pgg. F. Lataste behandelt in einer Studie die Eidechsenfauna Chiles. Abgesehen von den Liolaemus- Arten, die einer spätem Arbeit vorbehalten bleiben sollen, erkennt er als vorkommend nur 9 Gattungen mit 9 Arten an, wovon 1. Urostrophus torquahis Phil., 2. Ctejiohlepharis aspersns Tsch. und 3. Phyniuturus palhcmu Mol. die Hochgebirgsregion , 4. Ccdlopistes macvlatvs Grav. die mittlere Region und 5. Gonatodes gaudichavdl D. B., 6. Phyllodactylus ger- rhopygi/s Wgm. und 7. Tt'opiduvKs uraucanus Less. die Küstenregion bewohnen, während zugleich 2, 5 — 7, 8. Gymnodactylus dorhignyi D. B. und 9. Hemiductylus jyeruvianus Wgm. für Nord-Chile und 1, 3 und 4 für Mittel-Chile charakteristisch sind. Ihmidactylus 96 Prof. Dr. Oskar ßoettger: Bericht über die Leistungen turcicus L., Anolis fvscomiratus d'Orb. und tiyrinus Pts., Saccodeira pectinata D.B. und Cophias dorbignyi D.B. werden aus der chilenischen Liste gestrichen. Weitere Bemerkungen beziehen sich auf Nahrung und Fortpflanzung; Fhymahirvs ist ausschliesslich, Ctenohlepharis wesentlich phytophag; Tro/nchiriis araucamis aber nährt sich nur von Meeresthieren und -Pflanzen. Phymaturus und Ctenohlepharis sind ovovivipar (s. Geckonidae, Uroplatidae, Iguanidae). Actes Soc. Scient. Chili (Santiago) Bd. 1, Notes et Mem. p. 7 — 40 u. Berichtigung dazu von G. A. Boulenger, 1. c. Bd. 2 (1893), Proc.-Verb. p. 71. Australische Region. 0. Boettger bringt eine Aufzählung von 2 Schildkröten, 16 Eidechsen und 15 Schlangen von Ceram, der Amboina- und Banda-Gruppe und von Neuguinea. Neu für Amboina sind dabei Chelone mydas L., Lygosoma novaegnineae Mey. und Acanthophis antarcticus Shaw, für die Banda-Inseln Python reticulatus Schnd., Liasis a77iethystinus Schnd., Enygrus carmatiis Schnd., Brachyorrlnis albus\j. und Chrysopelea rJiodopIeuron Reinw., für C er Sim Acanthophis antarcticus^ für Mansinam 7VZ/^?/a gigas Schnd. und TypJdops flaviventer Pts. und für Neuguinea selbst Varayius kalaheck Less., Diemenia sp. und Hydrophis fasciatus Schnd. (s. Agamidae, Varanidae, Scincidae; Typhlopidae, Pythoninae, Boinae, Colubrinae, Dipsadomorphinae, Hydrophiinae, Elapinae). 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 146—155. C. W. De Vis zählt aus Englisch-Neuguinea 15 Arten von Reptilien auf, darunter zwei neue (s. Geckonidae, Scincidae). Ann. Queensland Mus. Brisbane Bd. 1, No. 2 p. 11 — 12. In J. P. Thomson's „British New Guinea. London 1892, S«. 18, 336 pgg., Karte, 40 Figg., STaf." hat derselbe eine Aufzählung der bis jetzt aus Englisch-Neuguinea bekannten Reptilien ge- geben. Palmer nennt Tiliqua gigas Schnd. und Hoplocephalus nigrescens Gthr. von den Blue Mts. in ISFeusüdwales. Proc. Linn. Soc. N.-S. Wales (2) Bd. 7 p. 20. F. Müller ^verzeichnet HopIocephal.Ks maculafus Blgr. und Lyqosoma moro D. B. und grande Gray aus dem Hooker Valley in Neuseeland. Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 209 u. 213. Systematisches. F. Mocquard macht Bemerkungen zu einigen Reptilien von Borneo. Die Gattung Peltagonura will er aufrecht erhalten, dagegen stimmt P. ccphalum mit Japalura nigrilabris Blgr. überein; ob mit J. iiigrilahris Pts., lässt er unentschieden. Heli- copsoides [besser Ilelico2)oides. — Ref.] Mocq. habe unzweifelhaft Priorität vor Lepidognathus. Weitere Notizen beziehen sich auf Tropid onotus chrysargvs Boie und Hydrahlahes praefrontalis Mocq. (s. Colubrinae). Mem. Soc. Zool. France Bd. 5 p. 197—205. Mittheilungen über die Synonymie einiger ostafrikanischer Chamaeleonten und andrer von Steindachner beschriebener Reptilien und Batrachier, die z. Th, schon im vorigen Berichte benutzt werden in der Herpetologie während des Jahres 1892. 97 konnten, bringt G. A. Boulenger (s. Chamaeleontidae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 9 p. 72—74. J. D. Ogilby beschreibt 3 neue Eidechsen und 2 Schlangen aus Australien (s. Geckonidae; Typhlopidae, Elapinae). Rec. Austral. Mus. Sydney Bd. 2 p. 6— 11 u. 28—24. Lacertilia. Hautsystem. Notizen über den Bau der Schenkelporen bei Lacerta ocellata bringt F. Leydig. Er vergleicht sie nach Bau und Entstehung den Dorn- bildungen in der Epidermis brünstiger Fische. Biol. Centr.-Blatt Bd. 12 p. 217—218. Skelettsystem. E. D. Cope behandelt eingehend die Osteologie der Lacertilier. und namentlich die der Eidechsen der uordamerikauischen Region. Der Hyoidapparat ist überall besonders berücksichtigt. Da die fleissige Arbeit überreich an Einzelheiten ist, können wir hier nur auf das allernothwendigste eingehen. Vergleichend betrachtet wird zuerst der Schädel, dann wird p. 192 eine Zusammenstellung der Charaktere des Hyoidapparates der Lacertilier ge- geben, weiter werden Wi)bel.5äule und Brustgürtel und p. 195 der Beckengürtel behandelt, sodann Vorder- und Hintergliedmassen besprochen und schliesslich ausfühi'licli die Osteologie von Phyllodactylus und Euhlepharis Gray, Anolis Daud., Dipsosaurus Hallow., Crotaphytus Holbr., Sauromalus A. Dum., Sceloporus, P/try- nosoma, Gerrhonotus und Cncmidox)honis Wgm., der Xantusiiden und speciell der Gattung Xantusia Baird, sodann von Eumeces Wgm., Änniella Gray (Schädel Taf. 2, Fig. 4) und Bhineura Cope (Schädel Taf. 2, Fig. 5) gegeben. Die Figg. 1 — 3 auf Taf. 2 bringen den Schädel und die Brust- und Beckengegend von Feylinia currori Gray aus Gabun; die übrigen Tafeln illustiiren den Hyoid- apparat zahlreicher Lacertilier. Fi'oc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 185 — 221, Taf. 2-6. Eingebende Mittheilungen über das Kopfskelett der Scinciden, Anguiden und Gerrhosauriden macht Fr. Siebenrock. Bei den Scinciden ist die Mannig- faltigkeit in der Anordnung und dem Bau der Kopfknochen besonders gross. Das Supraorbitale ist vorhanden; im Alter verwachsen häufig gewisse Unter- kieferbestandtheile miteinander, sodass die typische Zahl 6 der Stücke auf 5 und sogar auf 4 vermindert werden kann. Besonders ausführlich berichtet Verf. über die morphologischen Verschiedenheiten des Gaumendaches bei Lygosomn, wobei namentlich L. smaragdinum Less., quoyi D. B., australe Gray und lesueuri D. B. zu Grunde gelegt werden. Die Arten des australischen Kontinentes, die Gray zu HinuUa und nomolep>ida gestellt hat, haben zwei Postfrontalia, während die Lyyosoma- Arten der australischen Inseln und Asiens ganz andere Gaumen- verhältnisse und stets nur ein Postfrontale besitzen. Bei Mahuia rmdtifasciata Kühl und Eumeces schneiderl Daud. wird ein knoipelig bleibendes Supraorbitale nachgewiesen, bei Gerrhonotus imbricatus Wgm. auf das sehr grosse Supraorbitale aufmerksam gemacht, bei Gerrhosaurns nigrolineatus Hallow. auf die ausgedehnte Verwachsung der Knochenschilder mit den Kopfknocheu und die beiden Parietal- fortsätze hingewiesen, die von der Mitte des hintern Parietalrandes nach rückwärts ragen und sich nur bei den Gerrhosauriden finden. Untersucht wurden von Scinciden 9 Arten von Lygosoma, je 5 Mahuia und Chalcides, 2 Tiliqua und je ein Eumeces, Eyernia, Trachysaurus, Scincus und Ablephürus, von xiuguiden je Arch f. Natuige,sch. Jahrg. 1893. Bd. 11. H.l. 7 98 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen eine Art von Ophisaurus, Anyuis und Gerrhonotus und von Gerrhosauriden 2 Zonosawus und ein Gerrhosrmrus. Ausser den Schädeln der genannten Arten wii'd noch der von Chalcides simonyi Stdchr. in musterhafter Weise abgebildet (s. Scincidae). Ann. Naturh. Hofmus. Wien Bd. 7 p. 163—196, Taf. 11-12. Derselbe macht auch Mittheilungen über verschiedene Fälle von Wirbel- assimilation bei Lacertiliem. Statt dass normal sich zwei Sakralwirbel mit dem Becken verbinden, beobachtete Verf. in mehreren Fällen, dass drei Wirbel, und zwar entweder der erste Oaudalwiibel oder aber der letzte Lendenwirbel mit dem Becken gelenkig verbunden waren. In allen Fällen aber, wo das Becken von drei Wirbeln getragen wird, stehen dennoch nur vier und nicht sechs seit- liche Fortsätze damit in Yerbindung. Einige von den beobachteten Fällen können auch als Beleg für die Rippennatur der seitlichen Fortsätze an den Sakralwirbeln dienen. Die Bemerkungen des Verf.'s beziehen sich auf Iguana tuberculata Laur., Lacerta agilis L., Hoplocercus spinosus Fitz., Tropidurus tor- guatus Wgm., Uromastix spinipes Merr. (Fig. 1), Phrynosoma douglasi Gray, Moloch horridus Gray imd Lacerta simonyi Stdclir. (Fig. 2). Ebenda p. 373—378, 2 Fi gg. Bemerkungen über degenerirte Typen des Schulter- und Beckengürtels bei Lacertiliern macht E.D.Cope. Behandelt werden Vertreter derDiploglossen,Lepto- glossen, Annielliden und Amphisbaeniden. Von sonstigen degenerirten Typen kamen nicht zur Untersuchung nur gewisse Vertreter der Gerrhosauriden und Dibamiden. Er giebt Tabellen für alle bekannten Eidechsengattnngen mit fehlenden Glied- massen oder Zehen und beschreibt sodann Schulter- und Beckengürtel des Zo- nuriden Mancus macrolepis Cope aus Natal, des Pygopodiden Pygopus lepidopus Lacep., der Angniden Ophtodes striatus Spix, Ophisaurus ventrcdis L. und apus Pall., Dopasia gracilis Gray (mit fehlender Interclavikel), Anguis fragilis L. und des Tejiden Propus vermiformis Cope. Betr. der Scinciden weicht Verf. erbeblich von Boulenger ab und will die auf die Zehenzahl begründeten Ab- theilungen doch als Gattungen gelten lassen. Er giebt deshalb p. 233—236 einen Schlüssel für die von ihm anerkannten Scincidengattungeu, von denen er nicht weniger als 78 adoptirt. Von Scinciden beschreibt er nach Schulter- und Beckengürtel Chalcides Uneatus Leuck., von Acontiiden Evesia monodactyla Gray, die er für eine osteologisch von Acontias scharf verschiedene Gattung erklärt, von Anelytropiden Anelytropsis papillosus Cope und Feylinia curroi-i Gray, von Annielliden AnnicUa pulchra Gray, von Chirotiden Chirotes canali- culatus Bonat. und von Amphisbaeniden Amphishaena occidentalis Cope und Bhineura floridana Baird. Als allgemeine Gesichtspunkte stellt Verf. auf, dass die Vordergliedmassen bei den Diploglossen häufiger zuerst verschwinden als die Hintergliedmas.sen; bei den Tejiden und Amphisbaeniden scheint das Gegen- theil stattzufinden; bei den Scinciden degeneriren beide gleichzeitig Schritt für Schritt. Der Schultergürtel beginnt erst spät nach dem Verluste der Vorder- gliedmassen zu degeneriren, während das Schwinden des Beckengürtels dem der Hiutergliedmassen vorangeht. Die Reihenfolge, in der der Schwund eintritt, ist bei den Vordergliedmassen: 1. Gliedinassen, 2. Interclavikel, 3. Rippen- befestigung, 4. Brustbein; bei den Hintei'gliedmassen: 1. Pubis u. Ischium zu- sammen, 2. Gliedmassen und 3. Ilium. Journ. of Morph. (Boston) Bd. 7 p. 223 bis 244, Taf. 13. Muskelsystem. A. Perrin beschreibt eingehend die Muskeln der Hinter- extremität von Uromastix spinipes, Varanus griseus, Lacerta ocellata und viridis in der Herpetologie während des Jahres 1892. 99 lind Chalcides ocellatus und beleuchtet ihre mechanische Kolle. Bull. Soc. Philoiu. Paris (8) Bd. 4 p. 56—62, 2 Figg. Derselbe vergleicht die Musculatur der Hinterextremität der Lacertilier mit der der Batrachier. Die Beuger der Metatarsalen und Finger bilden zwei Schichten. Die tiefere Schicht der Lacertilier entspricht der oberflächlichen der Batrachier. Die tiefere Schicht der letzteren hat bei den Lacertiliern kein Homologon; ebenso ist die oberflächliche Schicht der Lacertilier bei den Ba- trachiern nicht vertreten. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 115 p. 885 - 887 u. Bull. Scientif. France Belg. (4) Bd. 3 p. 373—552. Nervensystem. In Beiträgen zur vergleichenden Anatomie des Central- nervensystems der Wirbelthiere macht M. Koppen Mittheilungeu über das Eidechsengehirn. Morph. Arbeit, v. G. Schwalbe Bd. 1 p. 496—515, 3 Tat'. K. Mays studirte die Entwicklung der motorischen Nervenendigungen auch an der neugeborenen Lacerta. Zeitschr. f. Biol. (2) Bd. 11 p. 41—85, Taf. 1—2. G. Retzius stellt bei Lacerta ayüis die Nerveuverästelungen in den Zähnen nach Golgi dar. Die Nervenfasern dringen durch die Odontoblasten- schicht hindurch bis dicht unter das Zahnbein, um hier frei zu enden. Biol. Unters. Retzius (2) Rl. 3 p. 57-66, 3 Figg., Taf. 17—19. Sinnesorgane. G. Chiarugi bemerkt in einer vorläufigen Mittheilung, dass die Entwickelung des Nervus olfactorius von Lacerta im wesentlichen nicht von der andrer Kopfnerven abweicht. Monit. Zool. Ital. 3. Jg. p. 211—212 u. Arch. Ital. Biol. Bd. 18 (1893) p. 363-364. Verdauungssystem. R. v. Seil 1er hat weitere Untersuchungen über die Zungendrüsen von Lacerta [vergl. Ber. f. 1891 p. 105] angestellt Die Drüsenzellen sind Becherzellen, in Bau und Funktion ganz ähnlich den \t&i Anguis und Ophisanrus gefiindenen. Verf. spricht sich für Entstehung der Becherzelleu aus Epithelzellen u. füi' die Anschammg aus, dass die Unterzungendrüsen der Lacertilier den Zungendrüsen der Batrachier homolog sind. Der grosse Drüsen- reichthum der Zunge von Lacerta steht nach dem Verf. in Beziehung zu der voluminösen Beute, die zur Erleichterung des Schlingaktes stark eingespeichelt merden muss. Während des Winterschlafes scheint infolge herabgesetzten Stoff- wechsels die Zahl der Becherzellen zurückzugehen. Festschr. Leuckart, Leipzig p. 250-258, Taf. 25—26. Nach G. Bizzozero regenerirt sich das Darmepithel bei Lacerta durch Mitosen, die hauptsächlich in den tiefsten Zellenschichten ablaufen; es fehlen die suhepithelialen Zapfen, die bei Molge so deutlich sind. Atti Accad. Sc. Torino Bd. 27 p. 891-903, Taf. und Arch. f. mikr. Anat. Bd. 40 p. 325— 375, Taf. 18-19. Urogenitalsystem. Ueber die Rückbildung reifer Eierstockseier im Ovarium von Lacerta agilis macht H. Strahl Mittheilungen. Verh. Anat. Ges. 6. Vers. p. 190—195. - Diskussion von Born. Ebenda p. 195, — Ref. in Jouru. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 155. Ontogenie. Die Arbeit von L. Will über die Anlage der Keimblätter bei Tarentola mauritaniea L. ist in ihren Hauptpunkten schon im Ber. f. 1889 p. 187 u. 1890 p. 94 nach vorläufigen Mittheilungen des Verf.'s referirt worden. Die Gastrulation beim Gecko vollzieht sich von Anfang bis zu Ende unter einer innigen Verquickung von Epibolie und Embolie. Zool. Jahrb., Abth. f. Anat., Bd. 6 p. 1-160, 14 Figg., Taf. 1-11. 7* 100 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Biologisches. Auch Fr. AVerner fand [vergl. Ber. f. 1890 p. 93]. dass durch Hunger geschwächte oder aber winterschlafende Eidechsen den Schwanz viel schwiei'iger abbrechen lassen als gesunde. Nachgewachsene Schwänze brechen ebenfalls schwer ab. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 60. Palaeontologisches. L. Lortet errichtet für kleine Eidechsen ohne Bauchrippen und mit geschlossenen Schläfengi'uben aus dem oberen Jura von Cerin im Rhonebecken die Gattung Evposaurus (ja.), beschreibt davon als Typen E. thiollierei (n.) p. 73, Taf. 6, Fig. 7—10 und E. cerinensis (n.) p. 75, Figg. und stellt sie zu den Rhynchocepbalen. [Boulenger wies 1893 nach, dass es echte Lacertilier sind. — Ref.] Arch. Mus. H. N. Lyon Bd. 5. 0. C. Marsh beschreibt p. 450 und bildet Fig. 2— 3 ab den Oberkiefer eines Lacertiliers, den er Chamnp.s segnis (n. gen. et sp.) nennt [nach Boulenger augenscheinlich nächstverwandt den Tejiden. — Ref.] und p. 451 Wirbel von Iguanavus ttres (n.) aus der Laramiekreide von Wyoming. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43. Geekonidae. Faunistisches. A. Koenig nennt Hemidactylus turcicus L. von ßordj-ibum in Tunesien. Sitz.-Ber. Niederrhein. Ges. Nat. u. Heilk. Bonn. Separat- Abdruck p. 14. 0. Boettger kennt Hoplodactylas annamale nsis Gthr. aus den Palni Hills in Südindien. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f Naturk. p. 68. S G arm an zählt von den Galäpagos .xwi ^hyllodactylus tnberculosiis 'Wgm. und Ph. leei Cope von Chatham, Ph. gulapayensis Pts. von Albemarle und je eine neue Art von Phyllodactylus und Gonutodes und macht Mittheiluugen über ihre Pholidose und Färbung. Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 81— 82. O. Boettger verzeichnet Gymnodactylus kotschyi Stdr. von der griechischen Insel Cerigotto. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 56. W. W. Froggatt kennt Gymnodactylus miliiisi Gray von ßendigo in Victoria und stellt sein Vorkommen von Sydney bis Champion - Bai in West- Australien fest. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2j Bd. 7 p. 314. Systematisches. Notizen über Gonatodes Indiens Gray von den Nilgiris und über G.jerdoni Theob. bringt 0. Boettger. 29./32. Ber. Offenbach. Ve)'. f. Naturk. p. 67— 68. Bemerkungen über Pholidose und Färbung javanischer Stücke von Gymno- dactylus marmoratus Kuh!, Hemidactylus frenatus D. B., Gehyra mutilata Wgm., Gecko verticillatus Laur. und Ptychozoum homalocephalum Crev. macht derselbe. Ebenda p. 115—116. J. de ßedriaga beschreibt eine neue Varietät von Hemidactylus mabuia Mor. de Jonn. und macht Bemerkungen über H. greeffi Boc. Istituto (Coimbra) Bd. 39 p. 736 u. 739. — J. V. Barboza du Bocage macht Mittheilungen über die Variabilität der Zahl der Praeanal- und Femoralpoien bei Hemidactylus mabuia und greeffi von St. Thome. Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. (2) Bd. 2 p.221. F. Müller beschreibt das ^ von Gunatodes? vittatus (VI gm.} aus Brasilien und einen fraglichen Sphaerodaetylus richardsoni Gray von Port au Prince, Haiti. Verb Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 209—210. Diplodactylus intermedius n. sp., verw. spinigerus. Inneres von N.-S.-Wales; J. D. Ogilby, Rec. Austral. Mus. Sydney Bd. 2 p. 10. Gonatodes collaris n. sp., verw. ocellatus Gray. Chatham, Galäpagos; Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 11. in der Heipetologie während des Jahres 1892. 101 Gymnodactylus cornutus n. &\)., verw. platurus. Bellender Ker - Gebirge, Nonlost-f^ueensland ; J. D. Ogilby, Rec. Austral. Mus. Sydney Bd. 2 p. 8. — G.louisiadensis n. sp. Südost - Insel, Engl. Neuguinea; De Vis, Ann. Queensl. Mus Bd. 1 p. 11. — G. signatus Phil. := Gonatodes gaudichaudi D. B. ; F. Lataste, Act. Sog. Sc Chili (Santiago) Bd. 1 p. 13. — G. sphyrunts n. sp., verw. miliusi Gray. Inneres von Neusüdwales; J. D. Ogilby, Reo. Austral. Mus. Sydney Bd. 2 p. 6. Hemidactylus mabuia Mor. de Jonn. var. molleri n. St. Tbonie, W.- Afrika; Bediiaga, Istituto (Coimbra) Bd. 39 p. 739 = mnbuia typ. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Math , Phys. e Nat. (2) Bd. 2 p.221. Lyijcdactylus angularis n. sp. Nyassaland; A Günther. Proc. Zool Soc. London p. 555, Tat. 33, Fig. 1. — L. conradti n. sp. Derema in Usambara, Utsch.- Ostafrika; Matschie, Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin p 109. Phyllodactylus banri n. sp., verw. reissi Pts. Charles, Galäpagos; Garnian. Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 82. Ptychozoum horsfieldi Gray, gute Art neben homalocephalum Crev. Pinang [und Deli, Nordost -Sumatra. — Ref.]; F Müller, Verb. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 209, Taf. 4. Ptyodactyhis lacazei n. sp. [nach Boulenger = lobatus L.] Bäder des Pharao bei Suez, Nordwest-Arabien; L. Boutan, Arch. Zool. Exper. (2) Ed. 10 p. 17. Eublepharidae. Systematisches. Coleonyx Gray ^= Eubleiiharis Gray; Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 198, Anm. ÜPOplatidae. Systematisches. Uroplates caudiverbera L. = Calyptu- cep/ialus gayi D. B. Larve (Leptodactylidae;; F. Lataste, Act. Soc. Sc. Chili (Santiago) Bd. 1 p. 7. Agamidae. Faunistisches. A. König sammelte Agama inermis Rss. bei Sidi bou Ali und bei Monastir und Uromastix acanthinurus Bell nächst der Oase Ouderef in Tunesien. Sitz. - Ber. Niederrhein. Ges. Nat. u. Heilk. Bonu. Sep ' Abdr. p. 14—15. 0. Boettger verzeichnet p. 69 Braco dussumieri D. B. und p. 71 Charasia blanfordiana Stol. von den Nilgiris 29. /32. Bei'. Oftenbach. Ver. f. Naturk. und p. 48 Calotes cristatellus Kühl von Banjermasin, Borneo. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. Systematisches. 0. Boettger macht Bemerkungen zu Agama caucasia Eichw. aus dem Karabagh, von Tiflis und Abas-tuman. Ber. Senck. Nat. Ges. 1892 p. 137. Von Ceratophora stoddaerti Gi'ay beschreibt derselbe p. 69 die Jugendform u. giebt p. 71 Notizen über Charasia dursalis Gray und blanfordiana Stol. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. Eine Mittheilung über die Beschuppung nordost-sumatranischer Stücke von Calotes cristatellus Kühl bringt derselbe. Ebenda p. 106. Derselbe hat Notizen über die Färbung von Draco fimbriatus Kühl und haematopogon Gray und über die Beschuppung von Gonyocephalus kuhli Schlg. Ebenda p. 116 117. Eine Bemerkung über Pholidose und Färbung von Draco lineatus Daud. und Calotes cristatellus var. moluccana Less, aus Ceram und Amboina und von Gonyocephalus jMpuensis'M.ej. aus Kaiserwilhelmsland bringt derselbe. Ebenda p. 147-148. 102 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Braco modiylianii n. sp., verw. Uneatus Daud. Insel Engano bei Sumatra; Vinciguerra, Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2j Bd. 12 p. 523. Gonyoeephalus bcyschlagi n. sp., verw. grandis Gray. Ober - Langkat in Deli, Nordost- Sumatra; Boettger, 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 104. Iguanidae. Hautsystem. S. Gar man fand die Nacken- und Rücken- stacheln von Conolophus (Fig. 1—4) \x\n\ Amblyrhynchus ähnlich gebildet wie die Rassel kleiner Klapperschlangen und schliesst daraus auf gleiche Entstehung. Doch sind die einzelnen Kappen des Stachels bei diesen Eidechsen solid und sitzen zu fest aufeinander, als dass sie zu rasseln im Stande wären. Immerhin beweist die Thatsache nach des Verf.'s Ansicht, dass seine Anschauung betreffs der Entstehung der Klapperschlangenrassel richtig ist. Science (New York) Bd. 20 p. 16-17, 9 Figg. Biologisches. Nach S. Garman rettete ?>\c\i Tropidurus xor einem Raub- vogel ins Wasser. Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 5. 0. P. Hay hat das oft geleugnete Ausspritzen von Blut aus dem Auge von Phrynosoma coronatum als Vertheidigungsmittel zAveimal selbst erlebt und führt als Zeugen ähnlicher Beobachtungen u. a. auch S. F. Baird, L. M. Under- wood und S. F. Denton an. Bei der Sektion und Untersuchung des Auges konnte aber keine eigenthüinliche Drüse gefunden werden; ob ein Blutsinus auf der inneren Fläche des oberen Augenlides plötzlich berste, konnte ebenfalls nicht festgestellt werden. Die Erklärung der nach dem Verf. jetzt vollkommen ge- sicherten Thatsache steht daher immer noch aus. Proc. ü. S. Nat. Mus. Bd. 15 p. 375—378. — Ref. in Rev. Scientif. Bd. 50 p. 636—637. — lieber die nämliche Erscheinung bei Phr. asio Cope von Mexiko macht A. L. Herrera Mittheilungen. Le Naturaliste (Deyrolle) Jg. 14 p. 114. Faunistisches. S. G arm an nennt Phrynosoma cornutum Harl. von Deming's Bridge, Co. Matagorda, Texas. Bull. Essex Instit. Bd. 24, Separat- Abdriick p. 4. 0. Boettger verzeichnet AtwUs intermedius Pts. aus San Jose, Costa Rica. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 47. Betr. der Verbreitung von Tropidurus, Conolophus und Amhlyrhynchus auf den Galäpagos-Inseln vergl. oben auch Baur p. 94. Systematisches. S. G arm an beschreibt p. 77 die Jugendform von Conolophus öubcristatus Gray, macht auf die Aehnlichkeit mit Enyaliades pla- niceps aufmerksam, spricht über die Dornen des Rückenkammes und ihr eigen- thümliches Wachsthum und macht p. 79 Mittheilungen über Amhlyrhynchus cristatus Bell mit den vars. atra von Duncan und nana von Tower Island, GalÄpagos. Auf Sep.-Abdr. p. 7—8 bringt er Notizen über Pholidose und Färbung von Tropidurus occipitalis Pts. aus Posorja, Ecuador. Bull. Essex Inst. Bd. 24. Weitere Mittheilungen über das Variii'en der Tropidurus - Arten auf den Galäpagos [vergl. Ber. f. 1800 p. 96 und 1891 p. 108] bringt G. Baur. Festschr. Leuckart, Leipzig p. 259-277, 3 Figg. Helncephalus Phil. = GtenoUepharis Tsch. p. 23. — H. nigriceps Phil. = Ct. aspersus Tsch. p. 24; F. Lataste, Act. Soc. Sc. Chili (Santiago) Bd. 1. Hoplurus montanus und nigribarbis Phil. = Phymaturus palluma Mol.; Lataste 1. c. p. 30. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 103 Liosaurus D. B. = ürostrophus D. B. — L. fasciatus Phil. u. valdimanus Phil. = ü. toniuatus Phil.; Lataste 1. c. p. 19. Tropidurus harrimjtonensis u. sp. Insel Barrington, Galäpagos; Baur, Festschr. Leuckart p. 268. — Tr. bocourti Blgr. = occipitalis Pts.; S. Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 94. — Tr.jacobii n. sp. Galäpagos; Baur, Festschr. Leuckart p 269. Anguidae. Biologisches. Fr. "Werner wendet sich gegen Erber's Ausdruck, dass Ophisaurus apus Pall. „anmuthige" Windungen ausführe; er macht vielmehr beim Kriechen viel weniger starke seitliche Biegungen als eine Schlange. Mit Schlangen und Eidechsen lebt er in Frieden; er frisst Schnecken mit den Gehäusen, lässt sich aber in Gefangenschaft mit Fleisch leicht erhalten. Schnelle Drehungen, die man beim Fassen der Beute beobachtet, führt Verf. auf das Bestreben zurück, den Bissen diu-ch Abdrehen zu theilen. Bei der Häutung geht die Haut in grossen Fetzen weg, doch kann der Schwanz nicht, wie hei der Blindschleiche, von selbst abbrechen. Die Eier sind 28—32 mm lang, 14 16 mm breit. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf das Freileben dalmatinischer Stücke; die Art verkriecht sich fast niemals, sondern lebt frei in den StacheJgebiischen. Zool. Garten 33. Jg. p. 38 — 40. Eine Notiz über „supposed cannibalism" bei Änguis bringt J. M. Campbell. Ann. Scott. Nat. Hist. p. 271. Palaeontologisches. Fr. Kinkelin nennt Op/wsawrws moguntinus Bttgr. aus dem Untermiocäu der Bockenheimer Warte bei Frankfurt a, M. Ber. Senck. Nat. Ges. p. 43. Systematisches. 0. Boettger giebt p. 137 Einzelheiten über Ophisaurus apus Pall. vom mittleren Araxes und aus dem Karabagh und p. 138 über Anguis fragiUs var. colchica Demid. aus Nawaginskaja in Ciskaukasien. Ber. Senck. Nat. Ges. S. Garman bringt eine Notiz über die Beschuppung von Ophisaurus ventralis L. aus Deming's Bridge, Co. Matagorda, Texas. Bull. Essex Instit. Bd. 24, Sep.-Abdr. p. 4. Änguis frugilis L. erw. u. jung, abgeb. ; Dürigen, Deutschi. Amph. u. Rept. Taf. 12, Fig. 5—6. Anniellidae. Systematisches. Genaue Untersuchung des Knochen- gerüstes führte E. D. Cope dazu, diese Familie jetzt neben die Amphisbaeniden zur Unterordnung Amphisbaenia zu stellen. Bei den Annielliden ist das Parietale mit dem Petrosum und den Supraoccipitalelementeu verschmolzen; Epipterygoid und Ceratohyaleleraente fehlen, die Hypapophysen der Halswirbel sind mit den Centren verschmolzen u. s. w., alles Umstände, die sich bei den Amphisbaeniden wiederfinden. Proc, Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 216—217. Varanidae. Biologisches. H. Werner bespricht die Lebensweise ihres algerischen Varanus griseus in der Gefangenschaft. Er nährt sich von Mäusen, Eidechsen, Ringelnattern und Blindschleichen, trinkt aber nicht. Die Häutung geschieht in Fetzen; der Bauch wird beim Gehen und Laufen nicht geschleift. Der Schlaf ist ziemlich fest. Er scheint unzähmbar. Zool. Garten 33. Jg. p. 304—306 u. 374—375. Palaeontologisches. Bei dieser Familie belässt C. Gorjanovi6-Kram- berger den Mesokptus zendrinü Corn. aus den Kreideschichten von Comen, 104 Prot Dr. Oskar ßoettger: Bericlit über die Leistungen von dem er ein fragliches Stück aus Lesina beschreibt und abbildet. Glasnik Nadar. Drustva Bd. 6 p. 74 ff. u. Rad jugoslav. Akad. Agram Bd. 109 p. 96 ff., Fig. Faunistisches. A. König fand Varanus griseus Daud. in Tripolis. Sitz.- ßer. Niederihein. Ges. f. Nat. u. Heilk. Bonn. Sep.-Abdr. p. 15. Systematisches. 0. Boettger macht Bemerkungen über Pbolidose u. Färbung von Varanus dumerili Schlg. und salvator Laur. aus Java. 29. /32. Ber. Offeubach. Ver. f. Naturk. p. 117. Eine Bemerkung über die Zahl der Temporalschuppen bei Varanus 'kaläbeck Less. aus Kaiserwilhelmsland bringt derselbe. Ebenda p. 148. Varanus JieteropJiolis n. sp., verw. dumerili Gray. 3It. Dulit, Borneo. Die Aehnlichkeit der Pholidose mit Lanthanotus, gleichfalls von Sarawak, wird betont. Bouleuger, Proc. Zool. Soc. London p. 506, Taf. 29. Tejidae. Hautsystem. ED. Oope bringt die Tafeln zu der im Ber. f. 1891 p. 110 citirten Arbeit auch in Amer. Naturalist Bd. 26 p. 522, Taf. 18-19. Palaeontologisches. Vergl. auch Chamops oben p. 100. Systematisches. E. D. Cope giebt eine Sj'nopsis der Gattung Cnemido- phorus Wgl. und beschreibt und bildet ab 20 Arten mit zahlreichen Varietäten. In Bezug auf ihre Zeichnung weist er nach, dass die Streifen sich zuerst am hinteren Theile des Körpers in Flecken auflösen und dass Zeichnungsmangel bald zuerst an dem hinteren, bald an dem vorderen Theile des Rumpfes auftrete. Trans. Amer. Phih Soc. Bd. 17 p. 27—52, Taf. 6—13. Notizen über die Gattung Cophias Fitz. = Bachia Gray bringt S. G arm an. Bull. Bssex Instit. Bd. 24 p. 96 -97. Derselbe beschreibt die Pholidose von Ameiva edracantha Boct. aus Posorja, Ecuador. Ebenda, Sep.-Abdi'. p. 6. Ameiixi pleii var. brach iosquatnata n. [nach Boulenger = "? A. fuscata Garm.] Dominica, Westindien; Cope in Verrill, Trans. Connect. Acad. Bd. 8 p. 352. Cnemidophorus deppei Wgm. typ. u. vars. decemlineata Hall. u. lineatissima Cope, neu diagn. p. 30. — Cn. gularis B. G., abgeb. Taf. 10, Fig. 9, Taf. 12, Fig. G— H mit den vars. angusticeps Cope, mariarum Gthr., communis Cope, neu diagn., var. scalaris n. (= sexlineatus var. tigris Cope, non B. G.) Chihuahua, Mexico, p. 47, Taf. 10, Fig. 10, Taf. 12, Fig. I— K, var. sericea n. San Diego, Texas, p. 48, Taf. 11, Fig. 11, var. semifasciata n. Coahuila, Mexico, p. 49, Taf. 11, Fig. 12, Taf. 12, Fig. L und var. costata Cope, neu diagn. p. 49. — Cn. guttatus Wgm. typ. u. vars. immutabilis, microlepidopus und unicolor Cope, neu diagn. p. 31 ; Cope, Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 17. — Cn. lentiginosus n. sp. S. Francisco de Posorja, Ecuador; S. Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 92. — Cn. septemvittatus n. sp. El Dorado Co., Califoru. p. 40, Taf. 9, Fig. 8. — Cn. sexlineatus L., abgeb. Taf. 9, Fig. 7. — Cn. tessellatus Say typ., abgeb. Taf. 6, Fig. 2, Taf. 7, Fig. 3-4 u. Taf. 12, Fig. A, C-E u. vars. perplexa B. G., abgeb. Taf. 6, Fig. 1, Taf. 12, Fig. B, melanostetha Cope, abgeb. Taf. 8, Fig. 5, var. rtibida n. St. Margareta-Insel, Unter-Califoni., p. 36, Taf. 12, Fig. F u. var. multiscutata TU. {=\?iV. tigris Goi^%, non B. G.) Cerros-Insel, Unter-Californ., p. 38. ^ Cn. variolosus n. sp. Parras Coahuila, Mexico, p. 39, Taf. 8, Fig. 6; Cope, Trans. Amer. Phil. Soc. Bd. 17. Copliias Fitz. 1826, non Merr. 1820 = Bac/iia Gray 1849 [nach Boulenger 1845. — Ref.J mit B. dorbignyi D. B., flavescens Bonnat., heteropus Boettg. und tridactylus Daud.; Garman, Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 96— 97. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 105 Tiaporus u. gen., ähnlich Amciva, aber ohne Schenkelporen. — Für T.fuli- ginosus n. sp. Swan-Insel ö.stlich von Honduras; Cope, Proc. Amer. Phil. Sog. Bd. 30 p. 132—133, Taf. 1. Laeertidae. Biologisches. Nach J. Ziegler's thieiphaenologischen Beobachtungen zeigte sich im Mittel von 15 Beobachtungsjahren Lacerta ayilis L. bei Frankfurt a. M. am 3. April; das fj-üheste Erscheinen war am 9. Febr. 1856, das späteste am 6. Mai 1891. Ber. Senck. Nat. Ges. p. 60. Faunistisches. Nach A. König lebt Lacerta ocellata pater Lat. namentlich um die Stadt Tunis selbst (frisst vorzugsweise Gehäuseschnecken), Acantho- dactylus boskianus Daud. um Gabes, A. scutellatus um die Stadt Tripolis, A.pardalis Licht, um Gabes und Tripolis (frisst vorwiegend Käfer), A. vulgaris D. B. um Tunis selbst bei Auina und Rades am Rande des Bahira-Sees — neu für Tunesien — , Eremias yuttulata Licht, nicht häufig um Tunis, häufiger um Monastir, auf Curiat, gemein bei Gabes (frisst Käfer, Larven uüd Spinneu). Ophiops occklentalis Blgr. ist in Nord-Tunis seltener, doch schon bei Sousse und Monastir häufiger. Sitz.-Ber. Niederrhein. Ges. f. Nat. u. Heilk. Bonn. Sep.- Abdr. p. 15-19. J. Anderson kennt Lacerta ocellata var. tangitana Blgr. aus Tlemgen, Prov. Oran, und beschreibt ihre Eigeuthümlichkeiten. Proc. Zool. Soc. London p. 12-13. F. Müller bringt Fundorte für Lacerta agilis L., viridis var. major Blgr. (von Amasia, Kleinasien) u. muralis Laur. Verb. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 212 bis 213. 0. Boettger nennt Ophiops microlepns Blfd. von Bombay. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 72 und 0. elegans Men. von Khosrowa (Salmas) in Persien. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 56. P. Matschie verzeichnet Holaspis guentheri Gray aus Derema in Usam- bara, Deutsch-Ostafrika. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin p. 110. Systematisches. 0. Boettger bringt eine Notiz über Beschuppung und Masse von Tachydromus sexlineutus Daud. aus Java. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 117—118. J. Anderson macht Bemerkungen über Lacerta muralis Laur. von Tlemgen, L. persjncillata D. B. von Sta. Cruz, Oran, über die vier algerischen Acantho- dacti/lus- Arten und über Eremias guttulata Licht. Proc. Zool. Soc. London p. 13—16. Mittheilungen über die specifische Identität von Lacerta sejis mit L. muralis Laur. macht D.Positano-Spada. Boll. Soc. Romana Stud. Zool. Bd. 1 p. 89— 94. Notizen über die typischen Exemplare von Lacerta mosorensis Kolomb. bringt Fr. Steindachner , die sich ai;f Vorkommen, Fang und Lebensweise nach den Angaben von Tomasini's beziehen. Ann. Nat. Hofmus. Wien Bd. 7 p. 235-240, Taf. 16. O. Boettger beschreibt eingehend p. 138 — 139 Lacerta viridis var. strigata Eichw. von Tiflis, von Kaspi bei Gori und aus dem Karabagh, p. 139 L. agilis var. exigua Eichw. von der Stanitze Pjätigorsk bei Maikop und von Labinskaja in Ciskaukasien u. L. praticola Eversm. von Borshom, Schirwanskaja und dem Bjärla-Thal in Ciskaukasien, p. 140-142 L. muralis var. de^n-essa Cam. von Nawaginskaja, dem Bjärla-Thal, dem Surampass, von Borshom, Tiflis, Trapezunt, Keda u. s. w., giebt deren Masse, beschreibt p. 144 — 145 var. defilippii Cam. von Schuscha im Karabagh und von Njuwady im Araxesthai und zwei neue Varie- 106 JProf. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen täten. Weitei- bringt er p. 146 Notizen über Ophiops elegans Menetr. aus dem Karabagh, über Eremias velox Pall. aus dem Kai'abagh und von Migri und Ordubad am Araxes und p. 147 über E. arguta Pall. vom Goktschai und von Migri. Ber. Senck. Nat. Ges 1892. Notizen über portugiesische Stücke von Acanthodactylus vulgaris D. B. und die Beschreibung einer neuen Varietät von dort bringt J. Bettencourt Ferreira. Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 2 p. 188—194. Acanthodactylus vulgaris subsp. bocagei n. [nach Boulenger = vulgaris D. B.J Portugal ; Bettencourt Ferreira 1. c. p. 194. Lacerta lioritana Tomas. = mosorensis Kolomb. p. 235. — L. mosorensis Kolomb., abgeb. T. 16; Steiudachner, Ann. Nat. Hofmus. Wien Bd. 7. — L.muralis var. multifasciata n. Ponte Salario, Prov. Roma; D. Positano Spada, ßoU. Soc. Romana Stud. Zool. Bd. 1 p. 154 157, Fig. — L. muralis var. raddei n. Njuwady am Araxes, Russ.-Armeuien, u. Zwischenformen zu var. defilippii Cam. Tativ im Karabagh p. 142—144. — L. muralis var. valentini n. Basarkeut im Kara- bagh u. Njuwady p. 145-146; Boettger, Ber. Senck. Nat. Ges. 1892. - L. viridis var. transsylvanica v. Kim. = agilis L. ; v. Mehely, Herp. Verh. Siebenb. Burzen- land, Kronstadt 1892 p. 10, Anm. — L. vivipara Jacq. (^ u. $ abgeb.; Dürigen, Deutschi. Amph. u. Rept. Taf. 12, Fig. 1—2. Seineidae. Ontogenie. P. Mingazzini macht Mittheilungen über die Rückbildung des Eierstocks und der Eier bei Chalcides tridactylus Laur. Im Frühling erzeugt das Ovarium viele Eier, von denen sich nur ein kleiner Theil entwickelt, während der Rest in verschiedenen Stadien der Entwicklung abstirbt. Auch ein Theil der Embryonen geht normaler Weise zu Grunde. Die ab- gestorbenen liegen, ohne den lebensfähigen Embryoneu zu schaden, im Ovidukt (Uterus) und werden langsam von dessen Epithel resorbirt. Wie diese Rück- bildung stattfindet, ist in der Arbeit eingehend geschildert. Atti Accad. Lincei Roma, Rendic, (5) Bd. 1, Sem. 1 p. 41—45. — Ref. in Monit. Zool. Ital. 3. Jg. p. 8 — 9 u. in Jouru. Roy. Micr. Soc. London 1892 p. 343. Faunistisches. A. König nennt Eumeces schneidert Daud. von Gabes, Scincus officimdis Laur. vom Bir Meheddeub in der tunesischen Sahara und von Tripolis und Chalcides tridactylus Laur. in Tunis gemein, aber nicht vor April sichtbai". Sitz.-Ber. Niederrhein. Ges. Nat. u. Heilk. Bonn. Sep.-Abdr. p. 19 — 20. 0. Boettger kennt Eumeces elegans Blgr. aus Cambodja. 29. /30. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 102. Systematisches. Betr. E. D. Cope's Eintheilung der Scinciden in 78 Gattungen s. oben p. 98. Vorgeschlagen werden u. a. p. 233 die neuen Gattungs- namen Monophyaspis, Oncopms, Ollochirus, Tridentulus, Furcillus, Haploscincus, Dimeropus, Dicloniscus und Mesomycterus. J. Anderson giebt Notizen über die Pholidose nordafrikanischer Stücke von Scincus officinalis Laur. und von Chalcides ocellatus Forsk. typ. und var. tiligugu Gmel. Proc. Zool. Soc. London p. 16—17. Kurze Notizen über Eumeces schneideri Daud. von Bartas am Araxes bringt O. Boettger. Ber. Senck. Nat. Ges. 1892 p. 147. Ueber Beschuppung von Mabuia rugifera Stol. und Lygosoma chalcides L. und über Pholidose und Färbung von Mabuia multifasciata Kühl, Lygosoma sanctum D. B. und temmincki D. B. macht derselbe Mittheilungen 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 118-121. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 107 S. Gar man macht Bemerkungen über die Beschuppung von Lygosoma laterale Say aus Deniing's Bridge, Co. Matagorda, Texas. Bull. Essex Inst. Bd. 24, Sep.-Abdr. p. 4. Notizen über Pholidose und Färbung von Tüiqua gigas Schnd, aus Man- sinam Adoreh, Mabuia midtifasciata Kühl aus Amboina und der Insel Saparua, Lygosoma jobiense Mey. aus Kaiserwilhehnsland, smaragdinum Less. aus Amboina und Mansinam Adoreh, fuscum D. B. aus Amboina und Saparua, novaeguineae Mey. und tyanurum Less. aus Amboina bringt 0. Boettger. 29./32, Ber. Offenbach. Ver. f. Natuik. p. 149—151. Chalcides boulengeri n. sp., verw. sepoides Aud. Duirat, Tunesien p. 17, Taf. 1, Fig. 1—3. — Ch. sepoides Aud., abgeb. Taf. 1, Fig. 4—5; Anderson, Proc. Zool. Soc. London 1892. — Ch. simonyi Stdchr., gute Art (neben viridaniis); Siebenrock, Ann. Nat. Hofm. Wien Bd. 7 p. 164, Anm. und J. v. Bedriaga, Congr. Internat. Zool. Moscou 1892, IL Sess., P. 1 p. 242-243. Eumeces fasciatus L, Kopf abgeb.; H. Garman, Bull. 111. St. Lab. N. H. Bd. 3, Taf. 13, Fig. 18. Lygosoma africanum Gray, neu beschr. ; Bedriaga, Istituto (Coimbra) Bd. 39, Sep.-Abdr. p. 23. — L. (Siapjlios) relictum n. sp., vervv^. infralineolatiim (Gthr.). Insel Engano (Sumatra); Vinciguerra, Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2) Bd. 12 p. 524. — L. (Liolepisma) travancoricum ßedd. var. palnica n. Palni Hills, Südindien ; Boettger, 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 72. Mocoa caeruleocauda n. sp. Sü lostinsel, Brit.- Neuguinea; De Vis, Ann. Queensland Mus. Bd. 1, No. 2 p. 12. Rhiptoglossa. Chamaeleontidae. Systematisches. G. A. Boulenger macht Mit- theiluugen über mehrere neu beschriebene Arten von Chamaeleon und stellt ihre Synonymie fest. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 9 p. 72 ff. Brookesia [nach Boulenger 1893 nur Untergattung von Chamaeleon. — Ref.] brevicaudata n. sp. p. 107 und Br. temporalis n. sp. p. 108, beide von Derema in Usambara, Deutsch-Ostafr. ; Matschie, Sitz. -Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin. Chamaeleon deremensis n. sp., verw. oweni Gray. Usambara p. 103. — Ch. fischeri Rchvp., ^ adult. neu beschr., p. 102 ; Matschie 1. c. — Ch. isabellinus n. sp. [= dilepis Leach var. — Ref.] p. 556, Taf. 33, Fig. 2. — Ch. parvüobus Blgr. = ddepis Leach var. [gute Art. — Ref.] p. 555; A. Guenther, Proc. Zool. Soc. London. — Ch. bpinosus n. sp. Derema in Usambara; Matschie, Sitz. -Ber. etc. p. 105. — Ch. tavetensis Stdchr., Diagn. des $; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 9 p. 73. — Ch. tenuis n. sp., verw. nasutus Gray. Derema in Usambara; Matschie, 1. c. p. 106. Rhampholeon brachyurus n. sp. p. 557, Taf. 34, Fig. 2 und Wi. platyceps n. sp. p. 556, Taf. 34, Fig. 1. Nyassaland; A. Günther, Proc. Zool. Soc. London 1892. Dolichosauria (nur fossil). Systematisches. G. Baur will diese Gruppe nur als Familie der La- certilier neben etwa den Anguiden oder Varaniden gelten lassen. Journ. of Morph. (Whitmann) Bd. 7 p. 1—22, Taf. 1-2. 108 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Für Aegialosaurus (n. gen , dalmaticus u. novaki nn. spp.) und Pontosaurus (n. gen. für Hi/drosaurus lesinensis Kornh.), beide aus den Kreideschichten der Insel Lesina stellt C. Gorjanovic - Kramberger eine neue Reptilordnung Ophiosauria auf [die Boulenger 1893 annimmt, aber ihr den weniger irre- führenden Namen Dolichosauria beilegt. — Ref.]. Im Kopfbau und in den procoelen Wirbeln nähern sich diese Thiere den Varaniden, in der Verbreiterung des Quadratbeins, in der Form der Halswirbel - Hypapophysen, der Reduktion der Gliedmassen und der grossen Körperlänge stehen sie aber den Pythono- niorphen nahe, als deren landbewohnende Vorläufer sie wohl aufgefasst werden dürfen. Der Verf. trennt diese Ordnung in zwei Familien, die Aegialosauridae mit den Gattungen Acteosaurus v. Myr., Adriosaurus Seel., Pontosaurus Gorj. und Aegaliosaurus Gorj. und die Dolichosauridae mit der Gattung Dolichosaurus. Ueber die früher schon beschriebenen Typen dieser Gattungen, Acteosaurus tommasinii v. Myr. und Adriosaurus suesst See!., werden gleichfalls neue An- gaben gemacht. Glasnik Nadar. Drustva Bd. 7 p. 74-106, Taf. 3-4 und Rad jugoslav. Akad. Agram Bd. 109 p. 96—123, Taf, 1—2. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 1 p. 510—512. Pythonom orpha, (nur fossil). Skelettsystem. G Baur behandelt die Morphologie des Schädels der Mosasauriden nach einem nahezu vollständigen Stücke von Platecarpus coryphaeus Cope aus der Kreide von Russell Springs, Logan Co., Kansas. Nach einer ge- schichtlichen Einleitung unsrer Kenntnisse des Mosasauridenschädels von Cuvier, Goldfuss, Coi»e, Marsh, Owen bis auf Dollo beschreibt der Verf. eingehend die verschiedenen Kopfknochen und kommt zu dem Schlüsse, dass die Mosasauriden eine Lacertilierfamilie sind, die sich au die Varaniden anschliesst und keine ßeziehnngen zu den Schlangen zeigt. Auch dass die Dolichosaurier eine be- sonders generalisirte Gruppe der Squamaten seien, verwirft er. Er nimmt vielmehr an, dass die rhynchocephalen Vorfahren der Squamaten acht Hals- wirbel besassen, und dass alle generalisirten Squamaten ursprünglich diese Zahl aufzuweisen hatten. Ein Theil der Nachkommen , wie die Dolichosaui'iden, Varaniden und Mosasauriden, zeigte eine Vermehrung, ein andrer eine Ver- ringerung dieser Zahl. Die Stellung der Mosasauriden als Unterordnung der Squamaten in Gleichberechtigung mit den Lacertiliern und Ophidiern hält er für verfehlt. Journ. of Morph. (Whitman) Bd. 7 p. 1-22, Taf. 1-2. Systematisches. A. Gaudry kündigt die Entdeckung der Schnauze eines Pythonomorphen in der oberen Kreide von Cardesse bei Pau an. Der Rest, dem der Name Liodon niosasauroides [n.) gegeben wird, mag einem 10 m langen Thiere zugehört haben, dessen Schädel sich von dem des Mosasnurus giganteus wesentlich in der Bezahnung unterschied. Rev. Scientif. v. Aug. 1892. • — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 26 p. 945. Derselbe giebt eine Uebersicht der Pythonomorphen Frankreichs. Einzelne Zähne kennt er aus der Kreide von Michery und Meudon, die besseren Reste aber gehören zu drei Arten von Liodon, nämlich zu L. anceps Ow. von Meudon und zu den neuen Formen L. compressidens (n.) aus der Quadratenkreide von Michery bei Sens (Yonne) und L. mosasauroides (n.) aus dem Danien von in der Herpetologie während des Jahres 1892. 109 Cardesse bei Oloron (Basses-Pyrenees). Bemerkungen über die Lebensweise der Mosasaurier sind beigefügt. Mem. Soc. Gcol. France Bd. 3, No. ^, ISpgg., 4Figg., Taf. 1—2. — Ref. in Compt. Rend. Acad. Sc Paris Bd. 115 p. 303—304 und in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 347. In einer zweiten Notiz über die Mosasaurier des Obersenons von Mesvin bemerkt L. Dollo, dass Oterognathus houzeaui eine Art der Gattung Plioplate- carpus sei, deren Osteologie er vervollständigt, und dass die hinteren Schwimm- flossen der Mosasaurier der Funktion nach vierzehig gewesen seien. Er kennt jetzt von dort die Gattungen Mosasaurus, Plioplatecarpus, Hainosaurus, Phos- phorosaurus und Prognathosaurus, zu denen er systematische, anatomische und phylogenetische Anmerkungen giebt. Besprochen werden sodann namentlich die Wirbelsäule, die Gliedinasseu und die allgemeine Köi'peiform, sowie die Ver- wandtschaftsverhältnisse von Pythonomorphen und Dolichosauriern. Verf. kommt zu dem Schlüsse, dass die Mosasaurier den Lacertiliern gegenüber die nämliche Stellung einnehmen, wie die Icbthyosauriei' den Rhynchocephalen gegenüber; sie sind weniger vollkommen an das Leben im Meere angepasst. Die Dolicho- saurier dagegen nehmen den Mosasauriern gegenüber die nämliche Stellung ein wie die Nothosaurier gegenüber den echten Plesiosr.uriern Vorzüglich abge- bildet werden Mosasaurus lemonmerl Dollo (Taf, 3) und sein Hand- und Fussskelett (Taf. 4, Fig. 1—6) im Vergleich zu dem von Lestosaurus simus Mrsli. (Taf. 4, Fig. 7), Pontosaunis lesinensis Kornh. (Taf. 4, Fig 8) und Va^'cmus (Taf. 4, Fig. 9). Bull. Soc. Belg. Geol., Pal et Hydr. Bd. 6, Proc. verb. p. 262 u. Mem. p. 219-259, Taf. 3—4. S. W. Willis ton & E. C. Gase beschreiben in einem I. Theile zahlreiche Mosasaurier, darunter p. 29, Taf. 4 — 5 Clidastes westi (n,), aus der Kreide von Kansas und geben p. 17, Taf. 2—3 eine Abbildung des restaui'irten Skelettes von Cl. velox, sowie Bilder von dem vorzüglich erhaltenen Schulter- und Becken- gürtel dieses Thieres. Kansas Univ. Quarterly Lawrence Bd. 1 p. 15 — 32, Taf. 2—6. Ophidia, Hautsystem. Fr. Werner hat die Epitrichialskulptur der europäischen Schlangen auf ihre systematische Verwendbarkeit mikroskopisch untersucht. Er theilt diese Schlangen in die Gruppen 1. ohne Schuppenporen und Kiel, 2. mit einer Pore, 3. mit zwei Poren und zwar a. mit und b. ohne Kiel. Wichtig für uns dürfte sein, dass Verf. die Schuppe von Vipera berus und von V. as2)is auffallend von einander verschieden gefunden hat. Die Tropidonotus- Arten lassen sich an der Schuppenskulptur nicht mit Sicherheit unterscheiden. Biol. Centr.-Blatt Bd. 12 p 277—280. Bemerkungen über die Haut der Schlangen bringt Bougon. Le Naturaliste (Deyrolle) Jg. 14 p. 232 u. 240. Verdauungssystem. F. Nie mann hat die Oberlippendrüsen von Coluber, Zamenis, Hcrpetodryas , Liophis, Tropidonotus, Dendrophis, Psammodynastes, Dryophis, DipsadomorpJms, Elaps, Bunyarus, Vipera, Echis und Bothrops unter- sucht. Als indirekte Ursache der mehr oder weniger starken Entwickelung der Giftdrüsen nennt er die Ausbildung der Oberkieferzähne, als direkte die embryonale Entwicklung. Da nämlich fast alle Giftschlangen vivipar sind, können die Jungen bei ihrem verhältnissmässig langen Aufenthalt in der Mutter 110 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen viel von deren Eigenthümlichkeiten annehmen und ausbilden. Dumeril's Ein- theilung der Schlangen nach dem Verhalten der Zähne ist demnach durchaus gerechtfertigt, zumal da sie sich nach den eigenen Untersuchungen des Verf.'s vollständig mit dei' Entwicklung oder Nichtentwicklung der Giftdrüsen deckt. Entgegen der gewöhnlichen Annahme, dass der Kanal der Giftdrüse den Ober- kiefer durchbohre und durch die Höhlung oberhalb des angewachsenen Giftzahnes in diesen ausmünde, schlängelt er sich, immer dünner werdend, bis an den Vorder- rand des Oberkiefers, wo er den oberen dünneren Theil der Scheide für den Giftzahn duichbricht und als ein haarfeiner Schlauch in den vorderen oberen Rand des Giftzahnes mündet. Der Zahn ist stets voll Gift; ein Behältniss oberhalb des Zahnes, aus dem ein beständiger Eisatz für das ausgeflossene Gift bezogen werden könnte, existirt nicht. Querschnitte durch den oberen Theil des Giftzahnes zeigen ihn durch Scheidewände in drei Hohlräume zerfallend; aussen ist er von einer Cuticula umgeben ; ein eigentlicher Zahnschmelz ist nicht vorhanden. Die Furchenzähne unterscheiden sich von den Giftzähnen dadurch, dass die Giftfurche schon von vornherein einen weitaus grössei'en Raum ein- nimmt, sodass hier von Anfang an die Pulpahöble ausserordentlich reducirt ist. Weitere Bemerkungen beziehen sich auf das Gift von Vipera berus L., das auch beim Erhitzen auf 80° noch unverändert bleibt und seine Giftwirkung nicht verliert. In Aether und Aethylalkohol ist es unlöslich, in Amylalkohol aber zum grössten Theile löslich. Arch. f. Naturg. Jg. 58 Bd. 1 p. 262-286, Taf. 14. G. W. Butler hat die feinere Eintbeilung der Körperhöhle bei den Schlangen verfolgt und die gefundenen Resultate mit den bei den übrigen Sau- ropsiden bekannten [vergl. Ber. f. 1889 p. 168] verglichen. 30 Schlangen, die den wichtigsten Familien (mit Ausnahme der Glauconiiden) angehören, wurden geprüft. Verf. findet, dass der hintere Peritonealraum der Schlangen sein volles Homologon bei den Krokodilen hat und sehr ähnlich ist der posthepatischen Höhle von Tupinambis; sie besitzen wie diese ein Septum posthepaticum. Auch der gastrische und der omentale Raum sind dem der Krokodile homolog, und nur die Beziehungen der Lebersäcke bei den Schlangen zu denen der Krokodile sind nicht so einfach. Besonders wiclitig ist der Nachweis, dass die Pleuroperitonealhöhle beim Schlangenembryo sehr ähnlich ist der der erwachsenen Eidechsen ; erst in späteren Stadien der Entwicklung obliterirt der pleurale Theil der Körperhöhle, und der peritoneale Theil derselben theilt sich bei allen in vier geschlossene Räume, den Litestino-Genitalraum, den gastrischen Raum der linken Seite, den Omentali'aum und die beiden paarigen Lebersäcke. Proc. Zool. Soc. London p. 477—498, Taf. 28. Ontogenie. Fr, Vay hat die Segmentation des Eies von Tropidonotus natrix studirt und versucht, aus dei' I*orm und Grösse der Furchungskugeln das Vorn und Hinten des späteren Embryos zu bestimmen. Die Keimscheibe zeigt in der That eine Symmetrieachse, die sie in zwei Hälften zerlegt; die grösseren Elemente scheinen dem späteren Kopf-, die kleineren dem Schwanz- theile des künftigen Thieres zu entspiechen. Anat. Hefte, 1. Abth., Bd. 2, p. 27—58, Taf. 3. — Auch separ.: „Zur Segmentation von Tr. natrix. Würzburg 1892, 8°. 33pgg., Taf." Biologisches. In einem ersten Artikel über die in der Pariser Reptil- menagerie gemachten Beobachtungen und biologischen Untersuchungen bringt L. Vaillant einen Beiti-ag zum Studium der Ernährung bei den Schlangen. in der Herpetologie während des Jahres 1892. Hl Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 115 p. 277- 279 u. Nouv. Arch. Mus. Hist. Nat. Paris (3) Bd. 4 p. 221—234. Ueber die Lebeiisgewohnheiten der 21 von ihm in Nebraska gefundenen Schlangenarten berichtet W. E. Taylor. Amer. Naturalist Bd. 26 p. 742— 752. 0. P. Hay beschreibt die Brutpflege, Eier und Jungen einiger Schlangen Nordamerikas. Den Eizahu hat er bei allen ovoviviparen Alten gefunden. Er stellt zusammen, was in der Litteratur über die Brutpflege von Ancistrodon contortrix und piscivorus, Crotalus, Crotalophorus catenatus Raf. und müiarius^ die ovoviviparen Arten von Tropidonotus, nämlich Tr. sirtalis, saurita und radix, und über Tr. sipedon, grahami, leheris und Iclrtlandi, sowie über Storeria dekayi, Hetei-odon platyrrhhius, Coluber obsuletus, Zamenis constrictor und Haldea stria- tula bekannt ist, und fügt bei vielen Alten sorgfältige eigene Beobachtungeu hinzu. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 15 p. 385—397. Ueber die Natur des Giftes von Naja tripudians Merr. hat A. A. Kanthack Untersuchungen angestellt. Er hat daraus eine äusserst giftige Albumose isolirt, während die Gegenwart eines Alkaloids ausgeschlosseu werden konnte. Journ. of Physiol. Bd. 13 p. 272—299. A. Calmette untersuchte die physikalischen und chemischen Eigenschaften und die Wirkung des Giftes derselben Schlange; als das beste Gegenmittel hei rechtzeitiger Anwendung erprobte er bei allen Versuchsthieren das Goldchlorid. Aun. Instit. Pasteur Bd. 6 p. 160—183. C. Kaufmann theilt 63 Fälle von Giftschlangenhiss mit, die in der Schweiz am Menschen zur Beobachtung gekommen sind. Corr.-Blatt f. Schweiz. Aerzte No. 22—23. Notizen über die Zahl der Todesfälle, die 1890—91 infolge von Schlangen- biss in der Präsidentschaft Bombay und in Scind amtlich zur Anzeige kamen, bringt „Forest and Stream" vom 14. Apr. 1892 — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 26 p. 867. Ueber einen tödlich verlaufenen Otternbiss im Kaporn'schen Forst bei Königsberg (Pr.) berichtet nach der Königsberger Allgem. Zeitung das Intelligenz- blatt von Frankfurt a. M. No. 110 p. 2330. Ueber einen Otternbiss und seine Folgen macht auch W. A. Rudge in Nature Bd. 46 p. 270 u. in Zoologist (3) Bd. 16 p. 336 Mittheilnngen. J. Fayrer, Gase of rattlesnakebite in London, in Brit. Med. Journ. 1892 p. 728 fi. R. Landois empfiehlt neuerdings den Alkohol gegen Otternbiss. West- falens Thierleben Bd. 3, 1892. — Ref. in Zool. Garten 33. Jg. p. 287. K. Alt fand, dass längere Zeit fortgesetzte Aasspülungen des Magens die Vergiftungserscheinungen infolge von Schlangenbiss wesentlich verminderten, und dass tödlich wirkende Mengen ohne Gefahr für den Organismus blieben, wenn der Mageninhalt ausgepumpt wurde. München. Med. Wochenschrift v. 11. Okt. 1892. In „Les Plantes alexitöres de l'Amerique, Paris 1892, 8». 120 pgg., Figg." giebt H. Bocquillon-Limousin eine Uebersicht über die gegen Schlangenbiss in Amerika angewandten Pflanzen und ihre therapeutischen Eigenschaften. Einige Glycoside und Alkaloide, wie Mikanin, Condurangin, Dorstenin u. a. werden neu beschrieben oder eingehend studirt. — Ref. in Natural Science Bd. 1 p. 553-554. 112 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Palaeontologisches. 0. C. Marsh beschreibt nach "Wirbeln die neue Schlangengattung ('vniophis mit C. praecedens (n.) aus den Ceratops - Schichten der Laramiekreide von Wyoming, die älteste bekannte Schlange Amerikas. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 450, Fig. 1. Faunistisches. Auch V. v. Horb äs' Beobachtungen über den Wohnort von Coronellu austriaca Laur. und Vipcra herus L. sprechen dagegen, dass beide Arten sich gegenseitig ausschliessen. Termeszettudomäuyi Közlöny, Budapest 1892 p. 328 (ungar.). Systematisches. E. D. Cope giebt eine kritische Uebersicht der Unter- scheidungsmerkmale der Species und Varietäten aller nordamerikanischen Schlangen (s. Glauconiidae, Boinae, Colubiinae, Dipsadomorphiuae, Elapiuae, Crotalinae). Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 589- 694. Bougon bringt eine Notiz über die Klassifikation der Schlangen, deren Begründung r.uf den Zahnbau er eine natürliche, auch physiologisch gerecht- fertigte nennt. Le Naturaliste (Deyrolle) 14. Jg. p. 253 — 254. In einer Mittheilung über die Konstruktion zoologischer Tabellen bringt A. Haly tabellarische Diagnosen der Schlangen von Ceylon. Joiu'n. Asiat. Soc. Bengal, Ceylon Branch, Bd. 11 p. 22—32 und 183-232, Figg. 0. Boettger beschreibt drei neue Schlangen verschiedener Provenienz aus der Lübecker Sammlung (s. Colubrinae, Dipsadomorphinae). Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 417-420. Typhlopidae. Sinnesorgane. Das Auge von Typhlops vermicularis u. braminus besitzt nach C. Kohl keine Orbita, aber eine verhältnissmässig gut entwickelte Harder'sche Drüse. Cornea und Sciera sind differenzirt, Sclera und Chorioidea nur eine kurze Strecke hinter der cornealen Gi'enze deutlich ge- schieden oder in einander übergehend. Die typischen sechs Augenmuskeln sind vorhanden, ebenso Iris und Ciliarkörper. Die Retina zeigt die gewöhnliche Schichtung; Stäbchen fehlen, dagegen giebt es zwei Arten von Zapfen. Direkte nervöse Leitung ist deutlich zu verfolgen. Das Auge von T. braminus steht noch etwas tiefer als das von T. vermicularis. Bibl. Zool. (Chun & Leuckart) Heft 13. 140 pgg., 9 Taf. Systematisches. Ueber die Pholidose von Typhlops lineatus Boie bringt 0. Boettger eine kurze Notiz p. 121, desgl. über die von T. flaviventer Pts. von Mansinam Adoreh p. 151. 29/32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. Derselbe berichtet über eine Schuppenabnormität bei Typhlops braminus Daud. aus Canibodja. Ebenda p. 102. Typhlops curtus n. sp. [nach Boulenger = ligatus Pts.] Walsh Rvr., Golf von Carpentaria, Queensland; J. Douglas Ogilby, ßec. Austral. Mus. Bd. 2 p. 23. Glauconiidae. Systematisches. E. D. Cope behandelt die nordameri- kanischen Vertreter der Cxattungen Glauconia Gray {dulcis B. G.) und Rena B. G. {hiimilis B. G.). Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 589-590. Glauconia distanti n. s^p . Pretoria, Transvaal; Boulenger in Distant, Natur, in the Transvaal, 1892, p. 175, Fig. und Cat. Snak. Brit. Mus. Bd. 1 (1893) p. 62. Boidae. a. Pythoninae. Systematisches. 0. Boettger macht Mit- theilungen über ßeschuppung und Fäi-bung von Liasis amethystinus Schnd. von der Insel Haruku und über Chondropython azureus Mey. 29. /32. Ber. Offenbach. Ver. f. Natuik. p. 151—152. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 113 b. Boinae. Biologisches. Nach L. Vaillant nahm Eunectes murinus nur fünfmal im Jahre Nahrung zu sich. Die Verdauung war eine fast voll- ständige; die Entleerung fand nur einmal nach der Mahlzeit statt, die Auswurf- stoffe entstammten fast stets nur dem vorher verzehrten Tliiere. In fünf Jahren nahm die sechs Fuss lange Schlange nur um 2 kg an Gewicht zu. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 115 p. 277— 279. R. ß. Mole macht ebenfalls Mittheilungen über Eunectes murinus aus Venezuela und Trinidad. Auch er bezeichnet das vorherige Einspeicheln der Beute als irrthümlich. Das von ihm gepflegte Stück ist 7' 4" lang, liegt Tag und Nacht im Wasser und hat bis jetzt Nahrung verweigert. Journ. Trinidad Field Nat. Club Bd. 1 p. 56-58. Eine I^otiz über Beiden als Hausschlangen in Brasilien, die nachts der Rattenjagd nachgehen, bringt D. Grronen. Zool. Garten 33. Jg. p. 315 — 316. Nach E. D. Cope werden mit Bananenfruchtständen Boa Imperator aus Mexiko, Epicrates angulifer aus Cuba und Üngualia pardaUs aus Jamaica häufig in die Vereinigten Staaten eingeschleppt. Proc. U. S. Nat, Mus. Bd. 14 p. 590. Faunistisches. R. R. Mole & F. W. Urich nennen Boa constrictor, Eu- nectes murimi-s, Epicrates cencliris und Corallus hortulanu^ die einzigen ein- geborenen Boinen Trinidads. Journ. Trinidad Field Nat. Club Bd. 1 p. 91. Systematisches. G. A. Bonl enger bringt einen Schlüssel zur Bestimmung der Arten der Gattung E)-px Daud. und Gongylophis Wgl. mit ihren 5, resp. 3 Arten. Neu ein Gongylophis. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 9 p. 74—76. Notizen über Pholidose von Gongylophis conicus Schnd. aus Bombay und Madras wml Eryxjohni'Rnss. aus Madras veröffentlicht O. Boettger. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f Naturk. p. 75. E. D. Cope behandelt die nordamerikanischen Vertreter der Gattungen Lichanura Cope (trivirgata Cope, roseofusca Cope und orcntti Steju.) und Charina Gray [hrachyops Cope und bottae Blv). Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 590- 593. 0. Boettger macht Mittheilungen über Beschuppung und Färbung von Enygrus carinatus Schnd. und asper Gthr. 29/32. Ber. Oifenbach. Ver. f. Nat.p. 152. Gongylophis muelleri n. sp. Sennaar, Nubien; Bouleuger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 9 p. 74 [= m-yx Ref ]. Wenona isahella B. G. und plumhea B. 0;. = Charina bottae Blv.; Cope, Proc. U. S Nat. Mus. Bd. 14 p. 590-593. Ilysiidae. Systematisches. Bemerkungen über die Beschuppung von Cylindrophis maculatus L. aus Ceylon macht O. Boettger. 29./32. Ber. Offen- bach. Ver. f. Naturk. p. 75. Ueber die Augengrösse von Cylindrophis rufus Laur. bringt derselbe eine Notiz. Ebenda p. 122. Upopeltidae. Systematisches. Notizen über Beschuppung und Färbung von RhinopJiis oxyrrhynchus Schnd., planiceps Pts. und trevelyanus Kel. aus Ceylon, von Silybura pulneyensin Bedd. und nigra Bedd. aus den Palni Hills Südindiens, S. brev'is Gthr. und Plectritrios perroteti D. B. aus den Nilgiris, sowie von Platyplectrurus madurensis Bedd. aus den Palni Hills bringt 0. Boettger. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 75—78. Rhinophis travaneoricus n. sp. Travancore ; Boulenger, Journ. Bombay Nat. Hist. Soc. Bd. 7 p. 318. Arcli. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. Bd. II. II. 1. 8 114 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Xenopeltidae. Systematisches. 0. Boettger bringt die Scliuppenformel eines Stückes von XenopelUs unicolor Reinw. aus Java. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Nat. p. 122. ColubPidae, a. Acrochordinae. Systematisches. Notizen über Be- schuppmig und Färbung von Chersijdrns yrcmulatus Schnd. giebt 0. Boettger. 29./32. Ber. Olfenbach. Ver. f. Naturk. p. 85. b. Coliibrinae. Biologisches. i?Amec7w.s.scaZan's Schz. ist nach H. Werner weder besonders bissig, noch jähzornig, worin sie z. B. von Zamenis dahli bei weitem übertrolfen wiid; wenn auch nicht die schnellste, so ist sie doch eine der schnellsten europäischen Schlangen. Manche Stücke verweigern hart- näckig Nahrung anzunehmen. Zamenis hippocrepis wird [ganz in Ueberein- gtimmung mit des Ref. Erfahiwngen, während A. König sie in der Freiheit in Tunis ausserordentlich beisslustig fand] als sanft und harmlos geschildert. Zool. Garten 33. Jg. p. 40-41. Dieselbe macht weitere Mittheilungen über Zamenis hippocrepis in der Gefangenschaft. Sie häutet sich allmonatlich, ftisst Mäuse, trinkt selten, meidet aber die Feuchtigkeit nicht, ist in ihren Bewegungen im Vergleich zu den Gattungsverwandten nicht besonders schnell und hat nach fünfmonatlicher Ge- fangenschaft ihre Bissigkeit noch nicht abgelegt. Ebenda p. 306. Eine Notiz über die Nahrung von Coluber longissimus Laur. in der Ge- fangenschaft (Mäuse und junge Sperlinge) bringt F. C. Noll. Ebenda p. 250. Nach Fr. Werner hat Coronella austriaca Laur., offenbar krankhaft, in der Gefangenschaft 10—12 runde Kieselsteine verschluckt, die ihr übrigens nicht schadeten. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 60. Palaeontologisches. Nach E. D. Cope wurden Reste eines fossilen Bas- canium in der Höhle von Port Kennedy, Penna., gefunden. Proc. ü. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 623. Faunistisches. F. Müller bringt p. 202 einige schweizerische und einen spanischen Fundort für Coronella austriaca Laur. und nennt p. 203 Dromicus undiäattis Wied von Cayenne und p. 205 Dinodon rufozonatus Gant, von Wladi- wostok. Verb. Nat. Ges. Basel Bd. 10. Mittheilungen über das Vorkommen von Tropidonotus natrix L. bei Chemnitz, Frauenstein, Kottenhaide, Plauitz und Rachlau und von Coronella bei Lindeuau, Planitz, Glauchau und Rachlau bringen A. B. Meyer & F. Helm. 6. Jalir.- Ber. (1890) Ornith Beob.-Stat. Kgr. Sachsen, Berlin 1892, 4°. p. 55—63. In seiner Arbeit über die Colubriden der Provinz Rom zählt A. Carruccio von hier auf Tropidonotus natrix und tessellatas Laur., Coluber quaten-adiatus Gmel. und longissimus Laur., Zamenis gemonensis Laur. und Coronella austriaca Laur. (ohne sichere Fundorte in der Provinz) und girondica Daud., z. Th. mit genauen Fundortsangaben. Boll. Soc. Roman. Stud. Zool. Bd. 1 p. 39-57. H. & T. Piel de Churcheville kennen Tropidonotus natrix var. persa Pall. ans der Umgebung von Nantes in der Bretagne. Bull. Soc. Sc. Nat. de rOuest de la France Bd. 2 p. 35-38, Taf. 2. Staats V. Wacquant-Geozelles verzeichnet Tropidonotus tessellatu-'i Laur. von Lohmar bei Köln im Siegkreis. Zool. Garten 33. Jg. p. 307. Ueber das Wohngebiet von Zamenis gemonensis Laur. in Frankreich hat R. Martin eine Notiz. Bull. Soc. Sc. Nat. de l'Ouest de la France Bd. 2 p. 149-150. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 115 Fr. Werner nennt dieselbe von Salona, Dalmatien. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 1892 p. 355. A. Koenig kennt p. 20 Lytorhynchus diadema D. B. von Gabes und p. 21 Zamenis älrjirus Jan (mit nur 23 Schuppenreihen) von El Djem (Thystrus). Sitz.-ßer. Niederrhein. Ges. f. Nat. u. Heilk. Bonn. Sep.-Abdr. Der Report Counc. Zool. Soc. London f. 1891 nennt p. 44 Drymobius hoddaerti Sentz. von St. Vincent, Westindien. Systematisches. Mittheilungen über die Beschuppung von Tropidonottis vipcrinuf< Lati" , Zavienit^ ulgiruft Jan aus Tunesien und Z. hippocrepis L. und diadema Schlg. bringt J.Anderson. Proc. Zool. Soc. London p. 18- 19. Notizen über Cydophis collaris Men. aus dem Karabagh, über C. modestus Mart. typ. von Tiflis und über eine neue Varietät der letzteren Art bringt 0. Boettger p. 147 — 148, über Zamenis dahU var. najadnm Eichw. und Z.ra- vergieri Men. vom Araxes p. 148 und über Tropidonotus natrix var. persa Fall, aus dem Karabagh und TV. tessellatus Laur. aus Nawaginskaja in Ciskaukasien p. 149. Ber. Senck. Nat. Ges. 1892. Fr. Müller beschreibt p. 201 eine Varietät von Calamaria linnaei Boie aus Gadok, Ost-Sumatra, und macht p. 204 Bemerkungen zu Tropidonottis as- perrimm Blgr. und subminiatus Reinw., Helicops carinicaudus Wied und infra- taeniatus Jan. Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 10. 0. Boettger bringt Notizen über Schuppenformel und Färbung von Xyl- ophis perroteti D. B., Aspidura trachyprocta Cope, Lycodon striatus Shaw, tra- vancoricus Bedd. und aidicus L., Simotes arnensis Shaw, Oliyodon venustu.s Jerd., suUineatus D. B. und subgriseus D. B., Zamenis mucosus L., Colvber helena Daud., Dendrophis pictus Gmel., Tropidonotus stolatm L., piscator Schnd. und plumbi- color Cant. und Helicops schistosus Daud. 29./32. Ber. Offenbach. Vei-. f. Naturk. p. 79-84. Bemerkungen über Beschuppung und Färbung von Tropidonotus conspi- cillatns Gthr. und über Pholidose von Coluber melanurus Schlg,, Dendrophis pictus Gmel., Deudrelaphis caudolineatus Gray und Simotes octoUneatus Schnd., sämmt- lich aus Deli, Nordost- Sumatra, bringt derselbe. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 107—110. Derselbe macht Mittheilungen über Schuppenformel und Färbung von Calamaria cuvieri Jan, C. linnaei Boie typ. und var. transversalis Jan, var. bilineata Jan und var. tessellata Boie, C. lumbricoidea Boie, modesta D. B. und versicolor Ranz., Elapoides fiiscus Boie, Lycodon atdicus L. und subcinctus Boie, Folyodontophis melanocephalns Gray typ. und var. geminata Schlg., Ablabes ba- liodir^is Schlg., Simotes octoUneatus Schnd. und purpurascens Schlg., OUgodon bitorqnatus Boie, Coluber oxycephalus Boie, Tropidonotus chrysargns Schlg., sub- miniatus Schlg., trianguligerus Boie, piscator Schnd. typ. und var. melanozosta Grav. und Tr. vittatus L. aus Java. Ebenda p. 122—132. E. D. Cope giebt p. 603 die Unterschiede der zwei bekannten Arten von Gyalopium Cope, p. 605 der zwei von Ckionactis Cope und der zwei von Bhino- chilus B. G., p. 614 der vier von Diadophis B. G., p. 619 der drei von Salvadora B. G., p. 622 der neun von Bascanium B. G., p. 631 die von 13 nord- und mittel- amerikanischen Arten von Coluber L., p. 636 der drei Formen von Spilotes corais Cuv., p. 646 der 25 Arten von Eiitaenia B. G. und p. 674 der drei von Storeria B. G. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 8* 116 Prof. Dr. Oskav ßoetfcger: Bericht über die Leistuiigeu Derselbe beschreibt als Einwohner der Vereinigten Staaten die Gattung Stilosonia Biovm mit St. extemiatimi Biown; Carphopliiops G-erv. mit (.'. amoena Say und vermis Kenn.; Vinjinia ß. G. mit V. vakriae B. G. und elegmis Keim.; Contia B. G. mit C. pygaea Cope, miüs B. G. und episcopa Kenn., letztere mit den vars. torqiiata und isozona Cope; Lodia B. G. mit L. tenuis B. G.; Cemophora Cope mit C. coccinea Blnmbch.; Gyalopitim Cope mit G. canum Cope; AbuHtor Gray mit A. tri/throyrummus Daud.; Farancia Gray mit F. abacnra Holbr. ; Chionactis Cope mit Ch. occipitalis Hall.; Elilnochüus B. G. mit Bh. leconteiB. G. ; Osceola B. G. mit 0. dapoidea Holbr. ; Ophibohis B. G. mit 0. doliatus L. und den vars. coccinea Schlg., anntdata Kenn., gentilis B. G., parallela, fiyspila und collaris Cope, clerica B. G. und triangiüus Boie, 0. rhombomacidutus Holbr., calliyaster Say, pyrrhomelas Cope, mtdtistriatus Kenn, und getidus L., letzterer mit den vars. .sayi Holbr., nigra Yarr., splendida und boylei B. G. und caUforniae ßlv. ; DiadopMs B. G. mit D. reyalis B. G. und ihrer var. arnyi Kenn., D. ama- bilis B. G. und ihren vars. jndi hella und docUis B. G. und strictogenys Cope, sowie D. punetatiif^ L. ; Hypsiglena Cope mit H. ochrwhynclia Cope; Phyllo- rhynchus Stejn. mit Ph. browni Stej. und decurtatus Cope; Dromicis Bibr. mit Dr. ßavilatus Cope ; Salvadora B. G. mit 8. grahamiae B. G. ; Liopeltis Cope mit L. vernalis De Kay; Cychphis Gthr. mit C. aestivus L.; Bascanium B. G. mit B. constrictor L., picmm Cope n. sp., flayelUforme Catesb., semilineatum n. sp., laterale Hall, mit der var. anrigula Cope, £. schotti und ornatum B. G. und taeniatum Hall.; Coluber L. mit C. confinis B. G., vidpinus B. G., guttatus L. mit seiner var. sellata Cope. C rosaceus Cope, (puidrivittatus Holbr., ftpiloides B. G., obsoletus Say mit seiner var. lemniseata Cope, C. kceitts und emoryi B. G. und &aM'ai Yarr. ; Spilotes Wgl. mit äjij. corais Cuv. und ihrer var. coiiperi Holbr.; Bhinechis Michah. mit E/t. elegant Kenn.; Fityophh Holbr. mit P. inelanoleuvufs Daud., sa_^/ Schlg. und ihrer var. bellona B. G., P. catenifer und vertebralis ßlv.; Heterodo/i Beauv. mit Ä. platyrrhinus Latr., simus L. uud naslcus B. G., letzterer mit var. kennerlyi Kenn.; Eutaenia B. G. mit Eu. sackeni Kenn., saurita L., jyroxima Say, megalops Kenn., ;-ad?.<; B. G., macrostemma Kenn., butleri und biscutata Cope, elegans B. G. mit den vars. phdonia Yarr., ordinoides B. G., brunnea n., lineolata n., vagrans B. G., couchi Kenn, und marciana B. G.. jE?«. cyriopsis Kenn, mit den vars. collaris Jan und ocellata Cope, £"?«. infernalis Blv. mit der var. lu'd«« n., jBm. aurata n. sp., leptocexjhala B. G., sirtalis L. mit den vars. graminea Cope, ordinata L., semlfasciuta n., dorsalis B. G., obscura Cope, parietalis Say, concinna Hall., tetrataenia Cope, pickeringi B. G. und trilineata n., J^rt. nigrilatus Brown, mtdtimacidata uud rufopunctata Cope; Tropidoclonium Cope mit Tr. lineatum Hall.; Liodytes Cope mit JL. aZ/em Garm.; Natrix Laur. mit iV". leberis Lt., grahami B. G., rigida Say, itsto Cope, tZarfc« B. G., compressi- cuiida Kenn, mit den vars. bivlttata Cope, ivalkeri Yarr. und comp)solaema Cope, JV. valida Kenn, mit var. celaeno Cope, iV. bisecta Cope, fasciata L. mit den vars. sipedon L., pUuralis n., transversa Hall, und erythroya>ciatv.s Schnd. lind gracUh Shnw und Enhijdrina vulakadkn Boie, sämnitlieh aus Madras, über die Seeschlangen fauna von Madras überhaupt, und über Schuppenforniel und Färbung von Distira jerdoni Gray aus Ceylon und D. r ijanonm-ta Daud. aus Bombay und Ceylon. 29./32. Ber. Offenbach Ver. f. Naturk. p. 88—91. S. Garmau beschreibt Pholidose und Färbung von Hydnis jilaturus L. aus Ecuador. Bull. Essex Instit. Bd. 24 p. 88. Eine Notiz über die Beschuppung von Hydrophü faficiatus Schnd. aus Kaiservi'ilhelmsland bringt 0. Boettger. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk p. 155. F. Müller beschreibt einen neuen Platmm aus dem südlichen Stillen Meere, ohne ihn zu benennen [= PI. mueUeri Blgr.]. Verb. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 207. g. Elapinae. Faunistisches. A. König nennt Naja haje L. von Kairouan, Tunesien. Sitz.-Ber. >Jiederrh. Ges. f. Nat. u. Heilk. Bonn. Sep.-Abdr. p. 22. Systematisches. 0. Boettger bringt Notizen über Färbung und Be- schuppung p. 87-88 von Bungarus vaerideus Schnd. und Naja tripudiam Merr., p. 111 von Adeniophis bivirgatus Boie aus Deli, Nordost-Sumatra, und p. 133—134 von A. bivirgatus Boie und intestinalis Laur., Bungarus fasciatus Schnd. und semifasciatux Kühl und Naja sputatrix Reinw. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. J. V. Barboza du Bocage weist nach, dass die Dendraspi^ der Insel St. Thome nicht zu D. angmticeps Smitli, sondern zu B. jamesoni Traill zu stellen ist. Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 2 p. 265—267, 2 Figg. E. D. Cope beschreibt als Bewohner der Vereinigten Staaten die Gattung Elaps L. mit E. fulvim L., distans Kenn, und euryxanthus Kenn. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 680-681. S. Gar man macht Mittheilnngen über Beschuppung und Färbung von Elaps fidvius L. und teuer B. G. aus Uemings Bridge, Co. Matagorda, Texas. Bull. Essex Instit. Bd. 24. Sep.-Abdr. p. 5-6. 0. Boettger giebt kurze Beschreibung einer sehr grossen Diemenia sp. [nach Boulengcr = MicropecJiis ikaheka Less.] aus Kaiserwilhelmsland und macht Mittheilungen über Acanthophin antarcticiis Shaw von der Insel Haruku. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 154—155. Dendraspis angusticeps Smith, Kopf abgeb. Fig. 2. — D. jamesoni Traill, Kopf abgeb. Fig. 1; Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 2 p. 266. Elaps tristis B. G. = fidvius L. ; S. Ga)man, Bull. Essex Instit. Bd. 24. Sep.- Abdr. p. 5. Hoplocephalus sid)Occipitalis n. sp. [nach B\gx. = Benisonia daemeli Gthr.j Moree, Australien; J. D. Ogilby, Rec. Austral. Mus. Sydney Bd. 2 p. 23. Naja elaps Schlg. = Micropechis ikaheka (Less.); F. Müller, Verb. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 207. Amblyeephalidae. Systematisches. Ueber Pholidose und Schuppen- formel von Haj)lopeUura boa Boie, Amblycephalus carinatm Schlg. und laevis Boie aus Java macht 0. Boettger Mittheihmgen. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 134—135. 122 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die LeLstungen F. Müller beschreibt eineu Amblycephaluf! äff. carinatus aus Ost-Java, ohne ihn zu benennen Verh. Nat. Ges Basel Bd. 10 p. 206. Viperidae. Palaeontologisches. F. Kinkelin beschieibt als ersten fossilen Giftzahn Provipcra boettgeri, (n. gen. et sp.) aus dem untermiocänen Kalk von Mosbach-Biebrich. Die Ausbildung von Giftzähnen ist also keine neuer- worbene Einrichtung. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 93— 94. — Ref. in ^!. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 549. — E. D. Cope bemerkt dazu, dass bereits Lartet aus dem Obermiocän von Sansan Vipera nach dem Zahne und er selbst eine Crotalinen- art aus der obermiocänen Loup Fork-Gruppe Nordamerikas erwähnt habe. Ebenda p. 224. a. Viperinae. Biologisches. Nach E. Vängel verzehrte V.herus in der Gefangenschaft weisse Mäuse und Bomhinator igneus Laur. Termeszettudomänyi Közlöny. Budapest 1892 p. 328 (ungar.). Faunistisches. A. König fand Vipera cerastes L. in der tunesischen Sahara. Sitz.-Ber. Niederrhein. Ges. f. Nat. u. Heilk. Bonn. Sep.-Abdr. p. 23. F. Müller nennt ein verirrtes Stück von Vipera aspis L. vom Hardtwald bei Basel u. F. be)-us L. var. pn-ester L. von Ueberlingen am Bodensee. Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 208. Kurze Mittheilungen über deutsche Fundorte von Vipera aspis L. und berufi L. bringt J. Blum. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 92— 93. Nach demselben ist V. berus L. bei Richisau im Ct. Glarus häufig u. kommt vom KliJnthale an aufwärts bis oberhalb der Klubhütte des Glärnisch vor. Nachr.-Blatt d. d. Malakozool. Ges. 24. Jg. p. 128. Mittheilungen über das Vorkommen von Vi2)era berus L. bei Altenberg, Chemnitz, Palkenstein, Frauenstein (Magen mit Resten von Eidechsen, Feld- u. Waldmäusen; grösste beobachtete Länge 70 und 75cm; bei der Sektion wurden 6 — 13 Eier oder Junge nachgewiesen), Freiberg, Grimma, Marieney i. V., Markersbach, Oelsnitz i. V., Planitz (Magen mit Resten von Mäusen, jungen Rephühuern und junger Goldammer), Plauen, Rachlau (fehlt hier) und Schnee- berg stellen A. B. Meyer & F. Helm zusammen. 6. Jahr.-Ber. (1890) Ornith. Beob.-Stat. Kgr. Sachsen, Berlin, 4«. p. 55-63. In der sächsischen Amtshauptmannschaft Grimma sind im Jahre 1891 allein 1343 Kreuzottern eingeliefert worden. „Die Gartenlaube" 1892 p. 323—324. Notizen über Häufigkeit von Vipera berus in den Vorbergen des Riesen- gebirges im Frühling und Sommer 1891 und speciell über das Vorkommen bei Landeshut, Reg. -Bez. Liegnitz, bei Schmiedeberg undSprottau bringt K.Knauthe. Zool. Garten 33. Jg. p. 63. A. Nehriug fand weibliche Vijjera berus ohne die Zickzacklinie häufig im Kreise Naugard, Pommern. Deutsche Jägerzeitung v. 7. Juli 1892 u. Zool. Garten 33. Jg. p. 250. Systematisches. J. v. Bedriaga giebt einen Schlüssel für die Unter- scheidung der europäischen und circummediterranen Vipernarten (Vipera arietans, latastei, ammodytes, xanthina, lebetina, berus und aspis) mit z. Th. neuen Cha- rakteren. Compt. Rend. Congres Liternat. de Zool. Moscou, IL Sess., 1. P. p. 236—241. Mittheilungen über Variabilität der englischen Vipera berus L. macht G. A. Bou lenger. Sie fehlt in Irland, auf den Shetlands und Orkneys, ist aber in ganz Schottland und England heimisch. Sehr häufig ist sie in Surrey, in dei- Herpetologie während des Jahres 1892. 123 Hampshire und Dorsetshire, selten in Cornwa]!. Sie fehlt auch nicht auf den Inseln Arran, Skye und Lewis. ^ und S^ unterscheiden sich leicht an der Schwanzlänge und an der grösseren, resp. geringeien Anzahl der Sixbcaudal- schilder. Was die Kopfbeschuppung anlangt, so sind die Syncipitalschilder bei britischen Stücken fast ausnahmslos wohl entwickelt; einige Ausnahmen werden verzeichnet. Die zwei Canthalschilder können gelegentlich zu einem einzigen Schildchen verschmelzen. Oberlippenschilder fand der Verf. 6 10; die Zahl 8 bildet die Regel, während Stücke vom Festland viel häufiger die Zahl 9 als 8 aufweisen. Schuppen rund ums Auge zählt mau in England meist 8—9, auf dem Festland 9—10, doch variirt diese Zahl bei hi'itischen Stücken von 6 — 11. Zwischen Auge und SupralabJaltu befindet sich nur eine Schuppenreihe, aber ein Stück von der Insel Arran zeigt einseitig zwei Schuppenreihen. Aehnliches lässt sich auch bei französischen und norwegischen Stücken beobachten. Die Zahl der Schuppenreihen englischer Stücke vai'iirt von 19—23; auch in Norwegen treten Stücke mit 19 Reihen auf. Britische Exemplare zeigen V. 137 — 146 beim ^, V. 139—154 beim $, fremde V. 139-147 beim $ und 135—153 beim $; alle Stücke Sc. 35—40 beim ^ und 28—35 beim $. Weitere Bemerkungen beziehen sich auf Färbung und Zeichnung. Britische Stücke ohne Spur eines Zickzackstreifens sind nicht bekannt; doch kommt var. prester L. in Kent und auf Arran vor. Melanismus ist unabhängig vom Geschlechte. Das grösste im Biitish Museum liegende Stück aus England misst 59 cm. Das 5 scheint nicht grösser zu sein als das ^. Ihre Nahrung nimmt die Kreuzotter aus allen Klassen der Wirbelthiere mit Ausnahme der Fische; Verf. fand eine Spitzmaus u. einen Frosch, F. Müller einen Alpensalamander im Magen der Kreuzottei". Zoologist (3) Bd. 16 p. 87-93. Ueber Varietäten von Vii^era berus L. berichtet auch Ch. A. Witchell. Ebenda p. 152—153. Mittheilungen über F. herns prester L. von Markwick machen W. Borrer p. 272—273 und G. E. Lodge p. 312—313. Ebenda. 0. Boettger beschreibt V. berus L. von der Stanitze Pjätigorsk bei Maikop in Ciskaukasien [Ist V. renardi Chi'ist. — Ref.]. Ber. Senck. Nat. Ges. 1892 p. 149. J. Anderson stellt die wichtigsten Charaktere der im British Museum befindlichen P'ormen von Vipera lebetina L zusammen. Sie stammen aus Algerien, Cypern, vom See von Galilaea, aus Teheran und sonst in Persien, von Sung Hadji und Shoü Kaltigni in Afghanistan und aus Tunesien. Sodann giebt er Schuppenformeln von Cerastes vipera L. Proc. Zool. Soc. London p. 21—23. F. Müller beschreibt eine Vipera? avicennae Alp. von Gabes in Tunesien. Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 10 p. 208. Notizen über Pholidose und Färbung von Vipera russelli Shaw und Echis carinata Schud. bringt 0. Boettger. 29., 32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk p. 91. Causus rostratus n. sj). [nac^ [).M = (\ rostratus Qthw; nach Bonlenger = defilippii Jan] Kondoa u. Sansibar, Ost-Afr. ; Mocqaard, Naturaliste (Deyrolle) 14. Jg. p. 35 u. 64. Vipera lebetina L. var. deserti n. Duii'at. Tunesien; Anderson, Proc. Zool. Soc. London p. 20, Taf. 1, Fig. 6-7. b. Crotaliuae. Hautsystem. Ueber das Wachsthum der Rassel bei den Crotalinen macht S. Gar man weitere Mittheilungen. Science (New York) Bd. 20 p. 16-17, 9Figg. 124 Prof. Dr. Oskar ßoettger: Bei'icht über die Leistungen Biologisches. E D. Cope giebt eine anschauliche Schilderung der Bildung dei' Rassel und der Art, wie die Kla])perscblangen beissen. Sie erreichen in Crotalus adamanteus Beauv. in Florida 8' Länge. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 687—688. F. C. Neil macht Mittheilungen über die Bedeutung der Rassel bei den Klapperschlangen. Er glaubt, die Rassel möge durch ihr Geräusch die Opfer neugierig machen, wahrscheinlicher aber noch sie erschrecken. Letztere Wirkung bi'inge auch die Ausdünstung von Trojndonotus natri'x auf Frösche heiTor. Das Rasseln könne auch in dem Geschlechtsleben der Schlange eine Rolle spielen. Zool. Garten 33. Jg. p. 156-157. Systematisches. S. Garman erläutert ausführlich die Gründe, die ihn veranlasst haben, neben der Gattung Crotalus L. den tarnen Sistrurus Garm. statt Crotalophorus Gray für die zweite nordamerikanische Crotalineugattung auf- zustellen. Science (New York) Bd. 19 p. 290. 0. Boettger bringt Bemerkungen über Beschuppung und Färbung p. 91 bis 93 von Ancistrodon hypnale Merr., Trimeresurus strigatus Gthr., anamallensis Gthr., letztei'er von den Nilgiris, trigonocephalus Daud. und macrolepis Bedd., p. 112 von Trimeresurus tvagleri Schlg. aus Deli, Nordost-Sumatra, und p. 135 bis 136 von Ancistrodon rhodostoma Reinw. und Bothrops puniceus Reinw. aus Java. 29./32. Ber. Offenhach. Ver. f. Naturk. E. D. Cope beschreibt p. 681— 694 als Bewohner der Vereinigten Staaten die Gattungen Ancistrodon Beauv. mit A piscivorus Lac6p. und contortrix L.; Crotalophorus Gray mit Cr. miliaris L. und catenatus Rafin. mit seiner var. cdwardsi B, G. ; Crotalus L. mit Cr. molossus B. G., adamanteus Beauv. mit den vars. scutulata Kenn., atrox B. G. und rubra n.. Cr. confluentus Say mit den vars. pulverulenta Cope, lecontei Hall, und lucifer B. G., Gr. lepidus Kenn., tigris Kenn., enyo Cope, horridus L , cerastes Hall., mitchelli Cope und pyrrhus Cope und giebt p. 682 Schlüssel für die Unterscheidung der drei bekannten Arten von Ancistrodon Beauv., p. 684 für die drei von Crotalophorus Gi'ay und p. 688 für die 15 von Crotalus L. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14. S. Garman bringt Notizen über Beschuppuug und Färbung von Sistrurus catenatus Rafin. und miliarius L., sowie von Ancistrodon piscivorus Lacep. aus Deming's Bridge, Co. Matagorda, Texas. Bull. Essex Instit. Bd. 24. Sep.-Abdr. p. 4-5. Bothrops dkinavensis n. sp., verw. monticola Gthr. Okinawa, Liukiu-Inseln; Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 302. Crotalus adamanteus Beauv. var. rubra n. Nordamerika; Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 14 p. 690. Trimeresurus xanthomelas Gthr. [nach Boulenger = jerdoni Gthr.], abgeb. bei Günther in Pratt's Snows of Tibet, Taf. 1 Fig. A. Ornithosauria (nur fossil). Systematisches. S. W. Williston berichtet über die Ornithosaurierfauna der Kreide von Kansas und beschreibt Reste von Pteraiiodon Mrsh. und Nyct-o- dactylns Mrsh. von dort. Er schlägt vor, die Ordnung in drei Familien zu theilen, nämlich in 1. Pterodactylidae mit den Unterfamilien a) Pteranodontinae in der Herpetologie wählend des Jahres 1892. 125 und b) Pterodactyliuae , in 2. Rhamphorhynchidae und in 3. Ornithochiridae. Kansas University Quarterly, Lawrence, Bd. 1 p. 1— 13, Taf. 1. Pterodaetylidae. Systematisches. L. Lortet beschreibt und bildet ab einige vereinzelte Knochen von Pterodactylns cerinensis v. Myr. p. 129, Fig., Taf. 5, Fig. 3 4 und von Pt. ? yrandi-'^ Cuv. aus dem oberen Jura von Cerin im Rhonebecken. Arch. Mus. Hist. Nat. Lyon Bd. 5. Dinosaiiria (nur fossil). Systematisches. Allgemeinere Mittheilungen über die Dinosaurier, ihre Eintheilung und die Marsh'schen neueren Funde macht L. Dollo. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 6 p. 10—12. J^ach H. Gr. Seeley, der die Resultate seiner Untersuchungen über die Saurischia Europas und Südafrikas zusammengestellt hat, sind diese unguiculate Land-Ürnithomorphen, deren Pubes nach unten, einwärts und vorwärts gerichtet sind und sich zu einer Symphyse verbinden. Die Form der Beckeuknochen variirt mit der Länge der Gliedmassen; mit deren Längerwerdeu wird das Acetabulum durchbohrt, das Ilium mehr gedehnt, Pubis und Ischium schlanker und das Kreuzbein enger. Die Ordnung schliesst die Cetiosauria, Megalosauria und Aristosuchia (Compsognatha) ein. Weitere Mittheilungen beziehen sich aut Becken und Schultergürtel von Belodoa, der zu den Cetiosauriern gestellt wird, auf Staganolei)is, der zu den Megalosauriern gehören soll, auf Zanclodon und Verwandte, auf Thecodontosaurus und Palaeonaurua und auf die südafiikanischen Gattungen Massospondylus , Euscelo.saurus und Hortalotarsus und ihre Be- ziehungen zu einander. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 48, Proc. p. 188—191. — Za ähnlichen Resultaten, wenigstens in Bezug auf Zanclodon, ist in seiner Notiz über triassische Dinosaurier auch 0. C. Maish gekommen. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 546. - Ref. in Natural Science Bd. 1 p. 414—415, Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 377-379, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 265—267 und Nature Bd. 46 p. 238-239. 0. C. Marsh bringt weitere Mittheilungen über die Gattungen Claosaurus Mrsh., Pulaeoscincus Leidy und Aublysudon Leidy aus mesozoischen Schichten Nordamerikas. Letztere Benennung ist nach dem Verf. ein Sammelname für vier Gruppen von Zähnen, für die er neben der typischen Art Au. mirandus Leidy (Taf. 3, Fig. 4) die Namen Au. amjjlus (Taf. 3, Fig. 5) und cridatus (Taf. 3, Fig. 6) vorschlägt. Ein Theil dieser Zähne rührt aber augenscheinlich nicht von Dinosauriern, sondern von Säugethieren her (s. Hadrosauridae, Stegosauridae). Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 44 p. 171 175, Taf. 2-5. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1892 Bd. 2 p. 164. Sauropoda. Systematisches. R. Lyd ekker bringt eine Notiz über Fussknocheu von Sauropoden aus dem Wealden des Wadhurst Clay. Es ist ein Metatarsale und ein dazugehöriges Phalangenglied, die zu Morosaurus hrevis (Owen) gehören mögen. Qu. Journ. Geol. Soc London Bd. 48 p. 375—376, 3 Figg. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 237. Theropoda. Opnithomimidae. Systematisches. O. C. Marsh hält es für sehr wahrscheinlich, dass diese Familie nicht zu den Orthopoden, sondern zu den Theropodeu zählt. Er gründet diese Ansicht auf neue Reste 126 Troi. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen von Ornithomimus grandis Mish. und auf solche des Beckens und auf "Wirbel von 0. sedenfi (n.), die er aus der Laramiekreide von Wyoming erhielt und die er eingehend bespricht. Die beinerkensweitheste Eigenthümlichkeit des Beckens ist, dass Ilium, Ischium und Pubis wie bei den Vögeln fest mit einander ver- wachsen sind, eine Bildung, die unter den Dinosauriern bis jetzt nur in der Gattung Ceratosaurus bekannt ist. Vom Becken des Ceratosaurus unterscheidet sieh das vorliegende aber durch den Mangel eines Foramens im Pubis. Eine zweite kleinere Art wird aus demselben Horizont — den Cera^ojjs-Schichteu — nach den Metatarsalknochen als 0. muiutus (n.) beschrieben. Amer. Journ. Sc (2) Bd. 43 p. 451—452. Ceratosauridae. Systematisches. 0. C. Marsh bietet eine voll- ständige Restauration der Gattung Ceratosaurus {nasicornis Mrsh.), eines Thieres, das in manchen Einzelheiten, >:. B. den Zähnen, an unsern europäischen Meyalo- saurus erinnert, sich aber durch die Verschmelzung der drei allein vorhandenen Metatarsalen zu einem ein/.igen Knochen — Metatarsale I und V fehlen gänzlich — sehr auffallend unterscheiden soll. Ceratosaurus stammt, wie bekannt, aus den Atkmtosaurus - Schichten des oberen Jura von Colorado. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 44 p. 347 — 349, Taf. 7. — Ref. in Naturaliste (Deyrolle) 14. Jg. p. 277 bis 278, Fig. u. in N, Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 346. Megalosauridae. Systematisches. E. D. Cope macht vorläufige Mit- theilungen über zwei Schädel von Laelaps incrassatus Cope aus der Laramie- Kreide des Red Deer River in Canada. Nach ihm ist Laelaps nahe verwandt mit Megalosaurus und der Gattung nach nicht von Ceratosaurus nasicornis Mrsh. zu trennen, dessen verwachsene Metatarsalknochen pathologischer Natur sind und dessen Kiel auf der Nase nur als Speciescharakter aufzufassen ist. Von Megalo- saurus unterscheidet sich Laelaps durch viel spitzere und mehr komprimirte Krallen, von M. nasicornis (Mrsh.j überdies durch grössere und mehr nach vorn gelegene Augenöffnungen und viel kleineres Parietalloch. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 240 - 245. — Ref in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 165, C. Ubaghs beschreibt zwei Dinosaurierzähne aus dem Obersenon von Maestricht, von denen er den einen für Megalosaurus bucklandi Ow. erklärt. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydrol. Bd. 6, Mem. p. 26—29. 5 Figg. Anehisaupidae. Systematisches. In seinei' vorläufigen Mittheilung über triassische Dinosaurier [vergl. Ber. f. 1891 p. 129] vervollständigt 0. C. Marsh imsre Kenntniss dieser Familie mit der Beschreibung von Details des Schädels, des Beckengülteis und der wohlerhaltenen Gliedmassen von Anchisaurus colurus Mrsh. (Taf. 15, Taf. 16, Fig. 1—2), des Ä.polyzelus Hitchc. (Taf. 16, Fig. 3, Taf. 17, Fig. 6) und des Ammosaurus major Mrsh. (Taf. 16, Fig. 4, Taf. 17, Fig. 3), sämmtlich aus dem Sandsteine des Connecticut-Flusses und vergleicht diese Reste mit den europäischen Gattungen Thecodontosaurus polyodon Ril. St. (Taf. 16, Fig. 5, Taf. 17, Fig. 1) und Plateosaurus (Zanclodon) suevicus v. Myr. (Taf. 17, Fig. 4— 5). Neu wird beschrieben ein Anchisaurus solus (n. i aus dem Trias-Sandstein des Connecticut- Flusses. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 543-546, Taf. 15-17. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 2 p. 192 193. Orthopoda. Seelidosauridae. Systematisches. Das Pubis von Polacantitus foxi Ow. beweist nach H. G. Seeley die Verwandtschaft dieses Dinosauriers mit den Scelidosauriern. Auch andre Theile des Beckens werden vergleichend besprochen und abgebildet. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 48 in der Herpetologie während des Jahres 1892. 127 p. 81-85, Taf. - Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 40 u. N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 1 p. 508. - Auch KLydekker behandelt Reste des Beckens dieser Art nnd bildet Theile des Iliums, der Sakralrippen und des Hautpauzers ab. Diese Stücke stammen wohl sicher aus dem Wealden der Insel Wight. Er kommt zu dein Schlüsse, dass die Gattung ohne Frage Omosuurus und Stegosaurus am nächsten steht. Ebenda p. 148—149, Taf. - Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 87 u. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 158. Stegrosauridae. Systematisches. Mittheilungen über Falaeoscincm Leidy, seine typische Art F. costatus Leidy und eine neue Art, F. latus (n.), aus der Laramiekreide von Wyoming, von dem ein Zahn beschrieben und abgebildet wiid, macht 0. C. Marsh. Meniscoesaus Cope, als Säugethier beschrieben, gehört ebenfalls zu dieser Familie und auch Diracodon hat ähnliche Zahnform. Amei'. Journ. Sc. (2) Bd. 44 p. 173—174, Taf. 3, Fig. 3. Derselbe bildet einen Zahn von Stegosaurus ungulatus Mrsh. ?ih. Ebenda Taf. 4, Figl. Agathaumatidae (Ceratopsidae). Systematisches. E. D. Cope bringt eine Vierte Mittheilung über die Dinosaurier der Laramie-Bildungen (Oberste Kreide) von Nordamerika [vergl. Ber. f. 1888 p. 221 und 1889 p. 205 u. 209]. Er beschreibt Manospondijlus gicjcis (n. gen. et sp.) nach Rückenwirbeln, offenbar näher verwandt den Agathaumatiden als den Hadrosauriden, und Claorhynchus triliedrus (n. gen. et sp.) nach Rostrale, Praedentale und Supratemporale. So- dann führt er aus, dass einzelne Kennzeichen seines Agathaumas sylvestre der Ergänzung bedürfen, wie er an Stücken des Beckens und der Tibia und an Wirbeln aus Dakota inzwischen eikannt hat. Amer. Naturalist Bd. 1892 p. 757 bis 758. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 1 p. 182-183. R. ßurckhardt kritisiert die von Marsh [vergl. Ber. f. 1891 p. 131] ge- gebene Interpretation eines Ausgusses der Hiruhöhle von Triceratops flabellatus Mrsh. Mit seiner neuen Deutung der Nerven ändert sich auch die Auffassung der Gehirnabschnitte; vor allem kommt jetzt auf das Nachhirn ein viel grösserer Theil als früher. N. Jahrb. f. Min. 1892 Bd. 2 p, 71—72, Fig. 0. C. Marsh beschreibt und bildet ab die Schädel von Torosaurus latus Mrsh. und T. gladius Mish. [vergl. Ber. f. 1891 p. 131] aus den C'eratojjs-Schichteu der Laramiekreide von Wyoming und vergleicht bei dieser Gelegenheit die Squamosalknochen der vier Agathaumatidengattungen Torosaurus, Sterrholoplius, Ceratops und Triceratops. Weiter kommt er auf die Synonymie seiner Gattungen mit den von Cope veröffentlichten Gattungen Agathaumas, Polyonax und Monodonius zu sprechen. Er bestreitet jede nahe Verwandtschaft der von ihm beschriebenen Arten mit den letztgenannten. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 81—84, Taf. 2—3. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 157—158. Iguanodontidae. Systematisches. E.T.Newton beschreibt und bildet ab einen Zahn aus dei' unteren Kreide des Totternhoe Stone bei Hitchin als Iguanodon hilli (n.), obgleich er nicht verkennt, dass die Möglichkeit vorliegt, dass dieser Zahn vielleicht zur untercretaceischen Gattung Ortliomerus zu stellen ist, deren Gebiss übrigens noch nicht bekannt ist. Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 49—50, 3 Figg. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 548—549. Ncich E. D. Cope ist Claosaurns Mrsh. (Mai 1890) = Fteropelyx Cope (März 1890). Amer. Naturalist 1892 p. 758. Hadposaupidae. Systematisches. O. C. Marsh beschreibt nach einem 128 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen nahezu vollständigen Schädel und Skelett den neuen Claosaurm annectens (n.) aus der Larannekreide von Wyoming und macht besondei s auf das eigenthüniliche Becken (Fig. 4) aufmerksam, d;is in der Form des Ischiums und des Pubis er- heblich von dem Gattungstypus abweicht. Amer. Journ. Sc. (2) Bd. 43 p. 453, Fig. — Derselbe macht weitere Mittheiluugen über Brust- \ind Beckengürtel und das Grliedmassenskelett der nämlichen Art (Taf. 2, Taf. 3, Fig. 1) und ver- gleicht sie mit den nächstverwandten jurassischen Gattungen Steyosaurus (Taf. 4), Lavsaurufi (Taf. 5, Fig 1) und Camptusaurus (Taf. 5, Tig. 2 — 3), von denen neue und gegen die früheren Zeichnungen erheblich verbesserte Abbildungen gegeben werden. Ebenda Bd. 44 p. 171— 173. — Weitei' giebt derselbe eine vollständige Restauration von Clausaurus, die sehr an unsern europäischen Ignanoäon er- innert. Ebenda Bd. 44 p. 343—346, Taf. G. -~ Ref. in Naturaliste (Deyrolle) 14. Jg. p. 277-278, Fig. u. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 345—346. Crocodilia. Palaeontologisches. L. Lortet beschreibt aus dem oberen Juia von Cerin im Rhonel ecken eine Reihe von kleineu Crocodiliern (s. Atoposauridae, Teleo- sauridae, Gavialidae). Arch. Mus. Hist. Nat. Lyon Bd. 5 p. 92— 122, Taf. 8— 11. Atoposauridae (foss.). Systematisches. L. Lortet beschreibt und bildet ab AtOjjosaurus jourclani v. Myr. p. 92, Figg., Taf. 11, Fig. 9— 16, Alligatordlus heumnonti Gerv. p. 99, Taf. 9^8 ti. Taf. 11, Fig. 1 - 8 und ÄlUyatorium meyeri Gerv. p. 108, Taf. 10 [vergl. auch Ber. f. 1890 p. 133] aus dem Oberen Jura von Cerin im Rhonebecken. A)'ch. Mus. Hist. Nat. Lyon Bd. 5. Teleosauridae (foss.). Systematisches. L Lortet beschreibt und bildet ab Crocüdüimus rohustus Gerv. aus dem Oberen Jura von Cerin im Rhonebecken. Ebenda p. 114, Taf. 9. Gavialidae. Palaeontologisches. Mit Reserve stellt L. Lortet zu dieser Familie das foss. Gainulinani (n. gen. mit G. rhodani n. sp.) aus dem Bathonien von Villebois am Rhone. Ebenda p. 122, Taf. 8. CPOeodilidae. Skelettsystem. W. Kükenthal hat die Entwicklung des Handskeletts von Crocodilus untersucht und gefunden, dass der Carpus von einem typischen Reptiliencarpus mit fünf diskreten Carpalia distalia, einem oder zwei Centralia und einem Intermedium ableitbar ist. Während ihrer Ent- wicklung zeigen der vierte und fünfte Finger Hyperphalangie, die später durch Verschmelzung der Endphalangen allmählich reducirt wird. Verf. bezieht diesen Zustand auf eine mehr ans Wasserleben angepasste, schwimmende Lebensweise der Urki'okodilier und findet diese Annahme in der paläontologischen Entwicklung der Familie bestätigt. Morph. Jahrb. Bd. 19 p. 42—55, Taf. 2. Sinnesorgane. C. Ph. Sluiter hat auch bei Embryonen von Crocodilus ■porosus Schnd. ein typisches Jacobsonsches Organ nachgewiesen. Mit der Ver- längerung der Schnauze geht seine Rückbildung Hand in Hand. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 540-545, 6 Figg. Verdauungssystem. Während sowohl akrodonte wie pleurodonte Reptil- zähue niit den Kieferknochen verwachsen, findet dies bei den thekodonten Zähnen der Krokodile nicht statt. Der Grund davon ist nach C. Rose die Fortsetzung des Schmelzepithels auf den Wurzeltheil des Zahnes. Die Löcher des durch- brochenen Epithelmautels lassen wohl Elemente des Kiefermesoderms durch, die in der Herpetologie während des Jahres 1892. 129 die Bildung der Cementschicht und der Fasern, die den Zahn in der Alveole festhalten, vei-anlassen ; aher das Zahncement verwächst mit dem Kieferknochen nicht. Ebenda p. 82—89, 2 Figg. Bei den Krokodilembryonen entstehen nach demselben die ersten Zahn- anlagen als freie Papillen, die an ihrer Basis mit kleinen Cementsockeln ver- wachsen. Letztere stehen mit der Anlage der Kieferknochen in Verbindung. Die weiteren Zahnanlagen entstehen wie hei den Säugethieren aus einer epi- thelialen Zahnleiste, die die Papillen umwächst. Die sich hieraus bildenden Zähne erhalten einen Epithelmantel, der zwar siebartig durchbrochen ist, aber die knöcherne Verbindung des Zahnes mit dem Kieferknochen hindert. Vor dem Ausschlüpfen aus dem Ei wird die erste und auch die zweite Zahngeneration vollständig rückgebildet. Der funktionirende Krokodilzahn ist nach Entstehung und Befestigung in der Alveole dem Säugethierzahn vollständig homolog. Verh. Anat. Ges. 6. Vers. p. 225—226. — Diskussion von Kadyi, Retzius, Zuckerkandl, Claus und Wiedersheim. Ebenda p. 226— 227. Biologisches. Eine Notiz über Fang und Versendung von Alligator missinsixipiensis bringt D. Glrouen. Ein 12' langer lebender Alligator gilt an Ort und Stelle 24 Mk., Zähne 8-48 Mk. das Kgr., Oel 12—24 pf. das Liter. Zool. Garten 33. Jg. p. 817. Palaeontologisches. D. Lovisato erwähnt Reste, hauptsächlich von Zähnen des Toinistoma calarüanum Cap. von mehreren Fundorten aus dem Miocän und dem Oligocän von Nurri auf der Insel Sardinien, sowie Zähne von einem echten Crocodilus. Atti Accad. Lincei Roma, Rendic. (5) Bd. 1, Sem. 1 p. 436—439. Chelonia. Skelettsystem. Als Eiwiderung gegen E. Rosenberg [vergl. Ber. f. 1891 p. 137] bringt G. Baur weitere Mittheilungen über den Carpus der Schildkröten, indem er den von Sphenodon (Fig. 1;, Emydara (Fig. 2), Tracliemys (Fig. 3) und Emys (Fig. 4) vergleichend bespricht und nachweist, dass das sogenannte „radiale Accessorium" der Schildkröten das Radiale sein muss. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 206-211, 4 Figg. Sinnesorgane. In den Zungenpapillen von Macroclemmys temminchi fand Fr. Tuckerman trotz sorgfältiger Untersuchung keine spezifischen nervösen Endoi'gane; die Zunge von Testudo tabulata hat dagegen Schleimdrüsen in grosser Anzahl und sowohl Geschmacks- wie Tastorgane. Beide werden makro- land mikroskopisch beschrieben. Intein. Monatsschr. f Anat. u. Phys. Bd.9p.l --5,Taf. 1. Gefässsystem. Marey sucht nachzuweisen, dass die Kammer des Herzens der Schildkröte bei der Herzbewegung nur durch die Zusammenziehung des Vorhofes und nicht durch eine aktive Diastole gefüllt wird. Compt. Rend Äcad. Sc. Paris Bd. 115 p. 485—490. Einen Beitrag zur Kenntniss des arteriellen Blutumlanfs bei Testudo liefert E, Bataillon. Ann. Soc. Linn. Lyon (2) Bd. 39 p. 81-86, Taf. Ontogenie. Nach L. Will liegen bei der Gastrula von Emys orhicularis L. die Sichel und die sich aus ihr herleitende Primitivplatte ganz ausserhalb des Embryonalschildes. Das gesammte Entoderm, die Sichel einge.schlossen, entstammt nicht einem vom Ektoderm ausgehenden Wuchei'ungsprocesse, sondern Aldi. f. Naturgescli. Jalirg. 1893. Bd. II. 11. 1. 9 130 J^'of- Dl"- Oskar ßoettger: Beriebt über die Leistungen geht ans dem Znsnmmenscblnss von Fnrcbungselementen hervor, die bereits an Ort und Stelle vorhanden waren. Dotter und sekundäres und primäres Entoderm stellen ein einheitliches Entoderm dar, das sich erst durch Vorgänge sekundärer Natur in einzelne Abschnitte gliedert. Das prostomiale Mesodei'm entsteht durch Abspaltung vom Entoderm. Für die vpeitere Entwicklung gilt der Satz, dass, während anfangs Sichel und Primitivplatte ganz ausserhalb des Schildes liegen, sie später in den Schild hineinwachsen. Bei Emys spaltet sich das Entoderm als zusammenhängende Zellschicht vom Dotter ab, während bei Tarentola [vergl. Ber. f. 1890 p. 94] das zur Bildung des Entoderms bestimmte Zellmaterial einzeln vom Dotter abgeschnürt wii'd. Aus den von dem Verf. untersuchten Stadien geht überdies die Thatsache hervor, dass auch der Urdarm der Schildkröte in seiner ganzen Ausdehnung hohl ist und dass seine Ausdehnung absolut und relativ die des Geckos noch übertrifft. Biol. Centr.-Blatt Bd. 12 p. 182—192, 4Figg. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London p. 456—457. Nach K. Mitsukuri geht die Entwicklung des gastralen Mesoderms bei Clemmys japonica und Trionyx japonicus [vergl. Ber. f. 1890 p. 134 u. 1891 p. 135J vom Blastoporus aus und erstreckt sich allmählich nach vorn. Das primäre Entoderm besteht anfangs überall aus einer einzigen Zellenlage, die axial die Anlage der Chorda liefert, zu deren beiden Seiten aber Zonen zeigt, deren Zellen sich rasch vermehren und zwischen Ekto- und Entoblast zu liegen kommen. Hierbei sind deutliche Divertikelbildungen des Urdarmes zu sehen. Chordaanlage und gastrales Mesoderm trennen sich vom Darraentoblast so, dass sich letzterer von beiden Seiten her gegen die Mittellinie vorschiebt. Unter der Chorda kommen seine beiden Hälften zur Berührung. Die Verbindung zwischen den Divertikeln des Mesoderms und der Darnihöhle schwindet hierbei. Alles dies vollzieht sich in der Mitte der Embryonalanlage zuerst und geht dann nach vorn und hinten weiter. Journ. Coli. Sc. Imp. Univ. Tokyo Bd. 5 p. 35 52, Taf. 2-4. Biologisches. Th. J. Spurs giebt einen interessanten Bericht über Aldabra (Seychellen) und den augenblicklichen Bestand der dortigen Riesen- und See- schildkröten. 1890 waren Riesenschildkröten immer noch in einiger Anzahl voi'- handen; Verf. hat Sorge getragen, auch Picard Island wieder mit Landschild- kröten zu besiedeln. In Aldabra leben sie von Mai bis September im Busch- walde, aus dem sie mit dem ersten Regen im Oktober hervorkommen. Sie paaren sich dann und legen im November, Januar oder Februar 6-8 Eier. Weitere Notizen beziehen sich auf die dortigen Seeschildkröten. Annual Colonial Reports No. 40 (C. 6563), Mauritius (Seychelles and Rodriguez). — Ref. in Natural Science Bd. 1 p. 327-329. Palaeontologisches. L. Lortet beschreibt und bildet ab die im Oberen Jura von Cerin im Rhouebecken vorkommenden Schildkröten Idiochelys fitzingeri V. Myr. (p. 7, Taf. 1, Taf. 2, Fig. 1-2), Hydropelta meyerl v. Myr. (p. 18, Taf. 3, Fig. 8-5) und Eurysternum crafisipes Wgn. (p. 24, Taf. 2, Fig. 4—7 u. Taf. 2 bis). Für die beiden erstgenannten Gattungen schlägt er die Fam. Halmyrachelidae voi'; Eurysternum stellt er zu den Thalassemydiden. Achelonia formosav. Myr. sei der Jugendzustand von Eu. crassipes. Arch. Mus. Hist. Nat. Lyon Bd. 5 p. 5 ff. R. Hoernes beschreibt zwei neue Schildkrötenreste aus dem Tertiär Steiermai'ks (s. Testudinidae, Trionychidae). Verb. k. k. Geol. Reichsanst. Wien p. 242-246. - Ref. in N Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 159. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 131 Faunistisches. Aus Californien zählt C. R. Orcntt fünf Arten von Cheloniern anf. Amer. Scientist Bd. 7 1890) p. 49. Cpyptodira. Chelydridae. Biologisches. A. Crane bemerkt, dass eine kaum fusshiuge Chelydra serpcntina L. in 13 Jahren zwischen vier und fünf Fuss lang von Schnauze zu Schwanzspitze geworden sei. Natural Science Bd. 1 p. 240. Systematisches. Chelydra serpentina L., Panzer ahgeb. ; H. Garinan, Bull. 111. St. Lab Nat. Hist. Bd. 3, Taf. 10, Fig. 5. Cinosternidae. Systematisches. Cinosternnm flavescens Ag. var., ein- gehend beschr. aus Nordwest-Texas; Cope, Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1892 p. 333. Testudinidae. Skelettsystem. Ct. Baur macht osteologische Bemerkungen über verschiedene Arten von Schildkröten und speciell über die Gattung Manuria Gray und einige andere Laudschildkrötengattungen und bespricht die Fam. Testudinidae im Sinne Boulengers. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 155-159. Biologisches. Mittheilungen über das Leben von Testitdu graeca L. macht G.Rumpf. Er bespricht Oiientierungsvermögen und Fieiheitsdrang, Mannig- faltigkeit der Nahrung, Bevorzugung von Würmerkost bei einzelnen Stücken und Verschmähen des Trinkwassers bei Haltung der Art im Freien. Zool. Garten 33. Jg. p. 260-264. A. Gir tanner hat dieselbe Art in St. -Gallen mehrere Jahre lang im Garten sich selbst überlassen i;ud gut überwintert. Ein Hauptbestandtheil ihrer Nahrung bestand aus Regenwürmern, die sie sich selbst suchte. Verf. will Aufmerksamkeit für Musik und bei einem Stück auch Personenkenntniss beobachtet haben. Ebenda p. 349—350. Palaeontologisches. D. Pantanelli beschreibt eine der lebenden T. graeca L. nahe verwandte, gut erhaltene Testudo amiatae (n.), veimuthlich aus Eocäuschichten der Umgebung von Cinigiano in Toscana und vergleicht sie ein- gehend mit jener und den 11 bis jetzt aus Europa fossil bekannten Testudo- Arten. ,, Testudo amiatae n. sp. Pisa 1892, 4°. 14pgg., 2 Figg.'- und Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Mem. Bd. 12 (1893) p. 128- 138, 2 Figg. — Eine weitere Notiz desselben über die Fundschicht dieser Art, die zweifellos jünger als eocän ist, findet sich ebenda, Proc.-Vei-b. Bd. 8 p. 90—91. B. Förster giebt in seinem „Geologischen Führer für die Umgebung von Mülhausen i. Eis. (Gymn. - Progr. 1892 No. 509), Strassburg i. Eis., Strassb. Druckerei 1892, 8°. 111 pgg., Karte, 9 Taf." auf Taf. 3 die Zeichnung des Bauch- schildes eines weiteren Stückes [veigl. Ber. f. 1888 p. 228] von Ptychogaster laurae (Forst. Beck) aus dem unteroligocänen Melanieukalk der Mülhausener Gegend. R. Hörne s beschreibt den Steinkern einer Testudo riedli (n.) aus dem Oligocän von Trifail, Steiermark, die noch mehr emydoide Chaiaktere zeigt als die miocäne T. praeceps Haberl., aber anscheinend einen beweglichen Hinter- lappen am Bauchpanzer besass [= Ptychogaster. — Ref.J. Verb Geol. Reichs- anst. Wien 1892 p. 243—246. Eine Mittheilung über die Fauna der Blanco- Schichten, die im ameri- kanischen Tertiär zwischen die Loup Fork- und j&^wtfs Schichten zu stellen sind, bringt E D. Cope. Beschrieben wird von Reptilien eine Testudo turgida (n.) gt- 132 Prof. Dl'. Oskar Boettger: Bericht über die Leistiiugen von Espixella bei Dockum, Texas. Proc. Acad. Nat, Sc. Pliiladelphia Bd. 30 p. 127 bis 128 u. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 20 p. 27. Nach Ct. A. Beul eng er ist die foss. Testudo grandidieri Vaill. aus Süd- west-Madagaskar nächstverwandt der T. giyantea von den Aldabras. Proc. Zool. Soc. London p. 581. W. J. L. Abbott fand Reste von Erny.s im Plistocän des Untergrundes des neuen Admiralitätsgebäudes zu Whitehall. Bisher waren solche nur aus Norfolk bekannt gewesen. Proc. Geologists' Assoc. 1892 u. Nat. Science Bd. 2 (1893) p. 14. Faunistisches. 0. Boettger nennt Emys orbicular is 1j. von der Stanitze Pjaetigorsk bei Maikop in Ciskaukasien. Ber. Senck. Nat. Ges. 1892 p. 150. Betr. der Rieseuschildkröten der Galäpagos-Inseln vergl. oben auch G. Baur p. 94. Systematisches. G. Baur wendet sich gegen die Vereinigung der emy- diden mit den testudiniden Schildkröten in eine einzige Familie. Er sucht den Nachweis zu führen, dass Cistudo, Cyclmiys, Nicoria und Geoemyda in keiner näheren Verwandtschaft zu den echten Landschildkröten stehen und dass sie auch palaeontologisch seit ältester Zeit getrennt waren. Er giebt folgende Definitionen : Farn. Emydidae. Quadra tum hinten offen; Zahl der Phalangen in der II. und ill. Zehe des Fusses mehr als 2; Peripheralia der Seiten ohne mittlere, mit den Rippenenden in Verbindung stehende Fortsätze; die Rippeneudeu liegen in einer Grube der Peripheralia. Fam. Testudinidae. Quadratum hinten geschlossen ; Zahl der Phalangen in der II. und III. Zehe des Fusses 2; Peripheralia der Seiten mit mittleren, in die Enden der Rippen hineingreifenden Fortsätzen. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 158-159. Derselbe hebt p. 155 — 156 hervor, dass die Manuria von Java specifisch von M, fusca Giay aus Barnia, Slam und Malakka verschieden ist, und fordert dazu auf, zu untersuchen, zu welcher der beiden Formen Testudo emys (von Sumatra) gehört. Weiter berührt er die Frage der Trennung von Manuria und Testudo und bemerkt, dass Boulenger's Hauptkennzeichen für Testudo (die Mittel- leiste auf der Alveolarfläche des Oberkiefers) nicht zutreffe. Er giebt sodann p. 157—158 neue Diagnosen für die Gattungen Testudo L. (Typ. T. graeca L.), Manuria Gray (Typ. T. emys Schlg. Müll.), Gopherus Rafin. 1815 (= Xerobates Ag. ; Typ. T. polyphemus Bartram 1791), Chelonoidis Fitz. 1836 (Typ. T. tabulata Walb.) und Elephantopus Gray 1873. Ebenda. In einer Notiz über die Gattung Eviys C. Dum. kommt derselbe zu dem Schlüsse, dass Testudo orbicularis L. zur Gattung Emydes Brongn. (1805), T. Carolina L. zur Gattung Terrapene Meri-. (1820) und T. pieta Schnd. zur Gattung Chrysemys Gray (1844) als deren typische Vertreter zu stellen sind. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 40—44 u. 245. 0. P. Hay bringt Notizen über die 3Ialacoclemmys- Arten. Er hält diese Gattung neben Chrysemys aufrecht. Eine Ankylose zwischen Rücken- und Bauch- panzer verneint er für M. geographica. Sodann erörtert er die Nomenklatur von M. geographica (=lesueuri Gray) und pseudogeographica {= lesueuri aut. , non Gray). Je nach der Breite und Stärke der Kiefer ist die Nahrung der einzelnen Arten vei'schieden. In der' Kopfform zeigen viele Species eine auffallende iu der Hevpetologie während des Jahres 1892. 133 Variabilität; das $ hat stets einen erheblich grösseren Kopf und stumpfere Schnauze. Das ^ ist nur halb so gross wie das $, ähnlich wie bei den ameri- kanischen Trionyx, während bei Chelydra serpentina und den Chrysemys - A.rten das 1^ grösser ist als das $. Weitere Bemerkungen beziehen sich auf den höckertragenden Rückenkiel, namentlich der Jungen, und das Abschülfern der Epidermalplatten bei Malacoclemmys. Proc. U. S. Nat. Mus. Ed. 15 p. 379—383. 0. Boettger giebt Notizen über Pholidose und Färbung von Cyclemys platynota Graj' p. 104 aus Ober-Langkat in Deli, Nordost-Sumatra, und p. 114 aus dem Tenggergebirge Ost - Javas und verzeichnet p. 102 aus Cambodja ein Stück von Testudo emys Schlg. Müll, mit ungetheilter Supracaudalplatte. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. A. Koenig fand dagegen bei jungen Stücken von Testudo ibera Fall, aus Tunis das Schwanzschild öfters wie bei T. yraeca L. getheilt. Sitz. -Ber. Nieder- rhein. Ges. Bonn. Sep.-Abdr. p. 13. S. Gar man beschreibt Stücke von Cistudo ornata Ag. und cinosternoides Gray und von Trachemys troosti Holbr. und elegans Wied aus Deming's Bridge, Co. Matagorda, Texas. Bull. Essex Instit. Bd. 24 p.99ff. Aromochelys odorata Jj^tr., Panzer abgeb.; H. Garmau, Bull. 111. St. Lab. Nat. Hist. Bd. 3, Taf. 9, Fig. 4. Chrysemys marginata Ag., Panzer u. Fuss abgeb.; H. Garman 1. c. Taf. 9, Fig. 2— 3* u. Taf. 11, Fig. 11. Cistudo Carolina L., Fuss abgeb.; H. Garman 1. c. Taf. 11, Fig. 10. Emys meleagris Shaw, Panzer u. Fuss abgeb. ; H. Garman 1. c. Taf. 9, Fig. 1 u. Taf. 11, Fig. 12. — E. orhicularis L., abgeb.; Düiigen, Deutschi. Amph. u. Rept. Taf. 6, Fig. 1. Malacoclemmys geographica Les., Schädel u. Unterkiefer abgeb. Taf. 10, Fig. 6 u. 8. — M. lesnenri Gray, desgl. Taf. 10, Fig. 7 u. 9; H. Garman, Bull. 111. St. Lab. Nat. Hist. Bd. 3. Testndo soumeirei n sp. Mauritius [eine nur in einem Stück noch lebende Riesenschildkröte; Panzer und andere Reste derselben sind neuerdings auf der Insel gefunden und 1894 beschrieben woiden. - Ref.]; Sauzier, La Nature p. 395-398, Figg. Chelonidae. Biologisches. E.Walter entnahm dem Darme von Chelone mydas die Eingeweidewürmer Amphistomum scleroporum Crepl. u. Monostommn trigonocephalum Rud., reticulare Van Ben. und pjroteiis Brandt. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 248. Trionyehoidea. Triouychidae. Palaeontologisches. A Negri bringt die Litteratur und das Verzeichniss der lebenden und fossilen Trionychiden und beschreibt sodann und bildet ab die Reste aus dem venetianischen Tertiär im Museum zu Padua, die er zu 1. Trionyx gemmellaroi (n.) p. 11, Taf. 1 u. 5, Fig. 2—5, zu 2. Tr. capellinii (n.) typ. p. 26, Taf. 2—3 und 3. var. montevialensis (n.) und zu 4. Tr. affinis (n.) p. 47, Taf. 5, Fig. 1 stellt. No, 1 fand sich im Obereocän und No. 2 u. 3 im Untereocän des Mte. Bolca, No. 4 im Oligocän von Monteviale. Ihre verwandtschaftlichen und geologischen Beziehungen werden erörtert. Mem. Matern, e Fis. Soc. Ital. Sc. Nat. (3) Bd. 8, No. 7. 53 pgg., Taf. 1—5. R. Hoernes beschreibt aus dem Untermiocän von Wies, Steiermark, den Rückenpanzer eines Trionyx hilberi (n.), den er mit Tr. petersi Hö., septemcostatus Hö. imd styriacus Pts. vergleicht. Verh. Geol. Reichsanst. Wien 1892 p. 242—243. 134 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Systematisches. Notizen über die Grösse von Trionyx suhplanus Geoffr. und cartilagineus Bodd. aus Buitenzorg, West- Java , bringt 0. Boettger. 29./32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 114. Aspidonectes spinifer Les., abgeb. ; H. Gai'man, Bull. 111. St. Lal). Nat. Hist. Bd. 3, Taf. 12. Ichthyopterygia (nur fossil). Ichtliyosauridae. Allgemeines. Ueber einen neuen Fund von Ichthyo- saurus qHadriscissHsQ;a. aus dem Posidonomyenschiefer von Holzmadeu in Württem- berg berichtet E. Fr aas, bei dem er eine dreieckige Rückenflosse fand, an die sich nach hinten wenigstens noch drei weitere kleinere Hautlappen gegen den Schwanz hin anschliessen, der eine fischflossenähnliche, gabeltheilige, senkrecht gestellte Flosse darstellt. Beachtenswerth ist, dass die Wirbelsäule sich gleich- massig bis zum änssersten Ende des unteren Lappens dieser Schwanzflosse er- streckt und dass diese also eigentlich als eine letzte, weit nach hinten gerückte Rückenflosse anzusprechen ist. In der Beckengegend weist eine grosse Menge von schwarzer Hautsubstanz auf eine starke Entwicklung der Fleischtheile in dieser Gegend. N. Jahrb. f. Min. 1892 Bd. 2 p. 87-90, 2 Figg. — Ref. in Naturw. Rundschau 7. Jg. p. 477— 478 u. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 516-517, 2 Figg. Ueber den Ursprung der Schwanzflosse von Ichthyosaurus macht auch L. Dollo Mittheilungen. Während E. Fraas diese Flosse für eine rückwärts ge- wanderte Rückenflosse anspricht, hält der Verf. sie zwar auch nicht der Schwanz- flosse der Fische füi' gleichwerthig, betrachtet sie aber als eine abwärts gewandte hete]'ocei'ke Schwanzflosse, im Gegensatz zu der der Fische, wo sie die Wirbel- säule aufwärts gebogen hat. Ueber die Gründe, die ihn zu diesem Schlüsse führen, wolle man die Originalarbeit vergleichen. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 6, Proc. verb. p. 167—174, 8 Figg. R. Lydekker bespricht die Fortschritte der letzten Jahre in unserer Kenntniss der vorliegenden Ordnung hauptsächlich nach E. Fraas, Capellini, Gaudry und eigenen Arbeiten. Rücken- und Schwanzfinne sind durchaus fisch- ähnlich, doch steigt das Ende der Wirbelsäule nicht, wie bei den Haien, in den oberen, sondern in den unteren Zipfel der Schwanzflosse. Der Name Ichthyo- saurus 1811 ist älter als Proteosaurus Home 1814. Weitere Notizen beziehen sich auf Stellung und Deutung der Gaumenbeine, auf das Lebendiggebären wenigstens einiger Arten, von denen ein $ 1 — 7 Junge hatte, und auf die Systematik. Die von Fraas noch aufrecht erhalteueu I. tenuirostris, latifrons und longirostris gehören einei' Art, dem 7. tenuirostris, an; auf andere syno- nymische Fragen hier einzugehen, verbietet der Raum. Natural Science Bd. 1 p. 514- 521, 2 Figg. W. Kükenthal fasst die Resultate seiner Arbeiten und die andrer zu- sammen, die die ähnliche Entwicklung der Ichthyosaurier und Wale aus Land- thieren zu beweisen suchen. N. Jahrb. f. Min. 1892 Bd. 1 p. 161 166. Skelettsystem. Wegen des Schultergürtels der Ichthyosaurier vergl. oben Hulke p.81. Systematisches. E. Fraas beschreibt das prächtige Schädelstück eines Ichthyosaurus numismalis (n.) aus den Cementmergeln des Lias von Kirchheim in der Herpetologie während des Jahres 1892. 135 u. T., nennt die Art eine Uebergangsform zwischen den unterliassischen nnd oberliassischen „Teuuirostres typici" und knüpft daran allgemeine Betraclitungeu über fortschreitende Anpassung an das AVasserleben im Stamme der Ichthyo- pterygier. Jahr.-Hefte Ver. Vat. Naturk. Stuttgart Jg. 48 p. 22—31, Taf. 1. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1893 Bd. 1 p. 170. Saiiropterygia (nur fossil). Skelettsystem. H. Gr. Seeley behandelt ausführlich den Bau des Schulter- güi'tels und des Schlüsselbeinbogens bei den verschiedenen Gattungen und Familien der Plesiosaurier und theilt diese danach in zwei Gruppen, Dicranopleura und Cercidopleura. Die Gattungen mit getheilten Halsrippen sind Plesiosaurus, Eret- mosaurus, Rhomaleosaunis und Fliosaurus, zu den Cercidopleuren mit einfachen Halsrippen aber gehören Pohjptyclwdon, Folycotylus, Cimoliosaurus, Stereosaurtts, Mauisaurus, Elasmosaurus, Trinacromerum, Colymhosaurus, Muraenosaurus und ClyptocUdus. Proc. Roy. Soc. London Bd. 51 p. 119 — 151, 15 Figg — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 26 p. 844—845. Wegen des Schultergürtels der Sauropterygier vergl, auch oben Hulke p. 81. Plesiosauridae. Systematisches. Thaumatosaurus ist nuch H.G. Seeley identisch mit l'liosaurus. Proc. Roy. Soc. London Bd. 51 p. 145. Lariosauridae. Systematisches. Die Rass. Sc. Geol. in Italia, Roma berichtet in ihrem Bd. 1, Heft 3 — 4 über den Fund eines weiteren Exemplares von Lariosaurus zu Varenna. Das neue Stück wurde 1888 gefunden und ist etwa 1 m lang. — Ref. in Boll. R. Com. Geol. dltal. Bd. 24 (1893) p. 402. Nothosauridae. G. Gürich's Notiz über einen Saurierschädel von Sacrau bei Gogol in im 69. Jahr.-Ber. Schles. Ges. f. Vat. Oult. Breslau p. 60 bezieht sich auf den bereits im Ber. f. 1891 p. 143 referierten Nothosaurus latissimus Gür. Mesosauria. Eine Platte mit sieben Rückenwirbeln, den zugehörigen Rippen und Theilen des Beckens aus Weltevreden (Beaufort West) in der Kap- kolonie nennt H. G. Seeley Eimotosaurus africamis (n. gen. et sp.) und stellt sie, namentlich wegen der Form des Pubis, zu den Mesosauriern. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 48 p. 583—585, 2 Figg. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 380, in Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 334 u. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 159. Derselbe behandelt eingehend Bau und Verwandtschaft der südafrikanischen Mesosaurier und beschreibt und bildet ab einen prachtvollen Mesosaurus tenuidens Gerv. (p. 591, Taf. 18, Fig. 5) aus Albania in Griqualand West, den neuen 31. pleurogaster (p. 587, Taf. 18, Fig. 1—4) von Kimberley, letzteren nach vier ver- schiedenen im Britisch Museum liegenden Stücken, und Reste einer vielleicht dritten Art von Burghersdorp (p. 597). Die Beziehungen von Mesosaurus zu Stereosternum (Fig. 2—4) werden sodann erörtert und schliesslich vorgeschlagen, die Mesosaurier in zwei Gruppen zu theilen, in die afrikanisch-südamerikanischen Proganosaurier und in die europäischen Neusticosaurier, deren Charaktere ge- geben werden. Ebenda p. 586-604, 5 Figg., Taf. 18. — Ref. in Geol. Mag. 1. c. p. 333-334 u. in N. Jahrb. f. Min. 1. c. p. 159—160. 136 Prof. Dr. s k a r Boettger: Bericht über die Leistnngeu Thecodoiitia (nur fossilj. Systematisches. Nach H. Gr. Seeley fimü Beloäon v. Myr. und Äetosanrus Fraas als primitive Cetiosaurier aufzufassen. Qu. Journ. treol. Soc. London Bd. 48, Proc. p. 189. E. D. Cope beschreibt einen neuen Episcoposaurus {liaplocerus n.) aus den triassischen Bokum-Schichten von Texas nach Wirbeln, Rippen, Scapula vmd Hautkuochen. Proc. Amer. Phil. Soc. Bd. 30 p. 129-131. Acrosauria (nur fossil). Systematisches. Aus dieser von Boulenger 1893 begründeten, die Squa- mata mit den .proterosauriden Rhyncbocephalen verbindenden Ordnung beschreibt L. Lortet den Pleurosaurus goldfussi v. Myr. aus dem Oberen Jura von Cerin im Rhonebecken. Der Schädel v\'ar lang ausgezogen und spitz dreieckig. Arch. Mus. Nat. Hist. Lyon Bd. 5 p. 81, Figg., Taf. 7. Rhynchocejyhcilia. Palaeohatteriidac. Systematisches. Beti. der neuen Gattung Diopens vergl. oben Cope p. 80. Champsosauridae (foss.). Systematisches. L. Dollo beschreibt eingehend Schädel und Unterkiefer von Champysosaurna und vergleicht ihn mit Sphenodon und den fossilen, besser bekannten Rhyncbocephalen. Am nächsten noch sind die Beziehungen zu Proterosaurus, und Verf. vermuthet, dass beide — Champso- sauriden und Proterosauriden — näher zusammenzustellen sind und eine gemein- same Wurzel haben. Es folgt sodann eine vollständige Beschreibung der Gattung. Durch seine lange Schnauze, durch die Lage und Beschaffenlieit der Nasenlöcher und der Choanen, dann durch die fissipeden Gliedmassen bezeugt Champsosauriis seine Natur als fluviatiles Reptil, und obwohl seine Reste in Belgien meerischen Strandbilduugen (dem unteren Laudenien) angehören, so kommen doch darin auch Tnon_yx'-Reste, also etwa Flusswasserthiere, vor. Die Gattung lebte von Fischen. Die Tafeln stellen Schädel und Unteikiefer in natürlicher Grösse dar. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 5 (1891), Mem. p. 1—53, Taf. 6—8. — Dass auch das Becken Beziehungen zu Proterosaurus hat, zeigt derselbe. Ebenda Bd. 6, Proc. verb. p. 158—159. Saphaeosauridae (foss.). Systematisches. Bei der Gattung Saphaeosaurus V. Myr. {Sauranodon Jjoxt.) fehlen Zähne; der Ober- und der Uutei'kiefer sind in Form eines gekrümmten Schnabels mit scharfen Rändern ausgestattet; die Bauchrippen sind zahlreich. Im Tarsus befinden sich fünf Knochenelemente. Von ihr beschreibt und bildet ab L. Lortet p. 30, Figg., Taf. 2tH, Fig. 3—5 ,S' thiollitrei v. Myr. und incisivus n. (nach Boulenger = thioUierei v. Myr.) aus dem Oberen Jura von Cerin im Rhonebecken. Verf. schlägt die neue Fam. Saura- nodontidae für diese Gattung vor. Arch. Mus. Hist. Nat. Lyon Bd. 5. Homoeosauridae (foss.). Systematisches. Aus dem Oberen Jura von Cerin im Rhonebecken beschreibt L. Loi'tet zwei neue Homoeosaunts, H. jourdani (n.) p. 69, Taf. 6, Fig. 1—5 und E. rhodani (n.) p 72, Taf. 4, Fig. 6. Arch. Mus. Hist. Nat. Lyon Bd. 5 in der Herpetologie während des Jahres 1892. 137 Anoniodontia (TJieromorii) (nur fossil). Allgemeines. W. Kükenthal leiignet die direkte Abstammung irgend eines bekannten Säugethieres von irgend einem bekannten Theromoren. ßiol. Centr.-Blatt Bd. 12 p. 400—413. — Ref. in Natural Science Bd. 1 p. 489. Systematisches. H. G. Seeley theilt die Anomodontier ein in 1. Therio- dontia mit den Gennetotheria, Cotylosauria und ?Pe]ecysauria, 2. Dicynodontia, 3. Mesosauria, 4. Endothiodontia, 5. Pariosauria mit den Procolophonia, und 6. Placodontia. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 183B p. 367. Eine vorläufige Mittheihmg über Anomodontierreste aus dem Sandstein von Elgin bei Cutties' Hillock (New Spynie) in Schottland macht E. T. Newton. Es sind Hohlabdrücke von Schädeln der Gordonia traquairi, Imxleyana, duffiana und Juddiana, die im allgemeinen Aehnlichkeit haben mit Dicynodon und Udenodon, aber wohl von beiden Gattungen verschieden waren, ferner von Schädeln der an die südafrikanische Gattung Ptychognathtis erinnernden Geikia elginensis und der Elginia mirabilis, die eine pleurodonte Bezahnung besass und eine Ver- wandte von Pariosaurus gewesen zu sein scheint. Proc. Roy. Soc. Bd. 52 p. 389 bis 391 und Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 515—516. — Ref. in Ann. Scott. Nat. Hist. p. 232—233, in Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1892 (1893) p. 723-724 u. in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 346—347. Betr. Edaphosaurus, Clepsydrops luid Naosanriis vergl. oben Cope p. 80. Gennetotheria. Delphinognathidae. Systematisches. Ein Schädel aus den Karoobildungen des Kaplandes, dem der Name Belphinognathus cono- cepJiala (n. gen. et sp.) gegeben wird, gehört nach H. G. Seeley zu der zwischen den Theriodonten und Dicynodonten stehenden Unterordnung Gennetotheria und bildet eine neue Familie, die sich von den Aelurosauriden durch kegelförmiges Parietale mit mächtigem Foramen, einen Supiacondylareinschnitt u. s. w. unter- scheidet. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 48 p. 469— 475, 2 Fi gg. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 329, in Amer. Naturalist Bd. 26 p. 944, in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 347—348 und in Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 113-114. Dicynodontia. Dlcynodontidae. Skelettsystem. G. B. Howes be- streitet bei Cirognathiis die Anwesenheit der von Seeley als Praecoracoid ge- deuteten Stücke. Bei einem zweiten Exemplar, das Seeley der nämlichen Gattung zuschreibt, Lydekker aber richtiger als einen echten Dicynodon auf- fasst, nehme das Praecoracoid an der Bildung des Schultergelenkes kaum theil. Journ. Anat. Phys. London Bd. 26 p. 403 — 405. Endothiodontia. Endothiodontidae. Skelettsystem. Eingehende Mit- theilungen über den Jochbogen, den Unterkiefer und die Bezahnung von Endo- thiodon bathystoma (Ow.) aus den Karoobildungen von Oude Kloof in den Nieuwveldt-Bergen des Kaplandes macht H. G. Seeley. Die Form des Geleuk- foitsatzes am Unterkiefer ist verschieden von der aller bis jetzt bekannten Anomodonten und lässt daraul schliessen, dass das Quadratbein schief nach vorn gerichtet war. Diese Bildung des Quadratbeines hält der Verf. für den Haupt- charakter seiner Unterordnung, während er den Bau der Zähne für die Charak- terisirung der Familie in Anspi'uch nimmt. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 48 p. 476— 480, 3Figg. — Ref. in Geol. Mag. (3) Bd. 9 p. 330, in Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 114 und in N. Jahrb. f. Min. 1894 Bd. 2 p. 158-159. 138 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Pariosauria. Betr. der Gattungen Pariotichiis, Pantylns und CMlonyx vergl. oben Cope p. 80. Weitere Mittheilungen über Pariosaurier als VII. Theil seiner Unter- suchungen über Bau, Organisation und Klassifikation der fossilen Reptilien bringt H. G. Seeley. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 183 B p. 311—370, 7 Figg., Taf. 17—23. Pariosauridae. Systematisches. Ein neues, prachtvoll bis in alle Einzel- heiten erhaltenes Skelett von Pariosaurus stammt nach H. G. Seeley aus der Trias von Palmiet Fontein am Fusse der Nieuwveldt - Kette. Die einzelnen Kapitel behandeln den Schädel, dessen reiche Bezahnung auf der Gauraenwand besonders auffallend ist, und die Wirbelsäule von P. bombidens Ov?., den Schädel und Gaumen von P. baini n. (Taf. 17 — 19), sovv^ie dessen Quadratbeine, Post- pterygoid - Höhlen , Occipital- und Temporalregion und Unterkiefer vxnd den Vergleich dieses Fossils mit anderen Thieren. Beziehungen zu den Labyrintho- donten p. 367 — 368 scheinen dem Verf. anzudeuten, dass die Stellung der letzteren im Anschluss an die Pariosaurier bei den Reptilien natüi'licher ist als ihre Unterbringung bei den Batrachiern. Nachdem Verf. sodann die Kiefer von P. russoimi n. (Taf. Ifl, Fig. 3-4) von Fraserberg behandelt hat, wendet er sich zur Beschreibung des Schultergürtels und von Wirbelsäule, Kreuzbein, Schveanz- wirbeln und Hautpanzer des P. baini, sowie des Beckens und der Gliedmassen- knochen. Propapxms stimmt in der Form des Femurs so nahe überein, dass Verf. ihn als Pariosaurus (Propappus) minor bezeichnet. Den Schluss bilden Notizen über das Skelett von Procolophon (Taf. 23, Fig. 3). Der innere Schädelbau von Pariosanrus hat einiges gemeinsame mit dem von Sphenodon, Belodon und Diclonius, doch mögen diese Aehnlichkeiten sich von gemeinsamen labyi'intho- donten Ahnen herleiten. Der Bau des Gaumendaches und der Wirbelsäule ver- knüpft den Dicynodontiertypus mit dem von Sp)henodon. Der Occipitalcondylus ist der eines echten Reptils. Schultergürtel und Becken treten dem anomo- donter Reptilien nahe, die Gliedmassen veibinden Charaktere der Säugethiere mit solchen der Caudaten, ähneln aber auch denen der Dinosauriergattungen StegosauTHS und Triceratops. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 183B p. 311 — 370, 7 Figg., Taf. 17—23. Batrachia. Museen. F. Müller giebt einen Siebenten Nachtrag zum Kataloge der herpetologischen Sammlung des Baseler Museums [vergl. Ber. f. 1887 p. 2-27 und 1889 p. 236]. Danach besitzt es jetzt 361 Arten von Batrachiern. Festschr. z. Feier d. 75jähr. Best. d. Naturf. Ges. Basel, in: Verh. Nat. Ges. Basel Bd. 10, p. 195 — 215. Taf. 3-4. 0. Boettger bringt ein Verzeichniss der Frankfurter Batrachier- sammlung mit genauer Angabe der Fundorte. Danach enthielt das Senckenbergische Museum im Jahre 1892 von Anuren 57 Gattungen, 240 Arten, 589 Nummern und 1327 Stücke, von Caudaten 16 Gat- tungen, 40 Arten, 142 Nummern und 364 Stücke und von Apoden 3 Gattungen, 4 Arten, 8 Nummern und 11 Stücke. Unter diesen in der Herpetologie während des Jahres 1892. 139 284 Arten befinden sich 25 Typen. In Anmerkungen beschrieben werden eine neue Gattung, 12 neue Arten und eine Varietät (siehe Ranidae, Engystomatidae, Leptodactjdidae, Hylidae; Caeciliidae). Katalog d.Batr.-Samml. im Mus. d. Senck. Nat. Ges. in Frankfurt a. M. 1892, Gebr. Knauer. 10, 73 pgg. W. L. Sclater macht Mittheilungen über die Froschsammlung im Museum zu Calcutta. Von den 180 vertretenen Arten gehören 103 Species der indischen und malayischen Region an; 38 Anuren und 2 Apoden der indischen Region fehlen der Sammlung noch; 21 sind Typen. 4 neue Rana (s. Ranidae, Engystomatidae, Bufo- nidae, Pelobatidae). Proc. Zool. Soc. London p. 341 — 348, Taf. 24 und „List of the Batrachia in the Indian Museum. London 1892, 8". 43 pgg." In A. Feist' s „Verzeichniss der naturgeschichtl. Samml. d. hrzl. Realgymnasiums. I. Theil: Die höheren Thiere. Progr. d. Realgymn. in Braunschweig 1892 (Progr. No. 688). Braunschweig, 8^. 44 pgg." sind die Batrachier p. 22 — 23 aufgezählt. Werke allgememereii lulialts. Vergl. auch Schlitzberger oben p. 67. Allgemeines. F. Maurer führt den Nachweis, dass Haare in jeder Beziehung von Federn und Reptilschuppen abweichen und dass sie den Hautsinnesorganen der Batrachier entsprechen. Er bestätigt somit die Annahme, dass die Säugethiere direkt von den Lurchen abstammen und keine Reptilvorfahren besassen. Morph. Jahrb. Bd.l8 p. 717—804, Taf. 24—26. — Ref. in Natural Science Bd. 1 p. 565. L. Lilienfeld & A. Monti fanden Phosphor in den meisten Geweben von Rana und in einigen von Sulamandra und schliessen aus ihren Beobachtungen, dass er ein steter Begleiter des Fort- pflanzungsvermögens ist. Arch.Anat.Phys., Phys.Abth., p. 548 — 550, Zeitschr. f. phys. Chemie Bd. 17 p. 410 — 424, Atti Accad. Lincei, Rend. (5) Bd. 1, 2. Sem. p. 310—315 und 354-358 u. Arch. Ital. Biol. Bd. 19 (1893) p. 13 — 26. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 463. In einer Studie über „Un Sichtbarkeit lebendiger Kernstrukturen" kommt W. Flemming auch auf die Spermatocyten der Batrachier und die grossen Kerne der sogen. Giftdrüsen der Haut bei den Caudaten zu sprechen. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 758 — 764. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 24. Hautsystem. Mittheilungen über die eigenartigen Umbildungen von Corium und Epidermis während der Brunstzeit bei Rana und Molge macht F. Leydig. Er erklärt die dabei auftretende Haut- schwellung durch stärkere Füllung der Lymphräume mit Wasser, die sich unter dem Einfluss des Nervensystems vollziehe, und durch spätere Umbildung des flüssigen Inhalts in gallertiges oder embryo- nales Bindegewebe. Auch die Oertlichkeit habe einen Einfluss auf den grösseren oder geringeren Grad der Ausbildung der Haut- wucherungen. Den Höckerausschlag beim $ von Rana temporaria vergleicht Verf. jetzt nicht mehr mit der Perlbildung brünstiger 140 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Fisclie. Den Schluss bilden Notizen über den Bau der männlichen Daumenschwiele und der Brunstwarzen beim Frosche und über ihre Beziehungen zum „Hautsinne". Biol. Centr.-Blatt Bd. 12 p.205 — 220. Derselbe bringt weitere Mittheilungen über das Integument der Batrachier. Eine eigentliche Cuticula oder doch wenigstens ein Cuticularsaum ist stets vorhanden. Er macht auf die Veränderungen der Cuticula A'on Molf/e je nach ihrem Land- oder Wasseraufenthalt aufmerksam, bespricht sodann die Stiftchenzellen der Epidermis in dem Sinne, ob sie zu den Sinneszellen oder zu den Drüsenzellen zu rechnen seien, und erläutert den Zusammenhang von Epithelzellen mit den Elementen der Lederhaut. Nach einer Betrachtung des Bindegewebes der Lederhaut namentlich bei Salamandra und Meno- poma beschäftigt sich Verf. mit den glatten Muskeln der Lederhaut der Batrachier und wirft auch Seitenblicke auf ähnliches bei den Reptilien, insbesondere auf die glatten Muskeln am Scheitelflecken von Varamts und im Schnauzenhorn von Vipera ammodytos. Weitere Kapitel beziehen sich auf das harnsäurehaltige Pigment der Lederhaut bei den „Braunen" Fröschen, auf die Lebenserscheinungen der Chromatophoren, die ausser durch die Thätigkeit des Nerven- systems auch durch unmittelbare Einwirkung von Licht, Wärme oder Druck in Kontraktion versetzt werden können, auf Kalk- ablagerungen in der Lederhaut bei Bxifo vulgaris und japonicus^ Ceratophrys und Felohatcs und auf eine Zusammenfassung dessen, was Verf. über die Hautdrüsen gefunden hat. Die sogen, hellen und die dunkeln hält er nicht für verschiedene Gebilde, sondern nur für wechselnde Formen eines und desselben Organes, wie bei den Magendrüsen. Schliesslich berichtet er über geformte Körper im Sekret der Hautdrüsen der Batrachier, welche Drüsen den Schweissdrüsen, nicht den Talgdrüsen der Säugethiere zu vergleichen seien, erinnert an Boie's Beobachtung, dass bei gewissen ostindischen Lurchen dem Hautsekret Phosphorescenz zukommt, und spricht so- dann über die Thätigkeit der Sekretion infolge der Wirkung der glatten Muskelbündel, die vielleicht auch durch die Kontraktions- fähigkeit der Sekretionszellen selbst unterstützt werde. Endlich giebt Verf. noch Notizen über die Oberfläche der Lederhaut und ihr feines Leistensystem. Ebenda p. 444 — 467. Nach erneuten Untersuchungen über die Entstehung des Pigments in der Oberhaut der Batrachier [vergl. Ber. f. 1891 p. 157] stellt Jarisch jetzt den Satz auf, dass alles Oberhautpigment sich aus einer Kernsubstanz, dem Chromatin, entwickelt, oder einem diesem chemisch nahestehenden Körper. Arch. f. Dermat. Syph. 24. Jg. p. 223—224, Taf. u. p. 905—908. S. Elirmann hat die Arbeit von Jarisch [vergl. Ber. f. 1891 p. 157] über das Oberhautpigment bei den Batrachiern einer Nach- untersuchung unterzogen. Sowohl behn Embryo wie bei den Larven- zähnen stammt das Pigment nach dem Verf. aus dem Blute des mütterlichen Organismus; bei dem erwachsenen Frosche giebt die topographische Beziehung der braunen Pigmentzellen zu den Blut- in der Herpetologie während des Jahres 1892. 141 gefässen und das Fehlen des Pigmentes da, wo diese fehlen, eben- falls wichtige Gründe für die Entstehung des Pigmentes aus dem Blute ab. Die spontane Entstehung von Pigment in der Oberhaut sei bis jetzt durchaus unbewiesen. Ebenda p. 195 — 222, Taf. In einem Beitrage zur Physiologie der Pigmentzellen nach Ver- suchen am Farbenwechsel der Batrachier sucht derselbe nach- zuweisen, dass es sich bei der Bewegung der Pigmentzellen nicht blos um Ein- und Ausziehen von Zellfortsätzen handelt, sondern dass dabei auch eine innere protoplasniatische, gesetzmässig ver- laufende Bewegung im Spiele ist. Verf. kennt kein künstliches Mittel, um einen grünen Frosch in den grauen Zustand überzuführen; dass es indessen durch das Centralnervensystem wirkende, von aussen kommende Einflüsse sein müssen, die diese Veränderung erzeugen^ ergiebt sich aus der Beobachtung, dass dieser Zustand besonders dann eintritt, wenn das Thier sich in nicht grüner Um- gebung befindet. Für die Lehre von der Fortschaffung des Pigmentes ist wichtig, dass normal nur die Melanin führenden Pigmentzellen Fortsätze gegen die Epidermis aussenden, während die hellen im wesentlichen nur innere protoplasmatische Bewegung zeigen. Ebenda p. 519—539, Taf. Nach L. Toralbo degeneriren die Kerne der Hautdrüsen bei den Batrachiern — bei Ranu e.^cidenta^ Bufo vulgaris und Molge cristata — und werden dabei völlig zerstört. Die Zellen, die auf diese Weise zu Grunde gehen, werden durch andre von unbekannter Herkunft ersetzt. Internat. Monatsschr. Anat. Phys. Bd. 9 p. 89 — 94, Taf. 6—7. Eine Zusammenfassung unsrer Kenntnisse über die giftige Haut- sekretion der Batrachier, zugleich mit einigen neuen Beobachtungen in dieser Richtung, bringt G. A. Boul enger. Kein Durch hat die Fähigkeit Gift auszuspritzen. Natural Science Bd. 1 p. 185 — 190, 2 Figg. Fr. Werner untersuchte die Zeichnung der Batrachier. Ueber die Apoden w^eiss er nichts zu sagen [Die gelbe Seitenbinde von Ichthy- opliis gli(ti7iosus ist ihm wohl entgangen. — Ref.]. Die Caudaten theilt er der Zeichnung nach in drei Gruppen; homologisirbare Kopf- zeichnungen findet er fast nur bei den Molge- kriQn. Bei den Anuren ist die Zeichnung des Kopfes von phylogenetischem Werthe: Post- ocularband und Interocularband sind fast immer vorhanden. Die Rumpfzeichnung der Anuren lässt sich meist auf vier, theilweise auf sechs Fleckenlängsreihen zurückführen ; überdies ist anzunehmen, dass alle Fleckenzeichnungen solcher Batrachier, die einen Dorsal- streifen besitzen, sekundärer Natur sind. Sekundäre Einfarbigkeit kommt bei den Batrachiern nicht selten vor, primäre wohl nur bei den Apoden, vielleicht auch bei den Aglossen. Schliesslich werden eingehender alle gezeichneten Caudaten, die Verf. gesehen hat, und von den Anuren besonders Rana- und Bufo-Arten besprochen, die Färbung bei den Anuren aber weniger wichtig für allgemeine Schlüsse genannt, da sie in der grössten Mehrzahl der Fälle erst sekundär 142 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen durch Anpassung an den Aufenthaltsort erworben worden sei. Zool. Jahrb. Bd. G p. 200—220, Taf. 7—8. Nervensystem. Nach R. Burckhardt's Untersuchungen ist das (jehirn der Dipnoer vom Batrachiergehirn wesenthch verschieden ; es bildet einen eigenen Typus, vermittelt aber zwischen dem Gehirne der Selachier und der Batrachier und Reptilien. „Das Centralnerven- system von Protopterus annedens, eine vergl.-anat. Studie. 8^ 64 pgg., 5 Taf." L. Edinger bringt als Zweiten Theil seiner Untersuchungen über die vergleichende Anatomie dos Gehirnes vergl.-anatom. Unter- suchungen über das Zwischenhirn der Selachier und Batrachier. Das Zwischenhirn wurde an zahlreichen Schnittserien der ver- schiedensten Arten auf mannigfachen Entwicklungsstufen untersucht. Aus der Beschreibung der allgemeinen Formverhältnisse sei hervor- gehoben, dass die caudale Gegend des Infundibulums vielfach in neuem Lichte erscheint und dass der Saccus vasculosus als Aus- stülpung der caudalen Zwischenhirnparthie erkannt worden ist. Am eingehendsten wird das Zwischenhirn von Rona geschildert; hieran schliesst sich die Beschreibung desselben bei Bufo^ Salumundra, Moh/e und Siredon. Ein Eingehen in Einzelheiten würde hier zu weit führen; erwähnt sei nur noch, dass auch die Hypophyse be- sprochen wird, die aus drei im Bau ganz verschiedenen Theilen besteht. Abh. Senck. Nat. Ges. Frankfurt a. M. Bd. 18 p. 1 — 55, Taf. 1—5 u. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 472—476. S. Ramön y Cajal, El plexo de Auerbach de los batracios. Barcelona 1892. 6 pgg., 2 Figg. Gl. Sala, Estructura de la medula espinal de los batracios. Barcelona 1892. 20 pgg., 7 Figg. 0. S. Strong bringt ergänzende Bemerkungen zu seiner früheren Mittheilung [s. Ber. f. 1890 p. 150] über Bau und Homologie der Kopfnerven bei den Batrachiern. Bei Aviblystoma tritt der Facialis, wie bei den übrigen Caudaten, nicht in so enge Beziehungen zu dem Trigeminus, wie bei den Anuren. Nur der dorsale Theil der dorsalen Facialis wurzel verschmilzt mit dem Ganglion Gasseri. Betr. der Homologisirungen muss auf die Arbeit selbst verwiesen werden. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 467 — 471. J. Bern heim fand bei Untersuchung der Innervation der Harn- blase von Rana und Sulaynandra^ dass vom Ranvier'schen Funda- mentalplexus zwei sekundäre Geflechte — ein sensibles und ein motorisches — ausgehen, von denen sich wieder feinste Fasern ab- zweigen und tertiäre Plexus bilden. Mit den Endigungen der tertiären sensibeln Elemente hat sich Verf. nicht beschäftigt, über die mo- torischen aber kam er zu der Anschauung, dass Endigung der Terminalfibrille und Verbindung derselben mit der glatten Mus- kulatur wesentlich verschiedene Dinge sind. Arch. Anat. Phys.. Phys. Abth., SuppL-Bd. p. 11- 28, Taf. 2. - J. Gaule knüpft an diese Arbeit physiologische Betrachtungen. Ebenda p. 29 — 40, Taf. 3. G. Retzius giebt bei andern Arbeiten gesammelte fragmentarische in der Herpetologie während des Jahres 1892. 143 Beobachtungen über die motorischen Nervenendigungen bei Rana und Proteus. Biol. Unters. Retzius (2) Bd. 3 p. 41—52, Taf. 14—20. A. V. Kölliker macht Mittheilungen über die Entwicklung der Nervenelemente im Schwanzsaume der Batrachierlarven. Verh. Anat. Ges. 6. Vers. p. 76—78. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 18— li). Sinnesorgane. G. Retzius untersuchte neben denen der Säugethiere auch die Nervenendigungen in der Zunge von Ra7ia esciilenta und Salamandra maciilosa. Er fand princij^ielle Ueber- einstimmung mit den Säugethieren ; die Nervenfäserchen endigen intercellulär und frei. Biol. Unters. Retzius (2) Bd. 4, Stockholm & Berlin, Friedländer & Sohn, 1892. Fol. p. 19— 32, Taf. 7— 10. W. Krause bringt eine Zusammenstellung der über die Netz- haut der Batrachier bekannten anatomischen Thatsachen, sowie ausgedehnte Masstabellen und umfangreiches Litteraturverzeichniss. Internat. Monatsschr. Anat. Phys. Bd. 9 p. 157—195 u. 197—236, Taf. 11— 13. E. Steinach berichtet über die direkte motorische Wirkung des Lichtes auf den Sphincter pupillae bei Rana temporaria und esculenta^ Bufo^ llyla und Salamandra und über die ihn aufbauenden pigmentirten glatten Muskelfasern [vergl. Ber. f. 1891 p. 148]. Durch die Ausschaltung des nervösen Apparates wird die direkte Licht- erregbarkeit der Iris nicht beeinträchtigt. Aus den anatomischen Befunden und physiologischen Versuchen schliesst der Verf., dass die motorische Wirkung des Lichtes auf die Iris der Batrachier von der Erregung herrührt, die es auf die pigmentirten glatten Muskelfasern des Sphincters unter Vermittelung ihres Pigmentes geltend macht. Arch. f. d. ges. Phys. Bd. 52 p. 495- 525, Taf. 2. Yerdauungssystem. Bei der Untersuchung der Nebenkerne in den Zellen des Pankreas von Rana und Sakmiandra unterscheiden C. J. Eberth & K. Müller zwei Gruppen von paranucleären Körpern, nämlich spindel- oder sichelförmige umgewandelte Protoplasmafäden und mehr rundliche, colloide Massen. Diese Nebenkerne haben weder mit der sekretorischen Thätigkeit, noch mit der Regeneration der Zellen etwas zu thun; auch sind sie keine Knospen des Kernes. Wegen ihrer wechselnden Zahl und Inkonstanz scheinen sie sich vielmehr in einer gewissen Abhängigkeit von der Thätigkeit der Drüsenzellen zu bilden. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 53, Suppl. p. 112—135, Taf. 8. Athmungssystem. H. H. Wilder macht Mittheilungen über die Phylogenese des Larynx der Batrachier nach Untersuchungen der Knorpel der Athemwege und der Muskeln des Larynx bei Proteus, Ainphiuma, llolc/e, Necturus^ Pipa, Xenopus^ Sire?i, Mcnoponia, den Caeciliiden, Siredon, Salamandra, Alytes, Bufo, Rand u. Bombitwtor. Zum mindesten vier Paare von den Kiementrägern verschmelzen bei den jungen Froschlarven zur Büdung der Hyoidplatte, die beim erwachsenen Thiere die Zunge stützt. Der Thyrioidknorpel des Larynx leitet sich von Theilen des zweiton und dritten Kiemenbogens ]44 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericlit über die Leistungen ab; das fünfte und hinterste Paar der Kiemenbögen aber bildet sieb zu den arytaenoiden Knorpehi des Kehlkopfes, also zum Stimm- apparate, aus. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 570—580, 3 Figg. — Kef. in Natural Science Bd. 1 p. 564. Gefässsystem. Eine Untersuchung über die Kntwickelung des Herzendothels beim Embryo von Rana temporuriu bringt M. W. Rud- neff. Arb. Zoot. Lab. Univ. Warschau Jg. 1, Lief. 2. 82 pgg., 1 Taf. (russ.). — Ref. in Congr. Internat. Zool. Moskau, 2. Sess., \. Theil p. 101—103 u. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 21. W. B. Spencer vergleicht eingehend das arterielle System der Blutgefässe von Cendodiis mit dem der Batrachier und zeigt, dass es damit in mancher Beziehung Uebereinstimmung zeigt. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 2 v. 27. Juli 1892. H. Rex studirte die Hirnvenen bei Anuren und Caudaten und vergleicht die Befunde mit den bei den Selachiern beobachteten. Im allgemeinen stehen in der Morphologie der Hirnvenen die Caudaten höher als die Anuren, bei denen Reduktionen — Mangel der Plexus chorioidei des Vorder- und Zwischenhirns — beobachtet wurden. Morph. Jahrb. Bd. 19 p. 295—311, Taf. 11. Im Blute von Rmia^ Salamandra und Molge fand M. C. Dek- huijzen fünf selbständige, durch verschiedene Entwicklungsstufen vertretene Zellarten, die nach ihm bestimmte Unterscheidungs- merkmale besitzen. Es sind 1 . die hämogiobinfreien, mit Nucleolen ausgestatteten Erythroblasten und Erythrocyten, 2. die Mitochromen enthaltenden Thromboblasten und Thrombocyten, 3. die Pseudopodien aussendenden, feinkörnigen Leucoblasten und Leucocyten, 4. die eosi- nophilen Leucoblasten und Leucocyten und 5. die Mastzellen. Verf. hat keine Uebergänge von der einen Zellenart zur andern gefunden und glaubt daher an die Specifität der aufgestellten Reihen. Verh. Anat. Ges. 6. Vers. p. 90 — 103, Taf. 1. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 25. Auch H. Griesbach untersuchte das Blut von Rana, Bnfo^ Bombinator und Molge. Im kreisenden Blute erscheint der Leib der rothen Blutkörperchen bei den Batrachiern als ein strukturloses Plasmagebilde, das durch Hämoglobin gieichmässig gefärbt ist. Eine Membran im histologischen Sinne fehlt. Die Formänderungen, die solche Blutkörperchen im strömenden Blute darbieten, werden durch Reibung in der Flüssigkeit, an den Gefäss wänden und durch das Zusammenstossen der geformten Elemente an einander hervor- gerufen. Die Amöbocyten bestehen aus der Spongiosa und der Zwischensubstanz. Jene bildet ein Gerüstwerk, das zwar elastisch, aber nicht kontraktil ist, und birgt darin die kontraktile Zwischen- substanz, die aus dem Gerüstwerk hervortreten und sich wieder hinein zurückziehen kann. Festschr. Leuckart, Leipzig p. 215 — 227, Taf. 23. Urogenilalsystem. S. Mo liier, Ueber die Entstehung des Vornierensystems bei Amphibien. München 1892, 8". 29 pgg., 2 Taf. in der Herpetologie während des Jahres 1892. 145 Ueber die männlichen Geschlechtsorgane der Batrachier vergl. oben R. Saint-Loup p. 76. In einer ausführlichen Arbeit theilt H. F. E. Jungers en mit, dass der Müller'sche Gang bei Rana temporaria^ Bufo vulgaris und Molge criduta und vulgans unabhängig vom Wolff'schen Gange aus dem Peritonealepithel hervorgeht. Zuerst entsteht sein vorderes Ende, worauf er entweder selbständig nach hinten wäclist oder noch einen Zuwachs von Elementen von der Müller'schen Leiste erhält. Vid. Meddel. Nat. For. Kjöbenhavn (5) Bd. 4 p. 32-72. Taf. 2—3. Bei Rana und Molge führt die Amitose der Spermatogonien nach 0. vom Rath nie zur Bildung von Samenzellen, sondern die durch sie entstehenden Kernfragmente gehen langsam zu Grunde oder finden vielleicht noch als Randstützzellen Verwendung. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 40 p. 102—132, Taf. 5. Ontogenie. K. v. Kostanecki bespricht die Schicksale seiner Centralspindelkörperchen bei der karyokinetischen Zelltheilung in der Diasterphase der Zellen auch von Batrachiern. Anat. Hefte 1. Abth., Bd. 2 p. 249— 268, Taf. 14-15. W. Roux stellt die neueren Untersuchungen über die Furchung des Batrachiereies zusammen. Verh. Anat. Ges. 6. Vers. p. 22 — 62. In einer vorläufigen IVIittheilung beschreiben E. 0. Jordan & A. C. Eycleshymer zahlreiche Varietäten in dem Verhalten der vier ersten Furchen bei den Eiern von Rana., Bufo, Molge und Amhlystoma. Sie schliessen aus ihren Beobachtungen, dass die An- ordnung der Kerne keine principielle Bedeutung hat und dass alle Unregelmässigkeiten in der Furchung ohne Einfluss auf die Ent- wickelung bleiben. Anat. Anzeiger 7. Jg. p. 622 — 624. — Ref. in Jouru. Roy. Micr. Soc. London p. 762 — 763. Nach H. S. Greenough's Untersuchungen am Ei von Alytes und Siredon sind die Medullarwülste und der Primitivstreifen Theile der Blastoporuslippen. Epibolie und Embolie sind nach ihm nicht zwei principiell verschiedene Vorgänge, sondern lassen sich auf ein- ander zurückführen. Bull. Soc. Zool. France 17. Jg. p. 57 — 59. In einer Notiz zur Metamerie der Wirbelthiere bemerkt B. Hatschek, dass sich jede dorsale Nervenwurzel mit der nächsten hinter ihr liegenden ventralen Wurzel vereinige. Besonders klar wären diese Verhältnisse bei den Batrachiern zu sehen. Demnach gehöre der N. abducens nicht zum Faciahs, sondern zum Trigeminus. Anat. Anzeiger 8. Jg. p. 89 — 91. Biologisches. L. v. Mehely berichtet p. 56, dass Rana escvlenta ridibunda in Siebenbürgen keine ausschliessliche Tieflands- form ist, p. 61, dass Fleisch von Froschschenkeln Unwohlsein hervor- gerufen habe, bezweifelt p. 63 die Mittheilungen Wolterstorff's über Daumenschwiele und Blaufärbung [vergl. Ber. f. 1891 p. 166] bei Rana agilis Tho. und schildert deren geduldiges Wesen und Zähm- barkeit,' führt p. 64 ihr Verschwinden zur Zeit der grössten Sommer- liitze nicht auf Trockenschlaf, sondern auf Verkriechen während der Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. Dd.U. H. 1. 10 146 Piof. Dr. Oskar Boettgei': Bericht über die Leistungen Tageszeit zurück, bespricht p. 67 die Ueberzahl der c^ gegenüber den -?- bei Bufo vnlgarix Lanr. und p. 61) die Vorliebe von B. viridis Laur. für bewohnte Orte und p. 70 seine Stimme. Weiter erwähnt Verf. p. 78, dass Salamandra maculosa Laur. um Kronstadt 33 cm Länge erreiche, p. 82, dass auch in Siebenbürgen gelbgestreifte $ und Junge der Molge cristata Laur. vorkommen, und bringt p. 88ff. wichtige Beobachtungen über- Vorkommen und Färbung von Molge montandoni Blgr., den er jetzt aus dem ganzen östlichen Karpathen- zuge vom Tömöscher bis zum Vereczkeer Passe kennt. Herpet. Verhältn. d. Siebenbürg. Burzenlandes, Kronstadt 1892. Weitere Versuche über den Einfluss von Kälte auf Batrachier hat K. Knauthe angestellt [vergl. Ber. f. 1891 p. 165]. Nach relativ kurzer Einwirkung von Temperaturen von — 14 bis — 28^ C. auf- gethaut, fing zwar das von Eis umgebene Herz bei vielen der ge- frorenen Thiere bald wieder an zu schlagen, aber keiner der Lurche lebte länger als 24 — 36 Stunden, nachdem er so hochgradigem Froste ausgesetzt gewesen war. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 20 — 23. — Ref. in Naturw. Rundschau 7. Jg. p. 141. Palaearktische Region. Ueber die Lurche Tunesiens und ihre Lebensbedingungen vergl. oben A. König p. 84. J. Anderson giebt eine Liste von 6 Anuren aus Algerien und Tunesien. Proc. Zool. Soc. London p. 23 — 24. F. Werner macht Bemerkungen über seine herpetologische Ausbeute in Ost-Algerien. Vom Mt. Edough bei Bona zählt er 1 Caudaten und 3 Anuren, von Batna 1 Anuren, von Lambessa und Biscra je 2 Anuren auf. Eingehender besprochen werden u. a. Masse von Larven der Sala')ncmdru maculosa algira Bedr. Verh. K. k. Zool.-Bot. Ges. Wien Bd. 42, Abh. p. 350—355. Erw. Schulze giebt eine zweite, verbesserte Auflage seiner „Amphibia Europaea. Lipsiae, H. Tauchnitz 1892, 8*^. 18 pgg." [vergl. Ber. f. 1890 p. 159 und 1891 p. 152]. Es ist eine Aufzählung aller Species Europas (21 Anuren, 18 Caudaten) mit kurzen Diagnosen der Familien, Gattungen und Arten. J. Bettencourt Ferreira giebt eine Revision der Batrachier Portugals. Er zählt, nachdem er in einem Vorwort mehrere der streitigen Arten besprochen hat, folgende Si^ecies p. 278 ff. auf: Molge viarmorata Latr., palmata Schnd. [sicher irrthümlich. — Ref.], hoscae Lat. und ivaltli Michah., Salamandra macidosa Laur., Qiio- glossa lusitanica Boc. ; Pelohates cultripes Cuv. , Alytes ohstetricans Laur., Rauu esadenta L., temj)oraria L. u. ihera Blgr., Discoglossvs pictus Otth, Biifo vulgaris Laui'. u. calamita Laur. u. Hyla ai'borea L. Der sicher bekannte Pelodi/fes pvnctutvs Daud. ist im Museum zu Lissabon nicht aus dem Königreiche vertreten. Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 2 p. 268-286. R, Martin & R. Rollinat zä,hlen in ihrem Kataloge der Batrachier des Departements Indre (Frankreich) 15 Arten von dort auf. Mem. Soc. Zool. France Bd. 5 p. 30—45. 0. Boettger verzeichnet Ber. p. 49 neue Fundorte in Deutsch- in der Herpetologie während des Jahres 1892. 147 land für Rana teniporaria L., Ber, p. 47 in der Schweiz für die- selbe und für Bufo vi/lf/aris Laur. und Salamandni atra Laiir. und nennt Ber. p. 48 neben 4 andern ßatrachiern Rana agilis Tho. von Wiese bei Matzing nächst Trannstein in Oberbayern. Ber. Senck. Nat. Ges. 1892. Mittheilungen über die Batrachier einiger Nordseeinseln bringt C. Verhoeff. Auf Norderney, Borkum und Juist fand er Rana temporaria L. und Bufo calamita Laur., auf Baltrum und Spiekerooge nur den letzteren. Ob Rana auf den Inseln ursprünglich vorkommt oder erst neuerdings eingeschleppt worden ist, wie es von den Fröschen auf Juist theilweise feststeht, bleibt unsicher. Verf. neigt zu der ersteren Ansicht. Sie braucht auf diesen Inseln zwei Jahre zu ihrer Verwandlung und überwintert als Larve. Auch Bvfo vulgaris soll auf Juist vorkommen, ist aber wohl sicher als ein- geschleppt zu betrachten. B. calamita ist auf den Nordseeinseln zum vollkommenen Tagthier geworden; die Kröten sind nach dem Verf. überhaupt nur fakultative Nachtthiere. Die Nahrung besteht in Ameisen, Insektenlarven, Käfern, Fliegen, Asseln und kleinen Gehäuseschnecken; die von Rana ist ähnHch, doch fehlen die Ameisen darin. Zool. Anzeiger 15. Jg. p. 30 — 36. In A. Poppe's „Zoolog. Litteratur über das Nordwest- deutsche Tiefland von 1884—1891" in Abh. Naturw. Ver. Bremen Bd. 12 p. 237 — 268 finden sich Notizen über die dortigen Batrachier auf p. 259—261. Bei den von H. Landois u. a. bearbeiteten Batrachiern in „Westfalens Thierleben, Bd.3: DieReptilien, Amphibien und Fische. 111 Figg., 19 Taf. Paderborn 1892, F. Schöningh" kommen Rana esculenta, ridihunda, temporaria, arvalis und agilis zur Besprechung, sowie Bufo vidgaris, viridis und calamita, Uy^'-'-, Pelobates, die beiden Bo7nhinator^ Alytes, Salamandra und die 4 il7o/^e- Arten. — Ref. in Zool. Garten 33. Jg. p. 255—256. Wegen der Batrachier in Fr. Wem er' s „Herpetologischen Lokalfaunen der oesterreichischen Erzherz ogthümer" vergl. oben p. 87. Eingehend schildert L. v. Mehely die herpetologischen Ver- hältnisse des Burzenlandes in Siebenbürgen. In der Höhe wie in der Tiefe leben Rana esculenta L. typ. und agüis Tho., Molge cristata Laur. und vulgaris L. und Bufo vulgaris Laur. Als reine Bergformen dürfen für Kronstadt gelten Rana temporaria L., B0771- hinator pachypus Bonap. und Molge alpestris Laur. Tieflandsformen fehlen. Als Einwanderer von Osten oder Süden sind ausserdem Molge montandoni Blgr. und Bufo viridis Laur. zu betrachten. Im ganzen zeigt die Fauna 8 Frösche, einen Salamander und 4 Molche. Es sei noch angeführt, dass biologische Beobachtungen die Arbeit besonders werthvoll machen. Beitr. z. einer Monogr. d. K. freien Stadt Kronstadt in Festschr. 26. Wandervers. Ungar. Aerzte und Naturf. — Auch separ.: Die herpetolog. Verh. d. Siebenb. Burzen- landes. Kronstadt, J. Gott & Sohn. 91 pgg. 10* 148 Prof. Dl'. Osk.nr Boettger: Bericht über flie Leistungen Fr. Werner nennt ans Dalmatien Rana escvlenta ridibiiTida von Veglia n. Ihifo oirii pJeurostignia Tsch., von Sintang eine neue Engystomatiden- Gattung und von Sebruang und Sintang Bufo asper Grav. (s. Ranidae, Engystomatidae). Mem. Soc. Zool. France Bd. 5 p. 194—195, Taf. 7. Mittheilungen über die am Mt. Dulitin Sarawak, Nord-Borneo, von C. Hose gesammelten Batrachier macht G. A. Boulenger. Es sind die Anuren Rana macrodon Kühl, hosei Blgr., jerhoa Gthr. (mit System. Notiz) u. natätrix Gthr. {guttata Gthr.), Rhacophorus appendictdatvs Gthr., Ixalus aurifasciatus Hchlg.^ Calophrynus pleuro- stigma Tsch., Calhda haleata S. Müll., Bufo quadriporcatus Blgr. u. asper Grav. (Notiz über ein $ mit besonders grossen Parotiden), Megalophrys nasuta Schlg. und der Apode Ichthyophis monochroics Blkr. Neu ein Rhacophorus und eine Nectophryne (s. Ranidae, Bufonidae). Proc. Zool. Soc. London 1892 p. 507—508, Taf. 30. 0. Boettger verzeichnet von den Philippinen aus Manila (Luzon) Oxyglossus laevis v. Mts., Staurois natätrix Gthr. und Calhda conjuncta Pts. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 49. G. A. Boulenger verzeichnet von Okinawa, Liukiu-Inseln, Rana macropus Blgr., sowie je eine neue Rana und Tylototriton 150 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen (s. Ranidae, Salamandrinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 10 p. 302 bis 304. Afrikanisclie Region. J. v. Bedriaga bringt Notizen über die von A. F. Moller auf den Guinea-Inseln gesammelten Batracliier und giebt eingebende Beschreibung von Rann netütoni Boc, Rappia thomensis Boc. und Dennophis thomensis Boc. von S. Thome und von Rappia concolor Hallow. von Principe. Die übrigen auf den Inseln vorkommenden Arten sind Arthroleptis calcarata Pts. von S. Thome und Rolas und Dermophis thomensis von Rolas. Eine neue Rappia (s. Ranidae). Istituto (Coimbra) Bd. 39. Sep.-Abdr. p. 1 — 16 u. 44—45. A. Günther beschreibt die Batrachier der H. H. Johnston'schen Ausbeute aus dem Hochland von Shire im Süden des Nyassasees. Es sind die 5 Arten Rana fasciata Tsch. und eine neue Rana, Breviceps mossambicus Pts., Bufo regularis Rss. und Scolecomorplms kirki Blgr. (s. Ranidae). Proc. Zool. Soc. London p. 555- — 558, Taf. 33-35. P. Matschie nennt von Derema in Usambara, Deutsch-Ost- afrika, aus 850 m Höhe die 3 Anuren Rappia concolor Hallow. und cinctiveiitris Cope und Bufo regidaris Rss. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin p. HO. Tropisch-amerikanische Region. 0. Boettger verzeichnet aus San Jose, Costa Rica, Fliryniscns varins Stann., Bufo hae- matiticus Cope und marinus L. Ber. Senck. Nat. Ges., Ber. p. 47. Betr. der Insel Dominica vergl. oben Verrill p, 94. Australische Region. 0. Boettger verzeichnet von Amboina Hyla dolichopsis Cope (auch von Kaiserwilhelmsland) und //. am- bomefisis Horst (s. Hylidae). 29. /32. Ber. Offenbach. Ver. f. Naturk. p. 155— 157. A. H. S, Lucas bringt Notizen über die Verbreituug der Anuren in Victoria und beschreibt 2 neue Arten (s. Bufonidae). Proc. Roy. Soc. Victoria (2) Bd. 4 p. 59— (M. J. J. Fletcher nennt in einem III. Beitrage zur Kenntniss der geographischen Verbreitung der Anuren Austi'aliens [vergl. Ber. f. 1891 p. 155] p. 7 aus dem Binnenland von Neusüdwales von Lucknow bei Orange 1. Limnodynastes fasmaniensis und 2. L. dorsalis, 3. Hyperolia mannorata^ 4. Pse^idophryne bibrotii und 5. Hyla eivingi var. B (zum ersten Mal in der Inlandregion), von Wellington Caves No. 1 und 4 und p. 8 von Yass No. 1, 2, 4, 5 und 6. Crinia sig- nifera. Hyla aurea wurde gesehen aber nicht erbeutet. Ebenfalls aus dem Binnenlande werden noch erwähnt No. 1 von Wentworth, No. 2 von Cooma und Cowra, 7. Cryptotis brevis von Gosford, 8. Hyla peroni von den Emu Plains, Urana, und No. 1 und 9. Hyla dentata von den Blue Mts. Aus Süd-Queensland von Pimpana im Süden von Brisbane, also aus der Küstenregion, verzeichnet er No. 3, 7, 10. Limnodynastes peroni ^1 11. Fseudophryne coriacea und 12. Hyla lesuevri, und p. 9 von Waroo (Inglewood), etwa 60 Miles westlich von Stanhope, aus dem Binnenland No. 1, 3, 6, 11, 12 in der Herpetologie während des Jahres 1892. 151 und 13. Hyla latopalmata. In einer Zusammenfassung seiner Unter- suchungen erwähnt Verf., dass Batrachier auch im Innern von Australien überall da vorkommen, wo nur irgend das Wasser zur Entwicklung der Larve ausreicht. Von den 54 Anuren Australiens finden sich 34 in Neusüdwales. Von 30 dem Autor bekannten Arten aus Neusüdwales gehören 25 der Küstenregion und 18 dem Binnenlande an, und von ihnen sind 14 Species beiden Regionen gemeinsam. Wegen der specielleren Fauneneintheilung und der Gründe der eigenthümlichen geographischen Vertheilung muss auf die Arbeit selbst verwiesen werden (s. Leptodactylidae, Hylidae). Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 7 p. 7—19. Ecaudata. Allgemein Anatomisches. C. Marquis hat das Knochenmark von Buna temporaria L. untersncht. Es ist die Hauptstätte für die Bildung rother Blut- körperchen und funktionirt periodisch, indem auf ein absolutes Ruhestadium im Herbste und Winter ein durch besonders starke Thätigkeit ausgezeichnetes Stadium im Spätfrühling und Frühsomnier folgt, das während des Sommers in allmählich absteigender Stufenfolge bis zum Herbst in vollständige Funktions- einstellung übergeht. Leber und Milz spielen bei der Blutbildung erwachsener Frösche keine Rolle. Wie sich die Haematoblasten im venösen Capillargefäss- system des Knochenmarks lokalisiren und wie dieselben dann allmählich zu rothen Blutzellen auswachsen, wird eingehend beschrieben. „Diis Knochenmark der Amphibien in den verschiedenen Jahreszeiten." Dissert. Dorpat, Karow in Comm., 8". 82 pgg., Taf. Ueber den Charakter und das Verhalten der Wanderzellen des Frosches und über ihre Beziehungen zu Mikroorganismen macht A. A. Kanthack Mit- theilungen. Proc. Roy. Soc. London Bd. 52 p. 267—273. A. Cavazzaui sucht bei Eana den Nachweis zu führen, dass jede Muskel- kontraktion von einer Gerinnung des Myosius abhängig ist, behauptet, dass auch die nervösen Funktionen einem Gerinnungsprocesse unterworfen sind und dass die Kalksalze einen wesentlichen Antheil an den Phänomenen haben, die sich im Nervensystem abspielen. Arch. Ital. Biol. Bd. 18 p. 156—157. Hautsystem. In seinen Beiträgen zur Histologie und Physiologie des Epithels widmet S. Mayer den „grossen multipolaren Ganglienzellen" Hubers in der Epidermis des Frosches seine Aufmerksamkeit und zeigt, dass sie keines- wegs Wanderzellen sind, sondern an Ort und Stelle entstehen. Auch die „Steruzellen" von Langeihans sind nichts anderes, als umgewandelte gewöhnliche Epithelzellen, die mit Nervenelementen nichts zu thun haben, sondern vielleicht als Sekretionszellen aufgefasst werden dürfen, deren Zerfallsprodukte in die der Ernährung des Epithels dienende Flüssigkeit aufgenommen werden sollen. Zeitschr. Lotos (2) Bd. 12. 17 pgg. Ueber den Farbeuwechsel der Frösche hat W. Biedermann Versuche an Hyla und Bana temporaria angestellt. Es sind wesentlich zwei Gruppen von Hautzellen, die die Farben und deren Aenderungen veranlassen. Zunächst kommen in Betracht die in der Tiefe liegenden schwarzen Pigmentzellen, dann die über ihnen liegenden Interferenzzelleu, die einen körnigen, zuweilen blau 152 Prof. Dr. Oskar Boettger: Bericlit über die Leistungen oder purpurn, zuweilen aber grau erscheinenden Tnlialt und ein intensiv gelbes Pigment einschliessen ; über diesen Pigiiieutschichten lagert die farblose Oberhaut. Verf. behandelt sodann die anatomische Grundlage des Farbeuwechsels. Was die physiologischen Bedingungen anlaugt, so konnte er feststellen, dass Absperrung der Blutgefässe und Verhinderung der Blutzufuhr zu einer bestimmten Haut- stelle ein Zusammenballen des schwarzen Pigmentes veranlasst, während sich der gelbe Farbstoff der Interferenzzellen dabei niemals ballt; daher kommt es, dass Blutleere und Tod die grüne Farbe des Laubfrosches in helleres Gelbgrün verwandelt. Die eigentliche Ui'sache dieser Erscheinung wurde nicht in einer Ansammlung von Kohlensäure, sondern im Mangel an zugeführtem Sauerstoff gefunden. In gleichem Sinne wirken Wärme und Licht auf die Chromatophoren. Die Innervation der Chromatophoi'en wurde experimentell nachgewiesen; nach Durchschneidung der Nerven blieben die Wirkungen von Wärme, Licht und ßlutabsperrung aus. Auch Durchschneidung der Sehhügel ei-zeugt eine Lähmung der Chromatophoren; es entsteht in kurzer Zeit ein tiefes, glänzendes Schwarz der Haut, das nur durch direkte Reizung der peripherischen Nerven in Hellgrün und durch Wärme, die ein Ballen des schwarzen und gelben Farbstoffes ver- anlasst, in weissliches Grau übergeht. In den Sehhügeln muss daher die Central- stelle für die Bewegungen der Pigmentzelleu gesucht werden. Durch vielfache Versuche endlich konnte Verf. leststellen, dass weder die unzweifelhaft vor- handene, direkte Lichtwirkung auf die Haut, noch eine durch das Auge ver- mittelte Reflexwirkung die jeweilige Färbung des Thieres in ei'ster Linie bedingen, sondern dass den Hautempfindungen in dieser Beziehung eine viel wesentlichere Bedeutung zukommt. Rauhe und unebene oder gar unterbrochene Flächen, die insbesondere den Haftsclieiben der Zehen nur in unvollkommener Weise die Befestigung gestatten, begünstigen das Dunkeln, glatte Flächen hingegen die Grünfäi'bnng der Haut auf reflektorischem Wege. Arch. f. d. ges. Phys (Pflüge)') Bd. 51 p. 455-508, Taf. 11. — Ref. in Naturw. Rundschau 7. Jg. p. 212-213. F. Leydig beschreibt jRan« esculenta aus dem Kreuzberger-Pütz bei Bonn und von Karlsruhe, deren ganze Rückenfläche ein entschiedenes Blau zeigt [Auch W. Wolterstorff zeigte s. Z. dem Ref. solche bei Frankfurt a. M. ge- sammelten Stücke]. Sie waren neben normal gefärbten Exemplaren gefangen worden. Aus dem Dunkel hervorgeuommen, wurden die kuiz zuvor dunkelblauen Thiere mit einem Schlage weiss, welche Farbe aber bald wieder in BläulichAveiss überging. Die Entstehung dieses Blau beruht wohl darauf, dass individuell und wahrscheinlich auch unter dem Einflüsse der Oertlichkeit die Menge der dunkeln Chromatophoi'en in der Haut eine sehr grosse war, so dass sie, als Ganzes, eine schwärzliche, zusammenhängende Schicht erzeugten. Indem nun dieses Schwarz von dem „trüben Mittel" des Bindegewebes und der Epidermis überlagert wird, tritt das Blau hervor. Auch die Haut von Hylcj, vom frischen Thiere ab- gezogen, sieht von innen angesehen blau aus. Zool. Garten 33. Jg. p. 1 — 4. Skelettsystem. E, Gaupp schildert nach neuen Untersuchungen eingehend die Bildung und Umbildung des Primordialschädels von Bana temporaria. Die vordere Verbindung des Quadratums mit dem Schädel, wie sie für den Larven- zustand charakteristisch ist, vergleicht er mit der ähnlichen Verbindung mit dem Anteorbitalfoi'tsatz, die bei Teleostiern und Knochenganoiden bleibend be- steht. Dadurch verliert diese Bildung ihren exceptionelleu Charakter, und der Anurenschädel wird einigermassen zum Verbindungsglied zwischen den Fischen in der Herpetologie während des Jahres 1892. 153 und den Landwirbelthieren. Verli. Auat. Ges., 6. Vers. p. 183—190 und Morph. .Arb. V. G. Schwalbe Bd. 2 p. 275-481, 2 Figg., 4 Taf. Ueber Variationen der Wirbelsäule bei Bufo variabilis Pall. vergleiche H. Adolphi. Morph. Jahrb. Bd. 19 p. 313-375, 4 Figg., Taf. 12. C. Hasse studirte die Entwicklung der Wirbelsäule der Anuren. Bei Pelohates fuscxis wurde eine Cuticula chordae und eine C. sceleti gefunden, bei Mana temporaria und esculenta ist, wie bei den Amnioten, nur die erstere vor- handen. Die Anuren bilden also in dieser Beziehung einen Uebergang von den Fischen und Caudaten zu den höheren Wirbelthieren. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 55 p. 252—264, Taf. 12. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893, p. 155. C. Emery bestätigt gegen Jungersen seine frühere Deutung der Knorpel- konie in dei- Anlage des Carpus der Anuren. Es gelang ihm, in der Hand von Pelobates-h&rven die getrennte Anlage des Cg und seine Verschmelzung mit dem C4 zum TJncinatum festzustellen. Ferner fand er bei dem nämlichen Thier ein später mit dem Ulnare verschmelzendes Pisiforme und Knorpelbildung im Bereiche des Intermediums. Der Carpus von Pelohates und der Anuren über- haupt enthält also alle wesentlichen Elemente der Handwurzel höherer Wirbel- thiere. Atti Accad. Lincei Roma, Rendic. (5) Bd. 1, 1. Sem. p. 203— 206. —Ref. in Monit. Zool. Ital. 3. Jg. p. 114—115. In seinem methodischen Beitrage zum Studium der Beweguugsvorgänge in den Knorpelzellen liefert J. Vejnar den Beweis für die bisher zAveifelhafte aktive Bewegung in den Knorpelzellen bei Bana. Aus Instit. f. exper. Pathol. Prag in Allgem. Wien. Med. Zeitung 1892. Sep.-Abdr. 5 pgg. Nervensystem. Azema, Contribution a l'etude du Systeme nerveux des Batraciens anoures. These. Montpellier 1892. 45 pgg., Taf. R. Marchesini erwähnt in der oberen und hinteren Innenregion der Lobi optici von Rana einen Haufen von sehr grossen Ganglienzellen. Bull. Accad. Med. Roma 18. Jg. p. 485-487. G. N. Stewart untersuchte in einer umfangreichen Arbeit bei Bana und Bufo [vergl. Ber. f. 1891 p. 159J die Wirkung der Tempeiatur auf die Hemmungs- tbätigkeit des Vagus, auf den beschleunigenden und verstäikenden Sympathicus- effekt, sowie den Einfluss extremer Temperaturen auf die Herzbewegung. Journ. of Phys. Bd. 12 p. 59—164, Taf. 3-6. Einen Beitrag zur Physiologie des Lendenmarks der Frösche bringt A. Beck. Anzeiger Akad. Wiss. Krakau 1892 ISIo. 58. H. Adolphi versucht, die Variationen in der Dicke der Spinalnerven von Bufo variabilis Pall. in ein System zu bringen und daraus allgemeine Schlüsse zu ziehen. Aus seinen Untersuchungen ergiebt sich, dass sowohl der Plexus sacralis, als auch der PI. brachialis ihren Schwerpimkt nach dem Kopfe zu ver- legen. Mit dieser Wanderung des Plexus nach dem Kopfe zu, wie es ausser Bufo auch die anderen Anuien zeigen, treten diese in einen Gegensatz zu den Amnioten, wo nach allen Untersuchungen der Hals an Länge zimimmt und die Vorderextremität und ihr Nervenplexus somit vom Kopfe weg wandern. Morph, Jahrb. Bd. 19 p. 313-375, 4 Figg., Taf. 12. C. S. Sherrington liefert eine vorläufige Mittheilung über die motorischen Fasern der Wurzeln des Plexus lumbosacralis auch bei Bana. Proc. Roy. Soc. London Bd. 51 p. 67—78. 154 Prot. Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen Th. Beer hat die Eisenchlorid-Dinitroresorcinfärbimg verwandt, um die Degeuei'ation peripherischer Nerven auch bei Eana zu studiren. Arb. Inst. Anat. Phys. Centralnerv. Wien. Univ. Bd. 1 p. 53—72, 2 Taf. u. Jahib. f. Psychia- trie Bd. 11 (1893). 20pgg-., Taf. 4 -5. A. Laudauer fand an den Muskehi der Hinterbeine von Bana esadenta Nervenfasern, die den dorsalen Nebenwurzeln des Rückenmarkes entstammen, also sensibel sind. Er berichtet eingehend über die Endigungen dieser sensibeln Muskelnerven. Math.-nat. Ber. Ungarn Bd. 10 p. 136—158, Taf. 6. J. Jegorow untersuchte anatomisch und physiologisch den Verlauf der Gefässnerven für das Hinterbein von Bana. Es ergab sich, dass der Ischiadicns- stamm keine Gefässnerven für die Schwimmhaut enthält, wohl aber der Plexus ischiadicus. Hier findet jedoch nur eine anostomotische Verbindung der vom Brust- und Bauchtheil stammenden Gefässnerven mit den Spinalnerven statt; die Gefässnerven verlaufen weiter mir mit den Gefässen, in denen sie ein ober- flächliches und ein tiefes Geflecht bilden. In der Gefässwand, auf der äusseren Fläche der Muskelschicht, findet man in Form von Ganglien grosse, mittlere und kleine Nervenzellen. Die Zellen sind von Nervenfasern umgeben, die an ihnen hauptsächlich als Bündel vorüberziehen. Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. 1892, Suppl.-Bd. p. 69-100, Taf. 8. A. Sandulli studirte die Nervenendigungen im M. gastrocnemius von Bana esculenta und ihre Veränderungen nach Durchschneidung der Nervenstämme. Giorn. Ass. Med. Natural. Napoli 3. Jg. p. 105-135, Taf. Ueber die motorische Nervenendigung im Herzen von Bana theilt G. Retzius mit, dass sie in hohem Grade der einfachsten Form bei den willkürlichen Muskeln und im ganzen der der glatten Muskulatur ähnelt. Biol. Unters. Retzius (2) Bd. 3 p. 41— 52, Taf. 14-20. Ch. Oontejean's Arbeit über die Innei-vation der Magens bei Bana [vergl. Ber. f. 1891 p. 159] findet sich auch im Arch. Phys. norm, et pathol. Paris 24. Jg. p. 640 -650. E. Müller wandte die Golgi'sche Methode zur Untersuchung der Aus- breitung und Endigungsweise der Nerven im Magen, Darm und Pankreas auch von Bana an. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 40 p. 390-409, Taf. 21— 22. J. Gaule versucht ein Schema der Innervation und nervösen Leitung in der Harnblase von Bana und insbesondere der lokalen Reflexbahn zu geben. Arch. Anat. Phys., Phys. Abth. 1892, Suppl.-Bd. p. 29— 40, Taf. 3. Sinnesorgane. R.Bunge, Die Nervenendigungen der Froschhaut. Haller Dissert. Guben 1892. 8*^. 21 pgg. In der Haut von Bana, namentlich am Daumenballen, sind nach C. J. Eberth & R.Bunge sowohl freie Nervenendigungen wie solche mit Endzellen zu unter- scheiden. Die ersteren enden mit feinen Knöpfchen, die letzteren sind ungleich häufiger. Ausführlicheres über Bau und Verlauf beider Endigungsarten ist in der Arbeit zu finden. Anat. Hefte 1. Abth. Bd. 2 p. 173-203, 14Figg., Taf. 11. In seiner Arbeit über Reizbarkeit der Fioschhaut für Licht und Wärme behauptet A. v. Koränyi die Existenz reflexerhöhender Einrichtungen im „Grosshirn" des Frosches. Centr.-Bl. f. Phys. Bd. 6 p. 6-8. J. Niemack fand mit der Methylenblaumethode, dass in den Endscheiben der Zunge von Bana, wie schon Ehrlich sah, keine Kontinuität, sondern nur Kontiguität zwischen Nerv und Zelle vorhanden ist, daneben aber sich freie in der Herpetologie während des Jahres 1892. 155 Endigungen an der Oberfläche finden. Es ist nach dem Verf. nicht unmöglich, dass der doppelten Nei-venendigung auch eine doppelte Funktion der Endscheiben entspricht. Anat. Hefte 1. Abth., Bd. 2 p. 235— 247, Taf 12-13. Nach D. Bertelli besteht das Trommelfell auch der Anuren aus drei Schichten. Monitore Zool. Ital. 3. Jg. p. 203—207 u. Arch. Ital. Biol. Bd. 18 p. 458-462. J. Niemack untersuchte Maculae und Cristae acusticae bei Eana mit Methylenblau. Anat. Hefte 1. Abth., Bd. 2 p. 205—234, Taf. 12. In seinen Untersuchungen über die Funktion der halbzirkelförmigen Kanäle des inneren Ohres beim Frosche beschreibt H. Girard die nach Durchschneidung des N. acusticus bei den Versuchsthieren auftretenden Orientirungsstörungen. Die genannten Bogengänge sind unzweifelhafte Orieutirungsorgane. Die beider- seitige Zerstörung derselben lässt das Thier für einige Zeit fast vollständig des- orientirt. Später wird es wieder Herr seiner Bewegungen, und zwar höchst wahrscheinlich durch Vermittlung anderer Sinnesorgane. Arch. de Phys. norm, et pathol. 24. Jg. p. 353—365. Nach C. Schipiloff bringt die Durchschneidung des Ramus anterior des Acusticus, der Vorhof und Kanäle versorgt, nur Taubheit hervor, während die Durchschneidung des Ramus posterior, der zum Sacculus und zur Lagena geht, die nämlichen Gleichgewichtsstörungen verursacht wie Durchschneidung des ganzen Acusticus. Ob die letzteren Frösche hören, wird nicht angegeben. Dass der R. posterior, wie Retzins behauptet, auch einen Kanal versorge, stimmt nicht zu den gefundenen Resultaten. Arch. Sc. Phys. et Nat. (3) ßd. 28 p. 109 — 111. In seinen ,, Physiologischen Untersuchungen über das Endorgan des Nervus octavus. Wiesbaden, Bergmann 1892, 8". 11, 318 pgg., 5 Taf." giebt J. R. Ewald eine ausführliche Dai'stellung seiner Beobachtungen über das Labyrinth auch der Frösche. Er zerlegt die Endorgane des N. acusticus in ein „Tonuslabyrinth", das einen Tonus aller Muskeln unterhalte und ausserdem Sinnesorgan für passive Bewegungen sei, und in ein „Hörlabyrinth". Klemensiewicz untersuchte das Verhalten der fixen Hornhautzellen und der Wauderzellen bei der Entzündung der Hornhaut von Bana. Verb. Anat. Ges., 6. Vers. p. 235-240. — Diskussion von Toi dt und Ben da. Ebenda p, 240. Nach C. J. Eberth haben die Leucocyten keinen Antheil an der Regene- ration der Hornhaut; auch mitotische Theilung derselben kam niemals zur Be- obachtung. Er beschreibt kurz die Regenerationsvorgäuge an der geätzten Hornhaut von Bana. Verb. Ges. Deutsch. Naturf. u. Aerzte, 64. Vers., 2. Theil p. 168—169. In seiner Arbeit über die Entwicklung des N. opticus und über die Bildung der Augenspalte beim Embryo von Bana temporaria weist A. Assheton nach, dass der Augenblasenstiel keinen Theil an dem Aiifbau der nervösen Elemente des Sehorgans nimmt. Die Fasern des N. opticus sind meist Ausläufer von Nei'venzellen der Retina und wachsen centripetal dem Hirn zu. Centrifugale Fasern im Sinne Ramön y Oajal's wurden nicht beobachtet. Die Nervenfasern gehen über den ventralen Rand des Augenbechers und verursachen dabei die Bildung der Augenspalte. Erst sekundär dient diese zum Eintritt von Binde- gewebe. Qu. Journ. Micr. Sc. (2) Bd. 34 p. 85—104, Taf. 11—12. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1893 p. 19—20. Verdauungssystem. S. Mayer giebt eine Notiz über den perioesopha- 156 Prof. Dr. Oskar ßoettger: Bericht über die Leistungen gealen Lymphsack von Bana, der vor Rauvier schon lange bekannt und unter- sucht WAV. Zool. Anzeiger 7. Jg. p. 217 — 221. Nach G. ßizzozero sind die ßecherzellen bei Rana keine umgewandelten Epithelzellen, sondern schon ihre Jugendstadien sind durch eine bestimmte Be- schaffenheit und durch einen specifischen Inhalt ausgezeichnet. Atti Accad. Torino Bd. 27 p. 891 -903, Taf. u. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 40 p. 325-375, Taf. 18-19. Athmungssystem. In seiner IL Mittlieilung [vergl. ßer. f. 1888 p. 255] über die inneren Kiemen der Batrachierlarven theilt Fr. E. Schulze seine Beobachtungen über Skelett, Muskulatui-, Blutgefässe, Filterapparat, respiratorische Anhänge und Athmungsbevi^egungen erwachsener Larven von Pelohales fuf., Gadiis merk, Pleuron. microc. X Rhombus max=, Cyclopterus X Pleur. flesus; die Entwicklung der Eier beob. bez. 36, 60 u. 20 Stunden, wobei im 1. u. 2. Fall nur Zufall die Entw. unterbrach. — 8. Ann. rep. Fish. B. Scotl. III p. 358. Vergl. auch Bateson bei Variabilität. Brutpflege. Zwitter. Regeneration. Monstrositäten. Filhol, Descr. d'un cas de monstruosite obs. sur un Rhombus vulg. (Cuv.). — Rechtes Auge noch auf der Kante u. der Flossenanfang spornartig darüber frei vorragend; Yarrell's Fall ähnlich. (Vergl. auch Möbius u. Heincke, 1883, für Pleuron. plat. u. flesus etc. Ref.) — Bull. soc.phil.Paris (8) II p.54 -55, Xyl. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 217 Ki'aukheiten. Fatio schildert eine dem Hecht eigenthümliche Massenerkrankimg. Hist. nat. vert. Siiisse V, % p. 431 u. XXXIII. Er citirt auch hierfür eine Arbeit von ihm selbst (Arch. sei. phys. nat. Geneve 87) und von H. Blanc, Bull. soc. vaud. sc. nat. XXIII, p. 96 (im Genfer See 1887, angeblich Saprolegnia und Achlya). R. Emmerich u, E. Weibel. Ueber e. durch Bakterien ver- ursachte Infektionskrankheit der Forellen. — Erwähnen frühere Fälle (Giaxa, Verhalten einiger pathogener Mikroorg. im Meer- wasser, Zeitschr. f. Hygiene Bd. VI p. 215, Muraenen betreiTend). Beobachtet wurde in e. Fischzüchterei SüddeutschLands Oct. 87 bis Jan. 88 (ebenda im nächsten Jahre eine mihlere Seuche). Die Bakterien ähnlich dem Typhusbacillus, aber dünner. Durch Impfung von Reinculturen konnten gesunde Thiere inficirt werden. Die Krankheit wird bezeichnet als „epidemische Furunkulose mit Ausgang in Sej)tico -Fyämie". Karpfen und Aeschen liessen sich inficiren, Frösche aber nicht. — Allg. Fischereizeit. XV, p. 73 — 77, 85 — 92, 2 Xyl. (Ebd. Jg. 23(1898) p. 21 wird als Ursache fauliges Unter- grundwasser angenommen.) S. A. Forbes. Prelim. Report . . , with an account of the fish epidemic in Lake Mendota in 1884. — Anfang Juli 84 ein grosses Fisch-Sterben im Mendota-See (Wisconsin), wobei hpts. Perca flavescens, dann Coreg. artedii betheihgt. Ursache wahrsch. die Einschwemmung von Unreinigkeiten nach einem heftigen Regen bei heissem Wetter. — Bull, Fish C. VIII p. 482—87. Seligo, Myxosporidienkrankheit der kleinen Maraene. Mitth. Westpreuss. Fisch.-Ver. III p. 10 — 13. — Verbildung von Eierstöcken bei Karpfen. Ebd. p. 96—97. E. W. L. Holt. Note on a young specimen of Zoarces vivi- parus. — Abnormitäten in der Entwicklung der Embryonen. — Ann. Mag. (6) V p. 256—57. P. Thelohan. 2 Esp. nouv. de Coccidies parasites de l'Epinoche et de la Sardine. — ■ Coccidium gasterostei in den Leborzellen des G. acuL, die Cyste nur 16// Durchm.; C. sardinae im Hoden (Cyste 50//). — C. r. ac. Paris CX p. 1214 — 16. (Uebers. in: Ann. Mag. VI p. 194.) C. Girard. La maladie du Barbeau (Barbus vulg.). — Die Krankheit besteht in der Ausbildung eines fettartigen Stranges, der vom Schultergürtel her nach hinten der Seitenlinie entlang bis zum Schwanz vordringt und lediglich durch seinen mechanischen Druck die Bewegung des Fisches hemmt, so dass der Fisch nach oben treibt und erstickt. Beobachtet an der Seine. — Le Naturaliste, XII, p. 254. 0. Jaekel. Gänge von Fadenspitzen (Mycelites ossifragus Roux) in Dentinbildungen. — Vf. sah in den Rostralzähnen eines foss. Pristiophorus, später auch bei andern foss. Selachiern (Sphe- nodus. Corax, Acanthias, Notidanus und Tiygon) Gangbildungen im Dentin^ die ganz den Funden von Roux bei leb. Fischen (vergl. 218 F. Hilgeudorf u. Fr. Kopscli: Bericht über die Leistungen Ber. 1887 p. 276) entsprechen (Abb. in Vfs. Arbeit üb. Pristiophorus, Tf. IV; s. fossile Fische.). — Sitzb. Ges. natf. Fr., 1890, p. 92—94. W. Dam es. Ein mit hyperostotischen Biklungen versehener Schädel eines subfossilen Pagrus von Melbourne. — Die Occipital- Crista u. die Frontalia sind zu grossen Knochenmassen entwickelt. Die frühere Litteratur angezogen. Es scheint die Anschwellung ein Char. der alten S zu sein. — Sitzb. Ges. natf. Fr., Berlin 1890, p. 162—67, Abb. Feinde. Mola mit zahlr. Pai-asiten, s. Syst. (Gymnodonten). Vergl. auch den Bericht über Würmer und Crustaceen. Riesen. Zwerge. Phylogenie. Tariabilität W. Bateson. Gases of abnormal repetition of parts in animals. — Unter No. V: Clupea j)ilchardus mit abnorm grosser Schuppenzahl. Einseitig (links) in der Lin. lat. von 32 auf 56 vermehrt. Aehnliche Expl. von Day als Bastarde zw. pilch. u. harengus erklärt, wogegen besonders die Sculptui' der linkseitigen Schuppen spricht, welche rein Pilchard-artig. • — Proc. zool. soc. 1890, p. 586— 88. Vergl. Variabilität der Niere von Raja, Hoves, oben S. 194; Var. bei Etheostoma (Faunen, Nordam.). Nutzen und Schaden für den Menschen. Vergl. Ryder, Industrie des Störs, s. Faunen (Nordamerika). Fischerei und Fischzucht. Allg. Fischerei-Zeitung, Jg. XV. Enthält unter andern: Infektionskrankheit der Forellen (s. Emmerich u. W. bei Biologie); Schanderl, Fische des Alzflusses, Hömberg, F. der Stever (s. bei Faunen). Ferner: Hof er, Vorgänge der Befruchtung bei Thieren, p. 2 — 8; F., üb. den Saibling (Degeneriren im Schlier- u. Königsee), p. 42; Knauthe, Fang von Thynnus-Arten (Bonite, Albacore) in den Tropen, p. 58; Staudenmayer, Aale gedeihen in abgeschlossenen Tümpeln, p. 57; Zenk, amerik. Regenbogenforelle u. Bachsaibling, p. 110, 2 Fig. Mittheilungen der Section für Küsten- u. Hochseefischerei Herausg. v. Deutschen Fischerei- Verein. Jahrg. 1890. — Vergl. (bei Nordsee) p]xj;ed. der „Sophie". Stahl, die Bedevtung des deutschen Helgolands für unsere Seefischerei, p. 134, Fishery board for Scotland, 8.annual report. Parti General rep., II Rep. on Salmon fish., III Scientific investigations, 380 S., 13 Taf. — Enthält statistisches Material; Verbreitung der unreifen Seefische und ihr Fang bei verschiedenen Fischereiarten (p. 157); Nahrung der Fische (p. 230) , Laichplätze (p. 257); Entwicklung, Faunistisches etc. Am Schluss litter. Not. betreffend Britannien, Amerika, Spanien, Frankreich etc. Vergl. bei Biol. etc. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 219 Seligo. Hydrobiologische Untersuchungen. I. Zur K. der Lebensverhältnisse in einigen Westpreuss. Seeen. — Mit einer all- gemeinen Einleitung. — Schriften d. Natf. Ges. Danzig (2) VII, Heft ?y, 47 Seiten. W. F. Page. The most recent methods of hatching fish eggs. — Bull. U. S. Fish Comm. VIII, p. 207—218, Taf. 30—36, 4 Xyl. D. Kobertson. Jottings from my note-book. Loch Fyne Herring. — Die gute Qualität des Herings wird von der stets reichlichen Copepoden - Nahrung hergeleitet, während auf der Ost- küste Schottlands oft Schizopoden diese ersetzen müssen. — Pr. Tr. Nat. hist. soc. Glasgow (2) III p. 22—24. E. Stassano. La pesca sulle spiagge atlantiche del Sahara. — Annali di agricoltura 1800, Nr. 172 59 S., 1 Karte. Vergl.: Vinciguerra unter Faunen (Afrika). Atti della commissione consult. per la pesca, desgleichen: Notizie sulla pesca marittima in Italia, finden sich, auch für frühere Jahre, in den „Annali di agricoltura", Roma. P. de Sede. La croisiere de la „Leontine" dans l'Atlantique boreal et dans la Mer du Nord. Fischfang von Gadus morrhua u. Clupea harengus (dieser wandert nicht und bildet Localrassen). — Bull. soc. zool. Fr. XV 190—2. Z. L. Tanner (Townsend u. Alexander). Explorations of the fishing grounds of Alaska, Washington Terr. and Oregon 1888, Fish C. Steamer „Albatross". Bull. Fish Comm., VIII (for 88) p. 1—92, 2 Karten, 10 Taf. T. H. Bean. Report on the proposed introduction of the Jamaica Mountain Mullet into the U. S. — Agonostoma monticola (Farn. Mugilidae) würde in den Gebirgen von Georgia wahrsch. einzubürgern sein. — Bull. Fish. Comm. VIII p. 443 — 451. Vergl. bei Biologie unter Fortpflanzung; Vaillant, Fischen der jungen Gobius, s. Biologie S. 214; v. d. Borne, sechs amer. Salm, in Europa, s. Faunistik; Störzucht, Ryder, s. Faunen (Nordam.). Faunen. Allgemeines. Zacharias, über Relictenfaunen ; diese meist keine echten Reif., sondern nur stromaufwärts gewanderte Thiere. Biol. Centrbl. X p. 123. Pelagisclie Pisclie. Gourret, s. Mittelmeer. Tiefsee. Collett (Südeuropa), s. Faun. Günther, Lophotes, s. Faunen (Südafr.). Alcock, s. Asien. Bean, „Albatross"-Exp. XI u. Gilbert, Alb.-Exp. XII s. westl. Nordam. Europa. Cunningham. A treatise on the common Sole (Solea vulg.). — Besprochen in: Ann. Mag. (6) VI p. 497. Th. Gill. On the fam. Ranicipitidae. — Weitere Gründe für Abtrenn. v. d. Gadidae. S. Syst. — Pr. n. m. XIII p. 233—8, Tf. 18. — Ergänzung einer früheren (1884) Arbeit, welche nicht ref. wurde. 220 F. Hilgeiiflorf n. Fr. Kopse h: Bericht über die Leistungen Vergi. auch Jordan u. Eig. , Serranidae, bei Amerika. Nordeuropa. G. Pfeffer. Die Fauna der Insel Jeretik, Port Wladimir, an der Murmau-Küste, I Rept. Amph. Fische . . .; Jahrb. Hamb. Wiss. Anst. VII, 34 S. — Fische p. 8, 9, 12—14. Die Fisch- fauna der Murman-K. eine boreale, welche als einzige wirklich arktische Beimischung den MaUotus besitzt. Gesammelt: Cottus scorpius, Cyclopt. lumpus, Centr. gunellus, Gastr. acul. (trach. u. leiurus), G. pung., G. morrhua, Amm. tobianus, Pleur. flesus, Salmo fario, Mall, villosus. H. J. Hansen. Zoologia danica, Heft 7 (vergl. Ber. 1889 p. 228) enthcält von Fischen der Text S. 89—126 u. die Taf. 11 — 13, worin behandelt werden die Gatt. Ammodytes, Coryphaenoides, Malacocephalus und 11 dänische Pleuronectiden, Die Abbildungen sind zwar klein aber sorgfältig ausgeführt und mit reichlichen systematischen Beigaben, alle Totalansichten colorirt. J, Kunstler. Observ. sur le Saumon de Norvege. - — C. r. ac. Paris, T. 111, p. 695—6. — Vergl. Syst. (Salmo). Ueber Laemargus bei Helgoland s. Syst. (Squali). Mitteleuropa. Fr. Heincke. Ber. üb. zwei zur Aufsuchimg laichreifer Herbstheringe veranstaltete Untersuchungsfahrten in d. östl. Nordsee. - Mit d. Dampfer Sophie im Aug. und Sept. 89; auch Bem. üb. andre Fische. Vergl. bei Clupea. — Mitth. Sekt, f. Küsten- u. Hochsee-Fisch., Jg. 90, p. 5 — 30 u. Karte. Erwin Schulze. Fauna germania piscium. Verz. der Fische der Stromgeb. d. [oberen] Donau, Rheines, Ems, Weser, Elbe, Oder, Pregels, Memel. — Giebt Diagnose, kurze Syn. u. Beschr., Laich- verhältn., Nahrung, Schmarotzer, Verbreitung (nur innerhalb Deutschi.) für die 62 Spec; Epltomysi^ (für Salvelini Gthr.), Me- tallites (Leuciscus s. str.) u. EpitracJiys (Perca s. str.) sbg. nn. Liste der wichtigeren Litteratur p.7 — 20. - Jahrb. Naturw. Verein Magdeb. 1889, 77 S., Sep.-Abdr. Derselbe. Ueb. d. geogr. Verbr. der Süsswf. von Mitteleuropa. — Tabelle ähnl. Siebold's über Verbreitung, auch für Nordsee, Ostsee, Schwarze M., Ems. Bei der Ems u. den Pomm. Seen fehlen mehrfach (7 bez. 5) Spec, welche in v. d. Borne (Fischerei-Ver- hältnisse 1880) u. Metzger (1887) schon sicher von dort angegeben; Lota Iota von der Nordsee wohl nur Versehen. Allgera. Be- trachtungen. — Forsch, zur deutschen Landes- und Volkskunde (Kirchhoff), Bd. V, Heft 2, S. 69—84. G. Henschel, Praktische Anleitung zur Bestimmung unserer Süssw. -Fische nebst Verzeichnis der Synonyme etc. Leipzig und Wien. 12*'. 162 S., 5 Xyl. (zur Terminologie). Hömberg. Die Fische der Stever. — Liste von 19 -f 3 Spec. aus dem nördl. Nbfl. der Lippe (Westphalen). — AUg. Fischz. XV p. 45—46. Schanderl. Verz. der mi Alzflusse vork. Fischarten. — 27 Spec. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 221 in der Alz u. d. Chiemsee (Südost-ßaiern). — AUg. Fischz. XV p. 101 u, 135. F. Zschocke. B. z. K. der Fauna von Gebirgsseen. — 3 Seen der Ost-Schweiz. Nur Cottus gobio u. Phoxinus laevis erwähnt. — Zool. Anz. Xm 37-40. M. V. d. Borne (Berneuchen). Sechs amerikanische Salmoniden in Europa. — Oncorhynchus quinnat (kaliforn. Lachs); Salmo irideus (kalif. Regenbogenforelle), Abb.: Salmo fontinalis (Bachsaibling), Abb. [ein Salvelinus]; S. salar var. (amer. Binnenlachs); Salvelinus namaycush (amerik. Seeforelle); Coregonus albus (amer. grosse Maraene). Mit Bemerkungen über Lebensweise, Nutzen etc. (Die 2 Abb. Copien nach Goode). — Nendamm, 38 S. 8". K. Knauthe. Ueber Barbus petenyi in Schlesien. — In der Lohe (linker Nebenfluss der Oder). — Zool. Anz. XIII p. 720— 1. Derselbe. Laichen von Phoxinus, Leucaspius, Cobitis. — Zool. Gart. XXXI S. 56. V. Fatio. Faune des vertebres de la Suisse, Vol. V: Histoire nat. des poissons, 2. Partie, Physostomes (fin), Anacanthiens, Chon- drosteens, Cyclostomes. Geneve et Bale 1890 8"^. LXXX u. 576 S., 1 col. u. 3 schwarze Taf. — Der 1. Theil der Fische, s. Ber. 1882; Nachträge dazu jetzt S. 539 — 545, sowie die Einleitung zum Ganzen S. I — LXXX. Darin Praehistorisches p. I — III. Im Ganzen jetzt einheimische Arten 51: Perca, Acerina, Gastrosteus, Cottus und Gobius (je 1 Spec); Cypriniden 14 Gatt, mit 21 Sp. (s. System.), 3 Cobitidae, 2 Alosa, 8 Coreg., 1 Thym., 2 Salmo, 1 Salvel., 1 Esox, 1 Silurus, 1 Anguilla, 1 Lota, 1 Acip., 3 Petromyzon. Es werden hierbei 3 südl. Cypriniden nur als Subsp. betrachtet und nicht ge- zählt. Verth eilung nach den 4 Gewässer-Bezirken u. Grenzgebiete p. VIII — XV. Aeltere Litteratur. Anatomisches und Terminologie (XXX— LVIII). Variabilität, Bastarde, Fischerei etc. Das Werk ist reich an eignen Untersuchungen wie Beobachtungen und ver- werthet die ganze einschlägige Litteratur. Bestimmungs-, Ver- breitungs-, Laichtabellen etc. erleichtern die Uebersicht. Vergl. in^ Syst. bei Coregonus, Salmo, Alosa, Cobitis, Petromyzon. (Der erste Theil (1882) schloss mit den Cypriniden, wobei SpirUnus n. g.). — Ausz. s. Klunziger, Naturw. Wochenschr. VI No. 51. 1891. P. P. C. Hoek. The fishes of the Zuiderzee. — 24 Sp. vom Vf. beobachtet. 6 Süsswf. und 5 Meeresf. gehören eigentlich nicht zu dieser Fauna, diese in (): (Perca), (Acerina), Cottus sc.,_Gobius min. u. ruth., (Liparis), Zoarces, Gaster. acul. (u. spin.), (Ammod. tob.), Pleuron. platessa und flesus, (Solea), Osmerus, (Esox), (Belone), (Gobio fl.), (Leuc. rut.), (Alb. lue), Clupea har. u. sprattus, Engr. encr., Anguilla, Petrom. fluv. Biolog. Bemerk, über die ökonomisch wichtigen Arten, haupts. über den Hering (p. 52 — 76), der hier im Frühjahr in Brackw. laicht; die Larven wandern bei 100 — 120 mm Grösse in die Nordsee und kehren meist erst vollwüchsig (von Sept. an) zurück. Abb. der Larve von Gobius min. (4 mm), Osmerus 222 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen 5 u. 15, Cl. har. 7—37, Engraulis 15 mm 1, — Tijdschrift Nederl. dierk. vereen. (2) III p. 38-80, 2 Karten u. 3 Taf. Britische Inseln. T. W. Fulton. Kare and uncommon fishes. — Betrifft schottische Seef.: Carelophus, Caranx trach., Motella (3 Sp.), Lumpeniis, Zeugopt., Trachinus draco, Myxine, Clupea alosa. — 8. Ann. rep. F. B. Scotl. III p. 357—58. W. And. Smith. Observations on some west-coast fishes. — Phycis, Pritiurus, Callion., Notidanus, Rhomb. meg., Zeng. unimac, Conger (pulli), Raja clav., Gadus min. u. morrh., Trach., Blennius. — Fr. Tr. n. h. soc. Glasgow (2) II p. 100—104. Browne, Montagii. The Vertebrate Animals of Leicester- shire and Rntland. Birmingham, 223 S. 4*^. Hamilton, Edw. The River-side Natiirahst. London 1890, 8^^. 400 S. ^ Dr. Hamilton giebt auch eigne Beob. über englische Süsswfische, die er als Angler häufig beobachtete. Vergl. Zoologist (8) XV p. 72 (1891). A. Günther. Contr. to our kn. of British Pleuronectidae. — S. Syst. bei Arnogl., Rhombus u. Solea. — Pr. z. soc. 1890, p. 40 bis 44, Tf. HI. J. T. Cunningham, On secondary sexual Charakters in the g. Arnoglossus. — Pr. zool. soc, 1890, p. 540 — 46, 1 XyL — A. lophotes ist 3 zu A. laterna. Ein 2. Expl. von A. grohmanni bei England (Plymouth). Vergl. auch: Fulton über Engraulis, bei System. (CIujd.). — Liparis vulg. neu f. Irland, s. Syst. (Discoboli). Frankreich. A. Giard. Le Laboratoire de Wimereux en 1889 (Rech. faun. ) Poissons". Clupea harengus blieb den Winter und Frühling am Ufer; Nahrung, beisst auf Wollen fäden an. Capros aper häufiger. Pleuronectes regius Buch., 1 Expl. bei Portel. ■ — • Bull, scient. (Giard) Vol. 22, p. 86—87, auch Sep.-Abdr. A. F. Marion et Guitel. Dispersion du Salmo quinnat sur les cotes mediterraneennes. — 1 Expl. bei Banyul-sur-Mer. — C. r. Vol. 110, p. 1311. P. Gourret. Nouv. contrib. ä la faune pelagique du Golfe de Marseille. — Ausser 4 schon 1884 als pelagisch bezeichneten Spec. (Dactylopt., Syngn. phlegon, Trachinus draco u. Sphyr. spet) jetzt noch 51 Spec. genannt: 4 Haie, Orthagor., Balistes, Naucr., Schedoph., Astrodermus, Coryph., 2 Echeneis, Lepidopus, Ti'achypt. spinolae (col. Abb.) u. falx, Ammod sie, 2 Exoc, Belone, 2 Scomber, 3 Thynnus, Trachurus, Alosa sard., Engraulis, Mel. phaler., Labrax, Brama, 3 Sargus, Charax, 2 Box, Obl., Pagell., Chrys aur., Canth., Maena, Smaris, 4 Mugil, Mur. helena, Bl. pavo, Gob. capito, 2 Athe- rina. Oft, z. B. bei Unwetter, w^urden mehrere Sp. in tieferen Schichten constatirt (18 — 80 m). Im allgemeinen ist die pel. F. von Mars. arm. — Arch. d. Biol. (van Ben. u. Bam.) X p. 312—321. Südeuropa. Mittelmeer. D. Vinciguerra. Guida del museo in der Iclitliyologie während des Jahres 1890. 223 di zoologia imivers. Roma. Fauna locale, Provincia di Roma. Parte 3: Pesci. — Aufzählung sämmtlicher Meeres- u. Süsswf. der Provinz Rom, mit einheim. Namen, Ökonom. Notizen etc. Es werden als zum Gebiet gehörig gerechnet: 24 Squali, 21 Rajae, 1 Chimaera, 1 Acip., 17 Percidae, 2 Mull., 16 Spar., 4 Scorp., 3 Sciaen., 7 Carang., 1 Zeus, 2 Stromat., 1 Coryph., 3 Scombr., 4 Trach., 2 Pedic, 7 Cott., 2 Cataphr., 8 Gob., 1 Cepola, 3 Blennius, 1 Sp\vr., 4 Äther., G Mug.. 2 Gastrost., 1 Centr., 1 Heliastes, 9 Labr., 8 Gad., 1 Ophid., 2 Macr., 3 Pleur., 5 Scop., 7 Cjpr., 1 Cobit., 1 Cyprinodon, 3 Scombres., 1 Esox, 1 Ghaul., 1 Stom., 2 Salm., 3 Clup., 7 Mur., 4 Lophobr., 1 Balistes, 1 Orthag., 2 Petromvzon; Zus. 216 Spec. — Bollettino des mus. di zool. univ. Roma, Vol. I (1890), Disp. 11-12, 39 S. 8''. Erschien 1889 in: Lo SpaÜanzani, anno 18, fasc. 11, 12. Ed. Graeffe. Uebers. d. Seethierfauna des Golfes v. Triest nebst Not. üb. A^orkommen, Lebensweise, Erscheinungs- u. Fort- pflanzungszeit der einzelnen Arten. IV Pisces. Arb. zool. Inst. Wien, VII Hft. 3. p. 445 u. ff., 1 Tfl. Vergl. auch: Perugia, Gobius faUax bei Syst. (Gobiidae), ferner über Parasilurus bei Siluridae. R. Collett. Diagnoses de poiss. nouv., prov. des camp, de l'Hirondelle ; V: Descr. de 2 esi). n. du g. Onus R. — Azoren bez. G. de Gascogne (s. Syst., Gadidae). — Bull. soc. zool. XV p, 105 bis 9 u. 234. R. Collett. Diagnoses de poiss. rapj^ortes de Madere par le prince de Monaco. — 9 Spec, worunter der bis jetzt nur vom pacif. M. bek. Chlamydoselachus ang. (Spinax pus., Scymnos 1., Gobius pag., Blenn. sang., Beione bei., Macrurus coel., Chauliodus, Alepi- dosaurus). — Ebd. 218—224. J. Y. Johnson. On some n. sp. of fishes from Madeira. — 1 Anthias, 3 Scopelus, 1 Gonostoma; s, Syst. — Pr. zool. soc. 1890, p. 452—9. Osteuropa. Richters, Russland u, Schwarzes M., s. oben Litteratur. Afrika. D. Vinci guerra. Appunti int. ad alcune collez. ittiologiche perv. al Museo zool. Roma. — I. Pesci della costa occidentale del Sahara. Von Stassano gesammelt 27 Spec, wozu einige Notizen (3 Seiten). — IL Pesci de las Pahnas (Gr. Canaria). 37 Sp., von denen nur 4 auch an der Saharaküste gesammelt wurden; die Canaren haben schon weit mehr subtropischen Charakter; Beione choram neu f. d. Canaren (4 Pereid., Diagr., Dentex, Priac, AIullus, Canth., Box, Obl , 2 Sargus, 2 Pagrus, Pagell., xScorp., Umbr., Caranx, Scomber, Trigla, Sphyr., Glyphid., Heli., Centrolabr., Ti'ochoc, Julis, Coris, Scar., Phycis, Beione, Exoc, 2 Clup., Tetrodon, Raja); 17 Seiten. ■ — III. Pesci di Zanzibar. 31 Spec. von der Zanzibar-Küste. Auch hier (wie bei II) mehrfache krit. Bern.; 6 S. Lo Spallanzani, XXA^ni, Fasc p. 10—12. D. Vinciguerra. Pesci raccolte dal dott. Stassano presso la 224 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistimgen coste occidentale del Sahara. — ■ Von den 22 aufgeführten Sp. sind nur 4 dem Mittehneer fremd: Serranus goreensis, Dentex canar. PageUus canar. und Cybium macul. Uebersicht der früheren Litteratur, wobei Originalnotiz von Bellotti über 20 weitere Sp. von der Bank von Arguin. Vergl. unter Syst. bei Labrax, Serr, (5 Sp.), Dia- gramma, Dentex (2), Cantharus, Pagras (3), Pagellus, Sciaena, Cor- vina, Caranx, Lichia, Temnodon, PeLamys, Cyb., Echeneis. — Annali di agricoltura, Roma, 1890, Nr. 172, p. 61—103. Vergl. auch Stassano unter Fischerei, der noch weitere Gattungen erwähnt (Thynnus, Scomber, Muraena, Acanthias, Mustelus), Vergl. Antennarius im Sargasso-Meer bei Syst. J. Büttikofer. Reisebilder aus Liberia. Bd. II. Fische p. 447 bis 453. Biolog. Bemerk, über Malapterurus^ OpLioceph., Polypt., Periophth., Dentex marocc, Fistularia, Tetrodon, Carcharias, Pristis, Trygon; Liste der 82 bek. Sp. p. 479 — 480, nach den Arbeiten von Schlegel 1881, Hubrecht 81, Steindachner 1893 (p. 470). G. A. Boulenger. Descr. n. sp, of Mormyrus. — Gaboon. — Ann. Mg. (6) VI p. 193. A. Günther. Descr. n. sp. Deep-Sea fish from the Cape (Lo- photes fiski). Proc. zool. soc. 1890, p. 244—7, Tf. XIX, XX. — S. Syst. (Lophotidae). Asien. S. Herzenstein. Ichthyolog. Bem. aus. d. Zool. Mus. der Kais. Ak. d. Wiss. [Petersb.], I (gelesen 29/5. 90, ersch. Sept. 90). 5 Sp. n. (2 Cottidae), 2 Sbg. n.: Cheiragoim-'i (Gataphr.) u. Dmof/i/nelli/s (Blenniidae). Nördl. Japan u. Sibirien. — Desgl. II (11/9. bez. Oct. 90). 2 n. sp. Pleuronectes u. 1 n. Hippoglossus A^on Noi'dost-Asien: 1 Alburnus, Malyi-Usen, 1 Nemachilus n. sp. Tur- kestan. — Mel. biol. Bull. acad. sei. Petersb. XIII p. 113—126 u. 127—141, 1 Abb. G. Radde, A. Walter u. A. Konschin. Wissensch. Er- gebnisse der Expedition (Radde, Walter u. Konschin) 1886 nach Transkaspien, Bd. I Zoologie, mit 1 Karte u. 8 Tfl., Tiflis 1890. Liefer. 4. — Die Fische, Vorl. Bericht von Herzenstein: Leuc. rut., Capoeta Steindachneri, Schizoth. n. sp. u. intermedius, Ne- machdus longicauda u. einige caspische Gobius. G. A. Boulenger. Descr. of 2 new Cyprinodontoid fislies. — Cyprinodon danfordi, Kleinasien (u. Haploch. harti, Westindien). — Ann. Mag. (6) VI 169. E. Thurston. Notes on the Pearl and Chank Fisheries and marine fauna of the Gulf of Manaar. Madras (Gov. Museum) 1890, 8°. — Pisces p. 89^ — 95. Liste (fast nur Namen) von: 10 Selach., 24 Pereid., 6 Sqp., 2 Mullid., 4 Spar., 2 Teuth., je 1 Pterois, Holo- centrum, Pemph. , Sciaena, 3 Acronur., 9 Carangidae, 2 Echeneis, 1 Sillago, 4 Gobiidae, 1 Salar., 3 Mugil, 1 Amphisile 6 Pomacentr., 4 Lahr., 2 Pleuron., 1 Arius, 1 Saurida, 1 Hemirh., 1 Pellona, 2 Mu- raena, 1 Syngn., 6 Sclerod., 6 Gymnod. ; Abb. eines Leptocephalus ohne Beschr. Alle im Juh u. Aug. gesammelt. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 225 A. Alcock. Nat. hist. notes from „Investigator", Nr. 16: On the bathybial fishes coli, in the Bay of Bengal 1889/90. — An 5 Stationen der Ostküste Vorderindiens 15 "^ 14' — 18*^ 30' N. zwischen 98 u. 1310 Fd. Tiefe wurden erbeutet 24 Fisch arten der Farn.: Percidae (3, Centropr. n. sp.), Beryc. 1, Carang. (n. g. Bat]iyseriola\ Trach. {Ponerodon, Uranosc. 1 n.), Pedicul. {Paroneirodes), Gott. 1, Gobi. 2 n. ; Ophid. (3 n., Taured ophldiuni)^ Macrur. 1 n., Pleuron. 2; Scopel. 3 (2 n.), Stomiat. (Thaumastmnias), Sternopt. 2. — Ann. Mag. (6) VI p. 197—222. Dasselbe Nr. 18: On bathybial f. of the Arabian Sea, season 89/90. — Zwischen den Laccadiven u. der Westküste Indiens bei IP 12' u. 15 N. in 1000 bez. 740 Fd. 15 Spec. Die Fische hier grösser als an der Ostküste. Zur Farn. Ophidiidae 4 Spec. {Monomi- topus u. Dermatorus nn. gg.), Macrur. 3 (2 n. sp.), Scopel. 1 (Scopel- engys), Alepoceph. 4 (Narcetes, Aulastomatomorpha, 3 n. sp.), Halo- saur. 2 (1 n.), Muraen. 1 {Promyllantor). — Ann. Mg. VI p. 295 — 311. Dasselbe. Nr. 20: On some undescribed shore-fishes from the Bay of Bengal. — I. Südöstl. von Ceylon auf steinigem Grund wurden hpts. Fleuronectiden gefischt. IL Bei den Andamanen nur mit Quasten, wenig Fische. III. Golf von Martaban, Fauna indischer Delta's. IV Ganjam-Küste. Hier 3 Zonen. a) Flaches Meer bis 14 Fd. b) 20 — 40 Fd. mit nur wenigen Sp. des flachen W. (Pset- todes, Pseudorh. jav., Gynogl. oligol., Synapt. quagga), dafür Ura- nosc. cogn., Platyc. asper oder spin., Brachypleura xanth., Arnogl. macrol., Laeops günth., auch schon Champsodon u. Lophius ind. (V^ärme 3« F. unter Oberflächen w.). c) 70— 100 Fd., Fische zahl- reicher u. mannigfacher als in Zone b. Nur noch Halieutaea stell, von Küstenfischen übrig; die Fauna schon ausgesprochen bathybisch (W. 15 F. unter Obflw.); die betreff. Spec. daher bei den Tief- seefischen in den früheren Public, behandelt. 14 Neue Formen beschr. : Minous 1 n. sp., Lepidotrigla 1 n. var., Trichonotidae 1 n. sp., Gobiidae (Amblyopus), Ophid. (Dinemat.), Pleur. (Arnogl. 1, Rhomboid. 1, Psettyllis 2, Laeops 1, Solea 1, Synapt. 1, Gyn. 2 n. sp.). D. Vinciguerra. Viaggio di L. Fea in Birmania e regione vicine. XXI Y Pesci. — Gesammelt wurde zwischen d. 16 ^ u. 24' g^N. Br., auch in Rangoon (von hier 44 Spec. ausschliesslich). Litteratur der Ichthyologie Barma's, Vertheilung der Fam. nach dem Salzgehalt der Gewässer, Seite (151). Beziehung der Süssw.-Fauna- Barma's zu den benachbarten Faunen, S. (149). Die 161 Sp. ver- theilen sich über die Fam., wie folgt: 2 Selachii, 4Perc., 2 Squamip., 3 Nand., 3 Polynem., 2 Sciaen., 1 Trichiur., 2 Garang., 1 Strom., 1 Sillago, 1 Batrachus, 6 Gob., 4 Mastac, 3 Mug., 4 Ophioc, 2 Labyr., 4 Pleuron., 40 (6 n.) Siluridae, 42 (5 n., Scaphiodo?iichthi/s n. g.) Gyprin., 3 Homalopt. {IJek/ia n. g., n. sp.), 12 Acanthopsidae, 2 Scombresoc, 8 Glup., 1 Notopt., 2 Symbranch., 1 Mur., 5 Gym- nodontes. Fast bei allen Arten kritische oder sonstige Bemerkungen. — Ann. mus. civ.Genova(2) IX, p. 129—362 Tf. VH— XI, 1 Karte, Xyl. G. A. Boulenger. List of the Rept., Batr., and Freshwater Arch. f. Naturgescb. Jahrg. 1893. Bd.H. H.l. 15 226 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Fishes coli, by Prof. Moesch and Mr. Iversen in the distr. of Deli, Sumatra. — 54 Sp., wobei 1 n, sp. (Liocassis) beschr., sonst ohne Bemerk. — Pr. zool. soc, 1890, p. 31, Pisces 38-40. A. G. Vorderman. Ber. üb. e. Reise nach der Wijnkoopersbay im Juni 85. — Einige Bem. über Fische, einheim. Namen p. 280, 286. Diodon tigrinus wird als giftig betrachtet. Fischfang mit Gift (p. 288) (toebah). — Natuurk. Tijdschr. voor Nederl. - Indie. Deel 49, p. 225—98. Vergl. auch: Lepidoglanis bei Systematik (Siluridae), ferner Richters (Sibirien und Japan) oben bei Litteratur. Australien. L. Vaillant. Coli, de poiss. rec. ä l'Ile Thursday (detroit de Torres) par Lix. — 13 Sp.: Epinephelus (crapao? und hexagonatus?), Myriodon waig., Chelmo rostr. juv., (mit Holacanthus Stachel, s. bei Jugendformen), Batrachus diemensis, Trichiurus haumela, Gobius bynoensis, ornatus, Congrogadus subd., Dinema- tichthys iluocoeteoides, Cnidoglanis microceps, Choeroichthys brachy- soma, Tetraodon immac. var. virg., Hemiscyllium ocell. — Bull, soc. phüom. (8) III, p. 8—11 (8. Nov. 90). J. Douglas Ogilby. Rep. zool. coli, from British New-Guinea. — Die zm^ Bestimmung wenig geeigneten Expl. gehören zu Eleotris (poroceph.? u. 1 andere Sp.), Salarias, Plotosus (canius?), Syngnathus cf. spicifer. — Rec. Austral. Mus. Vol. I, p. 101. J. Douglas Ogilby. Rep. on a zool. collection from the Solomon Isl. ; Pisces. — Nur Namen von 6 Sp. : Chaetodon vitt., Gobiodon riv., Ämphisile strig., Hehastes lep., Fierasfer homii, Ophichthys col. — Records Australian Mus. [Sidney], Vol. I, p. 7. A. H. S. Lucas. A Systematik census of indigenous fish, hitherto recorded from Victorian waters. — 233 Spec, anscheinend alle schon in der frühern Litteratur (Macleay Catal.; M'Coy, Prod.; Günth., Cat.) enthalten. — Pr. roy. soc. Victoria (2) II p. 15 — 47. A. H. S. Lucas. On some add. to the fish fauna of Victoria. — Ostracion (Arac.) lentic, Phillip Isl. ; Chilobranchus rufus Macl., Simons Channel, Limbrurnes Ch., Portpinnace Gh., Capel Sound; Sticharium dorsale, Laverton Bay. — Ebd. p. 63. Vergl. auch: Tetrodon antarct. bei Syst. (Gymnod.). Amerika. D. St. Jordan u. C. H. Eigenmann. A review of the gen. and sp. of Serranidae of America and Europe. — 34 Gatt, mit 125 Arten, wofür Schlüssel, Synonymie, Verbreitung. Die Abb. sind Copieen nach Goode, Fisheries. Die südamer. Spec. von Jordan bearbeitet. Gilhertia n. g., Garrupa u. Serranellus nn. subg., Serranus n. sp., Mycteroperca n. var., Latinae n. subf. — S.-A. aus: Bull. U. S. Fish Comm., Vol. VIII (for 88), p. 329— 433, Tf. 60—69. 1890. Nordamerika. J. A. Ryder. The sturgeons and sturgeon Industries of the eastern coast of the U. S., with an account of ex[jeriments bearing upon sturgeon culture. - Nur Acipenser in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 227 sturio ausfülirlicli behandelt; vom seltneren A. brevirostris nur Unterscb. gg. sturio. Hautschilder, Flossen, Baucheingeweide, Seiten- linie, Lymphorgane, Entwicklung, Biologie p. 234 — 265. Bez. der Entw. nur Fig. 1 — 4 und 18 Oz'iginal; die copirten Fig. von Ac. ruthenus. Praktische Resultate vorläufig nicht erhalten; Haupt- schwierigkeit die PilzM^ucherung an den Bruteiern. Diese aus auf- geschnittenen reifen Expl. zu nehmen u. künstl. zu befruchten. Am 6. Tage ausschlüpfend (Fig. 18), 11,5 mm 1. Vergl. Systematik. — Bull. U. S. Fish Comm. VHI, p. 231—328, Tf. 37— 59. D. S. Jordan. Notes on f. of the g. Agosia, Algansea and Zophendum (Synonymie, vergl. Syst., Cyprinidae). — Fr. nat. mus. Xm p. 287—88. Ch. H. Bollmann [f 1889]. Rep. upon the fishes of Kalamazoo, Calhoun, and Antrim Counties, Michigan. — Die Gleichmässigkeit der Gewässer und die nördliche Lage des Staates wirken zusammen zur Minderung der Specieszahl, welche nur 53 Fische umfasst. Verbreitung im Gebiet, Goregonus n. subsp. ; sonst nur wenige kurze Bemerk, zur Liste. — Bull. Fish. C. VHI, p. 219—225. D. St. Jordan. Report of explor. 1888 in the Alleghany region of Virginia, N.-Carolina and Tennessee and in W.-Indiana with an account of the fishes found in each of the river basins. — Listen über die Fauna von 20 Gewässern, wobei zahlreiche Bern, über Biologie, Artunterschiede, Lebensfärbung, Oekonomisches etc. Die 14 n. sp. der Expedition bereits früher beschr., Proc. N.Mus. XI (s. Ber. 89 p. 234), woher auch die 3 Taf. reproducirt. Die Ueber- bleibsel einer frühern Fauna sind in dem ruhigeren Wasser der Ebene zu finden: Amia, Lepidosteus, Umbra, Esox, Chologaster, Aphredoderus, Jordanella, Elassoma, Acantharchus, Pomoxis, Enne- acanthus, Mesogonistius, Percopsis. Die Gebirgsfische sind jüngeren Ursprungs, zumal Notropis u. Etheostoma (p. 168). — Bull, Fish Comm. Vm, p. 97—173, Tf. 13—15. H. G arm an. Prel. report on the animals of the Mississippi, Bottoms near Quincy, 111. in Aug. 88. Pt. L — Bern, über Häufigkeit u. Vorkommen, Fische p. 134 — 148. Fam. Sciaen. : Aplod. grunn.; F. Serran.: 1 Morone, 1 Roccus; F. Perc. : 1 Stiz., 1 Perca, 5 Etheost.; Centr. : 2 Micropt., 3 Lepomis, 2 Pomox., 1 Chaenobr. ; Esoc. : 2 Esox; Äther.: ILabid. ; Cyprinod.: 1 Zygon.; Clup.: IDoros. , 1 Clup. chrysochl.; 11 Cypr. : Notem., Hyb., Phen., 4 Notr., CUola, Pim., Hyb., Cypr. carpio; Catast. : 2 Mox., 1 Cat., 4 Ictiob.; Silur.: Notur., Leptops, 3 Amiur., letal.; 1 Amia; 2Lepidost. ; 1 Polyodon; Petromyz. cast. — Bull. Illin. Labor. Nat. Hist., Champaign 111. 1889, p. 123—84. L. M. Mo Cormick. List of fishes of Lorain Co., Ohio. — Journ. Gin. soc. nat. hist. XII p. 127 (Liste von 28 Spec). J. A. Henshall. Some obs. on Ohio fishes. — Journ. Cin. Soc. n. h. XII, p. 114 (Cit. nach Am. nat. XXIV p. 538), 1889? C. H. Gilbert. 4. Series of notes on the f. of Kansas. — Aufzählung der Arten. — Bull. Washburn Coli. 11 p. 38 (cf. Am. Nat. XXIV p.538). 1889? 15* 228 F- Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen D. S. Jordan. A reconnoissance of the streams and lakes of the Yellow-Stone National Park, Wyoming. — 7 — 8000 Fuss hoch in subarktischem Klima, mit heissen Quellen, in denen bei 85*^ F. Leuciscus atrarius und bei 88 ^ Catostomus griseus leben, Salmo mykiss bei 75**. Im ganzen sehr fischarm und nur 10 Spec: Cat. gris., C. ardens; Rhinichthvs dulcis, Agosia nubila, Leuciscus atr., L. hydrophlox, Thymallus signifer, Coreg. williamsoni var. cismont., S. mvk. ; Cottus bairdi var. punctul. Krit, Bemerk, und Abb. aller 10 Spec. — Bull, fish comm. IX (for 89) p. 41— 65, Taf. 6-22; als Sep.-Abdr. 1890 datirt. Ch. H. Gilbert. N. on fishes from the lowlands of Georgia, with descr. of a n. sp. (Opsopoeodus). ~ 31 Spec. gesammelt von Bollmann (f 1889). Bem. über Verbreitung; mehrfach Species ein- gezogen (Amiurus, Zygonectes, Chologaster), Variabilität bei Ethe- ostoma. — Bull. F. C. VIII, p. 225—29. Ch. A. Gilbert. Sei. res. explor. „Albatross" XII: Prelim. rep. fishes coli, by the steamer Alb. on the pacific coast of N.-Am. 1889, with descr. of 12 n. gen. and 92 n. sp. — Erforscht wurde das Meer bei Oregon und Washington, bei Californien südl. von Point Conception (35" N.), der Golf v. Californien und die Westküste von üntercal., die Revillagigedo-Ins. (Clarion, Socorro, S. Bened.). Die Fundorte meist nur durch die No. der P'ang- Station angedeutet, daher nur nach obigen 4 Regionen referirbar. Auch eine Anzahl Tiefseeformen hierbei. Percidae (2 Sp.), Squam. (1), Beryc. (2), Scorp. (10), Sciaen. (2), Trachin. (4, (jiUelli/s) , Bathymaster (1), Cott. (6, n. g. Raduli?it(s)^ Cataphr. (4, Bathyagonus u. Xenochirus), Discob. (2), Gob. (3), Blenn. (4, Cryptotrema, Plectohranchus^ Lucio- blennnis), Gobiesoc. (5), Lahr. (8, Calotomus)^ Pomac. (1), Lyc. (5, Aprodon, Li/codapm), Ophid. (5), Brot. (2), Gad. (2), Macr. (3), Pleur. (7, Lioglossinu)^ Scopel. (4), Stom. (1), Sahn. (3, Leuro- glossus)^ Clup. (1), Scombres. (1), Alepoc. (1), Mur. (2), Sclerod. (1). — Pr. nat. mus. XIII p. 49—126. T. H. Bean. Sc. res. expl. „Alb." XI: New fishes coU. of the coast of Alaska and the adjacent region southward. — 17 n. sp. (4 n. g.): Fam. Macrur. (1), Gad. (1), Lycod, (4, n. g. Bothrocara)^ Blenn. (1, Porodinus), Discob. (1), Cott. (6, Dasycottus^ Malacocottus), Scorp. (1), Chauliod. (1), Muraen. (1). Aus 69—1569 Fd. Tiefe. — Pr. n. m. XIII p. 37—45. T. H. Bean. Scient. res. explor. „Albatross" VIII: Descr. of a new Cottoid fish from British Columbia. — Syiichirus s. System. — Pr. nat. mus. XII p. 641—42. Abdr.: Ann. Mg. VI p. 118. D. S. Jordan and B. W. Evermann. Descr. of the yellow- finned trout of Twin Lakes, Colorado. — Pr. n. mus. XII p. 453 — 4. Siehe Syst. (Salmo mykiss sbsp. n.). Jordan u. Evermann. Descr. 1 n. sp. from Tippecanoe R., Indiana. — Pr. n. m. XIII p. 3 — 4, Xyl. (Etheostoma). in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 229 Ch. H. Gilbert. N. the on occurr. of Gilliclithys y-cauda at San Diego, Cal. — Pr. n. miis. XII 363, Siehe Gobüdae. C. H. Eigenmann. Devel. of Micrometrus aggregatus. Amer. natur. XXIII p. 923 1890. Derselbe. Developm. of Calif. Food-Fishes. Ebd. p. 107 (1889). Micrometrus, Clupea, Atherinops. Derselbe. On the genus Clevelandia. — Mit Unrecht ein- gezogen; vergl. Gobüdae. — Amer, Natur. XXIII p. 916 — 8, Vergleiche bei Systematik: Balistes vetula weit nördlich, Garman; Synchirus (Cottidae); Amphioxus bei Florida. Centralamerika. T. H. Bean. Not, on fish. coli, at Cozumel, Yucatan, by the U. S. Fish C, with descr. of n. sp. — Von den 60 bei der Insel gesammelten Sp. ca. 40 auch bei Florida; die Fauna wesentlich westindisch. Kurze Bern, über die meisten der Arten, 3 n. sp. (Scarus, Xyrichthys). Bull. F. C. VEI p. 193—206, Tf. 28, 29. D, S. Jordan and Ch. H. Bollman. Descr. of n. sp. of fishes coli, at the Galapagos Jsl. and along the coast of the U. S. of Colombia 1887—88. — Unter den 31 n. sp. 4 n, g. Am Schluss e. vollst. Liste der auf der Exp. erbeuteten Fische (148 Sp.). Die n. Formen vergl. unter System, bei Percidae (4, n. g. Xenocys), Scorp. (1), Sciaen. (2), Scombr. (1 Stromateus), Trach. (1), Batr. (1), Gott. (3), Gobüdae (1, n. g, Bollmcmia)^ Blenn. (1, n. g. Runula\ Äther. (1), Gad. (1), Ophid. (2), Pleuron. (4, n. g. Engyophris\ Scopel. (2), Mur. (3), Rajae (3). — Pr. nat. mus. XII p. IJ 9—183. (Publ. des S.-Abdr. nach p. VIII am 5. 2. 90, bei der Red. d. Arch, f. N. aber schon 20. 12. 89 eing.), D, S. Jordan. Sei. res. explor. „Albatross" IX: Catalogue of fishes coli, at Port Castries, St. Lucia, by the st. Albatross, Nov. 88. — Liste der 87 ges. Spec. (westindisch), vergl, bei System, unter Harengula, Syngnathus, Sciaenidae (Corvula n. sp.), Gerres. — Pr. nat. mus. XII p. 645—652, Ch. H. Gilbert. Descr. n. sp, of Etheostoma (E. micr.) from Chihuahua. — Pr. n. m. XIII p. 289-290 (Siehe Percidae), Boulenger, Haplochiton vergl, oben bei Asien, Südamerika. G. A. Boulenger. Pisces in: Notes zoology of Fernando Noronha. — 20 Spec. aufgezählt (Julis n. sp. beschr,). — J. Linn. soc. Lond. XX, p. 483. C. H. and R. Sm. Eigenmann. A Revision of the South American Nematognathi or cat-fishes. — Vergl. Ber. 1888 p. 331 und 1889 p. 307, wo über die vorläufige Publication referirt wurde; desgl. in der System. (Siluridae) dieses Jahrg. Dort wurden be- reits die wichtigeren Abweichungen der definitiven Publ. eingefügt. Die Beschreibungen der Gatt. u. Sp. sind meist ausführlich und werden durch 57 Textfig. erläutert. Durchgehends sind Bestimmungs- schlüssel vorhanden. Eme Liste der centralamer. u, mexik, Wels- 230 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen arten (1 Amiurus, 1 letal,, 15 Rhamdella) p. 475. Bibliographie der südamer. Süsswasserfische p. 476 — 485. Die Zahl der südam Welsspecies beträgt 467. (Neu in dieser Publ. nur 1 Var. von Ple- costoma.) Occasional Papers Calif. Acad. of sei. I. 508 S., 1 Karte. 8*^ G. A. Boulenger. Descr. of two new Sp. of the Siluroid g Arges. Pr. zool. soe. 1890, p. 450—2, Tf. 41. — S. Systematik S. Garman. On the spec. of the g. Chalcinus in the mus eomp. Z. at Cambridge Mass. — Bull. Essex Inst. Vol. XXII p. 1 — 7 — Vergl. Syst. (Characinidae). Derselbe. On species of Gaste ropelecus. Ebd. p. 8 — 10. — Cf. Charac. Derselbe. On sp. of Cynopotamus. Ebd. p. 11 — 14. — Cf. Charae. Derselbe. On the sp. of the g. Anostomus. Ebd. 15—23. — Cf. Charac. Das Material für diese 4 Arbeiten stammt meist noch aus der Thayer-Exp. Derselbe. On a g. and sp. of the Characines (Henochilus wheatlandii n. g., n. sp.). Ebd. 59 — 52, Tf. I. E. L. Holmberg. Nombres vulgares de Peces Argentinos: — Vf. führt 45 Namen von Fischen Argentiniens alphabetisch auf, mit Angabe der wissensch. systemat. Bezeichnung, haupts. Süsswf., auch sonstige Bern. Aristommata (bei Loricaria) g. n. u. Prochilodus n. sp. — Ursprünglich publ. in: La Educacion (Dr. Zubiaur), Juli 88; abgedruckt in: Revista del Jardin Zoologico de Buenos Aires, tomo I p. 85 — 96, desgl. in Revista soc, geogr. Argentina (t. VI). Antarktisch. G. Pfeffer. Die niedere Thierwelt des ant- arktischen Ufergebietes. Sep.-Abdr. aus: Ergebn. deutsch. Polar- Exped., Allgem. Theil., Bd. II, 17. 120 Seiten 8». — Allgemeines S. 1 — 12, Char. der Fischfauna 12—14, die einzelnen Fischformen 36—38. Ueber die theor. Betracht, vergl. Ber. über Carcinologie 1890, p. 371. Es kommen 50 Gatt, mit 90 Spec. in Betracht. Anhang. Systematische Arbeiten ohne faunistische Begrenzung. Cope. Synopsis of families of Vertebrata (Am. Nat. XXIII), .sam Anfang der Systematik. Th. Gill. The osteological caraeteristies of the fam. Anguillidae. — Diagnose u. Synonymie. Vergl. bei Syst. — Pr. nat. mus. Wash., Xin p. 157-60. Derselbe. Ost. char. fam. Synaphobranchidae. — Vergl. Syst. (Muraen.). — Ebd. p. 161—4. Derselbe. Ost. char. fam. Muraenidae. — Kritik Cope's. Vergl. Syst. — Ebd. p. 165—70. Derselbe. Ost. char. fam. Mureenesoeidae. — Congresox n. g. — Ebd. p. 231 4. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 231 Derselbe. Ost. char. fam. Simenchelyidae. — Ebd. p. 239 — 242. S. Muraenidae. Derselbe. Ost char. of the fam. Amphipnoidae. — Ebd. p. 299 bis 302 (S. Symbranchidae). Derselbe. The characteristics of the Dactylopteroidea. (Osteol. u. Syst.) Ebd. p. 243—8, Taf. 19. — S. bei Cataphracti. — Alle diese Mitth. Gill's sind wesentlich systematisch mit besonderer Be- rücksichtigung des Kopfskeletts u. bei den Apoda des Branchialsk. Th. Gill. The Halosauroid fishes typical of o special order. — Amer. Naturalist, XXIII p, 1015 — 6 (Vergl. Halosauridae). Derselbe. The Notocanthid fishes as representatives of a peculiar order. — Ebd. p. 1016 — 7 (S. Notacanthidae). F. Hilgendorf. Ichthyologische JVIittheilungen betreffend Petro- myzon, Cepola, Salarias, Leucopsarion u. Silurus. — Vergl. bei System. (Leucops. bei Gadidae). — Sitzb. Ges. natf. Fr., Jg. 1890 p. 12—18. Vergl. ferner bei Cyclopterus, Systematik (Discoboli); Gill, Trachypteridae, s. Syst.; Jaekel, Pristiophorus. s. Squah. Die fossilen Fische siehe am Schluss des Berichts. Systematik. Vorbemerkimg. Die nachstehend referirten Arbeiten sind sämmtlich im Vorhergehenden (meist unter „Faunen") schon aufgeführt n. dort ausführlicher citirt Die Namen der neuen Gattungen und Arten sind cursiv gedruckt. Allgemeines. Stammbaum der Fische vergl. Beard, S. 212. — lieber das Herz der F., Rose, S. 187. — Pterichthys ist ein Wii'belthier (Fisch), Woodward (s. hinten, fossile F.). E. D. (Jope. Synopsis of the families of Vertebrata. Amer. natiu'alist XXIII p. 849—877. — Von den 4 Superclassen (Hemichorda [Balanoglossidae], Uroch. [Tunic], Cephaloch. u. Craniata) nur die 3. u. 4. hier zu besprechen. Die Cephalochorda enthalten lediglich die 1. Classe: Acrania mit der einz. Ordn. Leptocardii u. einz. Fam. Branchiostomatidae. Die Craniata haben 5 Classen: Agnatha, Pisces, Batrachia, Monocondylia, Mammalia, wovon die 1. u. 2. hierher- gehörig. Alle Abtheilungen bis zu den Superfamilien abwärts werden in 2 bis 3 Zeilen (nach osteol. Char.) in Schlüsselform diagnosticirt, die zugehörigen Fam, nur mit Namen aufgeführt. Agnatha: Sbcl. Ostracoderma (Knochenschild u. seitl. beinartige Anhänge) 2 Ordn. Arrhina (Fam. Pteraspididae u. Cephalasp.). Diplorhina (Fam. Mycteropidae, viell. auch Pterichthyidae). Subcl. Marsipobranchii. Hyperotreti (F. Myxinidae u. Bdellost.). Hyperoartia (F. Petromyzontidae). Die Pisces zerfallen in 4 Sbcl., wovon die 1. u. 2. ohne, die 3. u. 4. mit Suspensorium für die Mandibel: Holocephali, Dipnoi, Elasmobr., Teleostomi. 232 F. Hilgendorf n. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Die Holocephali mit nur 1 Ordn.: Chimeroidei u. 1 Fom. (Chimaeridae). Die Dipnoi mit 1 Ordn.: Sirenoidei u. 3 Fam. (Dipteridae, Ceratod., Lepidosir.). Die Elasmobranchii mit 2 0rd.: Ichthyotomi (2 Farn.: Xenacanth. und Cladodontidae) u. Selachii (mit 11 Farn, der Squali u. 5 der Rajae: Psammo- dontidae, Petalodont., Cochliodont., Cestrac, Spinae, Notidan., Laran., Carch., Squat., Rhinobat., Pristiopli.; Pristidae, Squfitinoraj., Rajidae, Tryg., Myliob). Die Teleostomi haben 4 Subcl. : Rhipidopterygia, Crossopt., Podopt. u. Acti- nopterygia. — Die Rhip. enthalten die 2 foss. Fam. Tristichopteridae (= Ordo Rhipidista) u. Coelacauthidae (=0. Actinistia). Die Crossopterygia ent- halten 4 Ord. : 0. Placodermi mit den 2 Fam. Coccosteidae u. Dinichthyidae. 0. Haplistia, 1 Fam. Phaueropleuridae. 0. Taxistia, 2 Fam. Holoptychiidae u. Osteolepididae. 0. Cladistia,' 1 Fam. Potypteridae. — Die Podopterygia mit nur 1 Ordo Chondrostei, 3 F. Polyodontidae, Acipenseridae, Chondrosteidae. — Zu den Actinopterygia gehi3rt der grosse Rest meist recenter Fische mit den beiden Tribus Physostomi u. Physoclysti. Physostomi, mit 16 Ordn., wovon dieZl. — 4. (u. die 5. z. Th.) Ganoiden. 1. Lysopteri, IFam.: Palaeoniscidae, viell. zu den Chondrostei (s. oben) gehörig. 2. Merospondyli, 5 foss. Fam.: Sauropsidae, Pycnodout., StyJodont., Sphae- rodout., Macrosemiidae. 3. Halecomorphi, IF.: Amiidae. 4. Ginglymodi, 1 F.: Lepidosteidae. 5. Isospondyli, 20 Fam. (1. — 4. fossil): Dapediidae, Lepidot., Aspidorhynch., Saurodont., Osteogloss., Heterotidae, Galax., Clup., Chirocentr., Salm.» Thyraall., Alepoceph., Gonorh., Sauridae, Lutodir., Aulop., Elop., Albul., Hyodont,, Notopt. 6. Actinochiri, 1 F.: Pelecopteridae (fossil). 7. Plectospondyli, 5 F.: Charac, Sternoptygidae, Cobit., Cypriu., Catost. 8. Scyphophori, 2 F.: Mormyridae, Gymnarchidae. 9. Nematognathi, 3 F.: Silur., Hypophthalmidae, Aspredin. 10. Haplomi, 5F. : Esoc, Stratodont. (foss.), Umbr., Cyprinod., Amblyops. 11. Glanencheli, 1 F. : Gymnotidae. 12. Ichthyocephali, IF.: Monopteridae. 13. Holostomi, 1 F.: Symbranchidae. 14. Enchelycephali, 3F.: Nemichthy., Anguill., Congridae. 15. Colocephali, 1 F. : Muraenidae. 16. Lyomeri, 2F. : Saccopharyng., Eurypharyngidae. Physoelisti, 12 Ordn., wovon die 1. viell. zu den Physostomi gehörig. 1. Docopteri, IFam.: Doryptevidae (fossil). 2. Opisthomi: Mastacembelidae, Nothacanthidae. 3. Percesoces, 5 F.: Ophiocephal., Mugil., Atherin., Sphyr., Scombresocidae. 4. Hemibranchii, 6 F.: Pegas., Gasteroste., Fistul., Centrisc, Amphisil., Dercetidae (foss.). 5. Lophobranchii, Solenostom., Syngnath., Hippocamp. 6. Discocephali, Ecbeneididae. 7. Pediculati, Antennariidae, Lophiidae. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 233 8. Heterosomata, Pleuronectidae. 9. Plectognathi, 5 F.; Triacanth., Baiist., Tetrodont., Diodont., Ostraci. 10. Percomorphi, 6 Unterabth. mit bez, 3, 1, 1, 2, 19 u. 2 Farn. Anacanthini : Ophidiidae, Gadidae, Macruridae. Haplodoci: Batrachiidae. — Cyclopteroidea: Cyclopteridae. Epilasmia: Acroneuridae, Chaetodontidae. Distegi: Scorp., Gott., Blenni., Gobi., Platyceph., Rhampocott., Agon., Heterognath., Gerre., Carang., Sillag.. Pristipom., Sciaen., Spar., Perc, Beryc, Scombr., Trichiur., Xiphiad. Labyrinthici: Osphiomeuidae, Anabatidae. 11. Pharyngognathi, Embiotoc, Cichl., Lahr., Scaridae. 12. Craniomi, Triglidae, Dactylopteridae. Acantliopteri. Pereidae, Schuppeueutwickluug, Hof er, siehe bei Haut. — Uuter- abtheilungeu, siebe Jordan u. Eig. bei Serrauidae, Percicbthyinae, Latinae. Entwickl. von Serranus atrarius, s. Wilson S. 210. Perca, Spermatozoen von P. u. Acerina, Ballowitz, s.S. 198; Micropyle von P. u. Labrax, Eigenmann, S. 198. Epitrachys sbg. n. [= Perca s. str.]. „Os terminale, dentes aequales, praeop. denticul., operc. spina 1; parabranchiae ; p. dorsales discretae, an. spinis 2", für P. fluv. Erwin Schulze (F. pisc. G.), Jb. Ntw. V. Magdeb. 89, p. 73. Aspro vulg. Gm. = Perca wolgense Stat. Müller 1776, älter als P. asper Gm. [aber nicht als P. asper L. ed. X. Ref.]; Jordan, Pr. ac. n. sei. Phil., 1890, p. 4 Etheostoma, zahlreiche Bemerk, über die Lebensfärbung, Häufigkeit, Art- unterschiede etc. der Arten in der Alleghany - Region bei Jordan, Bull. F. Comm. VIII p. 97—168. — Eth. squamiceps. höchst variabel in Beschupp, des Kopfes u Grösse der Flossen; Gilbert, Bull. F. C. VIII p. 229. — E. [Sbg.?] wicropfen/s, Chihuahua (Mex.); Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 289. — ¥X\i.tippe- canoe, von jessiae vei'sch. durch spitzeren Kopf, fast nackte Wange u. kleineres Op., Indiana; Jordan u. Ev., Pr. n. mus. XIII p. 3 Xyl. (Die Abb. bezieht sich auf E. camurum, wie Vf. auf p. VIII angeben.) Percicbthyinae, diese Subf. nahe den Percidae (s. str.); aber die drei Astacheln, und das Maxillare supplementäre und kurze D. I, weisen sie zu den Serrauidae: Jord. u. Eig., B. Fish C. VIII p. 331, 336. Percichthys (4 Spec, wovon 2 beschr.) u. Percilia (2 Sp.), Schlüssel der Arten; ebd. p. 426—430. [Die als Peters'sche Public, citirten Arbeiten 1863 u. 66 haben Philippi als Autor!] Serranidae, Charaktere dieser Farn. u. Schlüssel f. die 6 Subf.: Grara- mistinae, Epineph , Serran., Anthiinae, Latinae, Percichth.; Jordan u. Eig., Bull. F. Comm. VIII p. 331—332. Latinae, für die Gatt. Lates, Kuhlia, Morone, Roccus, Dicentrarchus; Jord. u. Eig., Bull. F. Comm. VIII p. 332, 335, 418. [Lates selbst vom Verf. nicht untersucht; 1896 die Subf. (excl. Lates) als „Moroninae" bezeichnet.] Kuhlia anje, nahe taeniura, Auge kleiner, 3V3 Kpfl., Chatham. I. (Galap.); Jordan u. Bollmann, Pr. n. mus. XII p. 159. 234 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Dilles, 2 amerikanische Sp. : Kuhlia arge u. xenura; Jord. u. Fig., B. Fish Comm. VIII p. 418. Labrax. Als amer. und europ. Sp. behandelt: Morone interrupta (syn. chrysops u. missis.), araer. ; Roceus (sbg. Lepibema) chrysops u. (R. s. str.) lineatus; Dicentrarchus labrax (syn. diac, lupus, elong.), orient., punct.; Jord. u. Fig., B. Fish C. VIII p. 335, 420—26. — Labrax punctatus, bei Capo Blanco, Westafr., Verbreitung; Vincig., Ann. agricolt. 1890, p. 64. Epinephelinae, die umfangreichste Sbf. der Seri'anidae (cf. bei Serra- ninae). Dazu in Amer. u. Für. die 13 Gratt.: Polyprion (mit 2 Sp.), Stereolepis (1), Hemilutjanus (macrophth. u. paytensis), Gonioplectrus (hispanus), Gilbertia (1), Acanthistius (bras. u. patach.), Alphestes (multig., afer, pict.), Epinephelus (19), Promicrops (gutt.), Mycteroperca (13), Dermatolepis (3), Bodianus (5), Paranthias (furciferl; Jord. u. Fig., B. Fish C. VIII p. 332, 333, 341-382. Gilbertia n. g. für Plectropoma semiciuctum, nigrorubrum u. aunul.; hat kürzere D. u. grössere Sq. als Plectropoma. Südl. Australien bis Chile; Jordan, Bull. Fish C. Vni p. 333, 346. Plectropoma, der Name beschränkt auf die dem Bod. cyclost. Lac. verw. Sp., nicht in Amerika; Jord. u. Fig., B. F. C. VIII p. 346 (cf. Gilbertia, Acanthistius, Alphestes, Goniopl., Hemilutj.). Garriipa u. sbg. von Fpinephelus für 2 Sp. mit breitem Interorbitalranm. E. nigritus u merus (syn. sicana Doderlein, viell. = nigritus); Jordan u. Fig., B. Fish C. VJII p. 353, 361. Von den 17 eigentl. Fpiu. sind europäisch: chrysot. Dod., caninus (syn. cernioides), alex. (fasc, costae), aeneus, gigas; ebd. Bodianus von Epinephelus hpts. durch die D. mit nur 9 Stacheln versch., womit nah verw. die indische G. Variola; hat 3 Subg. mit 5 araer. Sp.: B. (Petro- metopon) panam., cruent. (syn. gutt. u. apiar.; coron.), B. (Enneacentrusj taeniops. u. fulvus (s. aurat., ruber, ouatabili, punctatus), B. (Meneph.) duhius; Jord. u. Eig., B. F. C. p. 376-81. Mycteroperca olfax var. n. ruberrima, Tiefsee, Abingdon-L; Jordan u. BoUmann, B. Fish C. VIII p. 367; 12 weitere Sp. von America behandelt (Trisotropis u. Parepineph. als Sbg.); Jord, u. Fig., ebd. p. 364— 374. Serraninae von den Epineph. versch. durch Maugel des Supramax., un- bewegliche Zähne, schwache Temporalcrista u. kürzere Supraoccipcr., Dstach. 10. Davon sind amer. od. eur. die 7 Gatt. : Hypopl. (mit 4 Spec), Paralabrax (5), Centropristis (3), Cratinus (1), Dules (1 auriga), Paracentrops (1 hepatus), Di- plectr. (5), Serranus (18). Jord. u. Eig. B. Fish C. VIII p. 332, 334 (Schlüssel der Gatt.), 382—411. Serranellus sbg. n. (p. 404) für S. scriba u. atricauda; Serranus s. str. nur für cabrilla; das Sbg. Mentiperca enthält 3 Sp.: stilbost., luciopercanus u. castelnaui (p. 409, für Centropr. nebulosus Gast, nee S. neb. C. V.); die übrigen 12 (flaviventris, atrobr., psittac, tigr., tabacc. etc.) zum .sbg. Prionodes. Jordan u. Eig. B. F. C. VIII, p. 399—411. Serranus scriba, gigas, gorecensis, aeneus u. caninus an der atlant. Küste der Sahara; Verbreit. etc. Vinciguerra, Ann. agric. 1890, Nr. 172, p. 65 — 73. Centropristis investigatoris, nahe pleurospilus [hirundinaceus], 10/10, 3/6, Sq. 42. Madrasküste, ISVa" N-, 100 Ed., 14 cm 1. Alcock, Ann. Mg. VI 199. — Hier auch zahlreiche Parascombrops pell. Diplectrum euryplectrum, nahe (Centropr.) radiale u. macropoma, West- in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 235 amerika 7° 41' — 8"N., 33—51 Fd., 18 cm 1. Jordan u. Bollmau, Pr. n. mus. XII p. 157. Serranus (Priouodes) aequidens, Untercalifornien 112 Fd., Gilbert, Pr. n. m. Xm p. 62. Priouodes stübostigma, wie luciopercanus aber höher u. Färb, versch., Ecuador, 0^ 50' S., 45 Fd. Jordan u. Bollmau, Pr. n. mus XII, p, 157. Anthiinae: Serranidae mit Maxille ohne Supplemeutarkuochen, mit sehr hoch laufender L. 1., Kiemendornen zahlreich u. schlank, Maul schräg mit breitem, kurzem Maxillare. Mit 5 amer. od. eur. Gatt., Protonogr. (mit 4 Sp), Äuthias (1), Odonta. (3), Bathya. (1) u. Calla. (1). Jord. u. Eig., B. Fish C. VIII, p. 332, 335, 441-8. Protonogrammus, durch nackteren Kopf von Antliias versch.; 4 amer. Sp.: P. vivanus, eos, multifasc. u. Pr. (Hemianthus) peruanus. Jord. u. Eig. B. F. C. Vlil p 411-3. Odontanthias mit 3 am. Sp. : martinic, asperil. u. tonsor. Ebd. p. 416. Pronotogrammus eos, Untercalifornien 112 Fd., 18 cm 1. Gilbert, Pr. n. m. xm p. 62. Anthias mundulus, wie Callanthias nur mit 6 K. bi'. u. die C.-Zipfel in Fäden verlängert; L. 1. 37. 67 mm. Fuuchal Bay, Madeira. J. Y. Johnson, Pr. z. s. p. 90, 452. Grammistinae, Sbf. der Serranidae, in Amerika nur ßhypticus mit 6 Spec. Jordan u. Eig. B. Fish C. VIII p. 332, 336-341. Brephostoma carpenteri (vergl. Ber. 89 p. 251), jetzt zu den Apogoninae neben Pomatomus gestellt (statt neben die Trachiuidae). Alcock, Ann. Mg. VI, p. 201, Tf. IX, 4. Xenocys n. g. nahe bei Xenistius, aber D 1 ganz von 11 getrennt, D 1 9, deren Basis 1 1/^ mal solang als bei D II, Nasenlöcher kleiner und mehr genähert, Zähne kleiner, Flossen dichter beschuppt, Occipitalcrista niedriger. — X. jessiae. 10, 1/13; 3/11 Sq. 51, 8/15; mit 7 schwarzen Längsstreifen 22 cm, Charles-I. (Galapagos). Jordan u Bollman, Pr. n. m. XII p. 160. Pristlpomatidae. Diagramma mediterraneum, bei Via lobo (Westafr.); Vincig. , Ann. agric. 1890, p, 73-75. Gerres gracilis, dazu viell. als var.: harengulus, pseudogula u. dowi; Jordan, Pr. n. ui. XII 650. Sparidae. Hyperostosen bei einem subfoss. Pagrus, Da nies, s. S. 218. Dentex canariensis u. filosus, West-Afrika, Bemerk.; Vincig., Ann. agric. 1890, p. 75-83. Cantharus lineatus, syn. senegalensis, Verbreitung. Vincig. ebd. p. 84. Pagrus vulgaris, orphus u. ehrenb. bei We^■tafrika; Vinciguerra, Ann. agric. 1890, Nr. 172, p. 85-91. Pagellus canariensis, syn. erythrinus u. bellotti, Westafrika, Vincig., Ann. agric. 1890, p. 91—93. Hoplognathidae. Squämipinnes. Jugendform von Chelmo, Vaillant s. S. 216. Holacanthus darionensis, Socomo-, Clarion- u. S. Benedicto-I. 18 cm 1- Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 72. Mullidae. Cirritidae. Seoppaenidae. Scorpaena russula, nahe fernandeziana u. sonorae, West- amerika 8° N., 33 Fd. Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII p. 165. 236 F. Hilgendoif u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Scorpaena (Sebastoplus) Sierra, Untercalifornien 71 u. 112 Fd. Gilbert, Pr. n. m. Kin p. 82. Sebastolobus alascanus, Trinity-I. (Alaska, 56 " N.) 159 Fd. Bean, Pr. n. m. XIII p. 44. Sebastichthys goodei Eigenmann, Califomien 32-35" S., 155 Fd. beschr. p. 75. S. alutus u. rupestris, ebd. 150 Fd., p. 76. S. zacentrus, ebd. 145—50 Fd.. p. 77. S. saxicola, ebd. 44—155 Fd., p. 78. S. diploproa, ebd. 124 Fd., 79. S. aurora u. introniger ebd. 266 Fd., p. 80 bez. 81 . S. sinensis [!], Untercalifornien 145 Fd., 81. Gilbert, Pr. n. mus. XIII p. 75-82. Minous coccineus, B. v. Bengalen, Ganjam-K. 30 Fd., Alcock, Ann. Mg. VI, p. 428. Hemitripterus marmoratus , Alaska (57° N.), 69 Fd. , Bean, Pr. n. m. Xin, p. 43. Nandidae. Polycentridae. Teuthidae. Bepyeidae. Melamphaes lugubris, wie typhlops, aber Mund kleiner, D. III15 (statt ?6/ll), Calif. 32-35° N., 822 Fd. ¥.. cristiceps, Oregon, 859 Fd.; Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 59 bz. 60. — M. mizolepis Gthr. an der Madrasküste, 1310 Fd., Alcock, Ann. Mg. VI, p. 201. KuPtidae. Pempheris mülleri Poey bei Yukatan; Bean, Bull. Fish C. Vni p. 204, Taf. 29, Fig. 3. Seiaenidae. Sciaena aquila, syn. sauvagei und antarctica, Westafrika; Vinci guerra, Ann. agric. 1890, p. 93—95. Corvina nigra, Westafrika; Vincig., Ann. agric. 1890, p. 95. Sciaenoides pama n. f. Birma (Rangoon); Vinciguerra, Via. Fea, p.(169). Corvula sanctae-luciae, bei subaeq. Poey, aber Maul grösser, P. kürzer, Färb, abw., 15 cm Westindien; Jordan, Pr. nat. mus. XII p. 649. Micropogon megalops, Untercalifornien, 14 Fd.; Gilbert, Pr. nat. mus. Xni, p. 64. Cynoscion macdonaldi, Ostseite des Golfs von Califomien, häufig, auch in die Flüsse steigend, bei Guaymas im Winter, über 1ml. (86kg); Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 64. Larimus pacificus, L. breviceps autt. e. p., Maul grader, Astach. kleiner, V. weiter vorn als bei atlant. Expl., Westamerika 8" N. bis Mazatlan; Jordan u. Bollmann, Pr. n. mus. XII p. 161. Polycirrus rathbuni, nahe pemanus, doch Dstach. u. P. kürzer, D. 10, 1/30. Panama, 18 cm; Jordan u. Bollman, Pr. n. m. XII p. 162. Xiphiidae. Triehiuridae. Aeronupidae. Carangidae. Caranx rhonchus, Westafrika; Vincig., Ann. agricolt. 1890, p. 96. Teranodon, dazu doch wohl trotz Rochebrune's Bemerk, syn.: Sparactodon nainal; Vinciguerra, Ann. agricolt. 1890, p. 97; T. saltator bei Westafr., wo auch Lichia vadigo, ebd. p. 97. Temnodon: „Scomber sypterus Pall." (Schwarzes M.), alte Abb copirt, Richters, Ber. Senck. Ges. 1890, Tf. III. Bathyseriola n. g. Oblong, comprimirt. Sq. klein, cycloid, abfallend; L. 1. wahrsch. unbewaffnet. D. I continuirlich, mit zieml. schwachen Stacheln; D. II u. A. viel länger, ohne Flösschen; Astach. continuirlich mit der A. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 237 V. mit continuirlicher Auheftungsmembran. Maul eng, Sammetzähne, nur auf d. Kiefern. Präoprand ganz. Rad. br. 7. Pseudobranchien. App. pyl. zahlreich. Schwimmblase fehlt. Vert. 10/14. — B. ajanea, 8—9/24—25, 3/22. Madras- küste 187,° N., 100 Fd., 16 cm lang. Alcock, Ann. Mg. (6) VI p. 202. Elacate canada, junges Expl. 95 mm lang. Juni 1876 beim Einfluss des Croton- in den Hudsonfluss (New-York); C. noch rund. A. K. Fish er, Not. oceurr. young Crab-eater (El. can.), Pr. n. mus. XlII p. 195. Stromateidae. Stromateus palometa, von medius verscti. dui'ch D. 3/46, A. 3/45 und Kopfl. 3 in Ttl., Westamerika 8° 16' N., 47 Fd., 7 cm 1.; Jordan u. ßollman, Pr. n. mus. XII p. 156. Cyttidae. Coryphaenidae. Nomeidae. SeombPidae. Thynnus. Ein glatter Muskel im Ciliark. des Auges; Faravelli, s. S. 183. — Th. thynnus fossil, Newton, s. foss. F. — Von Pavesi's Schrift „l'industria del tonuo" 1889 liefert einen Auszug Hilgendorf, Mitth. Sekt. Küsten- und Hochseefisch., Jg. 1890, p. 97-98. (Pelamys.) Orcj^nopsis unicolor, häufig bei Westafrica; Vincig,, Ann. agric. 1890, p. 99. Cybium maculatum (syn tritor), Westafrika, Bemerk., Vincig., Ann. agric. 1890. p. 100—103. Echeneis remora, Westafrika, Vincig., Ann. agric. 1890, p. 103. Traehinidae. Die Gatt. Brephostoma (Ale. 89), jetzt von Alcock zu den Apogonidae gestellt. Ponerodon n. g. Gestreckt, nackt. Augen seitlich. D. 11 von I getrennt und viel länger, ähnlich der gegenüberstehenden A. ; V. thoracisch; P.-Strahlen gespalten. Maul sehr weit, Kiefer distensibel, mit Caninen, so auch die Gaumb. Kiemenöffu. sehr weit, Khäute vorn vereinigt. Präop. mit 1 (kleinen) Eckdorn. K br. 7. Pseudobranchien. L. 1. einfach. Leibeshöhle enorm. Schwimmblase, Caeca pyl. und Analpapille 0. Vert. 14/24. — F. vastator, 10/29, 29. Violett- schwarz, 17cml., Madrasküste 15° 38' N., 950 Fd. Alcock, Ann. Mag. (6) VI p. 203, Tf. IX Fig. 5. Kathetostoma averruncus, wie laeve, doch D. 13. Westamerika, 9° N., 7 Fd., 12 cm 1. Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII p. 163. Uranoscopus crassiceps, 4^13, 13, Kopfl. 2% iu Totl. (mit C); 15 cm lang, Madrasküste 18V2° N. 100 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI p. 205. Gillellus n. g. Leptoscopidarum. Habitus zw. Datylosc. u. Myxodagnus. Eine abgesonderte 1) I auf dem Nacken mit 3 Stacheln. L. 1. hinten nieder- steigend, der mittlere Theil ihrer Länge kürzer als der Dorsaltheil (ungefähr gleich). Franzen der Oberlippe verkümmert, die der Untl. deutlich. Kopf nicht kubisch, Mund massig schräg, Untkfr. vorn gerundet u. ohne Syniphysen- lappen. — G. semicinctiis D. 3, 9—10/28, A 2/30, L. 1. 43—49 (26—3—17); Pac. Oc. (Station 2827 u. 2829) u. Atl. Oc. (St. 5108 u. 5112); p. 98. G. arenicola, 4 cm 1., Cap S. Lucas (23 o S.), p. 99. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 98-99. Dactyloscopus lunaticus, Untercalifornien (u. Station 2797), 22 Fd., Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 99. Malaeanthidae. Bathymaster hypoplectus von sign. u. jord. durch weit vereinigte Kiemenhäute, von s. durch beschuppte Wangen, kleinere Sq. etc. 238 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen versch.; 46, 33; 20 cm 1. Californien 32-350N., 30 Fd. Gilbert, Pr. n. ra. XIII p. 97. Batraehidae. Poi'icbthys nautopaedinm , nahe margar., durch Farbe versch. Westamerika 8° IM. 16— 33 Fd., 11 cm 1. Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII p. 171. Psyehrolutidae. Psychrolutes 2e&m, Alaska (55 ^ 10' N.), 110 Fd. Bean, Pr. n. m. XI il p. 43. Pedieulati. Lophius, Nervus lat. u. Seitenlinie, Guitel, s. S. 173; Larven von L., M'Intosh, S. 211. Halieutaea spomiiosa, weiche schwammige Körpertextur u. häutiger oder knorpliger Char. der Knochen. Westamerika 200 8., 460 Fd., 12 cm 1. Gilbert, Pr. u. m. XIII p. 124. Anteunarius raarm.: „Mimicry of the environment in Pterophryne histrio", in Form u. Farbe dem mit Spirorbis bedeckten Sargassum ähnlich, nicht Mem- branipora-Colonien. P)'. ac. n. sei. Philad. 1889, p. 344—5. Paroneirodes n. g.? Von Oneirodes versch. durch Besitz eines 2. Kopf- stachels statt eines echten Dstach. P. glomerosus, 1/1/6, A. 4; Madrasküste 15» 14' N., 1260 Fd., 3 cm 1. Alcock, Ann. Mag. (6) VI p. 206, Tf. IX 6. Halieutaea stellata var., Madrask. 100 Fd., ebd. p. 206. Cottidae. Cottus, Ein. Entw.. M'Intosh, s. S. 211; C. fasciatus?, fossil, Dawson, s. foss. F. Cottus, der Name bleibt für die Abth. des C. gobio (mit Girard, gegen De Kay); Acanthocottus Gir. für C. scorpius etc. Jordan, Bull. F. C. VIII p. 105-7. Cottus nivosHS, von scorpius versch. durch weisse Fleckchen; Sin. St. Olgae, Maximovicz leg.; 185 mm. Herzenstein, Mel. biol. Bull, sei. Pet. XIII, p. 113. Icelinus, Schlüssel für die 5 n. sp. u. quadriseriatus, p. 84; I. cavifrons, 30- 44 Fd., p. 83 ; ßamcntosus, 55— 145 Fd., p. 85; tenuis, 45-150Fd., p. 86; fimbriatus, 36 u. 145 Fd., p. 87; oculatus, 124 Fd., p. 87; alle 5 Californien, 32-35» N. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 83—88. Badulinus n. g. Cott. D. I kurz, II u. A. sehr lang. Kiemenhäute weit vereinigt, hinten frei vomlsth.; kein Schlitz hinter dei- letzten K. Breite Binden von Hechelz. in den Kiefern, e. einfache Keihe am V., Palz. 0. Präop. mit 2 kurzen, einf. Dornen. V. Vs- Körper sehr schlank; e. Reihe grosser, gekielter, dorniger Schilder längs der L. 1., ähnl. Seh. auf d. Kopf. — B. asprelhis, 8—10/21, 23; L. 1. 38-40. Kopf i^U, Höhe 9 in Krpl. 15cm 1. Oregon, 43 bis 77 Fd. Gilbert, Pr. n. mus. XIII p. 88. Icelus scutiger, Trinity-I. (Alaska, 56° N.), 159 Fd. u. etiri/ops, ebd.; Bean, Pr. n. m. XIII p. 41. Dasycottus n. g. Form des nahen Cottunculus. Kopf gross mit gi'ossen Knochenhöckern u. zahlr. Fäden. Maul weit, Untkfr. selten vorstehend; winzige Sammetz., die des V. in 2 Flecken, Palz. 0. Präop. mit 2 Dornen an der Ecke u. 2 rud. an jeder Kante (edge) des Unterrands. Kiemen S^/o, Kdorn. kurz, höckrig, nicht zahlr., Khaut frei vom Isth., Psdbr. vorh. Haut glatt, nur im Nacken u. längs der D. einige Knhöckerchen. D. I von II durch e. tiefen Kerb getrennt, P. massig 1., die Str. unten „procurrent", V. 1/3, C. gerundet. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 239 — B. setiger 9/15, 13. L. 1. 11-12. Alaska 57" N., 69 Fd. Bean, Pr. n. mus. Xm p. 42. Malacocottus n. g. Form ähnl. Cottuuc, nackt, Kopf gross, Körper schnell zum dünnen Schwanz verjüngt. Manl fast gleichkiefrig, winzige Sammetz. in breiten Binden, V. u. Pal. zahnlos. Präop. mit kurzen, dicken Dornen, Schädelkn. dünn. Kiemen 3 Va- Köff, weit, Khaut weit am Jsth. festgewachsen, Kd. höckrig, nicht zahlr. D. I niedrig, von II durch tiefen Kerb getrennt. P. vorn „procurrent", V. klein, C. rund. After von A. entfernt, L. i. mit grossen Poren (11). — M. sonurm, 11/14, 11. Trinity-I. (Alaska, 56° N.) 159 Fd., 12 cm 1. Bean, Pr. n. m. XIII p. 42. Centridermichthys alcicornis, oberster der 4 Präopstach. oben in 4—5 Zacken getheilt, 348 mm 1., Yesso; Herzenstein, Mel. biol. Pet. XIII p. 115. Trigla hemisticta, Vomerzähne können ganz fehlen, Madrasküste 100 Fd.; Alcock, Ann. Mg. VI p. 207. — Larven von Trigla, M'Intosh, s. S. 211. Trigla minuta u. Carolina Stat. Müller, Synonymie; Jordan, Pr. ac. n. sei. Phil. 1890, p. 49. Lepidotrigla spiloptera var. longipinnis , P. bis 9. A. -Strahl; Ganjaraküste 18 Fd.; Alcock, Ann. Mg. VI p. 429. Prionotus quiescens mit stephanophrys und stearnsi verw., Westamerika, 8-9" N. 7—51 Fd.; Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII p.l67; Pr. albirostris, nahe qui., 7° 57' N. 33 Fd., ebd. p. 168; Pr. xenisma, ähnl. birostris u. punctatus, 10 cm, zus. mit albir., p. 169, Synchirinae sbf. n. der Cottidae. Die beiden Brustflossen ventral ver- einigt, alle Strahlen von Actinosten getragen. Die V. wird durch Verlängerung des Os pubis weit von der Kiemenöffuung entfernt. Synchirus n. g. Schlank (ähnl. Triglops), Haut dünn, klebrig (tough). L. 1. mit dornigen Höckern. Stachlige Sq. in 1 Reihe längs der D.-Basis. Kopl subkonisch mit massig spitzer Schnauze. Mund klein, sehr wenig schräg, Mandibeläste unten etwas concav, Prämax. protactil. Sammetz. in den Kiefern, Z. auf Vomer und Pal. Pseudobr. vorh. Kiemen 372, Kötfn. weit, über die Medianlinie reichend, Khaut frei vom Isthmus. Suborb. mit Brücke zum Präop., Präop. mit starkem Doppel- stachel am Winkel. Die Membran der P. frei. Die V. weit getrennt mit 1 rud. Stachel und 3 Str. D. lang, Stacheltheil niedrig, ein tiefer Einschnitt zw. D.I u. II; II doppelt so lang als I. A. lang, C. massig lang, die mittl. Str. etwas vorragend. - S. gilli, Br. 6., D. 8-9/19-21, A. 20, P. 22, L. 1. 41. Genital- papille der (^ in eine Grube vor der A. zurücklegbar. 46 mm 1. Barclay-Sound, Brit. Columbia. Bean, Pr. nat. mus. XII p. 641—42 (u. Ann. Mg. VI p. 118). Cataphraeti. Agonus, Eier und Larven, M'Intosh, s. S. 211. Bathyagonus n. g. Agonid. D.I entwickelt. Untkfr. länger. Schilder dornig. Khaut am Isth. befestigt, keine über ihn fortgehende Querfalte bildend. Wohlentw. Z. auf Kief., V. u. Pal. P. nicht gekerbt, deren ob. Str. am längsten, die unt. regelm. abnehmend. Kopfknochen dünn und biegsam, Schleimkanäle stark entwickelt. — B. nigripinnis, 7/6 — 7, 7; L. 1. 44, 15 mm 1. Oregon, 477 Fd.; Gilbert, Pr. n. mus. XIII p. 89. Xenochirus u. g. (Agon.). D.I entw.'; Kiefer gleich oder ob. länger; Schilder doinig. Khaut am I. befestigt, Hinterrand zuweilen e. freie Qfalte bildend. Entw Z. in Kief., V. u. Pal. P. mit tiefem Kerb, die Str. des unteren Theils 240 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch : Bericht über die Leistungen einfacn, sehr verdickt, oft länger als die oberen. 1 Reihe kleiner Dornen auf dem Augapfel über der Pupille, p. 90; — X. triacanthus, Schnauze SVo in Kpfl., mit 3 Dornen, Axige 3 in Kpfl., Wange mit Platten unterhalb der Brücke. 5_6/6 - 7, A. 6, L. 1. 41 ; 18 cm 1. Californien (32-35° N.) u Oregon, 68—145 Fd., p. 91. X. pentacanlhus, Oregon, 178 Fd., p. 91. X. latifrons. Californien und Untercalif., südl. v. So» K, 61— 158 Fd., p. 92; Gilbert, Pr. nat. mus. Xni, p. 90—93. Hypsagonus (sbg. n, Gheiragonus) gradiens. Die 7 — 8 unteren P.-strahlen ohne Bindehaut (Char. des Sbg.), nahe H. 4cornis Val.; Kamtschatka, Busen v. Awatscha und Petropawlowsk , 117 mm L; Herzenstein, Mel. biol. Bull. sei. Pet. Xin p. 116-119. Dactylopteroidea als Superf. nach der Osteol. des Kopfes diagnosticirt (vergl.Ber.89 bei Scorpaenidae p. 241). Einz. Farn, mit einer Gatt. Dactylopterus (nicht Cephalacanthus zu nennen); schon Pei'istedium ist in fast allen Punkten der Anatomie stark von Dact. verschieden, wie von Gill schoirl885 (Standard nat. bist. Vol. V p. 252) hervorgehoben. Dactylopterus, Flug, s. Seitz und Dahl, S. 214; Schwimmbl. und Töne, Calderwood, S. 189. Peristedium, Histologie der freien Strahlen der P., Jourdan, s. S. 174. Pegasidae. Diseoboli. Cyclopterus ist eher in die Nähe der Cottidae zu stellen und bildet die Farn. n. Cyclopteioidea, wie Putnam bereits 1872 vorschlug; die Gobiidae, Gadidae und Pleuronectidae stehen ihm fern; Gill, Biol. soc. Wash. 18. Oct. 90. (Amer. nat. Vol. 24, p. 1103.) Seitenlinie von Cyclopt, Guitel, s. S. 173; Spermatozoen, Ballowitz, S. 198; Eier, M'Intosh, S. 211. Careproctus spectrum, Alaska (55° N., 160° W.) 110 Fd.; Bean, Pr. n. m. XIII p. 40. Paraliparis rosactHa, Californien (32-35° N.) 984 Fd., 14 cm I.; Gilbert, Pr.n. m. XIII, p. 93. Liparis vulg. „Notes on a sucking-fish (L. vulg. Flem.) new to Ireland". Von Lough Foyle and Lame, hat ovalere Saugscheibe mit nur 11 (statt 13) Platten. R. F. Scharff, Sc. proc. r. Dublin soc. (2) VI (Mai) p. 448-9. — JVlicropyle von Liparis lin., Eigeumann, s. S. 198; Ei u. Larve u. Lip., M'Intosh, S. 211. Gobiidae. Gobius. Spermatozoen v. Gob. niger, Ballowitz, s. S. 198. — Eier v. Gob., Holt, s. S. 210 u. 215. — G. ruthenspari, Eier, M'Intosh, g 211. — „Montee"-artige Wanderungen junger Gobien, Vaillant, s. S. 214. Gobius cometes, alle Flossen verlängert, 6/10 (11), 10 (11). Sq. 23, 5—6 zw. D.ll u. A. Madrasküste 100 Fd., 13 cm 1., zahlreich. Alcock, Ann. Mg. VI p. 208, Tf. 8, Fg. 2. G. fallax (Sarato, Gazzette de Nice Nr. 16, 1889) ist syn. zu G. buc- chichii Stdch. 1870, letzterer aber wohl (cf. Vincig. 1883) nui' ein G. opbioceph. juv.; Perugia, sul G. fallax Sar., Ann. mus. civ. st. n. Genova, XX p. 506- 8. Gobius zebra, 14 mm 1., Sq.? [Westl. Nordamerika]; G. dalli, ähnl. Micro- gobius; 6/17, 14. Sq. 40. Catalina (Calif.) 35 Fd., 25 mm 1. Gilbert, Pr. n, m. XIII p. 73. in der Ichthyologie während des Jahres 1890, 241 Microgobius cydolepis, nahe emblem., Sq. 48, Untercaliforuien ; Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 74. Bollmannia u. g. Jordan. Von Lepidogobius versch. diuch Mangel fleischiger Fortsätze an der Innenkante des Schultergürtels, Interorbitalraum enger u. ohne Spur von Mediankiel, sehr grosse ctenoide Schuppen. Von Gobius abw. durch 7 Dstach. u. grosse Sq. auf d. Wange. — B. chlamydes Jordan 7/15, 15. Sq. 28. Westamerika, 8« N., 7—51 Fd. 12 cm 1. Jordan u. ßollmann, Pr. n. m. XII p. 164. Gillichthys y-cauda, nördl. bis S. Diego; G. guayraasiae J. et Ev. wohl dazu syn. Zu Gilli. mirabilis dürfte als juv. gehören Gobius townsendi Eig. et Eig. Gilbert, Pr. n. mus. XII p. 363. Clevelandia mit Unrecht von Jenk. u. Ev. zu Gillichtys gezogen; Schädel ohne Mediankiel, stark convex im Querprofil, Sq. winzig, cycloid u. eingebettet. Schlüssel für die 5 westam. Gobiidengen. : Gobius, Gill., Clev., Lepidog. u. Typhlog. Amer. Nat. XllI p. 916—8. Apocryptes bato, dazu syn. : batoides, die Zähne variiren individuell, darum auch Bleeker's Gattungstheiiungen unzutreffend. Vinciguerra, Via. Fea, p. (175). Amblyopus arctoceplMlus, 6/43, 41., L. 1. 51, 13 cm 1. Mahanaddi-Delta, 50 Fd. u. Vizagapatam-K. 20 Fd. A Icock, Ann. Mg. VI p. 432. Callionymus carebares, 4/9, 9; nahe kaianus. Madrasküste 100 Fd., A Icock, Ann. Mg. VI p. 209, Tf. 8, Fg. 8. — Larven v. Callionymus, M'Intosh, s. S. 211. Cepolidae. Cepola, die Rückenflosse hat vorn (bei europ. u. Japan. Ex.) 3 einfache ungegliederte Strahlen; Hilgendorf, Sitzb. Ges. natf. Fr., 1890 p. 14. Triehonotidae. Taeniolabrus Steind. 1867, bisher als Labride betrachtet, hat unverwachsene Schlundkn. u. dürfte eher bei Trichonotus Platz finden. Taen. cyclograptus D. 50, A. 40. Sq. 58, 5/5, 16 cm 1., ß. v. Bengal, Ganjamk. 10 Fd., Alcock, Ann. Mg. (6) VI p. 430, Xyl. Hetepolepidotidae. Blenniidae. Vergl. Gillellus u. Dactyloscopus oben bei Trachinidae. Anarrhichas, Entwickl., M'Intosh, s. S. 211. Blennius. Eier von Bl. pholis u. ascanii M'Intosh, s. S. 211. Bl. galerita hat entgegen der Gattdiagn. die Zähne klein u. beweglich, dadurch der G. Salarias nahetretend; der Salarias symplocos Hilgdf. 1888 (Azoren) syn. zu Bl. gal.; Hilgendorf, Szb. Ges. natf., Fr. 90, p. 15. Salarias symplocos s. oben. Biinula n. g., nahe Petroscirtes, aber der kleine unterständige Mund ohne Caninen, Körper schlank, Dstacheln u. -Strahlen nicht untersclieidbar, Kiemenöffnung reducirt. Sq. 0. B, asalea, D. ca. 40, A. 25. Ocelle auf C- Basis, D. mit 6 Qb.; Galapagos, 5 cm 1. Jordan u. Bollman, Pr, n. mus., XII p. 171. Poroclinus n. g. Verlängert, massig compr., Sq. klein, L. 1. unsichtbar. Kopf massig lang, Schnauze kurz, Auge gross, Intorbraum schmal. Mund klein, Untkf. etwas eingeschlossen, Z. auf Vom. u. Pal., schmale Zbinden in den Kfrn,, Aussenreihe grösser. Kiemöft. unten etwas vorgezogen, [Kuihaut] dicht am Isthmus befestigt. D. mit zahlr. spitzen biegsamen Stacheln, die vorderen kürzer; C. lang, spitzig; A. 3/44; P. gross, Mittelstr. länger; V. jugular, 1/3. Darm kurz, C. pyl. 1-2, Schwimmhl. 0. — Pr. rothrocJci D. 61/0. 18 cm 1. Gelbbraun, 10 helle Qb., 55^^., 159 W., 58 Fd. Bean, Pr. n. mus. XIII 40. Avch. f. Naturgesch. Jahrg. 1893. Bd. IL H. 1. 16 242 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Labrosomus cremnobates, LA. 37. Untercaliforuien, 71 Fd. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 100. Cryptotretna n. g. Blenn. Von Labrosomus [Clinus] versch. durch Mangel der Nackenfäden u. durch die vergrösserten anscheinend undurchbohrten Sq. des Vordertheils d. L. 1. - C. coraUinum, 27/12, 2/27. Californien, 32—35 « N., 80 Fd., 13 cm 1. Gilbert, P. n. m. XIII p. 101. Plectohranchns n. g. Blenn. Konische Z. auf Kiefern, V. u. Pal., einige Caninen ähnlich. Sq. vorh. (sehr klein), L. 1. undeutlich, nur durch e. hellen Streif der Körpermitte angedeutet. Köffn. nicht weit vorwärts gehend, die Khäute weit vereinigt, ganz frei von vom Isth. In der D. nur Stacheln, A. mit 2 Steh., V. 1/3 wohlentw.; untere Pstrahlen am längsten, wie bei Lepto- clinus. — Fl evides, 56, 2/34. Oregon, 46 Fd., 10 cm 1. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 102. Lucioblennius n. g. Sehr gestreckt (1 : 10), nackt. Khäute weit ver- einigt, frei vom Jsth. Nur 1 D., über den ganzen Rücken ziehend, Vorderhälfte stachlig; V. vor P., 1/2; 2 Astach.; C. mit D. u. C. verbunden. Zähne konisch, unbeweglich, aufKief., V. u. Pal. — C. alepidotm, 18/32, 2/30; Kopf hechtartig. 4 cm 1. Untercaliforuien, 21 Fd. Gilbert, Pr. n. mus. XIII p. 103. Cristiceps, Entwickl., Fusari, s. S. 206. Stichaeus yrigorjewi; wird wegen robusten Körpers, stark niedergedrückten Kopfes, kleinen, aufwärts gerichteten Augen u. weiter Mundspalte als sbg. n. Dinogunellus abgesondert. D. 55, A. 44; Yesso, 507 mm 1., n. ind.: Nagazka. — St. didyogratnmus, mehrfache Seitenlinien mit Queranastomosen (ähnl. Dicty- osoma), D. 44, A. 24—25; Hakodate. Herzenstein, Mel. biol. Bull. sei. Pet. XIII p. 119 bez. 121. Chirolophus jax^onicus, näher polyactoc. als ascanii; 59, 1/43; Hakodate, 415 mm 1. Lage der Nasenlöcher bei Lillj. wohl missverstanden. Herzenstein, Mel. biol. Bull. sei. Pet. XIII p. 123. Centronotus gunellus, Eier u. Larven, M'Intosh, s. S. 211 u. 216. Zoarces, Spermatozoen, Ballowitz. s.S. 198; abnorme Embr entw., Holt, s. S. 217. Aeanthoelinidae. Mastaeembelidae. Sphyraenidae. Atherinidae. Atherina, postembryonale Verschiebung der Eingeweide, Raffaele s. S. 191. Menidia gilherti, von pacliyl. u. guat. durch kleinere Sq. (48, 4/4) versch., Panama, Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII 155. Mugilidae. Agonostoma monticola soll in die Gebirgsflüsse Georgias ein- geführt wei'den, B e a n , s. S. 219. Gastrosteidae. Gastrosteus, Micropyle, Eigenm ann, s. S. 198; Krankheit, Thelohan, s. S. 217. Fistularidae. Centpiseidae. Gobiesoeidae. Gobiesox 5 n. sp. von Untercaliforuien : pinniger, funehris p. 95, humeralis p. 95., eigenmanni (früher als rhessodon, nördl. bis S. Diego), papilUfer. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 94-96. Lepadogaster, Unterschiede zw. J u. $, Guitel, s. S. 179. Ophioeephalidae. Ophiocephalus marulius, stri., gachua, punct. in Birma; Abb. der Unterfläche des Kopfes, welches gute Specieschar. bietet. Vinciguerra, Via. Fea p. (182-6). in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 243 Labypinthiei. Lueioeephalidae. Lophotidae. Lophotes fiski, ganz ohne V., die Parietalleiste nach vorn (statt oben) verlängert; 50 Zoll 1. Beim Cap (False Bay) ausgeworfen. Günther, Pr. z. S.90, p. 244-7 Tf. 19, 20. Trachypteridae. Die Ordnung der Taeniosomi (von den beiden Famil. Trachypt. u. Regalecidae gebildet) wird nach Schädelcharakteren neu diagnosticirt; die 2 Fam. nach Parker's bezw. Meek's Unters, doch stärker verschieden. Bei den Reg. Körper mehr veilängert u. comprimirt, Kopf lang, Opercularapparat hesser und anders entwickelt; V. aus einfachen, verlängerten Strahlen gebildet; Myodom (Höhle der Augenmuskeln) atrophiit. Superoccipitale vorwärts ge- schoben etc. Gil 1 , The families of Ribbonfishes, Amer. Naturalist XXIV p. 481—2. Vergl. M e e k, S. 181. Notaeanthidae. Als eigene Ordnung Heteronii abzutrennen (mit Gthr. U.A.); deren (osteol.) Charaktere (12 Zeilen). Gill, Am.Nat. XXIII p. 1016— 7. Acanthopteri Pharyngognathi. PomäeentPidae. Microspathodon cinereus, D., A. u. C. fadenf. ausgezogen, auch Bezahnung eigenthümlich, viell. n. g. An Riffen bei Socorro- u. Clarion-I., 18 cm 1. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 72. Labridae. Taeniolabrus ist kein Pharyngognath, vergl. oben Fam. Tricho- notidae. PseudoJulis adustus, Socorro-I., p. 66. Ps. melanotis, [südl. Californien ?], p. 66. Ps. inornatus [desgl.]; Gilbert, Pr. n. ra. XIII p. 67. Halichoeres sellifer, Clarion-I. (19« N.). Gilbert, Pr. n. m. XHI p. 67. Thalassoma virens, Socorro-I., Th. grammaticum Soc- u. Clai'ion-1., Th. socorroense, Soc.-I. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 68, 69. Julis noronhana, nahe lucasana, Fernando Noronha. Boulenger, J. L. S. London, XX p. 483. Xyrichthys psittacus (L.), dazu syn. Coriphaena lineata Statins Müller 1776. Jordan, Pr. ac. n. sei. Phil. 90, p. 48. Xyrichthys ventralis, nahe modestus, Bean, Bull. Fish C. VIII p. 198, Taf. 29, Fig. 1; X. infirmus, ebd. p 199, Fig. 2; X. venustus (lineatus C. V. uec L), heschr. 200, alle 3 bei Cozumel (Yucatan). Calotomus u. g., für Calliodon Bleeker e. p. Von Cryptotomus versch. durch die abgegrenzten, regelmässig sich deckenden Zähne. Der Typus von Calliodon, C. lineatus, ist ein Scarus (d. b. Pseudoscarus autt.), daher für die betreff. Formen nicht verwendbar. Typus: CdtXot. xenodon, Socorro-1., Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 70. Scarus cnzamilae nahe superbus und acutus, bei Yucatan, Bean, Bull. Fish C. VIII p. 196, Taf. 29, Fig. 4; doit noch guacamaia und croicensis sowie 3 Sparisoma gesammelt Embiotoeidae. Vergl. über Entwickl. Girard S. 215; desgl. von Micro- metrus aggr., Eigen mann, S. 205. Chpomididae. 16* 244 F. Hilgendorf u. Fr. Kopse h: Bericht über die Leistungen Anacauthiiii. Gadopsidae. Cerdalidae. Lyeodidae. Lycodes brevipes, Alaska, llOFd.; Bean, Pr.n.m.XIII, p.38. Lycodes jjjon/er, Untercalifornien 857 Fd., 31cm 1.; Gilbert, Pr. n. m. Xni p. 104. Lycodopsis crotalinus, Califomien 32— 35° N , 603 Fd., 35 cm 1.; Gilbert, Pr. n. m, Xni p 105. L. crassilabris [?ebd., „Stat. 2839"] 31 cm L, ebd. p. 106. Ajprodon n. g. Von Lycodes nur versch. durch Zähne, die in 1 kräftigen Reihe auf Palat., aber nicht auf Vomer. Zwischen Lycodes und Lycodopsis. — A. corteziana, Califomien 32— 35° N., 266— 339 Fd., 40 cm 1.; Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 106—107. Lycodapus n. g. Nackt, ohne V. Die D. C. u. A. vereinigt. Köffn. weit, nach vorn unter die Kehle ziehend; Khäute vorn auf eine kurze Strecke (nar- rowly) verschmolzen, lose dem Isth. durch lockere Haut angeheftet; R. br.6; Psbr. 0; Br. 4 mit Schlitz hinter d. Innern Bogen; Kdoi'nen entwickelt. Z. auf Kfr., V. u. Pal., keine vergrössert. After fern von der Kehle. — L. fierasfer, 82, 70. Oregon bis Untercalifornien 610—1005 Fd., 14 cm 1.; Gilbert, Pr. n. m. XIII, p. 107—108. Bothrocara u. g. ähnl. Maynea, aber Vom. und Pal. zahnlos. Binden schwacher Z. in den Kiefern, Untkf. eingeschlossen („barely incL"). Psbr. vorh. R. br. 6, Khaut dem Isthmus dicht angeheftet; grosse Poren längs der Kiefer bis zum Op., Sq. wie Mayuea (vorn undeutlich), V. 0, Caeca pyl. 0, Darm kurz, After zw. 1. und 2. Drittel der Krpl. ; D. beginnt über Pbasis, mit der A. ver- einigt, Str. hoch. — B.mollis, Alaska (Cape St. James) 876 Fd.; Bean, Pr. nat. mus. XIII, p. 38. Maynea pusilla, Alaska 110 Fd. und M. brunnea, Califomien (33 °N.) 414 Fd.; Bean, Pr. n. mus. XIII p. 39. Gadidae. Gadus, Larven von 4 Arten, M'Intosh, s. S. 211; Histol. und Physiol. des Darms, Thesen, s. S. 192; Spermatozoon, Ballowitz, s.S. 198; vergl. auch bei Fischerei de Sede über G. moiThua. Physiculus rastreUiger, Untercalifornien, 184 Fd., 21 cm 1. p. 113. — Ph. nematopus, ebd. 71— 221 Fd., 18 cm, p. 114; Gilbert, Pr. n m. XIIL Antimora micfrolepis, Alaska, 876 Fd.; Bean, Pr. n. m. XIII p. 38. Molva, Jugendformen; M'Intosh, s. S. 211. Guus (Motella). Ei und Jugendformen; M'Intosh, s. S. 211. Onus guttatus, D II 53, A. 45, V. 7, Fayal (Acoren) 213 mm , p. 105; 0. biscayensis, nahe macrophth. 87, D. 11 54, A. 44, V. 6, G. de Gascogne und Cap Finisterre in 155 und 400 m, 133 mm 1., p. 107; Tabelle für die 8 dreibärtigen, Onusspecies, p. 109; Collett, Bull. soc. zool. XV. Rauicipitidae. Die stark entwickelten Schleimkanalknochen (Nas., Suborb. und einige darauf folgende Knochen), das schräg nach vorn und oben gerichtete Hyomand. und der ruthenf. verschmälerte Hinterast des Pelvis als Gründe für Erhebung zur selbst. Farn, hervorgehoben. Einz. G. und Sp : R. raninus; Gill, Pr.n.m.XIII p. 235 — 238, Tf. 18 (Kopfknochen und Becken). Als Faul. n. bereits von Gill in Pr. ac. n. sei. Phil. 1884 p. 173 vorgeschlagen. Bregmaceros bathymaster , nahe maccl. aber Sq. grösser und V. kürzer. Westamerika 8*^ N., 47 Fd., 5 cm 1.; Jordan u. Bollman, Pr. n. m. XII p.l74. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 245 Leucopsarion petersi, Beschr. des Beckens, welches vom knorpelig und gegabelt, beide Hälften verschmolzen. Das ^ durch 7 Paar Bauchfleckchen kenntlich; Hilgendorf, Stzb. G. natf. Fr. 1890 p. 16. Ophidiidae. Cataetyx rubrirostris, Califomien (32— 35° N.), 205-359 Fd., 12 cm I.; Gilbert, Pr. n. ni. XIH p. 111. Neobythites stelliferoides , Unterkalifornien 112 Fd., 18 cm 1. ; Gilbert, Pr. n. m XIII p. 113. Neobythites pterotus, P. lang bis zur A. reichend; 120, 95; 21 cm. Madras- küste 18° 26' N., 1310 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI 210. — Auch an d. Westküste, Rad. brauch. 8 (nicht 7); ebd. p. 297. Bathy onus glutinös HS, nahe Sirembo onerocephalus; 125, 105; 20 cm. Madrask. 1310 Fd., Alcock, Ann. Mg. VI 212. Tauredophidium n. g. Nahe Acanthonus. Comprimirt, Kopf breit, dick. Op. mit 1 Stachel (von V2 Kpfl.), Präop. mit 3 St. Schnauze breit nicht den grossen Mixnd überragend. Augen u. Barteln fehlen. Sammetz. in Kiefern Vomer u. Pal. Kiemenhäute ziemlich breit verbunden. 4 Kiemen, 8 R. br., Pseudobr. 0. Sq. klein, abfallend, auf Kopf u. Körper, L. 1. unsichtbar. D., C, u. A. verbunden, P. ganz; V. weit getrennt mit je 2 Str. T. hexti, 64, 58; 11 cm. Madrasküste 180 26' N., 1310 Fd. Alcock, Ann. Mag. (6) VI 212, Tf. 8, Fg. 1. Monomitopus n. g. wie Sirembo (Gthr.) aber Pseudobr. rudimentär, „nur 2 kleine Pinnulae jederseits" darstellend. Für Sir. nigripinnis 1889. Alcock, Ann. Mg. VI 297. Paradicrolene vaillanti, dazu syn. Dicrolene intronigra Vaill. (nee. Goode et Bean), Laccadiven-See, 740 Fd.; Alcock, Ann. Mg. VI 297. Dermatorus n.g. Nahe Porogadus u. Bathyonus. Comprimirt mit langem, spitz auslaufendem Schwanz. Kopf mit wohlentw. Schleimkan. u. doi-ntragenden Knochen. Schnauze depress, gleichkiefrig. Auge massig. Maul sehr weit, Sammetz. in Binden auf Kief. u. Pal., einige auf Vomer. Bartel fehlt. Kiemöff. sehr weit, 4 Br., Kiemdorn. entwickelt, R. br. 8. Psbr. ganz rudim. Sq. klein, abfallend. L. 1. undeutlich. Beide V. dicht zus., mit nur je 1 Strahl. Coeca pyl. 0. — D. trichmrm, D. 160 + x , A. 140 + x, 16 cm 1., Laccadiven, 1000 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI 208. Dinematichthys piger, 75, 55, L. 1. 90; 6 cm 1. Great Coco (Andaman-1.), Corallriff, Alcock, Ann. Mg. VI 432. Leptophidium pardale, 29 Fd., p. 108; microlepis, 76 u. 145 Fd. u. stigma- tistium, 112 Fd., p. 109; emmelus, 306—362 Fd., p. 110. Alle 4 bei Untercalifornien, Gilbert, Pr. n. m. XIII. Leptophidium prorates, nahe dem atl. brevibarbe, Panama, 26 cm. Jordan u. Bollmanu, Pr. n. mus. XII 172. Otophidium indefatigabüe, von taylori versch. durch weniger Kiemeudornen, kleinere Z. u. abw. Färb., Galapagos, 10 cm. Jordan u. ßollman, Pr. n. mus. XII 172. Otophidium gakoides, Unterkalifornien 9 Fd., Gilbert, Pr. n. m. XIII 110. Ammodytes lanceolatus u. lancea, beschr. Hansen, Zool. danica, p. 90, Tf. XI Fig. 1, 2 - Ei u. Larven v. Amm., M'Intosh, s. S. 211. Maeruridae. Coryphaenoides rupestris u. Malacoceph. laevis beschr., Hansen, Zool. danica p. 95, Taf. XI Fig. 3 u. 4. Macrurus (Coelorh.) scaphapsis, Untercalifornien 145 Fd., 31 cm 1., p. 115. 246 F. Hilgendorf n. Fr, Kopsch: Bericht über die Leistungen M. (Macr.) stelgidolepis, Calif. (32 0-35« N.) 267 Fd., p. 116. ]\I. (Lionurus) liolepis, ebd. 603 Fd., 26 cm 1. p. 117. Gilbert, Pr. n. mus. XUI. Macrurus hoskyni, 11, 90, nahe M. asper, 39 cm. Madrasküste 18° 26' N. 1310 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI 214. — M. (Macr.) Iiextii u. ivood-masoni, Lac- cadiven, 1000 Fd., Alcock, ebd. p. 299 u. 301. Chaliuura serrula, Alaska, 1569 Fd., 33 cm 1.; Bean, Pr. n. ra. XIII 37. Bathygadus lougifilis, Laccadiven, 740 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI 302. Lyeonidae. Ateleopidae. Xenoeephalidae. Pleuponeetidae. Larven von 6 Gatt., M'Intosh, s. S. 211; Bastarde, Fulton, s. S. 216. Als dänisch werden beschrieben und abgebildet in der Zoologia Danica von Hansen: Hippogl. vulg. pg. 100, Tf. XI Fig. 5, Hippoglossoides platessoides (104, XII 1) Bothiis max. (106, XII 2), B. rhombus (108, XII 3), Zeugopt, norv. (111, Xn 4), Z. megast. (113, XII 5), Z. piinct. (114, XIII 1), Arnogl. laterna (117, Xni 2), Pleuronectes platessa (119, XIU 3), PI. limanda (123, XHI 4), PI. microcephalus (125, Xin 5 u. XIV 1). Hippoglossus (?) grigorjewi (n. g.?), 88, 70, L. 1. 80. Untkfrz. in doppelter Reihe, Schlundz. in 4 E,., innere grösser. Hakodate, 356 mm. Herzenstein, Mel. biol. B. sei. Pet. XIII 134. Platophrys taeniopterus, 2. Str. der D. u. 1. u. 2. Str. der V. auf der Augen- seite bandförmig verlängert; L. 1. der Blindseite verschwunden. Untercalifornien 40 Fd., 9 cm 1. Gilbert, Pr. n. m. XIII 118. [flippoglossina] Hippoglossus macrops Stdch., juv., Westamerika, beschr., Jord. u. B., Pr. n. m. XII 173. Hippoglossina boUmani für H. macrops J. u. B. 89 nee. Std. Gilbert, Pr. n. m. XIII 122. Lioglossina n. g., von Hippoglossina nur durch die Cycloidschuppen u. von Xystreurys durch die einförmigen Zähne versch. — L. tetrophthalmus, 76-83, 58-62; L. 1. 97. Golf v. Californien 29 u. 76 Fd., 31cm 1. Gilbert, Pr. n. m. Xni 122. Ancylopsetta dendritica, Untercalifornien 11 Fd., Gilbert, Pr. n. m. XIII 121. Rhombns, Monstrosität, Filhol s. S. 216. Rhombus, hierzu Arnogl. boscii, n. f. Brit., Günther, Pr. z. s., 90, p. 43. Arnoglossus grohmanni (Fig. A) u. lophotes (Fig. B) sind verschiedene Sp. (gg. Day), beide bei Britannien. A. boscii hat Vomerzähne u. gehört zu Rhombus. A. laterna (Fig. C). Günther, Pr. z. soc. 90, p. 40—43. — A. lophotes ist das (^ zu laterna, nach anat. Unters, von 43 Expl. ; grösste (^ wie § 204 mm. A. grohmanni ^ (Xyl.), Beschr. nach e. Expl. von Plymouth aus 4 — 5 Fd. Ounning- ham, Pr. z. s., 90 p. 540. Arnoglossus brevirictis, 78, 61, L. 1. 55 nahe macrocephalus, Ganjamküste 30 Fd., Alcock, Ann. Mg. VI 433. Auch A. macroc. dort häufig , die Verlängerung der vordem D.-Str. nur bei (^. Ebd. Engyophrus n. g., bei Platophrys, doch Intorbrai;m sehr eng u. mit e. Dorn, Sq. massig gross u. cycloid, Kiemdorn. verkümmert, Analdorn 0, Kiemen- häute völlig getrennt. Nächst verw. mit Engyprosopon. — E. sancti-laurentii, 78—85, 70. Sq. 60— 68, Bliudseite mit 5—6 bogenf. parallelen dunklen Streifen (hei jungen schwach). Westamerika 33 — 51 Fd., 11 cm 1. Jordan u. Bollman, Pr. u. mus. Xil 176. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 247 Rhomboidichthys polylepis, angustifrons u. azureus bei Ceylon, Geschlechts- Char. etc. Rh. valde-rostratus, 84, 64, L. 1. 48, nahe azureus, SO-Ceylon, 32 Fd., 10 cm 1. Alcock, Ann. Mg. VI 435. Fsettyllis. Nahe Rhomboidichthys? Körper fast kreisförmig. Kiefer u. Bezahnung symmetrisch, Maul sehr klein (Mx. unter ^'4 Kpfl.), Zähne winzig, nur in den Kiefern, Augen links, mit breitem, concavem Zwischenraum. D. be- ginnt auf der Schnauze, D.- u. A.-Str. einfach. Keine Schuppen. L. 1. mit starker oder schwacher Curve über der P. — Ps. pellucida (Fig. 2), 85, 65. 4 cm 1.; Ps. ocelluta (Fig. 3), 85, 65, 4 cm. Beide Sp. an der Ganjamküste (10 Fd.) u. Vizagapatamküste. Alcock, Ann. Mg. (6) VI p. 436-8. Laeops güntheri, sehr nahe parviceps; 94 — 98, 80; 12 cm 1. Bay v. Bengalen, 15—30 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI 488. Scianectes, nahe Laeops Gthr. ; Diagn. corrigirt (vergl. Ber. 89 p. 263). Maul eng, Zähne der Bliudseite viel stärker. Sc. macrophth. beschr. L. 1. 95; Madrasküste 100 Fd., 12 cm. Alcock, Ann. Mg. VI 216. Citharichthys fragilis, Golf v. Californien 18—76 Fd. Gilbert, Pr. n. m. XIII 120. Azevia querna, von panam. versch. durch cycloide u. kleinere Sq. (90), einfache Färb. Westamerika 8° N., 7 — 16 Fd. Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII 174. Pleuronectes flesus, var. b. Sandskrubbe, an der Murmanküste; Bemerk., Pfeffer, Jb. Wiss. Anst. Hamburg, VII 13. Pleuronectes (Liopsetta) obscurus, 63, 46. L. I. 80; Wladiwostok u. Japan, 31 cm; Herzenstein, Mel. biol. Bull. sei. Pet, XIII p. 127. PI. japonicus, nahe asper, aber Z. schneidezförm. u. Nasl. abw.; Wladiwostok u. Hakodate, 38 cm; ebd. 130. PI. bicolorata Basil. 55, schlechtbeschr., syn. zu scutifer Std., ebd. 133. Cyuicoglossus bathybius S.Barbara Canal (34° N.) 603 Fd. Gilbert, Pr. n. m. Xm 123. Solea. Cunningham, Treatise on the Common Sole, Plymouth, 4°, 147 S. 18 Taf.; Ref. in Ann. Mag. (6) VI 497. Vergl. auch oben S. 181. Eier u. Jugend- formen, M'Intosh s. S. 211 u. 216. Solea lascaris (Risso), syn.: aurantiaca Gthr. Cat. IV 467; S. scriba Val., syn.: S. läse. Gth. IV 467 (nee. Risso), Madeira u. Canar. S. lutea R., syn.: minuta (Parn.). Günther, Pr. z. s. 90, p. 43, 44. Solea cyanea, 77, 54. L. 1. 80; 10 cm 1. Ganjam- u. Vizagapatamküste, 20-33 Fd. Alcock, Ann. Mg. VI 439. Synaptura quagga immer nur in tieferem Wasser (26—33 Fd.), S. zebra in 7—10. Alcock, Ann. Mg. VI 440. S. altipinnis, 81, 66. 19 cm 1., Vizagapatam, 25 Fd. Ebd. p. 441. Sympburus pusillus, versch. von plagusia u. plagiusa; die sog. „gekielteu Schuppen" bei S. nebulosus sind nur durch einen darunterliegenden schwarzen Pigmentstrich vorgetäuscht. Jordan, Pr. n. mus. XII 651. Symphurus atramentatus, ähnl. atricauda, 3 — 6 schwarze Fl. hinten auf D. u. A., Sq. (100) u. Auge grösser. Westamerika 8° N., 33 Fd. Jordan u. Boll- man, Pr. n. m. XII 177. S. leei, nahe atric, aber länglicher, mit 4 schwarzen Qb. ; ebd. 47 Fd. J. u. B., p. 178. Cynoglossus versicolor, 112, 88; 13 cm 1 . Orissaküste, 11 Fd., Alcock, Ann. 248 F- Hilgendorf u. FrKopsch: Bericht über die Leistungen Mg. VI 422. C. praecisiis (wie vers, zum sbg. Trulla), Gaujaiuk. 33 Fd. Ebd. — C. carpenteri, Madrasküste ISVz^N., 100 Fd, Alcock, ebd. 217. Physostomi. Siluridae. Schwimmblase, Bridge s. S. 192. — Micropyle von Amiurus u. Notemigonus; Ei gen mann, s. S. 198. Die südamerikanischen Gatt. u. Arten ausführlich beschrieben von C. H. u. R. S. Eigen mann. Vergl. oben p. 229 u. die Ber. 88 u. 89. Lepidoglanis monticola (s. Ber. 89 p. 268) wohl zur Gatt. Gastromyzon zu stellen (viell. syn. zu G. borneensis). Vaillant, Cr. sommaire seanc. soc. philom. p. 6 (9. Nov. 90). [Gastromyzon ist ein Cyprinide, nahe Homaloptera. Im engl. Record 1874 aus Versehen bei den Siluridae eingefügt Hf.] Clariinae. Plotosinae. Chacinae. Silurinae. Silurus glanis, weisses Expl., Hilgendorf, Szb. G. natf. Fr. 90, p. 17. S. sbg. Parasilurus aristotelis, (nahe P. chautrei Sauv. von Tiflis) 3, p. 67 bis 76; 23 cm; Fluss Achelous in Akarnanien (Griechen!.). Garman, Bull. Essex Inst. XXII p. 56 — 59. (Als nom. nud. von Ag. 1856 publ.) Callichrous macrophth. Unterschiede v. bimacul., Vi neig., Via. Fea, p. (202-5), 2 Xyl. Pseudotropiixs taakree, p. (205), Xyl.; acutir. ; garua (209) Xyl. Die Fett- flosse kann bei alten Ex. verschwinden; daher das Genus Schilbichthys unhaltbar. Vinciguerra, Viaggio di Fea, p. (211). Hypophthalminae. Bagrinae. Macrones, Schlüssel für die benachbarten Gatt. (Liocassis, Pseudobagrus, Hemib., Aspidob., Hypselob.); desgl. für die 10 Sp. von Macrones, welche von Binna bekannt sind: aor, cavasius, bleek., leucopliasis, vitt., menoda, microphth.; rufescens p. (226), Tf. VII 2, nahe vitt., Meetan (16° N.), 74 mm 1.; gulio; dayi, Maxillarbarteln kürzer als Kopf, p. (230), VII 3, Meetan, 68 mm. Vinciguerra, Viaggio di Fea in Birraania, p. (211—235). Liocassis moeschi, Deli (Sumatra), Boulenger, Pr. z. s, 90, p. 39. Rita rita (H. B.), syn. buch. u. crucigera, als „R. ritoides" bezeichnet; Bem.; Vincig., Via. Fea, p. (235). Olyra elongata, Untersch. v. longic. u. burm. ; Bem. über die Gattimg, Abbild. Vinciguerra, Via. Fea, p. (192—6), Tf. VII 1. Amiurinae. Amiurus brunneus syn. zu platycephalus, Jordan, Bull. Fish C. Vin p. 131, ebd. auch sonst. Bern, über die Siluriden der AUeghany- Region. Amiurus albidus, davon die südlichen Expl. (niveiventris), nördlichen (albidus, lophius) u. südwestl. (lupus) nicht verschieden; Gilbert, Bull. F. C. VIII p. 226. Pimelodinae. Ariinae. Arius, die Char. aus der Bezahnung hinfällig; Bem. üb. die birman. Sp.: parvip., falc , duss., gagora, jatius. Vincig., Via. Fea p. (109-114). Tachisurus, die südam. Sp. bei Eigenm. u. Eig. (vergl. 1888) mit 28 Fig. (Zahnfelder des Munddaches) illustrirt. Rev. S.-Amer. Nematogn. p. 41—94. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 249 B a g a r i n a 6. Glyptothorax trilin. ; dorsalis, Meetan (16 '^ N.), V i n c i gu e r r a , Via. Fea, p. (246), Tf. VII, 4. Doradinae. Ageneiosus, die Arten durch 5 Fig. (Zahnfelder) erläutert, Eigenm. u. Eig. Rev. S.-Amer. JiJematogii. p. 299 — 311. Rhinoglaninae. Malapterurinae. Hypostomatinae. Arges tuczanowskii , Amable Maria (Anden von Peru), Fig. 1; A. whymperi v. Milligalli (Anden v. Ecuador), Fg. 2. Boul enger, Pr. z. SOG. 90, p. 451, Tf. 41, Schlüssel der 6 bek. Sp., ebd. 450. Loricaria, Schlüssel u. Beschr. der Arten, Eigenm. u. Eig., Rev. S.-Am. Nematogn., p. 360-385. Plecostomus Wma. atropinnis, Goyaz, Eigenm. u. Eig., Revis. South-Amer. Nematogn. S. 399 u. 410. Aristommata n. g. nahe Loricaria, aber Auge auf den seitlichen Kopf- leisten. Ä. inexpectata, Argentinien, Holmberg, Revista jardin zool. Buenos Aires I p. 96. Exostoma labiatum, n. f. Birmania ; Vinciguerra, Via.-Fea, Birmania, p.(252). E. viacropterum, Catcin (24 1/3° ^N.), 67 mm 1., ebd. (253) Tf. VllI 5. E. feae, Tao u. Jado {19V4°N.), 66 mm, ebd. (256) Vin 6. Schlüssel für die 6 bek. Sp. p. (260). Chimarrichthys Sauv. ^o\A von Exostoma zu trennen, aber Name auch von Haast (auch 1874) für e. Trachiniden gebraucht. Vin eig., Via.-Fea, p. 259. Aspredininae. Nematogenyinae. Trichomycterinae. Stego- philinae. Seopelidae. Leuchtorgane (von Scopelus) v. Lendenfeld, s. Haut. Synodus evermanni, nahe poeyi u. jenkinsi nahe scituliceps, Westamerika 8" N., 33 Fd.; Jordan u. Bollman, Pr. n. mus. XII p. 152 u. 153. Synodus lacertinus, mit kurzer Schnauze, kl. Sq. (68), kurzer P. u. A. (8), niedriger D. (11). Acapulco (Mex.); Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 55. Myctophum nannochir, nahe engraulis, aber D. u. Fettfl. mehr hinten, pac. Küste der U. S., 266—685 Fd., p. 51. M. mexicanum, schlank. Au. zml. klein, Schnauze etwas spitz, Sq. 30—33, 306—857 Fd., p. 51. M. protoculus, Oregon, 584 Fd., p. 52; Gilbert, Pr. n. m. XIH. Scopelus langerhansi, 110 mm (ohne C), Unterschiede von Alysia loricata Lowe, wofür der Entdecker (Lang.) den Fisch hielt; Xyl. (Schuppen); p. 454. 8c. schmitzi, 51mm (0. C), p. 456. Sc. imsülus, 39 mm, p. 457. Alle 3 von Madeira; J. Y. Johnson, Pr. z. s. 1890. Scopelus {Ky ct.) pterotHS, 11-12, 17, Sq. 30; Madrasküste 18V2°N , 100 Fd.; Alcock, Ann. Mg. VI p. 217. — Sc. pyrsobolus 12, IS; 8 cm, Madrask., zw. 690 und 920 Fd. Ebd. p. 218, Tf. VIII, p. 3. Eine 3. Art (D. 11, A. 14, L. 1. 32) aus 100 Fd. erwähnt, p. 219. Scopelengi/s n. g., nahe Scopelus u. Nanobrachium Gthr. Kopf u. Leib comprimirt. Auge klein, Maul sehr gross, Mx. hinten breiter. Zähne samraetf., spitz, auf Pal., Vom. u. Kiefern, wo von den Lippen nicht bedeckt. Kieraöff. sehr weit, Deckel vollständig, Psbr. rud., D. nahe der Körpermitte, kurz, eine Fettflosse. A. kurz, C. gegabelt, P. entwickelt, V. 8 (Sq.?, wenn vorh., sehr hinfällig), Schwbl. 0, C pyl. in massiger Zahl. — Sc. trist is 12, IS, 17 cm. Laccadiven, 1000 Fd.; Alcock, Ann. Mg. VI p.302. 250 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Cyppinidae. Schuppenentwicklung (Cyprinus u. andre Gatt.), Hofer, s. S. 174. — Sperniatozoen (Cypr., Leuc. rut., Scardin.), Balüowitz, s. S. 198. Die in der Schweiz heimischen Gatt, sind nach Fatio folgende: Cyprinus, Tinea, Barbus, Gobio, Rhodeus, Abramis, Blicca, Spirlinus (Alb. bipunct.), Alburnus, Scard., Leuc. (3), Sqal. (3);, Phox., Chondrost. (2), Misg., Cobitis, Nemach., im Ganzen 24 Sp. Die beiden Gatt. Carassius u. Idus sind mit Unrecht von früheren Autt. als in der Schweiz heimisch bezeichnet worden. Faune Vertebres, Suisse, V 2, p. VII, LXXIV u. 572. Verschiedene sibirische Arten erwähnt bei Richters, Ber, Senck. Ges. 90 (vgl. oben S. 213). 2 Catastomus, 1 Rhiu., 1 Agos. u. 2Leuciscus im Yellowstone-Park, Jordan, Bull. f. c. IX p. 46-49, Abb. Ueber die Arten der AUeghany - Region vielfache Bemerk, bei Jordan, ß. Fish Comm. VIII p. 97—168. Catostomiuae. Cyprininae. Dangila burmanica, syn. Cirrhina kuhli 71, Vinciguerra, Via. Fea p. 261. Labeo, 8 Arten bei Vinciguerra, Via. Fea, p. 264 — 275. Discognathus imberUs, ohne Barteln, L. 1. 44. Tao (1974°^.), 134 mm. Vinciguerra, (Via.-Fea). Ann. mus. civ. Genova (2) IX p. 277, Xyl. u. Taf. IX Fig. 7. D. jerdoni u. macrochir syn. zu lamta, ebd. p. 275. Crossochilus (latius) die Gatt, nicht mit Cirrhina zu vereinigen (gg. Day). Vinci g., Via Fea, p. 280. Scaphiodonichthys n. g. (,Capoeta Gthr. e. p , von welcher Gatt auch Scaphiodon u. Dillonia abzutrennen). Sq. gross. Schnauze voi'gezogen, stumpf; Mund unterständig, quei-, Oberlippe uugelappt, Untl. fehlt, Mandibel mit Horn- bekleidung. Girren 0. Schlundkn. klein, Zähne nur zweireihig (4.3-3.4), D. kurz (3/10). Sc. burmanicus, 3/10, 3/5, Sq. 38, l^/J^^lz- 182 mm, Tenassenm (leV^'N) u. Carin (I9V4O). Vinciguerra, (Via. Fea), Ann. m. c. Genova (2) IX p. 281-7, Xyl. u. Tf. XI Fig. 11. Barbus petenyi bei Schlaupitz in Schlesien; Färbung ähnl. B. barbus Knauthe, Zool. Anz. XIII p. 720. Barbus hampaloides, Zeichn. ähnl. B. hampal; Bartf. 0, gesägter Dstach., L. 1. vollständig (30); Meetan (16° N) 104 mm. Vinciguerra (Via. Fea), Ann. m. civ. Genova (2) IX p. 298, Tf. IX 8. Dort noch gesammelt: B. sarana, altus (syn. Matsya argentea Day), hexastichus, stevens., chola, burman., melanostigma, apogon (syn. maculaiius), stigma (syn. sophore), p. 287-301. — Barbus, Krankheit, Girard, s. S. 217. Matsya s. Barbus, Rhinichthys s. bei Leuciscinae. Rohteichthyinae. Leptobarbinae. Rasborinae. Semiplotinae. Xenocyprininae. Leuciscinae. Metallites sbg. n. [=Leuciscus s. str.] für L. rutilus, virgo, nieidingeri. Erwin Schulze (F. pisc. G.), Jb Natw. V. Magdeb. 89, p. 58. Phoxinus laevis. Biologisches erwähnt Knauthe, Zool. Gart. XXXI: frühe Laichzeit (p. 56), maschenförmig zusammenfliessende rothe Chromatophoren (p. 373), Laich-Papillen auch auf den Flossen (374). in der Ichthyologie wälu-end des Jahres 1890. 251 Cyprinus rivularis Stat. Müller, syii. zu Phoxinus phoxinus, Jordan, Pr. ac. n. sei. Phil., 90 p. 50. Myloleucus Cope (wenn nicht mit Leucos zu vereinigen) bleibt bestehen, dazu die früher zu Algansea gestellten Sp. obesus, symiu., bic. etc.; Jordan, Pr. n. m. XIII p. 287. Myloleucus formosus, der einzige Fisch im alkalischeu Wasser des Silver- Lake (Oregon), Cope, Am. Natur. XXIII p. 975. Rhinichthys atronasus, dazu als var. lunatus (obtusus durch L. 1. 70 versch ) ; Bollman, Bull. Fish C. VIII p. 222. Apocope wohl genus (statt sbg.), obgleich sehr nahe Rhinichthys u. Agosia, Jordan, Pr. n. m. XIII p. 287. Agosia Gir., dazu syn. Zophendum Jord. nee. aut., typ.: Hyborhynchus siderius Cope [eigentlich Hybognathus, Druckfehler], syn. zu Ag. chrysog. Gir. Jordan, Pr. n. m. XIII p. 287. Algansea hierzu tincella Gir. u. australis Jord. nicht zum echten Zophendum J. gehörig. Jordan, Pr. n. m. XIII p. 287; vergl. Myloleucus. Notropis chloristius var. zu niveus. Jordan, B. Fish C. VIII p. 138; Bern, über scabriceps p. 140. Notropis roseus, nur aus Louisiana bek., in Georgia häufig; Untersch. von chalybaeus. Gilbert, B. Fish C. VIII p. 226. Opsopoeodus hollmani, von emiliae durch horiz. Maul u. Caudalfleck verscb., 5 cm, Milien, (Georgia); Gilbert, Bull. Fish C. VIII p. 226. Rhodeinae. Danioninae. Danio malabaricus, sj^n. ist Perilampus aurolin. Vincig., Via. Fea p. 303. Barilius harnoides, Catcin (24 73° ^Oi Vinciguerra, Anu. m. civ. Gen. (2) IX p. 307, Xyl. u. Tf. IX p. 9; von Barma; ebd. B. barna u. gutt. erwähnt. Hypophthalmichthyinae. Abramidinae. Alburnus charusini Herz. 89 (in: Spiski i Opisanie Zool. Mus. Moskau I Nr. 1 p. 50), 2/8, 3,14, L. 1. 44, 9/3+3; Mündung des Malyi- Usen, Kamysch-Ssamarkische Seen. Besckr. u. Abb. in Mel. biol. Bull. sei. Pet. XIII p. 136. Spirlinns n. g. für Alburnus bipunctatus autt., den Günther schon ab- gesondert u. zu Abramis gestellt hatte; Fatio, Hist. nat. Vert. Suisse, V 1, p. 389, 1882 (in früh. Ber. übersehen). (Rohtee) Osteobrama feae, 4 Barteln, A. 3/28, Mandelay, Bhamo u. Kokarit, p. 311, Xyl. u. Tf. X 10; Ost. cotio, alfrediana u. belangeri in Barma, Vin- ciguerra, Via. Fea p. 314-9. Homalopterinae. Von Vinciguerra als Fam. anerkannt, wozu viell. auch Psilorhynchus zw. ziehen; 5 Gatt.: Crossostoma (zahlr. Bartf. um den Mund), Homaloptera (3 Paar Bartf., Augen oben), Helgia (3 P. Btf., Augen seitlich), Psilorh. (ohne Bartf.), Gastromyzon (die V. verwachsen, bei den 4 vorigen G. frei). Ann. m. civ. Gen. (2) IX p. 320. Helgia n. g. (vergl. oben); H. modesta nahe H. bilineata Blyth.. D. weiter hinten u. Schlundz. nur 8 jederseits, 52 mm 1., Meekalan u. Meetan (Tenasserim), Vincig. p. 328—332 Xyl. w. Tf. XI 12. H. bilin., Meetan, ebd. p. 332-5, Xyl. u. Tf.Xl 13. 252 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Lepidoglanis? = Gastromyzon, siehe am Anfang der Siluridae S. 248. Cobitidinae. Als Farn, aufgefasst bei Vinciguerra: Ami. m. c. Gen. (2) IX p. 335; aus Barma behandelt 4 Sp. Nemachilus, 2 Lepidocephalichthys, 1 Acanthopsis, 3 Botia, 2 Acanthophthalmus, ebd. p. 336—349. Nemachilus barbatula athmet in reinem, sauerstoffreicheni, kühlem Wasser eines Bergbaches freiwillig mit dem Darm, Knauthe, Zool. Gart. XXXI p. 347; ist lebeuszäh, ebd. 373. Nemachilus hischakewitschi, 8, 6, deutl. Sq. fehlen, ein zahnf. Forts, am Obkf.; Margelan u. Andidshan (Turkestan), 78 mm. Herzenstein, Mel. biol. Bull. sei. Pet. XIII p. 139. Cobitis taenia nur in der Süd-Schweiz, Fatio, H. nat. poiss. Suisse 11 p. 16 (Tf. IV 1, 4). Nemach. barbatula, 2 Canäle, die von der Schwimmblase jederseits unter die Haut führen (Athmung, Wetterwahrnehmung), Ebd. p. 24, Tf. IV 1. Knepüdae. Chapaeinidae. Prochilodus platensis, D. 11, A. 11. Sq. 46—47, 9/9; Ar- gentien, häufig, 52 cm 1. Holmberg, Revista jardin zool. Buenos Aires I p. 94 Anostomus, Schlüssel für 12 Sp. in 3 Sbg.: Anostomus, trimac. u. salm. Schizodontopsis: taen., proximus (Villa Bella u. Ueranduba) p. 19, varius (7 Fundorte, Brasilien) p. 19, nitens var. n. varius (Iga) p. 20, oriuoc St. Schi- zodon: vitt., fasc, dissimilis (Rio Puty) p. 22, isogn., platae (Rosario) p. 23, nas. G arm an. Bull. Ess. J. XXII p. 15-23. Schizodon sagittarius wohl juv. von Rhytiodus arg.-fusc, ebd. p. 16. Henochilus n. g. nahe Tetragonopt. u. Scissor. Die Oberlippe rück- gebildet; die oberen Zähne überragen Unter /ahne u. Unterlippe; sie sind für das Ergreifen saftiger Blätter adaptirt. H wheatlandii 11, 26; L. 1. 47, tr. 8/4 bis 5. Brasilien, Santa Clara im Rio Mucury, 16 Zoll. Garman, Bull. Essex Inst. XXn p. 49, Tf. I. Chalcinus. Garman giebt einen Schlüssel der 8 von ihm anerk. Sp. und deren Syn. und Fundorte: 1) Ch. angulatus (syn. brachip. C. V. nee Gthr., nemat, müll., trif. u. Trip, flavus), dazu 4 var. n.: curtiis, vittatus, signatus, fuscus p. 4. 2. Ch. paranensis Gthr. 3. Ch. güntheri für brachyp. G. nee C. V. 4. Ch. pictus 11, 24, Sq. 32, 5/1 (2), Jutahy p. 5. 5. albus (Trip. alb. Cope, als juv.), syn. Ch. kneri St. als ad. 6. elong. Gthr., weit verbreitet. 7. magdalenae St. 8. culter Cope. Bull. Essex I. XXII p. 1—7. Gasteropelecus pectorosus, höher als stellatus (Bern. üb. stell, u. sternicla), Cudajas, Lago Alexo, Obidos, Tabatinga, Manacapoura, p. 9. G.fasciatus, 10, 25— 27; L. 1 30 — 32; Manac, Tabat., Lake Saraka, Cudajas, p. 9; Garman, Bull. Essex J. XXII p.8-10. Cynopotamus, Bem. über paucir., mol., microl., affinis Gth., myersi Gill., xenodou Rht., guat., kneri St. u. hum. C. biserialis, Lago do Maximo, Obydos, Villa Bella; Zähne in zwei Reihen oben und unten, L. 1. 62, p. 14; Garman, Bull. Essex Inst. XXII p. 11-14. Cyprinodontidae. Cyprinodon danfordi, bei Albistan (Kleinasien), zus. mit C. dispar; Boul enger, Ann. Mg. VI p. 169. Haplochilus Äari/, Trinidad; N. iud. „Wabine"; Boulenger, Ann. Mg. VI, p. 170. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 253 Fundulus, die Micropyle beschreibt Eigenmann, s. S. 198. Zygonectes notti Ag. (craticula G. B.), dazu als ^ zonifer J. et M.; Gilbert, B. F. Coram. VIII p. 227. HetePopygii. Chologaster avitus syn. zu cornutus (nur schlanker); Gilbert, Bull. F. C. VIII p. 227. Umbpldae. Dalliidae. Seombresoeidae. Exocoetus, üb. d. Flug, s. Seitz und Dahl, S. 214. Exocoetus xenopterus, Clarion-I. (Westam, 19" N); Gilbert, Pr. nat. iiius. XIII 11. 58. Exocoetus exsiliens Stat. Müller, Synonymie; Jordan, Pr. ac. n. sei. Phil.« 1890 p. 49. Esoeidae. Esox, Schuppenentwickl., Hofer, s.S. 174; Otolithen, Breuer, s. S. 183; Spermatozoen, Ballowitz, S. 198; Micropyle, Eigenmann, S. 198; Krankheit, Fatio (auch Blanc), S. 217. Galaxidae. Mormyridae. Mormyrus menio, D. 29, A.36, Sq. 85, 18/18; nahe Senegal, und cyprin., Gaboon, 19 cm; Boulenger, Ann. Mg. VI p. 193. Sternoptyehidae. Gonostoma maderense, 13 cm (o. Caud.), A. 33; J. Y. Johnson, Pr. z. s. 90 p. 458. Chauliodus wiacoMw?, C. St. James (51° 23' N.) 876 Fd.; Bean, Pr. n. m. XIII p. 44. Gonostoma microdon und Chauliodus sloanii aus 922 u. 1260 Fd. (Madras- küste); Alcock, Ann. Mag. VI p. 222. Stomiatidae. Thaumastomias n. g., nahe Malacosteus Ayres. Gestreckt, comprimirt, Anus nicht weit von der C. Kopf comprimirt, Schädel klein, Schnauze kurz, Maul ausserordentlich weit, ein langes Muskelband von Hyoid zur Symphysis mndb. ; Zähne spitz, ungleich, in einfacher R. in Praemax., Max,, Mndb. u Pal., keine auf d. Zunge. Auge massig, Kiemendeckel rud., D. gegen- über der A., im letzten Körperviertel nahe der C. ; P. fehlt; V. in der vorderen Körperhälfte. Kiemenöffn. sehr weit, Schwimmblase fehlt. — Th. atrox, 23, 25; 13 cm 1., Madrasküste, 18° 26' N., 1310 Fd.; Alcock, Ann. Mag. (6) VI, p 220, Tf. 8, Fig. 7. Idiacanthus antrostomus, Pac. Küste, 32— 35°N., 603 Fd.; Gilbert, Pr. n. m. Xni p. 54. Salmonidae. Schuppenentwicklung, Hofer, siehe S. 174; Furchung, Henneguy, S. 206; Eutwickl., M'lntosh, S. 211; Blutneubildung, La- guesse, S. 186; Krankheit, Emmerich u. W., S. 217; desgl. Seligo, S. 217. v. d. Borne, 6 amer. Salmoniden in Europa, s. S. 221. Salmo nelma, taimen und lenok Stat. Müller, Synonymie; Jordan, Pr. ac. n. sei. 90, p. 49; vergl. S. 213. Salmo. Für die Schweiz werden angeführt: 1. S. salar L.; 2. S. lacustris L. enthaltend eine Forma fecunda minor = S. fario autt. ; eine F. fec. major, welche wieder zerfällt in Var. rhenana = Fario trutta Rapp, Var. lemani, Vai'. meridionalis (Norditalien), Var. e.cceZ«a (Ober-Engadin); die Forma sterilis lacustris (auch ausserhalb des Bodensees, im Thuner, Vierwaldstädter, Neusch., Züricher, Genfer See), auch in Norditalien. Fatio, Faune Suisse V 2 p. 295-381 (Abb. 254 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Beiicht über die Leistungen von Schuppen, Vomer etc. Tf. III, IV). Auch einige eingeführte Species be- handelt, p. 383-393. S. halar. Entwickl. u. Biologie, M'Intosh, s. S. 211. S. salar steigt in ^Norwegen (Flüsschen Nidelven) erst im Mai auf u. zwar grössere und kleinere Exempl. gleichzeitig, während in Franki-eich zuerst die grossen (im Nov.), dann immer kleinere (bis Juli) in den Flüssen erscheinen. Kunstler, C. r. Paris, CXI, p. 695. S. trutta, Betrachtungen über Wanderung und Sterilität in Beziehung zu anhaftenden Caligus mit Meeres-Algen Giard, s. bei Biologie, S. 214. S. fario, Entvpickl., Anatomie etc. s. oben. Salmo mykiss im Yellowstone Paik häufig, aber stark von Würmern (Dibo- thrium) geschädigt. Jordan, Bull, fish comm. IX p. 50, Fig. 10, 11. (Ebd. auch Coreg. will. u. Thymallus.) Salmo mykiss. macdonaldi sbsp. n. „yellow finned trout", Twin-Lakes, Colorado, dort mit S. myk. stomias, „Greenback trout" zusammen; 10, selbst 13 Pfund, frisst Fische. Jordan u. Everman, Pr. n. mus. XII p. 453. Epitomysis sbg. n. von Salmo, „Vomer brevis, petiolo edentulo" für Salmo s. Str. v. Siebold. (Umbla-f-Hucho Rapp.) Erwin Schulze (F. pisc. Germ), Jb. Natw. V. Magdeb. 89, p. 38. Salvelinus als Gatt, von Salmo zu trennen, u. in 2 Gruppen für die eigent- lichen Salv. bez. für Salv. bucho. Mit Siebold von Salv. s. str. nur 1 mittel- europ. Sp., Salv. umbla, anerkannt, die von dem nordischen S. alpinus nur als var. zu unterscheiden. Fatio, H. n. Faune Suisse V 2, p. 393— 411. Salmo [Salvelinus] fluviatilis Pall., alte Abb. Richters, Ber. Senck. Ges. p. 90 Tf. 1 (s. S. 213). Salv. fontinalis, Mittheilungen u. Abbildung, Zenk, All. Fisch. Z. XV p. 114. [Salvelinus] taimen Pallas s. oben bei Jordan. Oncorhynchus quinnat, 1 Expl. 213 mm 1. am 24. Mai 90 an der Südküste Fi'ankreicbs im Meere, bei Banyul; stammt von Aussetzungen im Aude-Fluss, Winter 88/89. Marion u. Guitel, C. r. Vol. CX p. 1311, vergl. S. 222. Osmerus, in Holland, floek, s. S. 221. Coregonus, Myxosporidien-Krankheit, Seligo, s. S. 217. Coregonns syrok u. mercki, alte Abb. reprod., Tf. II, III, auch im Text mehrfach Cor.-Spec. erwähnt, Richters, Ber. Senck. Ges., p. 90 (vergl. oben p.213). V. Fatio schreibt sehr ausführlich über die Coregonen der Schweiz, in mehreren Punkten von der vorläufigen Publ. (s. Ber. 1885 p. 427) abweichend. Der D isper sus-Typus behält nur 3 Species: 1. Cor wartmanni (in welchen jetzt crassirostris einbezogen wird) mit Sbsp.: coeruleus p. 115 (statt acutirostris 85, = Blaufelchen, nur im Bodensee, Taf. II Fig. 1, Kopf), dolosus (Zürich, Wallenstadt), confusus (85 bei annectus, Murten-See), und weiteren 3 Gebirgs- Subsp dem alpinus (der Albock des Thuner- u. Brieuzer-See, 1885 zu nobilis gezogen), nobilis (Luzern), compactus (Zug). 2. Cor. annectus, jetzt nur (conf. oben confusus) mit 1 Sbsp. balleoides (Baldegg u. Hallwyl). 3. Cor. exiguus Klz. (85 restrictus) mit 5 Sbsp.: nüsslini (Gangfisch des Bodensee), heglingus {Zürich) p. 175, albellus (Luzern, Thun, Brienz) p. 179, feritus (Mmten), bondella (Neu- schatel u. Biel, col. Abb. Tf. 1). — Der Balleus-Typus hat 4 Sp. (85 fehlte hier hiemalis): 1. C. asperi mit 3 Sbsp.: maraenoides (Zürich), sulzeri (Pfäffikon), in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 255 dispar (Greifen). 2. C. schinzi mit 4 Sbsp. : helveticus p. 222 (statt alpinus 85, Felcben des Bodensee, Luzern, Thun, Brienz, Zug), palea (!Neusch,, Murten, Biel), fera (Genf, Taf. U Fig. 2, Kopf), dwjier (Zürich) p. 252. 3. C. acronius, nur mit Sbsp. acronius (Bodensee). 4. C. hiemalis (85 als gemischte Spec. be- trachtet), mit nur 1 Sbsp. hiemalis (die Gravenche, Genf). — Mischform zw. disp. u. balleus ist Cor. suidteri (Ballen, Sempach). — Die brauchbaren Charak- tere auch für fremde Arten verglichen, Kiemendomen (p. 70 Fig. 3, 4), Maxillare (p. 73, Taf. II, wo 18 Abbild.). Von den in die Schweiz importirten Arten ist der sog. C. albus Les. wohl nicht diese Art, sondern eher der C. williamsoni Gir. (viell. noch mit quadrilateralis Rieh, gemischt), p. 280. Laichzeiten-Tabelle p. 530, Bestimmungstabelle p. 522—3. In der Schweiz einheimisch nach Vf. 8 Arten, oder 22 Subsp. Faune des Vertebres de la Suisse, V 2, p. 56—285. Coregonus tuUibee bisselli n. sbsp., Rawson- u. Howard-See (Michigan); B oll man, Bull. Fish C. VHI p. 223. Argentina sialis, Niedercalifornien 58 Fd., Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 57. Leuroglossus n. g. Argentinidarum. V. fast unter d. Mitte der D., Mndb. mit einigen schwachen oder ohne Z., Pi'äraaxz. 0; e. Reihe stärkerer Z. auf Vom. u. Pal. (vorn), Zunge zahnlos. C. pyl. 9. Habitus von Arg., aber Schnauze kürzer, Max. bis zum Auge reichend u. Zungz. 0. — L. stübius, 10, 11. Unter- californien, 40 Fd.; 8 cm 1. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 57. Bathylagus pacifiais, durch engen, concaven Intorbraum von antaict. u. atl. versch. Washington, 685 u. 877 Fd. Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 55. Pereopsidae. Haploehitonidae. Gonorhynehidae. Hyodontidae. Pantodontidae. Osteoglossidae. Clupeidae. Vergl. Hoek, Faunen (S. 221). Engraulis. Im Winter 1889/90 mehrfach Sardellen bei Schottland gefangen, wo sonst unbekannt. Fulton, 8. Ann. Rep. Fish. Board Scotl., pt. JII p. 351 — 3. Engraulis. 3 Sp. von den Flussraündungen in Barma, Vincig. Ann. mus. civ. IX p. 350—2; 1 Coilia, 1 Chatoessus, 2 Clupea u. 1 Megalops, ebd. Clupea. Spermatozoen, Ballowitz, s. S. 198; Micropyle, Eigenmann, S. 198; Hirnentw. u. Larven, Holt, S. 193; Jugendf., M'Iutosh, S. 211, derselbe Eier u. Jugendf., s. S. 216. Cl. harengus. Früher wurde in der östl. Nordsee nur an der Elbmündiing und au einzelnen Stellen in nächster Nähe der jütischen Küste etwas Fang betrieben, grössere Schaaren von Seeheringen, d. h. in offener See im Herbst laichender und salzbarer Heringe waren unbekannt. Dicht bei Helgoland (54 72*^^.) wurden im Sept. immerhin einige Herbstheringe gefunden, aber auf 57 V2° N., 8^ Ost (Gr.) wurde am Nordabhang der Jütlandbank ein reicher bisher unbekannter Fangplatz festgestellt; hier dürfte das Laichrevier des Bohuslän- herings liegen, der vom Nov. bis März in Massen die schwedische Skajerrakküste aufsucht. Heincke, Mitth. Sect. Küstfisch. Jg. 90, p. 5 — 30, Karte, vergl. oben p. 220. - Vergl. de Sede, S. 219; Giard, S. 222. Cl. pilchardus, Variation, Bateson, s. S. 218; Krankheit, Thelohan, s. S.217. Alosa finta var. laciistris, Name für die „Agone", d. h. die in den Seen Nord- italiens laichende Form, während die „Cheppia" (echte A. finta) in den Flüssen laicht; A. vulg. kommt nur von Norden an die Schweiz heran. Fatio, H. nat. poiss. (Suisse) 11 p. 28-53, Tf. IV 8—11 (Kiemeudornen, Schuppen). 256 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Haiengula, iu Westindien wohl nur 3 Species: arcuata, macrophth. und clupeola, Schlüssel dafür, Synonymie; Jordan, P. n. mus. XII, p. 645. Etrumeus acuminatus, Golf v. California, 22 Fd.; Gilbert, Pr. uat. mus. Xni, p. 56. Bathythrissidae. Chipoeentridae. Alepoeephalidae. Bathytroctes stomias, Maul enorm, Vorderraud des Auges über d. Mitte des Obkf., Oregon, 877 Fd.; Gilbert, Pr. n. m. XIII p.53. Bathytrocte.s squamosus, anscheinend einige Schuppen auf dem Operculum, 17, 17. Sq. 50, 5/9. Laccadiven, 740 Fd ; Alcock, Ann Mg. VI p. 303. Narcetes n. g. nahe Bathytroctes. Kopf nackt, Körper etwas verlängert, comprimirt, Sq. massig gross. Auge zieml. klein. Maul weit, Mx. unter die Augenmitte hinaus. Feine Z. im Praem., Max., Mnd., Pal, Vomer; in Praem. u. Mnd. mehrreihig, keine auf d. Zunge. Kiemöff. weit, Deckelstücke vollst. 7 Rbr., Br. 4, mit schmalen Blättcheu und langen Dornen ; Psdbr. vorh. Fettfl. 0, C. gabiig. C. pyl. in massiger Zahl. Ovarien mit Oviduct. — N. erimelas. 15, 12. L. 1. 68. 35 cm 1. Laccadiven 740 Fd.; Alcock, Ann. Mg. (6) VI p. 305. Platytroctes apus (Augd. ^5 der Kopfl.), Laccadiven 740 Fd.; Alcock, ebd. p. 307. AulastomatomorphaM. g. Kopf nackt. Körper gestreckt, mit winzigen, kaum sich deckenden Sq. Vordere Kopfkuochen in eine lange Röhre aus- gezogen, woran vorn der Mund; dessen Oberrand von Praem. u. Max. gebildet. Zähne nur in d. Kiefern, einreihig. Auge gross. Kiemdeck, anscheinend vollst. Kiemöff. unten weit, oben nicht über P. : 4 Kiemen, Blättchen schmal. Psbr. fast rudim. D. auf der Schwanzregion, Fettfl. 0, A. sehr lang, C. gabiig. C. pyl. wenige und klein. Schwimmblase 0. — Au. phospherops, 21, 41. 28 cm 1. Laccadiven, 1000 Fd.; Alcock, Ann. Mg. (6) VI p. 307. Notopteridae. Notopterus kapirat, Barma, Bemerk.; Vi neig., Viaggio Fea, p. 355. Halosauridae. Eigene Ordnung (oder wenigstens Subo.) Li/opomi, wegen des vom Suspensorium losgelösten Präop. und vergrösserten Subop. ; die sonstigen osteol. Char. (15 Zeilen); Gill, Amer. Nat. XXIH, p. 1015— 16. Vergl. auch Gill's Mitth. in Biol. Soc. Wash. vom 31. Mai 90. Halosaurus hoskyni, nahe affinis. 11, 175; C. pyl. 7. Laccadiven, 1000 Fd , 52 cm 1.; zus. mit aftinis; Alcock, Ann. Mg. VI p. 309. Gymnotidae. Deriehthyidae (Gill 84). Symbranehidae. Amphipnoidae als eigne Fam. von den Symbr. ab- getrennt, werden mit diesen und den Monopteridae als Holostomi Cope zu- sammengefas,st; Gill, Pr. n. m. XIII p. 299. Amphipnous cuchia u. Monopt. jav. in Barma, Bemerk., Viucig., Viaggio Fea p. 356. Mupaenidae. Nemichthyinae. heihichthys gilli, Pr. of Wales-I., 55'' 20' N., 1569 Fd.; Bean, Pr. n. m. Xni p. 45. Saccopharynginae. ,,Synaphobranchidae", Diagnose und Beschreibung der Gruppe. Betont wird osteologfsch die Kürze der Rad.branchiostegi, das nach hinten gerichtete Hyomandb., das im IJntkfr. weit vordringende Articulare. Nur 2 Gatt. : Synaph. u. Histiobr.; Gill, Pr. n. m Xlll p. 161— 164. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 257 Anguillidae, nach GiU nur die Gatt. Anguilla (Shaw 1803, nicht Thnnb ) enthaltend; in der Diagnose kommen an osteol. Char. nur vor: enchelycephale Apoden, mit wohlentw. Operkelapparat, lateralen Maxillinen, fast vollständiges Branchialskelett; in der Beschr. einiges weitere über diese Theile u. „Trennung der 2 Frontalia, das schräge Vorwärtsziehen des Suspensoriums u. die massige Entw. des Hyomandibulare." Anguilla anguilla. Im Mai 90 (statt Herbst!) wurden vom Loch Coulter absteigend 30 $ mit ziemlich reifen Eiern gefangen. F. W. Fulton, Migiations and reproduction of Ang. vulg., 8. Ann. rep. Fish. B. Scotl., III p. 354— 357. - Vergl. auch Math er, S. 215. — Leber des Aals, vergl. Shore u. Jones, S. 192. Anguilla bicolor, Bemerk., Vincig, Viaggio Fea, Barma, p. 358. Ophisoma nitens, nahe heterogn., aber Kopf u. Rumpf 2^j.^ mal in Schv/anz u. Auge 7 mal in Kpfi., Westamerika 8*^ 47'^., 14 Fd., Jordan u. Bollman, Pr. n. m. XII p. 153. Promyllantor n. g. (Anguillinae), nahe Congromuraena. Kräftig, Muskeln und Knochen gut entwickelt. Schwanzl. etwa gleich Rumpfl. Schleimkan. des Kopfes gut entw. Auge Vs Kopfl. Maul zieml. klein, nur bis Augenmitte. Sammetz in breiten Binden auf den Kf. und in e. breiten Fleck vereinigt am Gaumen. Zunge frei, JSasl. seitlich. Kiemöif. weit von einander, 4 Kiemen mit weiten Spalten. Sq. 0, D., 0. u. A. vereinigt und, wie P., gut entw. Die D. beginnt etwas hinter dem Kopf. — Fr. ]}urpureus, 44 cm, Laccadiven, 1000 Fd., Alcock, Ann. Mag. (6) VI p. 310. Simenchelyidae als Fam. Char.: „Apode Fische mit stumpfer Schnauze, voinstehendem , querem Mund, massiven Kiefern mit acrodonter Bezahnung [Zähne stumpf, einreihig], die unterständigen, longitudinalen Kiemenöffmingen in massiger Entfernung von einander." Für Sim. parasiticus GiU. 80 (syn. Concho- gnathus grinialdi Coli. 89) als einz. bek. Sp. Die ,,Description" der Fam. enthält nur wenig Osteol. (Operkapar. u. Branchialskelett, letzteres nach einem unvollkommenen Präparat); Gill, Pr. n. m. XIII p. 239— 242. Heterocongrinae. Muraenesocidae als Fam.; ob die 5 der typ. Gattung von Gthr. bei- gefügten Gatt. (Nett., Saurench. etc.) zur Fam. gehören, noch unsicher. Die Gatt, in 8 sbg. oder gen. zu zerlegen: Muraenesox (s. str.) mit M. cinereus als Typ., Cynoponticus (savanna) und Congresox n. g. für talabon (wegen Be- zahnung). Char. d. Fam. gg. Ang. u. Congr. : Niedrige Lage des Hyomaudb.- Condylus für das Operc, schlanke Kiemenbögen, untere Schlundkn. über die Ceratoh. des 4. Bogens vorgeschoben, eigenth. Entw. der Membrana branchiostega, Gill. Pr. n. m. XIII p 231-234. Neoconger vermiformis, nahe Leptoconger perlongus Poey, dessen D. aber viel weiter nach vom iind vord. Nsl. röhrf. Untercalifornien, 30 Fd., 16 cm 1.; Gilbert, Pr. n. m. XllI p. 57. My rinae. Ophiclithyinae. Ophichthys evionthas, nahe bonaparti aber schwarze, z. Th. zu Q,b giuppirte Flecke, Hood-I. (^Galapagos), p. 154; 0. riigifer, nahe triserialis, Charles-I. (Gal.); Jordan u. Bollman, Pr. u. m. XII p. 155. Ophichthys nothochir, P. fast verschwunden, nur Vs Augd. 1. u. wohl ohne Strahlen, sonst ähnl. evionthas, S.-Josef-I. (G. v. Calif.j, 36 cm; Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 58. Arch. f. Natiirgesch. Jahrg 1893. Bd.U. H.l. 17 258 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Ptyobranchinae. Muraeninae. „Muraenidae", Diagn. u. Charaktere der als Farn, be- trachteten Muraeninae Gthr's. Die Osteologie von Myroconger zu wenig bek., die Zugehörigkeit zur Gruppe, allein auf die engyscliisten Kiemen gegründet, nicht sicher. Die von Cope zumal anfänglich für diese Gruppe aufgestellten osteol. Merkmale (Coleocephali, gegenüber den anderen Aalgruppen, Enchely- cephali) sind z. Th. ÜTthümlich. Mangel des Präop. , Max., Pteryg., unt. Schlundkn. etc. Die Günther'sche Gatt. Muraena vi^ird in 9 Gatt, zerlegt, ähnlich wie bei Jordan bez. Kaup; Gill, Pr. n. m. XIII p. 165— 170. Miu-aena sp., bei Zanzibar, 60 cm 1., hatte reife Eier 3 mm 1. und 2^/2 mm breit, die den Leib aufgetrieben erscheinen Hessen, Keine weiteren anat. Angaben. Voeltzkow, Zool. Anz. XIII p. 314— 15. EijjryphapyTigidae. Lophobrauchii. Solenostomatidae. Syngnathidae. Siphostoma rousseau, syn. Syngn. elucens Poey, nahe pelag. u. agass., Beschr, ; Jordan, Pr. n. mus. XII p. 647. Syngnathus, über d. Fovea retinae s. Chievitz, S. 183; über Entwicklung- Smith, s. S. 215. Plectognathi. Selerodermi. Balistes, Schallapparat, Möbius, s. S. 181. (Balistes) Melichthys bispinosus, wie piceus u. ringens, aber stets nur 2 Dstach., Clarion- u. Socorro-I. (20° S.); Gilbert, Pr. n. m. XIII p. 125. B. vetula, 1 Ex. weit nördl. bei AVood's HoU (Mass.); Beschr., Bem. über Morphol. der Bauchfl.; Garman, On Balistes vetula L., Bull. Essex Inst. XXII p. 53—55. Ostracion bicaudale, bei Yukatau; Bean, Bull. Fish C. VIII p.l94, Taf.28. Gymnodontes. Diodon giftig, Vorderman, s. S. 226. Tetrodon, 4 Spec. von Barma erwähnt, Vinciguerra, Ann. mus. civ. IX p. 359—860 (desgl. Xeuopt. naritus). Tetrodon aurantius, zur Sect. 11 B in Gth. Cat.; New South Wales (Shoal- haven District), 27 cm 1. J. Douglas Ogilby, Rec. Austral. Mus. Yol. I p. 81—82 u. 101. Mola rotunda, ein Ex. 200 Pfund schwer bei Beach Haven N. J. mit zahl- reichen Parasiten; Leidy. Pr ac. n. sei. Phil. 90, p. 281. Ganoidei. Amiidae. Amia, Schuppenentwickl., Hofer, s. S. 174; Herz, Rose, s. S. 187. Polypteridae. Polypterus, Morph, der Rippen, Hatscheck, s. S. 179; Gehirn, Bridge, S. 193. Lepidosteidae. Lepidosteus, Eihautstruktur, Nähr. u. Athm. der Jungen, Mark, s. S. 198. in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 259 Aelpenseridae. Aciijenser sturio, Alters- und Geschlechtsunterschiede, Anatomie, Entw., Biol. u. Oekonomisches; A. brevirostris selten (beschr. p. 236), bleibt klein (33 Zoll), Expl. von 20 Z. Abb. Fig. 24, 27, 28. Ryder, Bull. Fish G. Vin p. 231— 328, Tf. 37— 59 (vergl. S. 226). — Spritzlochkieme Virchow, s. S. 197; Spermatozoen, Ballowitz, s. S. 198. Acipenser, sibirische Arten öfters erw. bei Richters, Ber. Senck. Ges. 90. Polyodontidae. Dipnoi. Sirenidae. Burckhardt, R. Ueber Protopterus ann. — Szb. Ges. natf. Fr. Berlin, 1890 S. 158. Der Schwanz funktionirt während der Eiukapselung nicht als Athmungsorgan. Die Flossensäume der Extremitäten bilden sich erst bei grossen Thiereu aus. — Ueb. Blutgefässe der Haut, s. Laguesse, S. 186; über Milz u. Pancreas, derselbe, ebd. Ceratodus, Herz, s. Rose, S. 187; Osteologie, Fritsch, s. fossile Fische ; Moi'ph. der Flossen, Hatscheck, s. S. 179. Elasmobranchii. „Die Kiemenstellung u. die Systematik der Selachier", 0. J aekel, Szb. Ges. natf. Fr. Berlin, Jg. 1890 p. 47—57, 3 Fig. — Die ursprüngliche An- ordnung bestand in zahlreicheren Kiemenöffnungen, welche vor den Brustflossen lagen, heute nur noch bei Notidanus u. Ohlamydoselache angetroffen. Daraus entwickelte sich einerseits der Typus der schwimmkräftigen modernen Haie (Carchariiden, Scyll., Scyllolamn. u. Cestracion); hier rücken die Oeffnungen nach oben u. rückwärts, die hintersten über die Brustflossen. Andrerseits werden bei den platt auf dem Boden lagernden Formen, den Rochen, die statt des Schwanzes nur der Brustflossen sich beim Schwimmen bedienen, durch die starke Entwicklung der P. die Kieraenöffn. auf die Unterseite unterhalb der Brfl. gedrängt. Bei beiden modificirten Typen gehen die hintersten Oeffnungen ein, es sind immer nur 5 vorh., bei Stegostoma schieben sich die 4. u. 5. so zu- sammen, dass sogar nur 4 Schlitze üusserlich sichtbar bleiben. Die Lammiden mit noch vor den P. stehenden Schlitzen (diese sind bei Selache ausserordentlich hoch) nähern sich noch den älteren Haien. Die Rochen stammen wahrscheinlich polyphyletisch von mehreren verschiedenen Urhaien ab. Sqatina u. Pristis sind echte Rochen, Pristiophorus ein echter Hai. Vergl. über Herz, Rose, s. S. 187; Leber u. adenoides Gewebe, Pilliet, S. 190; Blutgef. des Darmkanals, Howes, S. 185; Placenta, Alcock, S. 197; Entwicklung, Kastschenko (Pristiu., Torp., Scyllium) S. 206; desgl. Ant. Schneider, S. 208. — Trachyncanthidae, neue Abth.; vergl. J aekel, üb. fossile Ichthyodorul. (s. foss. F.). — Siehe auch unten! Chimaeridae. Squali: Schädel (Laemargus), White, s. S. 180; Kiemen (Squatina), J aekel, s, oben; Spritzloch u. Pseudobr. (Lamua), Ewart, S. 195; Entw. der vordersten Kopfhöhle (Acanthias), Platt, S. 179. 17* 260 F. Hilgendorf n. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen Carehariidae. C. temminckü bei Raugoon; Zähne nur 25/29 (jung). Vinciguerra, Via. Fea p. (160). Lamnidae. Rhinodontidae. Notidanidae. Chlamydoselaehidae. Chlam. anguineus, 1 $ 610 mm 1. bei Funchal (Madeira), bishei' nur pacifisch bek. [1897 bei Norwegen]. Collett, Bull. soc. zool. XV p. 219-222. Seylliidae. Cestraeiontidae. Spinaeidae. Laemargus microcephalus am 28. Dec. 89 unweit Helgoland gefangen. 3,5 m 1. Möbius, Szb. Ges. natf. Fr. 90, p. 11. Rhinidae. PristiophOPidae. Jaekel: Ueber die systematische Stellung u. üb. fossile Reste der Gatt. Pristiophorus. — Die Rostralzähne weichen durchaus von den äusserlich ähnlichen Gebilden bei Pristis (diese sind als Stachel zu betrachten) ab, sie sind Hautzähne, u. ihre Mikrostruktur beweist entschieden die Zugehörigkeit des Pristioph. zu den Spinaciden. Die Articulation zwischen Kopf u. Wirbel- säule, die bei Haien sonst fehlt, wird (wie bei Pristis) durch 2 Condyli hergestellt, was aber nur funktionelle Anpassung, nicht Verwandtschaftscharakter ist. Das Skelett eingehend besclir. (mit Abb.). Die Wirbel typen Hasse's werden modi- ficirt: Es wird 1. ein indifferenter Typus angenommen (Notidanus u. die Cyclo- spondyli), 2. eine Differenzirung davon ist einerseits der asterospondyle Typus, 3. eine andre Diff. der sklerospondyle Typus (Carchariden). Auch das Skelett bestätigt die Zugehörigkeit der Pr. zu den Spinaciden. Die Gattung Sclero- rhynchus (89), fällt mit Pristioph. zusammen. Der Schwanzstachel eines sog. Trygon ensifer (von Neuseeland, Davis 1888) ist eiu Rostralzahn eines foss. Pristioph. Alle foss. Arten aufgeführt; iu Miocän europäisch (nordalpin). — Zeitschr. Deutsch, geol. Ges., Jg. 1890 p. 86—120, Tf. II-VI, 7 Xyl. (Diese Arbeit 1891 im Arch. f. Ntg., Bd. I p. 15, etwas verändert abgedruckt). Rajae: Im Süsswasser bei Bhamo (120 geogr. M. von def Mündung) im Irawaddi Rochen beobachtet, Vinciguerra, Viaggio di Fea p. (151) 23. — Flossenskelett (Brustfl.), Howes s. Bericht 1891. Ppistidae. Rhinobatidae. Rhinobatus melanorhynchus Til., alte Abb. copirt, Richters, Ber. Senck. Ges. 90, Tf. 4. Torpedinidae. Torpedo. Hirnuerven, Ewart, s. S. 193; elektr. Org., Fritsch, S. 182: Entwickl. u. Kopfmetameren, Dohru, S. 178. Hypnos. subnigra, Anatomie, Howes, s. Bericht 1891. Discopyge ommata Jordan u. Gilbert, von D. tschudii durch die groben Franzeu des Spritzlochs versch. Panama u. 8° N., 79 W., 33 Fd. J. u. Bollm., Pr. n. mus. XII p. 151. Rajidae. Raja. Tastorgan im Bindegewebe der 3Iusk., Purvis, s.S. 182; Spermatozoeu, Ballowitz, S. 198; Entw. des Gehörorg. u. dessen Bezieh, zur Seitenlinie, Mitrophauow, S. 184; Entwicklung, Beard, S. 215; Variabilität der Niere, Howes, S. 194. Raja equaturialis, nahe inornata, aber mit 4 Dornreihen unter d. Augen, 1 Dornr. an der Schwanzseite beim ,^. nur 36 cm 1., West- Amerika, 8*^ N. Jordan u. Bollman, Pr. N. Mus. XII p. 150. Trygonidae. Urolophus goodei, nahe halleri u. nebul., durch e. starken in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 261 Dorn auf der Rückenmitte, schmalere V. u. einfache Färb, versch.; 8° N., 79 "W. Jordan u. Bollmaii, Pr. n. mus. XIII p. 151. Myliobatidae. Cyclostomi. PetPomyzontidae. Anatomie u. Entw., Nestler, s.S. 210; Herz, Rose, S. 187; Milz u. Pancreas, Laguesse, S. 186; Entw., Kupffer, S. 199; desgl. Götte, S. 202; Entw. der Niere bei Ammoc, Vialleton, S. 194; Metamorphose, Känsche, S. 208. Petromyzon planeri (zweifelhaft. Art), Abb. des Kopfes, Fatio, Faune Vert. Suisse V 2, p. 499, Tf. IV 21-23. Petromyzon japonicus von fluviatilis versch. (etwas dem mariuus ähnlich); Hilgendorf. Szb. Ges. natf. Fr. 1890, p. 12-14. Mordacia, das Pinealauge zum Sehen ungeeignet, Spencer, s. S. 184. Myxinidae. Paariges Caudalherz bei Myxine, Retzius, s. S. 187; Zell- theilung im Mesorchium, Retzius, S. 173; Darm- u. Lebervenen, Klinkow- ström, S. 189. Leptocardii. CiPPOStomi. Amphioxus, das sog. Auge nur e. Organ f. Wärme-Empfindung, Köllikersches Grübchen, Kohl, s. S. 184; Nervensystem im Zusammenhang mit Cephalogenesis, Ayers, S. 176; Niere, Boveri, S. 194, Weiss, desgl., S. 195; Kiemen, Spengel, S. 196; Entw. des Amphioxus, Willey, S. 180; desgl. Lankester u. W., S. 180. A. A. Wright. Amphioxus in Tampa Bay. — Hier (West-Florida) auf dem Sande in 4 — 6 Fuss nicht selten. Amer. Nat. Vol. 24, p. 1085. Fossile Fische. A. Baltzer. Ueb. d. Hautschild eines Rochen aus der marinen Molasse. — Trygon (?). — Mitth. Natf. Ges. Bern, April 1889. Montagu Browne. The Vertebrate Animals of Leicestershire and Rutland (Midland Educational Compagny 1889). — Der untere Lias von Barrow lieferte 13, Rhätschichten von Leicestershire 9 Sp. ; 1 (Acrodus) v. oberen Keuper, 3 Sp. V. unteren OoliÜi. - Vergl. Geol. Mag. (3) VII p. 175—176. M. Browne. Revision of a genus of fossil fishes — Dapedius. — Zu D. dorsalis ist syn. : monilifer u. striolatus. — Trans. Leicester Lit. Phil. Soc, II p. 196—203, Tf. I. Cope. Synopsis der Fischfamilien s. S. 231. Dames. Hyperostose bei Pagrus s. S. 218. J.W.Davis. On the Dentition of Pleuroplax (Pleurodus) A. S. Wodw. — Die Zähne, welche PI. ziigeschrieben werden, sind nur die hinteren Z. des Kiefers, während die vorderen desselben Fisches als Helodus oder Lophodus be- zeichnet werden. — Ann. Mag. (6) V p. 291-294, Tf. 13. Derselbe. On Coelacanthus phillipsii Ag. — Geol. Mag. (3) VII p. 159 -61. Derselbe. On a n. sp. of Coccodus (C. lindströmi). — Von dem „hard 262 F. Hilgendorf u. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistungen chalk of Hakel", Libanon. Die Gatt, zu den Ganoiden, Fam.? — Ebd. p. 329. Ausführlicher: Quart, j. Geol. Soc. Vol. 46, p, 565—568, Tf. 22. J. W. Dawson. Note on a fossil fish .... in the pleistocene nodules of Green Creek on the Ottawa. — Neben anderen Fischen von grönländischem Typus (Mallotus, Osmerus, Gasterosteus , Cyclopterus) jetzt Cottus (viell. C. fasciatus) gefunden. — Canadian Eecord of Science IV p. 86-88, April 90. Job. Felix. B. z. K. der Gatt. Protosphyraena Leidy. — Ein ziemL vollständiger Kopf der Pr. nitida von Kansas beschr.; Uebersicht über das Vor- kommen von Spenialknochen am Unterkiefer, Zahn und Knocbenstruktur. Revision der 6 bek. Sp. (dabei „Tetrapterus minor" Ag.). — Zeitschr. D. geol. Ges. Bd. 42 p. 278—302, Taf. 12—114. Ant. Fritsch. Fauna der Gaskohle u. d. Kalksteine der Permformation Böhmens, Bd. IL Heft 4 fp. 93-114, Tf.SOb— 90; vergl Ber. 1888, p. 333). — Nachtrag zu den Dipnoi, Ctenodus tardus aus d. Brandschiefer von Koschtialov, p. 93, Tf. 80b u. Xyl. Nacbträgiich mag bemerkt sein, dass im vorigen Heft von lebenden Ceratodus Schuppen, Wirbelsäule und Schultergürtel abgebildet sind. — Die Ordu. der Selachier zerfallt Vf. in Holocephal. u. Plagiostomi, letztere in 4 Tribus : Squalides, Xenacanthides, Acanthodides, Rajides (p. 96). Hybodus vestitus (p.97). Die Xenacanthidae sind ., Haifische mit notochordaler Wirbel- säule (ohne verkalkte Wirbelkörper), archiptei-ygialer Brustflosse, diphycercaler Schwanzflosse. 7 Kiemenbogen, Neuralbogen meist mit lutercalarstücken wechselnd. Das ganze Skelett mit Kalkprismen gepflastert. Ein Stachel in der Schädelkapsel unbeweglich eingewachsen. Rückenflosse lang, niedi-ig, 2 Aftfl. mit mehrfach verwachsenen Radien." Von Orthacanthus beschr. 5Spec. (4n,); Unterschiede von Xenac. und Pleurac. (p. 99). Anhangsweise werden (p. 113) 2 n. Gatt, von Ithyodorulithen beschr.: Tubtilacanthus sulcatus, Brachia- canthus semiplanus und 1 n. sp. Platyacanthus ventricosus, deren syst. Stellung- zweifelhaft ist. Ant. Fritsch. F. d. Gaskohle, Bd. DI Heft 1 (S. 1-48, Taf. 91-102). — Forts, der Xenacanthidae. Die G. Pleuracanthus von Xenac. durch Mangel der Hornstrahlen in den Flossen u. laugen frei aus der P. herausragenden Hauptstrahl versch. Beide von Oi'tbac. leichter zu unterscheiden. Pleura. 4 n. sp. u. Bem. üb. die ausländischen PI. sessilis u. gaudryi. Xenacauthus decheni. Ueb. d. Organisation der Xeuacauthiden (p. 33 — 45). Sind die Ahnen der Noti- daniden. Sehr reich illustrirt (auch 56 Textfg.). Von Heptanchus ein. werden Kiemendorneu, Schädel u. Pterygopodium abgebildet. Ein Schema der phylog. Entw. der paarigen Flossen (Fig. 243). Auf die Aebnlichkeit des Schultergürtels mit e. Kiemenbogen wird hingewiesen. Ant. Fritsch. Ueber Pterygopodien permischer Haifische der G. Pleura- canthus u. Xenacauthus. — Bauchfl. (des ^ u. $) bei Pleurac. verschieden von Xenac. (Abb. des Pteryg. von X. decheni). Die Expl. von Lebach von X. decheni zu trennen als: „Pleur. sessilis Jord. sp." — Zool. Anz. XIII p. 318—20. Ant. Fritsch. Prelim. notes on the palaeoczoic Elasmobranchs Pleura- canthus und Xenacauthus. — In der Reihenfolge Orthacantbus, Xen., Pleur. sich dem recenten Heptanchus nähernd. — Geol. Mag (3) VII p. 566.. A. Gaudry. Enchainements du monde animal. Fossiles secondaires. Paris, 1890 8". — Poissons secondaires p. 146—168, Fig. 241— 263 (Leptolepis, in der Ichthyologie Während des Jahres 1890. 268 Clupea breviss., Pholidophorus, Pycn. egertoni u. ponsorti, Oenogoopue, Late«, Lepidotus neoc, Mesodon, Ancistrodou). (Vergl. Ber. 1883 p. 475 über den 1. Theil.) 0. Jaekel. Phaneropleuron u. HemictenocUis n. g., zwei paläont. Funde, welche für die Stammesgeschichte der Dipnoer von bes. Interesse sind. — Ein Gebiss (Xyl.) von Phan. curtum (Oberdevon, Canada) beweist, dass die Fam. Phaneropleuridae von den Ganoiden (Crossopterygii) zu trennen u. zu den Dipnoi zu stellen ist. — Der Name Otenodus auf cristatus u. Verwandte zu beschränken; für Ct. obliquus u. für intermedius (Abb.; Muschelkalk Oberschlesien) mit re- ducirteren Leisten und Spitzen des Zahns das n. g. Hemict. [Woodw. Cat II p. 272 stellt H. int. zu Gerat, runcinatus]. — Sitzb. Ges. natf. Fr. Berlin 1890 S. 1—8. Jaekel. lieber fossile Ichthyodorulithen. — Ein vom Fisch reparirter Stachel (wahrsch. Acrodus nobilis) aus d. Lias von Lime Regis. — Die Ichth. im Allgemeinen theilt Vf. dem Cestracioniden-, Acrodonten- u. Chimaeriden- Typus zu. Gyracanthus ist nur durch äussere Einwirkung unsymmetrisch u. darum ein Rücken Stachel (gg. Traquair). Besondere Typen sind der Xena- canthinen-T., der Trygoniden-T.; bez. des letzten ergiebt das Studium des Stachels V. Trygon brevicaudata, dass diese Stacheln aus Schwanzschuppen herausgebildet wurden. Ganz abweichend sind die unsymm. Stacheln, die ohne echten Schmelz, aus Vasodentin bestehend, ohne lange "Wurzel (Oracanthus, Physonemus, Gampsac. etc.), auch bei Menaspis vorkommend, eine eigne Gruppe Trachyacanthidae bilden dürften u. zwischen Chimaeren u. Selachiern stehen. Die Cochliodonten- Zähne bilden wohl das Gebiss dieser Fische, sie haben gleich den Chimären keinen Zahnwechsel. — Szb. natf. Fr. 90 p. 117—131, 4 Xyl. Jaekel. Oracanthus Bochumensis n. sp., ein Trachyacanthide des deutscheu Kohlengehirges. — Früher als „beilförmiges Knochenstück" erwähnt, ist aber ohne Knochenkörper u. zeigt Dentinröhrcheu. Sass als dütenförmige Platte an der Seite des Kopfes eines Knorpelfisches. — Zeitschr. D. geol. Ges., Jg. 1890, p. 753-5, Tf. 37. Jaekel. lieber Coccosteus. — Polemik über Reste die Vf. (gegen Traut- schold) nicht als Cocc. gelten lässt. — Ebd. p. 773—4. Jaekel, vergl. Fadenpilze in Zähnen, S. 217. — lieber Pristiophorus, S. 259. A. V. Konen. Hält gegen Traquair (Ann. Mag. V p. 125) die Existenz des Bruststachels bei Coccosteus aufrecht. Geol. Mag. (3) VEE p. 191 ; desgl. Neues Jb. f. Min. 1890 p. 198-9. J. S. Newberry. The paleozoic fishes of North America. — Von si- lurischen Funden nur 2 Palaeaspis sicher in N.-Am., da der Onchus deweyi viell. ein Crustaceum. — Im Devon liefert der Corniferous limestone 2 Cepha- laspiden: Acantholepis u. Acanthaspis; Elasmobr.: 3 Machaerac; Ganoiden: Macropetalichthys, 1 Asterosteus; Holocephali: 5 Rhynchodus (In.); Placodermi: Dininichthys praecMrsor (nach e. Dorsomedianschild) u. Coccosteus occid.; Crossopt. : Onychodus sigm. Die Hamilton Gruppe enthält 1 Dinichthys ; Heteraeanthus politus n. g., Stachel (viell. zu Rhynchodus?); ICtenac; Goniodus hertzerin.g. (Cestraciontidae) [nee Goniodus Ag. !], p. 67; Callognathus regularis u. serratus n. g., Mandibel, p. 70; 1 Onychodus n., 1 Aspidichthys. — Im Carbon lagert innerhalb der Chemung-Gruppe (nur Dipnoi) : 1 Heliodus ; 4 n. sp. von Dipterus (bez . Ctenodus) ; Sphenophorus Ulleyi u. g. für e. Clavicula? p. 91; Holonema rugosa (Claypole, als Pterichthys r.) p. 93 ; 1 Ganorh. n. sp. ; 1 Phyllolepis n. sp. ; 264 F. Hilgeudorf u. Fr. Kopsch; Bericht über die Leistungeu 1 Dinichthys d. sp., 1 Onychodns, 4 Holoptychius, 3 n ; 1 Helodus, 2 Cladodns, In.; 1 Ctenac, n. In der Catskill-Gruppe, Placodermi: 2 n. sj), von Bothriolepis; Crossopterygii : 1 Sauripteris, 3 Holoptychius (2 n.), 1 Glyptopomus ; Dipnoi: 2 Dipterus (1 n.) ; Ichthyodorulith : 1 Gyrac. n. sp. Für die Waverley-Gr. gieht Vf. nur eine Liste von 32 Elasmobr., 3 Ganoiden und 13 Placod. mit einigen Bemerk. Die Schichten der Cleveland - Shale lieferten Placodermen: 2 Tita- nichthys, die Organisation von Diuichthys eingehend besprochen, 6 Spec. (4 n.), Glyptaspis verrucosus w. g. y).\bl 1 Diploguathus, 2 ilylostoraa, Trachosteus clarkii n. g. Selachier: 3 Ctenac. (2 n.), 1 Orodus, 1 Polyrhizodus, 1 Hoplonchus, 6 Cladodus (3 n.) , 1 Phoebodus (n.), 1 Asteroptychius (n.) , 1 Gyracanthus (n.), Mazodus hepleri n. g. bei Helodus (Zähne) p. 180. Dipnoi: 1 Ctenodus (n.>, Ganoidei: Actinophorus clarJci n. g. (Palaeoniscidae) p. 174. Aus d. Carboni- ferous Liraestoue N.-Amer. wurden fast 400 Arten angegeben, meist Elasmobr. ; Verf. giebt eine alphab. Liste der 78 Gatt., nur folgende werden beschi'ieben: Von Crossopterygiern Coelosteus ferox n. g. p. 188, grosse Untkfr., zu welchen Rhizodus-artige Zähne gezogen werden; Rhizodus anceps p. 191. Von Elasmo- branchiern: Stetacanthus n. g. für Physonemus altonensis u. tumidus, p. 198; Labodus (1 n.), Physonemus (1 n.), Orthopleurodus, Ctenac. (2 n.), Harpac, Sauda- lodus, Orodus, Acondylac, Antliodus (1 n.), Polyrhizodus und Psammodus. Für die oberste Abth. (Goal Measures) wird auf frühere Publ. verwiesen; Edestus giganteus p. 225, auch ein Capitel über „Struktur u. Verwandtschaft des Edestus" p. 217, die Ed. -Stacheln entsprechen den gehäuften Schwanzst. von Trygon. — Diese Publ. = Mon. ü. S. Geol. S., 1889, 4«. 340 S., 53 Tfl., 3 Textf. — Eine Kritik über N.'s Arbeit giebt Cope, Am. !Natur. Vol. 24 p. 844. J. S. Newberry. Fossil fishes and fossil plants of the triassic rocks of New Jersey and the Connecticut valley. — Vergl. Ber. 1888, p. 333. Von Ischypterus (hiervon ist Semionotus kaum als Genus versch.) werden 17 Spec. (9 neu) beschrieben, Catopterus 6 Sp. (2 n.). Dictyopyge macnira, Ptycholepis marshi, Acentrophorus chicopeyisis, Diplurus longicaudatus. Alle abgebildet, Taf. 1—20. — Bildet das Vol. XIV der Mouographs U. S. geol. survey, Wash. 1888, 40. p. 1-76. E. T. Newton. Occurrence of the Tunny (Thynnus thynnus) in the Cromer „Forest Bed". — Ein Wirbel aus dem obersten englischen Pliocän. — Geol. Mag. (3) VII p. 264. H. A. Nicholson und R. Lydekker. A manual of Palaeontology for the use of students. 3. Ed. 2 Vol. 8". 1889. — Fische in Vol. 2 von Lydekker. J. V. Rohon. Die Jura-Fische von Ust-Balei in Ost-Sibirien. — Nördl. v. Irkutsk, 51° N. Kleine Formen, Farn. Palaeoniscidae: PaJaeoni.scinotus n. g. sekanoivskü u. irkutskensis; Farn. Lepidosteidae: Lepidotus sibiriiis, Pholi- dophorus maacki, Opsigonus gracilis ; Fam. Clupeidac : B a 1 e i c h t h y s n. g. graciosa u. lata. Alle abgebildet. — Mem. acad. sei. St. Petersb. (7) Tome 38, Nr. 1, 15 S. 2 Taf. Steinmann u. Döderleiu. Elemente der Palaeontologie. — Die Fische S 529 587 mit zahlr. Xyl. (von Död, bearb.). - Leipzig 1890, 8°. G. Sweet. Discovery of fossil fi.sh in the Old Red Sandstone Rocks of the Mansfield district [Victoria]. Pr. voy. soc. Victoria (2) II p. 1 -14, Tf.I-III (Schichtenprofile). — Vorl. Mitth. R. H. Traquair. On the structure of Coccosteus decipiens Ag. — in der Ichthyologie während des Jahres 1890. 265 Schilderung des ganzen Skeletts. Ein Ruderorgan in v. Könen's Sinne bei C. decip. nicht vorhanden Ann Mag (6) V p. 125 — 136, Taf. X. Derselbe. Ou a uew sp. of Gyracanthus. — G. rectus n. sp. von Schott- land. Ann. Mag. (6) VI p. 417. Derselbe. On the fossil f. fouud et Achanarras Quarry, Caithness. — Im Old Red Reste von je 1 Sp. des Dipterus, Mesacanthus (von Acanthodes zu trennen), Cheirac, Diplac, Rhadinac, Pterichthys, Coccost., Homost, Glyptol., Osteol, Diplopt., Cheirol., Falacospondylus gunni. Letzterer (Fig. 4) nur aus Schädelresten nebst Wirbelsäule bestehend, 4 cm 1., ohne Spur von Gliedmassen, ist ganz unsicherer Stellung. — Ann. Mg. VI p. 479 — 486. 4 Xyl. Derselbe. Obs. on some fossil f. from the Lower Carbon. Rocks of Eksdale, Dumfriesshire. — 9 Spec. besprochen. Mesopoma n. g. für Canobius pulchellus, politus u. Rhadini. niacroc. ; Mesolepis 2 n. sp. Tarrasius hat eine P., die eher auf Crossopterygier als auf Dipnoer hinweist. Ebd. p 491—494. Derselbe. Notes ou the Devoniau fishes of Scaunienac Bay [ob. Devon] and Campbelltown [unt. Devon] in Canada. — Beziehen sich auf Phaneropleuron, Bothriolepis, Cephalaspis (1 n. sp.), Acanthodes, Mesacanthus, Glyptolepis, Eu- sthenopteron, Chirolepis von Sc. Bay; auf I'hl //ctaenius n. g. für Coccosteus acadicus Whiteaves, Cephalaspis (1 n. sp.), Gyracanthus (1 n. sp.) von Campb. — Geol. Mag. (3) VII, p. 15-22. Derselbe. On Fhlyctuenius, a n. g. of Coccosteidae — Vergl. oben; Fhl. anglicus aus England, Abb. von angl. u. acadicus Tfl. ]II. — Ebd. p. 55—60. —Umgeändert mPhlyctaenaKpis, weilPhlyctaeniwwi schon vergeben. Ebd.p. 144. Derselbe. Snpposed pectoral limb. in Coccosteus decipiens. — Entgegnung an V. Konen. — Ebd. p. 235. Derselbe. Notice of new and little known fish remains from the Black- band Jronstone of Borough Lee near Edinburgh. — Betrifft Ctenodus, Hemict. u. Uronemus. -- Ebd. p. 249— 252. E. Wilson. Fossil types in the Bristol Museum. — Zahlreiche Stücke wurden von Agassiz, andre von Davis u. Egerton beschrieben. - Geog. Mag. (3) VII p. 366—9, p. 413. A. Smith Woodword. Evideuce of a fossil Tunny from the Coralline Crag. — Thynnus- Wirbel ähnlich denen Storm's (s. Ber. 89, p. 297) in Suffolk. — Ann. Mag. (6) V p. 294-6. Derselbe. N. on some Ganoid fishes from the English Lower Lias. — Fische der Fam. Palaeonisc. (Centrolepis, Oxygnathus, Coccolepis) u. CoeJacanth. (Undina) betreffend. - Ebd. 430-6, Tf. 16. Derselbe A new theory of Pterichthys. — Gegen Patten, der auf Grund älterer, incorrekter Darstellungen die Wirbelthier- Natur des Pter. bestreitet. — Ann. Mag. (6) VI p. 314—6. A. S. Woodward. The fossil f. of the Hawkesbury series at Gosford. — Nach den Fischresten vielleicht dem Keuper oder höchstens Rhät zuzuiechnen. Die Sammlung nahe der Küste von Neusüdwales [SS'/a^S.J aufgefunden enthält 1 Hai (viell. nahe Sphenacanthus, Fam. Cestrac), 1 Dipnoer, Gosfordia truncata n. g. (p. 4) u. 17 Sp. Ganoideu zu 9 Gatt, gehörig; Palaeoni-cidae: Myriolepis clarkei u. latus, Apateolepis (p. 12) australis n.g. ; Cutopt : Dictyopye sym- metricus., ülustrans u. robustns; Belonorh.: Belonorhynchns güjas, gracilis; Semion.: Semionotus australis u. tenuis, Fristiosomus n. g. (p. 32) gradlis, latus, crassus. 266 F. Hilgendorfu. Fr. Kopsch: Bericht über die Leistnngen etc. Cleithrolepis grannlatus u. (?) aZi2hylogenie". Bull, de la Sog. Malacol. de Belgique. t. XXVII. S. 3. Die Gonade von Eolis, Tergipes, Doto, Jamis, Dendronotus, Polycera, Goniodoris, Tritouia und Pleurobranchiden setzt sich von gesonderten Acini zusammen, die entweder Sperma oder Eier pro- duciren. — Bei allen Dorididen findet man eine typische Blutdrüse. — Die Nudibranchien kommen von Pleurobranchaea her, und zwar durch das Rückbilden der Kiemen; die Tritoniiden sind die ältesten Nudibranchiaten, die Saccoglossen sind einseitig modificirte Eolidien. C Pictet. „Recherches sur la Spermatogenese chez quelques invertebrcs de la Mediterranee." Mittheil, aus der zoolog. Station in Neapel Bd. X, S. 75—152, Tf. 8-10 (s. auch die Cephalopoden). Bei Cymbulia entstehen alle Generationen der spermato- genetischen Stadien, von Spermatogonien zu Spermatocyten, nur mit der Ausnahme der letzten mitotisch. Der Kopf dei' Spermatozoen wird ausschliesslich vom Kern gebildet, der Schwanz wenigstens auch im Zusammenhange mit demselben; kein Mittelstück kommt zu Stande. S. Trinchese. „Descrizione del nuovo genere Boseüia}'' Mem. Accad. Bologna. (5.) T. I, S. 773—78, 1 Tf. Aehnlich der Elysia, aber ohne Flügel. Nephridium von schwammigem Bau mit verästelten Anhängen, die mit Venen com- municiren, und mehreren Oeffnungen. Geschlechtselemente ent- wickeln sich im Körperparenchym. 2 Paare Speicheldrüsen. Ein Paar Supra-, Suboesophageal- und Buccalgauglien. Die Leber- und Hautzellen enthalten Chlorophyll. Die Sohle ist mit einer stark bewimperten Längsfurche ausgestattet (ein Sinnesorgan). 3. Pulmonata. 0. Buchner. „Beiträge zur Kenntniss des Baues der ein- heimischen Planorbiden." Jahreshefte des Vereines für vaterländ. Naturkunde in Stuttgart. Jgg. XLVII, S. 35—118, Tf. 4—6. Planorbis ist rechtsgewunden (gegen v. Jhering, Pelseneer, Simroth), trotz der den linksgewundenen Formen entsprechenden Lage der Genitalöffnung und des Osphradiums (Lacaze'schen Organes). 332 Dr. J. F. Babor: Bericht über (fle wissenschaftlichen Leistungen Der Spindelmuskel ist nicht vom Hautmiiskelschlauch frei losgelöst. 2 Paare Speicheldrüsen und eine einzige Mitteldarmdrüse. Die Ei- weissdrüse ist tubulös; die Copulationspapille wird „Penis" genannt, die Penisscheide in zwei Antheile unterschieden: „Schwellköi-per" und „Präputium" (ausstülpbar). Nach dem Verhältniss des Penis zum Vas deferens werden 4 Artengnippen in der Gattung statuirt, die jedoch nicht scharf abzugrenzen sind; im Penis ein stiletförmiger Reizkörper, der dem Pfeil der Helices nicht homolog ist. Ein wimpernder Renopericardialgang ist besonders bei kleineren Arten gut entwickelt. — Dann einige Bemerkungen über die ßionomie: Bestätigung der Ansichten Simroth's über das Kriechen; die Schale dient als hydrostatischer Apparat und nach ihrem Verlust kann das Thier nicht mehr kriechen. Die Arten der Gattung, welche wahrscheinlich nur auf Convergenz beruht, verlassen gern das Wasser, wodurch doch einige leicht zu Grunde gehen; die anderen bilden dabei einen Deckel. Die Planorbiden sind die ältesten Süsswasser- pulmonaten und haben mit den Limnaeiden keine gemeinschaftlichen Vorfahren. T. D. A, Cock ereil. „Abnormal specimens of Clmisilia mgosa Drap." Proc. of the zoolog. Soc. of London. S. 145 — 7. Doppelmündigkeit der Schale nach einer Beschädigung. Ch. Contejean. „Sur la respiration du Colimagon." Bull, de la Soc. Philomathique de Paris. (8.) t. III, S. 12—14, Das Inspirationscentrum befindet sich im Cerebralganglion, das Exspirationscentrum im hinteren oberen Theile des verschmolzenen Unterschlundganglions; der Aortennerv wirkt auf das letztere pro- hibitorisch (nach Veranlassung äusserer Reize). Ch. Contejean. „Sur l'epithelium de la face interne du poumon du Colimagon." Bull, de la Soc. Philom. de Paris. (8.) t. III S. 58. Das Epithel der Lungenhöhle (Hehx pomatia) verliert beim Winterschlaf seinen angeblichen Cilienbesatz (Vogt & Young). J. Chatin. „Sur l'epithelium hepatique de la Testacelle." C. r. t. CXII, S. 493—4. Die LeberzeUen besitzen an ihrer Aussenfläche keine Cuticular- bildung, sondern nur eine ectoplasmatische Schicht des homogenen als auch reticulären Protoplasmas. Zwischen denselben sind kleinere jüngere Zellen eingebettet, aus denen sich die definitiven ausbilden. C. Hedley. „On the structure and systematic position of Cysfopelto.'-'- Proceed. of the Linnean Soc. of. N.-S.-Wales. (2.) Vol. V. S. 44—46. Tf. 1. Cystopelta ist eine schalenlose Helicarionine. C. Hedley. „Note on the ova oi Iklicarion rohustvs Gould." Proceed. of the Linnean Soc. of N.-S.-Wales. (2.) Vol. V. S. 248. Die Eier sind zugespitzt und mit Längsrippen geziert. F. Hermann. „Die Entstehung der karyokinetischen Spindel- im Gebiete der Malacozoologie im Jahre 1891. 333 figiir," Sitzungsber. der Phys.-Medic. Soc. zu Erlangen. Heft 23. S. 1—4. Die Spindelenmente (Fäden) in der Gonade von Helix pomatia sind cytoplasmatischen Ursprunges. Maria Gräfin von Linden. „Das Schwimmen der Schnecken am Wasserspiegel." Biol. Centralblatt. Bd. XL S. 763 — ß6. Die mit Luft erfüllte Lungenhöhle dient als hydrostatischer Apparat; der willkürlich ausgehöhlte Fuss fungirt auch beim Nah- rungsfange. L. Plate. „Die Anatomie der Gattung Daudehardia und TestaceUa."' Verhandl. der Ges. Deutsch. Naturf. imd Aerzte. 63. Vers. S. 123—4. L. Plate. „Studien übsr opisthopneumone Lungenschnecken. 1. Daudehardia und Testacella.'^ Zoolog. Jahrb. Abth. für Anat. etc. Bd. IV. S. 505—630 mit 6 Textfigg. und Tf. 32—37. Die Fussdrüse ist bei Daudehardia in der Fussmuskulatur ein- gebettet, bei Testacella liegt sie frei. Die Sohle flimmert in ganzem Umfange, das Rückenintegument nur stellenweise. Daudehardia be- sitzt in der Nähe des Pneumostoms eine besondere Drüse. — Der Kiefer der Daudebardien ist aus 2 Stücken zusammengesetzt, bei Testacellen fehlt er. Der Schlundkopf ist, besonders bei Testacellen, sehr gross. Daudebardia besitzt einen typischen Pharynxretractor, wogegen bei Testacella mehrere kleine Rückziehmuskeln vorhanden sind, die mit dem der übrigen Stylommatophoren (als Derivate des Hautmuskelschlauches) nichts zu thun haben. — Die Lungenhöhle ist beiderseits oder nur vorne zu eigenthümlichen Luftreservoiren (^Luftsäcke") ausgezogen, durch welche das Diaphragma zwischen der Leibeshöhle und dem Mantelbogen vorgestülpt wird. Durch die bohrende Lebensweise (die Testacelliden sind Raubthiere und die Gattung Testacella lebt vorwiegend von Regenwürmern!) hat sich der bei typischen Stylommatophoren bruchsackartig hervortretende Eingeweidesack allmählig in die längsgestreckte Körperhöhle ein- gezogen, bis er bei Testacella verschwindet (einzelne Stadien dieses Processes sind bei verschiedenen Daudebardiaspecies fixirt). Gleich- zeitig damit erleidet der ganze Pallialcomplex eine merkwürdige Umlagerung: zunächst findet eine Drehung der genannten Mantel- organe in der Horizontalebene um 180*^ statt (Daudebardia rufa im Gegensatz zu den typischen Stylommatophoren), dann noch dazu eine Aufdrehung in der verticalen Ebene um 90" (Daudebardia Saulcyi im Verhältniss zu Daudebardia rufa), welche schliesshch zu 180" schreitet (Testacella); diese höchste Stufe ist also durch eine vollkommene „Opisthopneumonie" und Inversion der Niere von rechts nach links charakterisirt. Gelegentlich dieser Schilderung werden zahlreiche vergleichende Bemerkungen über der Harnapparat verschiedener einheimischen Stylommatophoren angeknüpft; die wichtigste Angabe betrifft das Genus Arion: seine Niere ist nicht 334 Dr. J. F. Babor: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Hufeisen-, sondern ringförmig und der Renopericardialgang fehlt auch hier nicht (gegen Siraroth). — Das Centralnervensystem ist bei Daudebardia rufa am deutlichsten gegliedert, also am meisten ursprünglich; in der Vertheilung der Nerven zeigt sich in einiji^en Punkten eine Asymmetrie, die Pleuralganglien entsenden keine Nerven. Am Boden der Lungenhöhle befindet sich bei den Testa- celliden ein flimmernder Längswulst mit Sinneszellen, der vom rechten Parietalganglion aus innervirt wird und dem Ösphradium der Meeres weichthiere homolog ist; dieses Gebilde widerlegt in be- greiflicher Weise die Hypothese von Jhering's von der Nephro- pneustie, da es eine GleichAverthigkeit der Lungenhöhle der Stylom- matophoren mit der der Prosobranchiaten beweist. Die Daude- bardien sind jn-oterandrisch und haben den einfachsten Geschleclits- apparat unter den Lungenschnecken; die Testacellen besitzen zwei anastomosirende Flagella. — Die Testacelliden kommen von Hy- alinien her. 0. vom Rath. „Ueber die Bedeutung der amitotischen Kern- theilung im Hoden." Zoolog. Anz. Jgg. XIV, S. 331/2, 342/3, 355 bis 63 mit 3 Figg. Die indifferenten Zellen an der Aussenfläche einzelner Acini in der Gonade von Helix pomatia vermehren sich amitotisch, betheiligen sich aber an der Spermatogenese nicht. F. Schmidt. „Die Entwickelung des Centralnervensystems der Pulmonaten." Sitzungsber. der naturf. Ges. in Dorpat. Bd. IX S. 277—82. F. Schmidt. „Studien zur Entwicklungsgeschichte der Pulmo- naten. 1. Die Entwicklung des Nervensystems." Inaug.-Dissert. Dorpat. 39 S. mit 3 Tf. Untersucht wurde Agriolimax ag/\'ftfü\ Das gesammte Central- nervensystem geht aus dem Ectodei'm hervor und zwar aus drei isolirten Anlagen; dasselbe gilt für alle Weichthiere, die daher monophyletisch sind (gegen v.J bering). Die erste Andeutung der Cerebralanlage heisst „Sinnesplatten." Unterhalb der grösseren Fühler entsteht ein Paar Cerebraltuben (im Gegensatz zu 2 Paaren bei Helix Waltoni nachSarasin) als Einstülpungen, dessen Lumen später obliterirt; sie gehen zu Grunde mit der Ausnahme der distalen Partie, welche sich in die „lobi accessorii" der Gehirnganglien um- wandelt und als integrierender Bestandtheil des Nervensystems auf- zufassen ist (gegen Bö hm ig an Limnaea). Die Gliederung der Pedalganglien und die zweite Pedalcommissur erscheinen secundär. Die Commissural-( = Pleural-)ganglien sind ein Derivat der Visceral- ganglien, nicht der cerebralen, wie so oft bei Mollusken (z. B. bei Bythinia nach Sarasin). Die histologische Differenzirung der Ganglien vollzieht sich erst an freilebenden Thieren. — Die Angaben über das Nichtvorhandensein eines embryonalen Lacaze'schen Organes (s. 1890 A. P. Henchman) und über die Anlage des Semper'schen Organes (Verwechselung mit Mundruuzeln) sind nicht richtig (d. Ref.). im Gebiete der Malacozoologie im Jahre 1891. 335 0. Schub erth. „Beiträge zur verj^leichenden Anatomie, des Genitalapparates von flelix^ mit besonderer Berücksichtigung der Systematik." Archiv für Naturgeschichte. Jgg. LVIII, S. 1-65, Tf. 1 — 6. Verwerthung des Genitalapparates von mehreren palaearktischen Helices für Begrenzung der Untergattungen, Angaben über die Vari- ation desselben nach Localitäten u. s. w. (s. den systematischen Theil). H. Simroth. ^Ilesperarion^ eine neue amerikanische Nackt- schneckengattung." Malakozoolog. Blätter. (2.) Bd. XI, S. 109—119, mit 1 Tf. VonAriolimax abgetrennt; wichtig ist ein zweiter Genitalretractor, der neben dem columellaris entspringt und an Ati'ium inserirt. H. Simroth. „On some Testacellae." Journal of Conchology. Vol. VI, S. 423/4. Die Verschmelzung der Fühlerretractoren mit dem Rückzieh- muskel der Bucca zu einem Spindelmuskel ist secundärer Natur, daher können die beiden auch getrennt vorkommen unter den Sty- lommatophoren (Testacellidae). H. Simroth. „Ueber Atopos^ eine neue Vaginulidengattung." Sitzungsber. der nat. Ges. in Leipzig, S. 25 — 29. H. Simroth. „Ueber das Vaginulidengenus Atopos.'^ Zeitschr. für wissensch. Zoologie. Bd. LH, S. 593-616, Tf 37. Eine neue Gjittung mit 3 Arten. Kieferlos mit Raubgebiss. Zu beiden Seiten des Mundes mündet je eine sehr grosse Drüse, die unter den Pulmonaten kein Analogon aufweist. In dem Hohl- raum der einzigen Äiitteldarmdrüse geht die Verdauung vor sich. Fussdrüse frei mit accest^^orischen Läppchen. Ein eigenthümlicher strahlii^er Muskelknoten im vorderen Drittel des Fusses; die Sohle Vaginula-artig. Das Centralnervensystem und die Genitalien ähneln mehr den Athoracophoriden (Anm. des Ref., der Verf vergleicht den Geschlechtsajjparat dem der Vaginulen). Die Lunge kann (im Sinne v. Jhering's) für einen nicht erheblich modificirten Abschnitt der Niere erklärt Averden. Der gekielte Rücken trägt kleine Tuberkel. ■ — Atopos ist mit Onchidium verwandt. Die Vaginuliden stammen von Hinterkiemern ab. H. Simroth. „Die Nacktschnecken der portugiesisch-azorischen Fauna in ihrem Verhältniss zu denen der palaearktischen Region überhaupt." Nova Acta der Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Bd. LVI, No. 2, S. 201—424, Taf. IX— XVIII. Der Hauptwerth dieses Werkes liegt in systematischen, zoo- geographischen, faunistischen , bionomischen und entwickelungs- theoretischen Betrachtungen (siehe den systematischen Theil des Berichtes). — Wenn wir von zahlreichen anatomischen Details zum Zwecke der Classifikation absehen, so sind etwa folgende morpho- logische Resultate hervorzuheben: Testacella und Glandina besitzt keinen echten Columellaris (Testacella Maugei einen secundären 336 Dr. J. F. Babor: Bericht über die wissenschaftlicbeu Leistungen „scheinbaren"), unter den Dandebardien kommt entweder ein noch nicht verschmolzener (oder schon aufgelöster) Spindelmuskel vor (kleinere Arten) oder „ist jede Erinnerung an den Columellaris auf- gegeben" (Daudebardia Saulcyi). Ariolimax californicus hat ausser dem üblichen noch einen Genitalretractor, der dicht neben dem Columellaris entspringt und hinten am Atrium anfasst. — Im rechten Mantelrande kommt bei Testacella eine „wirkliche Nasenhöhle" zur Ausbildung, die eine Geruchsleiste mit Sinneszellen und Schleim- drüsen beherbergt. — Letourneuxia stimmt anatomisch mit Arinuculus überein. Phylogenetische und taxonomische Auseinandersetzungen von weittragender Bedeutung enthält das Werk im Ueberschuss, beispielweise führen wir nur die Bearbeitung der Raublungenschnecken auf: die Gruppe der „Rapacia" beruht auf Convergenz und ihr Stammbaum stellt sich folgendermassen dar: I. Glandinidae mit jetzt amerikanischen Vorfahren , IL Vitrinoidea = Gattung Plutonia, welche eine modificirte Vitrina darstellt, III. Hyalinoidea = Testa- cellidae, welche von Hyalinien abgeleitet werden und IV. Limacoidea = Trigonochlamydina, welche ihren Ursprung kaukasischen Vitrinen verdanken (Vermittelung durch dortige Limaeiden). H. Simroth. „Ueber kaukasische Limaeiden und Testacelliden." Verh. der Deutsch. Zoolog. (ies. I.Vers. S.57— 58. (Vorlauf. Mittheil.) H. Simroth. „Ueber die nackten Limaeiden des Kaukasus." Sitz.-Ber. der Nat. Ges. in Leipzig. S. 40—49. (Vorlauf. Mittheil ) H. Simroth. „Ueber die Vaginuliden." Vei-h. der Deutsch, zool. Ges. 1. Vers. S. 58 — 60. (Mit Discussion, Vorlauf. Mittheil.) H. Simroth. Ueber eine Reihe von IW/m?//«- Arten." Sitz.- Ber. der Nat. Ges. in Leii)zig. S. 58 — 73. (Vorlauf. Mittheil.) Referate im nächsten Jahresbericht nach den definitiven Publicationen. H. Simroth. „Ueber einige Vaginula- Arten. '■'■ Zoolog. Jahrb. Abth. für System, etc. S. 860—906, Tf. 49—52, Bd. V. 3 neue Arten. Die Cerebralcommissur mit Zellbelag, die Pedalcommissur doppelt. Das gesammte Rückenintegiiment = „Notaeum" ist dem Mantel homolog, wie man aus den Innervirungs- verhältnissen schliessen muss Die Lunge ist im Innern gefaltet. Die oberen Fühler sind nicht hohl und lassen sich nicht umkrempeln ; die unteren mit einem glatten Endknopf, der einen nicht ausstülp- baren Sinneskolben verbirgt. In der Haut des Notaeums, Peri- und Hyponotaeums sind canalartige Epitheleinstülpungen drüsiger Natur eingebettet, in deren Umgebung fixe Bindegewebszellen einer schleimigen und blasigen Metamoi'phose unterliegen. — Die Sohle ist in zahlreiche kleine Querwälle zertheilt („Soleolae"). — Die Blutgefässe besitzen an bestimmten Stellen deutliche Sphincteren. H. Suter. „Conchyliologische Mittheilungen aus Neu-Seeland." Malakozoolog. Blätter (2.) Bd. XI, S. 101-106. Vitrinopsis dimidiata kann sich mit ihrem schlanken Schw^anz im Gebiete der Malacozoologie im Jahre 1891. 337 wurmartig zusammenringeln. Latia lateralis kann mit dem Schleim des Mantelrandes leuchten. V. Willem. „La vision chez les Gastropodes pulmones.'' Cr. t. CXn. S. 247—8. Das Sehvermögen der Pulmonaten, besonders der im Wasser lebenden, ist ein sehr bescheidenes, dagegen ist die Tastempfindung sehr fein. V. Willem. „Sur une disposition speciale des yeux chez les Pulmones basommatophores." C. r. t. CXII. S. 1378— 80. Die Haut über dem Auge ist Pigment- und Drüsenlos ; vor dem Auge befindet sich ein Blutsinus. K. W. Zimmermann. „Ueber den Kerntheilungsmodus bei der Spermatogenese von Helix pomatia."' Verh. der anat. Ges. 5. Vers. S. 187—193. In den Acini der Gonade werden wandständige und nicht wandständige Zellen unterschieden, welche letzteren entweder klein- oder grosskernig sind; diese dienen den wandständigen (= Sperma- mutterzellen) als Ernährungselemente. Das Chromatin wird während der 1. und 2. Theilungsgeneration verdichtet, dann (3. Generation) wieder sehr zart und bei der Entwickelung der reifen Spermatozoon nochmals dicht; der Nebenkern tritt — abwechselnd mit einer Resorption — im Ganzen dreimal auf und bleibt auch im reifen Spermatozoon bestehen. V. AmpMneura. J. Blum rieh. „Das Integument der Chitonen." Zeitschr. für wissensch. Zoologie. Bd. LH. S. 404—476. Tf. 23—30. Die Schalen sind aus den Stacheln hervorgegangen. — Das Tegmentum der Schalenplatten wird in schräger Richtung von Aestheten durchsetzt, welche in Micro- und Macraestheten unterschieden werden. Das Innere derselben vdrd von grossen drüsenartigen Zellen aufgenommen, wogegen die Hüllenschichte von faserigen Elementen (sensibler Natur) gebildet wird; an der Schale endigen diese Gebilde immer mit einer Chitinkappe, welche das Product einer terminaler Riesenzelle darstellt; die Bildungsstätte für die Aestheten bieten die Mantelfalten, in welchen die Rückenschulpen eingebettet sind. — Die Stacheln kommen auf dem Rücken, am Randsaume und an der ventralen Fläche des Mantels vor; die Pa- pillen, auf welchen sie eingepflanzt werden, sind entweder von einem fast gar nicht modificirten Epithel zusammengesetzt oder weisen auch Stütz- und Drüsenzellen auf; die Entwickelung der ziemlich complicirt gebauten Stacheln beruht auf PapiUenbildung im Grunde einzelner Epitheleinstülpungen, welche an bestimmten Stellen eine besondere grosse Bildungszelle für den Stachel erkennen Arch. f. Natnrge8ch.Jahrg.1893. Bd.n. H.l. 22 338 Dr. J. F. Babor: Bericht über die wissenBchaftlichen Leistungen lässt, wogegen anderswo alle Zellen gleichartig unter einander be- schaffen sind. — Das Epithel der Kiemenhöhle besitzt ausser den flimmernden noch Stütz-, Drüsen- und Sinneszellen und bringt an gewissen topographisen Regionen Sinnesorgane in Form von Wülsten zu Stande. — Das Vorwort Hatschek's zu dieser Ai-beit s. im all- •gemeinen Theile des vorHegenden Berichtes. G. Pruvot. „L'organisation de quelques Neomeniens des cotes de France." Arch. de zool. exper. et gener. (2), t. IX. S. 699— 805. Tf. 25—31. Die „Hypodermis" ist nur bei Paramenia und Ismenia mehr- schichtig, und überall mit (dünner oder dicker) Cuticula bedeckt, welche nur an der wimpernden Fussrinne fehlt; die flachen Spicula sind solide, die nadeiförmigen hohl; im Körperepithel sind „Tast- papillen" entwickelt. Die Fussdrüse secernirt einen Schleim, der fadenförmig ausgezogen für Bewegung benützt werden kann. Der Hautmuskelschlauch setzt sich von Circular-, Longitudinal- und Schrägmuskeln zusammen: zu beiden Seiten der Fussrinne ist die Längsmuskulatur verstärkt. Die Leibeshöhle, inwieweit eine solche von allgemeiner Parenchymerfüllung frei bleibt, dient entweder als Blutlacunen oder wird von den Fussnerven ausgefüllt. Man kann deutlich einen Vorder- und Mitteldarm, minder deutlich Enddarm, erkennen; Paramenia und Dondersia hat 2 Paar Speicheldrüsen, bei der letzteren fehlt die Radula; ein Darmblindsack überall vor- handen. — Als Excretionsorgane werden Drüsenwülste in der Cloakenwand oder (bei Ismenia) muskulöse Säcke in der Bauch- wand vor der Cloake in Anspruch genommen. — Die schlauch- förmigen Gonaden bilden an der Peripherie Sperma, im Innern Eier; der Ausfuhrapparat besteht in einer Sammelblase für Ge- schlechtsproducte, paarigen Gängen und einer Drüse. — Nur Para- menia besitzt Kiemenplättchen (an der Bauchseite). Vom con- tractilen Herzrohr abgesehen haben die Neomeniiden keine Blut- gefässe mit eigener VVandung (nur Sinusgebilde). — Das Central- nervensystem wird von folgenden Elementartheilen construirt: Cerebralgangiien, 2 Pedal- und Lateralstränge, die nicht nur Com- missuren und Connective in bekannter Strickleiterform, sondern auch richtige Nerven abgeben, und hinten bei der Mehrzahl der Arten durch eine Commissur mit GanglienzellenhüUe zusammen- hängen, und schliesslich ein Paar Visceralganglien mit Cerebral- connectionen, aber ohne Commissur. Von Sinnesorganen sind nur Geschmackszellen (in der Mundschleimhaut) und ein vermuthliches Geruchsorgan als eine retractile Grube auf dem Rücken zu be- merken. — Das Werk schildert auch sehr eingehend die Eigen- schaften einzelner Gattungen und Arten als auch ihre Lebensweise (g. den systematischen Theil). j". Thiele. „Das Integument der Chitonen." Biol. Centralblatt. Bd. XI. S\ 722-26. im Gebiete der Malacozoologie im Jahre 1891. 339 Die Aestheten dienen zur Wahrnehmung der Wasserströmung, die Schalen lassen sich nicht auf die Stacheln zurückführen (gegen Blumrich), sondern sind den Borsten der Annulaten vergleichbar. Chitonellus ist eine abgeleitete Form, die echten Chitoniden sind primitiver. A. Wiren. „Histologiska meddelanden om Chaetoderma nitidulum Loven." Verh. Biol. Ver. Stockholm. Bd. III. S. 37—49. (Vorlauf. Mittheü.) Referat nach der definitiven Publication. 22* Gedruckt in Kroll 's Buchdruckerei, Berlin S., Sebastianstrasse 76. Bericht über die wissenscliaftlichen Leistungen im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892 (Crustacea 1890). Inhalt. Seite Allgemeines 1 Arachnoidea 32 Linguatulidae 34 Acarina 35 Tardigrada 41 Pantopoda 41 Opiliones 41 Chernetiiia 45 Scorpiones 46 Pedipalpi 48 A r a n e a e 51 Tetrasticta 58 Tristicta 65 Solifugae 75 Myriapoda 76 Peripatina • 78 Diplopoda 78 Chilopoda 79 Insecta .79 Thysanura 79 Rhynchota 80 Parasitica 86 Phytophthires 86 Homoptera 89 Heteroptera 93 Orthoptera 103 Genuina 110 Pseudoueuioptera 117 Neuroptera 119 Diptera 120 Orthorrhapha 125 Cyclorrliaplia 135 Pupipara 144 Aphaniptera 144 Seite Lepidoptera 144 Microlepidoptera IGl Macrolepidöptera 170 Hymenoptera 211 Coleoptera 251 Crustacea für 1890 von Dr. F. Hilgendorf etc. I. Verzeichniss der Publicationen (mit Bericht über Anatomie, Entwicklung, Verbreitung) , . . . . 349 II. Uebersicht nach dem Stoff 379 III. Systematik 382 Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Oebiete der Entomologie während des Jahres 1892. Von Dr. Ph. Bert kau in Bonn. J. V. Kennel stellt die Verwandtschaftsverhältnisse der Arthropoden dar; Schriften d. Naturf. Gesellsch. Dorpat VI, S. 1 bis 47 mit Taf. Der Verfasser lässt den einheitlichen Ursprung der Arthropoden fallen und nimmt für Tracheaten und Crustaceen je einen gesonderten Ursprung an von Formen, die der Trochosphaera ähnlich waren und die Protrochosphaera-Gruppe bildeten. Diese Protrochosphaeragruppe differenzirte sich in verschiedene Zweige: Der eine wurde die Stammform der Rotatorien, der andere, vielleicht mehrere Formen umfassend, die der Mollusken, ein dritter die der Anneliden und ein vierter die der Ki'ebsthiere. Der Nauplius der Krebse ist nicht (nur) eine Larvenform derselben, sondern er ent- spricht den Krebsvorfahren. Aus bereits hochentwickelten AnneHden gingen die peripatiformen Ahnen des heutigen Peripatus und der übrigen Tracheaten hervor. Diese peripatiformen Ahnen stellt sich V. Kennel vor „als homonom segmentierte Anneliden, deren Ghede- rung äusserlich verschieden deutlich ausgesprochen war. Sie be- sassen ein Paar präorale Anhänge, und an jedem folgenden Segment ein Paar Parapodien, deren Borstensäcke jedoch allmählich kein erstarrendes Sekret mehr lieferten; dafür wurde die Spitze der Fuss- stummel stärker cuticularisirt zu hakenförmigen kleinen Klauen; das vorderste Paar, später auch die nächstfolgenden, wm'den Hülfs- apparate zur Nahrungsaufnahme. Sie besassen, wie jetzt noch viele Hirudineen, zahlreiche, sehr lange einzellige Hautdrüsen, deren feine Ausführungsgänge bündelförmig zusammen gelagert an verschiedenen Stellen der Körperoberfläche mündeten. Sie besassen echte Anneliden- segmentalorgane, von denen mehrere Paare im vorderen und hinteren Körpertheil als Abfuhrapparate für die frei in die Leibeshöhle fallenden Geschlechtsprodukte dienten. Mit der Anpassung an das Landleben wurde die Körpercuticula fester und trocken, die Schleim- Aich. f. Natmgesch. Jahrg. 1893. Bd.U. H.2. A. 2 Ph. Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen drüsen der Haut verloren ihre Bedeutung; sie wurden aber erhalten und, indem sich ihre langen Ausführungsgänge mit Luft füllten, zu primitiven Tracheenröhrchen umgewandelt. Die Keimdi'üsen ver- einigten sich mit den inneren Enden von Genitalnephridien, und hier beginnt die Spaltung in zwei Hauptstämme: je nach der Lagerung der Keimdrüsen, vielleicht auch im Anschluss an die stärkere Aus- bildung des einen oder anderen Paares der betreffenden Segmental- organe, wurde in der einen Gruppe dasjenige des vorletzten Segments, in der anderen das des 8. (oder 7.?) Segments zu definitiven Ovi- ducten oder vasa deferentia. Parallel mit dieser Verschiedenheit ging die Umwandlung des ersten Füsschenpaares zu Kiefern vor sich; in der einen Gruppe bheb es ungegliedert, in der anderen ghederte es sich wie alle nachfolgenden Extremitäten." Die erste Gruppe enthält (neben dem heutigen Peripatus) die Chilopoden und Insekten; die zweite Gruppe die Diplopoden, Pauro- poden, Symphyla und Arachniden. Eine Gliederung der Kiefer ist ausser bei Arachniden noch angedeutet bei Julus, an dessen Kiefer Kennel ein Basalstück, einen Zwischenring und eine Kaulade unter- scheidet. Eine weitere Verschiedenheit beider Gruppen besteht in den Tracheen, indem dieselben bei der letzteren entweder primär (Peripatus, unverzweigte Röhrchen, deren jedes von einer Zelle seinen Ursprung nimmt) oder secundär (die unverästelten Röhren- und Fächertracheen), bei den ersteren tertiär (baumartig, mit Spiral- faden) sind. Die Insekten selbst sind eine einheitliche Thiergruppe, die von einer Wurzel myriapodenähnlicher Thiere abstammen. Sechs- beinige Larven myriapodenähnlicher Thiere blieben unter Umständen längere Zeit auf diesem Stadium stehen; sie Avuchsen, segmentirten sich etwas weiter, die neugebildeten Segmente mochten auch von vorn nach hinten Extremitätenanlagen zur Ausbildung bringen. Die Entwickelung der Körperform ging also in Anpassung an bestimmte Lebensverhältnisse sehr langsam vor sich, wähi-end die Entwickelung der Fortpflanzungsorgane nicht gehemmt wurde, und auch eine be- trächtliche Grösse erreicht werden konnte. Sie pflanzten sich fort, bevor sie sich zu wirklichen Myriapoden ausgebildet hatten. Das wurde bei verschiedenen Gruppen konstant, und diese sind die Stammeltern der höheren Tracheaten. — Vgl. hierzu auch vor.Ber.S. 1. Von H. J. Kolbe's Einführung in die Kenntniss der Insekten sind, seitdem ich zum letzten Mal darüber berichtet habe. Lief. 6 — 10, S. 273 — 528, erschienen. In denselben wird die GHederung der Beine, der Hinterleib mit seinen Anhängen, das Endoskelet, die Muskulatur, das Nervensystem und die Sinnesorgane behandelt und die Schilderung der Athemorgane begonnen. Auch in diesen Lieferungen ist der schon früher gerühmte Charakter des Werkes gewahrt. Die Litteratur, selbst die allerneueste, ist fleissig benutzt; dabei bewahrt die grosse Summe von Spezialkenntnissen, welche dem Verfasser eigen sind, denselben vor einer blossen Kompilation; fast überall merkt man den Forscher, der auch aus im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892. 3 eigener Beobaclitimg bericlitet. Wie der Text, so sind aucli die Abbildungen z. Th. den besten Autoren entlehnt, z. Th. Originale. C. V. Riley gibt directions for collecting and preserving insects; Bull. U. S. Nation. Museum, No. 39 Part F. S. I— IV, 1 — 147, 1 Taf. und zahlreiche Holzschnitte. An elementary manual of New Zealand entomology. By G. V. Hudson. London: West, Newman & Co.; 128 Ss. 8 vo., 21 färb. Taff. — Eine Besprechung s. Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IX, S.482f. Bull. No. 26 des U. S. depart. of agriculture, div. of entomology, Washington 1892, S. 1 — 95, enthält die reports of observations and experiments in the practical work of the division, nämlich nach einer Einleitung L. Bruner: report upon insect depredations in Nebraska, S. 9 — 12; D. W. Coquillett: report on the scale- insects of California, S. 13 — 35 (Aspidiotus aurantii Mask., convexus Comst. , Nerii Bonche, perniciosus Comst.^ rapax Comsf. ; Lecanium hesperidum -L., hemisphaericum Targ.-Tozz., oleae Bern.^ pruinosuum Coquill.)] M. E. Murtfeldt: Entomological notes for the season of 1891, S. 36 — 44 (Schizoneura lanigera; Siphonophora avenae; Blissusleucopterus; Jsosoma grande ; Conotrachelus nenuphar, Murgantia histrionica; Orsodacne atra; Pulvinaria innumerabihs ; Orgyialeucostigma; Clisiocampa disstria; Plochinus timidus; Uropoda americana; Apanteles glomeratus); F. W. Mally: report of the progress in the investigation of the cotton boll worm (Heliothis armigera) S.45 — 56; H. Osborn: Insects of the season in Jowa, S. 57 — 62 (Bibio albipennis; Aphis prunifolii; Siphonophora avenae; Aphis maidis; Phloeothrips nigra; Grapholitha interstinctana) ; F.M.Webster: reportof entomological work of the season of 1891 S. 63 — 74 (Lachnosterna ; Diplosis tritici; Tipula bicornis, angusti- pennis, costaHs; Pachyrrhina) ; S. Henshaw: report upon the gipsy moth in Massachusetts (Ocneria dispar) S. 75 — 82; A.J.Cook: report of apicultural experiments in 1891, S. 83 — 92. Von E. A. Ormerod ist der 15 th report of observations of injurious insects etc. erschienen; London, 1892; 168 Ss. Interesse verdient der Aufsatz über eine Apfel-Blattwespe (Hoplo- campa testudinea?), deren Larve die jungen Früchte anbohrt und zu Grunde richtet. Die Verfasserin meint, dass das Insekt erheb- lichen Schaden anrichtet, für den meist die Carpoc. pomon. ver- antworthch gemacht wird. Andere Artikel haben Tyroglyphus longior und Plutella cruciferarum zum Gegenstande. Der schwedische Landesentomologe Sven Lampa erstattet Bericht über seine Wahrnehmungen i. J. 1891; Entomol. Tidskr., 1892, S. 1 — 38: Melolontha vulgaris, Hippocastani ; Diplosis Tritici; Phaedon Cochleariae; Plutella cruciferarum; Chlorops taeniopus; Oscinis frit; Agriotes lineatus; Hypena rostralis; Calandra granaria; Adimonia tanaceti; Charaeas graminis; Tortrix viridana; Lophyrus rufus. A* 4 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen K. Eckstein erkannte in der Thätigkeit des Cryptorrhynchus lapathi und Cossus ligniperda die Ursache des Absterbens der Trauerweiden in Giessen und macht einige Mtth eilungen über die Lebensweise und Vertilgungsmittel beider Schädlinge; 28. Ber. d. Oberhess. Gesellsch. f. Natur- und Heilkunde, S. 107—111. Unter seine Thierphänologische Beobachtungen zu Frankfurt a. M. nimmt J. Ziegler auch Angaben über das erste Auftreten der Imagines folgender Insekten auf: Anthocharis Cardamines, Apis mellifica, Bombus terrestris, Calopteryx virgo, Cicindela campestris, Formica nigra, Gryllus campestris, Lacon murinus, Lampyris splendidula, Lina Populi, Locusta viridissima, Melolontha vulgaris, Papilio Machaon, Gonopteryx Rhamni, Phyllo- pertha horticola, Pieris Brassicae, Rhizotrogus solstitialis, Vanessa Antiopa, Jo, polychlorus, Urticae auf. Bemerkenswerth ist das frühe Auftreten von Lamp. splendid, am 9., 26., 25. Mai 1841, 42, 44, und das Zirpen von Locust. viridissima am 24. Juni 1888. Ber. ü. die Senckenb. naturf. Gesellsch,, 1892, S. 47 — -69. Fr. Meinert: Traek of Insektlivet i Venezuela; Entomol. Meddelelser, III, S. 125—166. F. Dahl skizzirt die Landfauna von Bermuda, der Kapverden, von Ascension, von Para und den Azoren; Ergebn. d. Plankton-Expedition, Bd. I, A, S. 105—112, Taf. III; 168—175; 204—209; 232—242; 331—337. Auf Bermuda beobachtete Dahl 5 Käfer, 6 Schmetterlinge, 10 Hymenopteren , 7 FHegen, 2 Blatten, 3 Grillen, 1 Ohrwurm, 2 Odonaten, 8 Rhynchoten, 9 Spinnen, 4 Myriapoden, 7 Krebse (Isopoden und Amphipoden). Auf den Kapverden sind dmxh Wollaston 272 Käferarten bekannt geworden. Da von diesen 76 Arten auch auf Madeira und den Kanaren vorkommen, so schloss Wollaston auf eine frühere Landverbindung mit diesen; der Schluss ist aber nicht ganz über- zeugend, da 48 von den 76 Arten auch mit Europa und Afrika gemein sind. Wahrscheinlich haben Einwanderungen stattgefunden und finden noch statt; und zwar sind auf diese Weise von Madeira und den Kanaren 28, von Afrika 26 und von Europa 4 Ai'ten nach den Kapverden gelangt. Von selbstgefangenen Insektenarten er- wähnt Dahl 3 Schmetterlinge, 9 Hymenopteren, 10 FHegen, 11 Ortho- pteren, 2 Odonaten, 1 Neuropteron, 6 Rhynchoten, 6 Spinnen. Die Landfauna von Ascension ist sehr arm. Am Strande finden sich die tropische Stubenfliege, Musca basilaris Mcq.^ Dermestes vulpinus, Phaleria sp., Hecamede sp., Lucilia latifrons, albiceps; Canace sp. In dem niedrigen Theile der Insel finden sich auf Euphorbia origanoides, der einzigen endemischen Phanerogamen, Epeira sp., Menemerus sp., Hecamede sp., Xanthogramma sp., Eri- staKs aeneus, Lucilia latifrons, albiceps, Chrysopa sp., Rhopalus sp. und ein Pyralidine; unter Steinen und unter Wolfsmilch Phidole pusilla; Oligotoma Saundersi; Lepisma sp. ; weiter aufwärts am Green mountain traten noch Pachytylus austrahs und Schistocerca pere- im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892. 5 grina (?) auf; dann Tapinoma sp., Cataglyphis sp., Giyllodes Poeyi, Drassus sp., Clubiona sp., Drassiden 2 sp., Scolopendra; Arma- dillo sp., Porcellio sp., Culex sp., Sarcophaga 2 spp. Die höchste Region des Berges war ganz arm: ein Krebs, Geocarcinus lagostoma, Jlüus sp., Thecla sp., im Freien, Dendryphantes sp. im Hause. Die Angabe der Ai'tenzahl aus einzelnen Ordnungen und Familien, welche bei einem sechstägigen Aufenthalt bei Para erbeutet wurden, hat zu wenig Interesse und unterbleibt hier. Die P^auna der Azoren zeigt einen vorwiegend europäischen Charakter (neben 5 Ai'ten, die amerikanischen Ursprungs sind). Wenn diese amerikanischen Thiere auch durch Meeresströmungen auf die Inseln gelangt sein können, so ist dieses Transportmittel für die Thiere europäischer Herkunft ausgeschlossen; der Wind und freiwillige Wanderung kann einen Theil (gute Flieger) von Europa herübergebracht haben, ebenso kann der Mensch manche Arten eingeführt haben; es bleiben aber noch viele Arten übrig, für die diese Art der üeberführung nicht wahrscheinlich ist, so dafs eine grössere Ausdehnung dieser Inseln, ein Zusammenhang mit Madeira und den Kanaren und eine grössere Nähe an dem Festlande in früheren Zeiten anzunehmen ist, welche eine Bevölkerung der Insel vom Festlande her leichter machte als in der Gegenwart. Als Material! per una fauna entomologica dei dintorni di Noto (Siracusa) verzeichnet V. Assenza 235 Coleoptera, 85 Hyme- noptera, 54 Lepidoptera, 29 Orthoptera, 41 Rhynchota; II Natural. Siciliano, XI, S. 23—45. A. de Carlini zählt (245) Artropodi di val Vigezzo (Kanton Ticino) (124 Lepidopteri, 47 Rincoti, 31 Ortotteri, 43 Aracnidi) auf; Bull. Soc. Entom. Italian., 1892, S. 83—91. H. Wegelin beschi-eibt eine entomologische Exkursion in's St. Galler Bergland und zählt ziun Schluss die gemachte Ausbeute an Hymenopteren und Dipteren auf; Bericht ü. d. Thätig- keit der St. GalHschen naturw. Gesellsch. w. d. J. 1890 — 91, S. 307 bis 335. Das gelegentliche Erscheinen einer Mantis religiosa in Belgien gibt A. Preudhomme de Borre Veranlassung, das Auftreten anderer Fremdlinge in Belgien zu registriren: Periplaneta ameri- cana L., Australasiae i^., orientalis L.; Phyllodromia germanica L. ; Pachytylus migratorius L.] Gryllus domesticus L.; (Crocothemis erythraea Bndle] Epitheca bimaculata Charp.; Gomphus simiUimus Selt/s; Cordulegaster bidentatus Seli/s; Anax parthenope Selys; Hemi- anax ephippigerus Bnrm.); Pieris daplidice L.] Lycaena baetica L., hylas Ilbn.^ cyllarus V.; Melitaea maturna L. ; Deilephila Nerii L., celerio L., livornica Esp.; Sphinx pinastri L. ; Acherontia atropos; Plusia gamma L. ; Agrotis segetum. Ann. Soc. Entom. Belg., 1892, S. 495—503. C. Verhoeff gibt Notizen über einige seltene Tracheaten der Rheinlande; Ent. Nachr., 1892, S. 3 — 5 (Anthophora per- Q Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Sonata Illig.\ Eucerus crassicornis Grv.] Agriotypus armatiis Wlk.\ Bombyliiis discolor Mikan] Callidium aeneum eingeschleppt; Juliis mediterraneus Latz.] Glomeris liexasticlia Brandt). C. G. A. Brischke erstattet Bericht über eine Excursion ins Radaunethal bei Babenthal und die dabei erbeuteten In- sekten; Schrift, d. Naturf. Gesellsch. Danzig (N. F.), VIII. Bd., 1. Heft, S. 23—56. F. Dahl zählt in seinen Untersuchungen über die Thier- welt der Unterelbe, 6. Ber. d. Kommission z. wissensch. Unters. d. deutschen Meere, 3. Heft, auf S. 164—170, die beobachteten Arthropoden (7 Insekten, 51 Crustaceen) auf. H. Senac theilt ein Verzeichniss von (14) Käfern mit genauen Fundpunkten mit, die von Rabot auf Island gesammelt waren; Bull. Soc. Entom. France, 1892, S. XXVHI. A. Fritsch und V. Vavra erstatten einen vorläufigen Be- richt über die Fauna des Unter-Pocernitzer und Gatter- schlager Teiches; Zool. Anz., 1892, S. 26 — 30. Der erstere ent- hielt i. J. 1891 von Arthropoden 20 Cladocera, 5 Ostracoda, 9 Cope- poda, 1 Isopoda , Hydrachnidae , 1 Chloe, 12 Trichoptera, 1 SiaKs; der letztere 21 Cladocera, 9 Ostracoda, 10 Copepoda, 4 Hydrachnidae, 1 Tardigrada, 15 Trichoptera. A. Becker theilt Neue Pflanzen- und Insektenent- deckungen in der Umgegend von Sarepta und Zusammen- stellung der Raupen und Käfer, die nur von einer Pflanzenart, und 2, 3 Pflanzenarten leben, die aber zu einer Familie gehören, mit. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou, 1892, S. 62 — 70. Becker sucht hier die Futterpflanze von Raupen und Käfern auch zur Artunter- scheidung zu verwerthen. Biologische Skizzen von A. Seitz; Zool. Jahrb., Abt. f. Systematik etc., VI, S. 455 — 461. Der Verfasser schildert die Thier- welt in der Umgebung von Port Said, die durch grosse Pflanzen- armuth ausgezeichnet ist. Zoogeographisch gehört die Landenge von Suez zu dem Mittelmeerbecken; eine eigenthümliche Art ist von dort nicht nachgewiesen; in biologischer Hinsicht ist hervorzuheben, dass manche Thiere die gelbe Farbe des Wüstensandes haben, in den sie sich geschickt eingraben. Es überwiegen aus allen Insekten- ordnungen die fleischfressenden Vertreter. Manche Arten sind an den Menschen gebunden. F. Karsch bearbeitet Insekten von Baliburg (Deutsch- Westafrika); Ent. Nachr., 1892, S. 161—183. (5 Rhynchota, 8 Cole- optera, 68 Lepidoptera [60 Rhopaloc, 8 Heteroc.]) J.J.Walker schickt Entomological notes from Tasmania ein; Entom. Monthl. Mag., 1892, S. 153—157, 197—203. A. Seitz schildert eine zoologische Exkursion in die Um- gebung von Shanghai; Jahrb. d. Nass. Ver. f. Naturkunde, 45, S. 41—48. im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892, ^ Derselbe desgl. eine entomologische Exkursion in die Umgebung von Hiogo; ebenda, S. 51 — 62. Es sind baiiptsäcblicli die Schmetterlinge, namentlich Tagschmetterlinge, berücksichtigt mid Angaben über die Zahl der Generationen und Hinweise auf die nächsten europäischen Verwandten eingeflochten. J. B. Smith trug auf der 40. Versamml. der Americ. Assoc. for the advanc. of Science, Washington, August 1891, seine Ansichten über den Bau der Mundtheile verschiedener Insektenordnungen vor, über die ich hier im Zusammenhang berichten will; Proc, S. 324 f.: The mouth of Copris Carolina and notes on the homology of the mandible; S. 325 f.: Notes on the homology of the hemipterous mouth; S. 326: Epipharynx and hypopharynx of Odonata. — An den Mandibeln von Copris unterscheidet Smith mehrere Stücke, die er mit denen der Unterkiefer in folgende Weise in eine Homologie bringt. Ein Basalstück (basalis, basal piece) dient den Sehnen und Muskeln zum Ansatz und ist homolog dem stipes; bei einigen Arten ist ein zweites kleines Basalstück vorhanden, das dem cardo entspricht und nach seiner Funktion Sehnenträger (tendon bearer) genannt ist. Ein der subgalea der Maxille homologes Stück ist der Mahlzahn (molar, grinder). Zwischen diesem wohl chitinisirten und einem flachen, häutigen, an der basalis befestigten Stück ist ein ebenfalls chitinisirtes kleines Stück, der conjunctivus (connecting piece). Das häutige Stück, das den grössten Theil der inneren Seite der Mandibel einnimmt, ist das Homologon der galea, und wird terebra (piercer) genannt. Die prostheca Kirby's, ein kleines häutiges, von derselben Basis wie die terebra entspringendes Stück, ist der lacinia homolog; Smith zieht den Namen penicillus (brush) vor; es bildet den zweiten Zahn der Mandibel und ist bei einigen Formen, Passalus z. B., beweglich. Der Epipharynx ist bei Copris stark entwickelt; sein paariger Charakter ist bei Cetonia deutlicher. — S. auch Trans. Amer. Entom. Societ., XIX, S. 83 — 87, PI. II, III. Ein sorgfältiges Studium der Mundtheile von Cicada und Belostoma haben Smith die Ueberzeugung beigebracht, dass die bisherige Deutung der Rhynchotenmundtheile nicht haltbar ist. Smith unter- scheidet bei der Ansicht von der Seite 4 Stücke: Die Oberlippe, die Mandibel, die Maxille und den Rüssel. An der Innenseite der Oberlippe soll eine Speicheldrüse liegen, deren Ausführungsgang sich in den Rüssel senkt. Die Mandibeln sind kurz, liegen enge dem inneren Rande der Oberlippe an imd divergiren an ihrem Ende. Die zwei verlängerten Borsten sind Maxillen, und bei Cicada sind die Palpen an ihrer Seite deutlich; die von den 2 Paaren Borsten dargestellten Stücke der Maxillen sind die lacinia und der stipes. Der Rüssel (d. h. wohl die Rüsselscheide) gehört ebenfalls noch zu den Maxillen; die 4 Glieder, die ihn zusammensetzen, entsprechen dem cardo, der subgalea und der zweighederigen galea. Die Lippe ist bei den von Smith studirten Arten gar nicht vertreten. — Vgl. den vor. Bericht S. 126. 8 Pli. Bertkau: Bericht über die wissenscliaftlichen Leistungen Bei den Odonaten ist der Epipliaiynx der Unterseite der Oberlippe angeheftet, häutig, mit in regelmässigen Halbkreisen angeordneten Tuberkeln besetzt, welche von einem Kanal durchbohrt sind, aber kein Haar tragen. Der Hypopharynx ist an die Zunge angeheftet, etwas blasenartig und unregelmässig mit Höckerchen ähnlich denen des Epipharynx besetzt; dieselben tragen aber hier Haare. Im Inneren des Hypopharynx befindet sich eine drüsige Masse, mit einem Ausführungsgang, der in seinem Ende von einer häutigen Erweiterimg bedeckt ist. Diese ist mit hohlen Chitinröhrchen be- setzt, welche das Drüsensekret nach aussen leiten. K. Saint-Loup: La bouche et les organes buccaux chez les Arthropodes; Le Naturaliste, 1892, S.218f., 243 f. C. Janet: sur le mecanisme de la succion chez les Hy- menopteres; Bull. Soc. Ent. France, 1892, S. XCVII. J. Gazagnaire: la Constitution buccale et l'appareil du succion chez les Dipteres; ebenda S. XCVIII. C. Hoffbauer bringt Beiträge zur Kenntniss der Insekten- flügel; Zeitschr. f. wissensch. Zoologie, 54, S. 579—630, Taf. XXVI, XXVII, 3 Holzschnitte. • — Die Flügel bestehen aus einer oberen und einer unteren Lamelle, zwischen denen Reste der Matrix ent- halten sein können. Die Eigenthümlichkeiten , welche die Deck- flügel der Käfer zeigten, veranlassten den Verfasser bald, seine weiteren Untersuchungen auf diese zu beschränken. Hier sind beide Lamellen aus mehreren Schichten zusammengesetzt, die Ober- fläche stets pigmentirt, beide Lamellen entfernt von einander, und durch Querbrücken, die wahrscheinlich Einstülpungen der oberen Lamelle sind, mit einander verbunden. Am Rande bilden beide mannigfache Ausbuchtungen, und ganz allgemein trägt der Rand- saum, bisweilen auch die Naht, auf der Unterseite eine aus kurzen Chitinstacheln oder Kannelirungen der Lamelle gebildete Leiste, „Schrillleiste" Reeker's, Stachelreihe Hoffb. Was nun die Flügel- decken der Käfer besonders auszeichnet, das ist der Reichthimi an Drüsen, den sie in der mannigfachsten Gestalt in den meisten Arten entwickehi. Selten münden dieselben nur an der Unterseite der Flügeldecken, am Rande, aus (Anthaxia nitidula), gewöhnlich an der Oberfläche, wobei auch vereinzelte am Unterrande sich zeigen können (Halyzia oblongoguttata). Bei Tetropium luridimi sind sie über die gesammte Oberfläche zerstreut, bei Lema und Crioceris auf einzelne Stellen, bei Lina, Chrysomela in doppelter oder ein- facher Reihe auf den Randsaum beschränkt. Dabei kommen auch (bei ChrysomeKden) Drüsen am Halsschilde vor, entweder in der Mitte und auf den Vorderrandflächen, oder an den Seitenrändern. Die Drüsen sind bald einzellig, mit einfachem Ausführungs- gang (Crioceris Asparagi), oder mit flaschenbauchartiger, als Reservoir dienender Erweiterung des Ausführungsganges, und diese einzelhgen Drüsen stehen vereinzelt oder in grösserer Zahl bei einander. Diese letzteren führen dann, indem die einzelnen Drüsenzellen in im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892. 9 einen gemeinsamen, einfachen oder verästelten Ausführungsgang münden, zu den zusammengesetzten Drüsen hinüber, wie sie sich bei Phratora, Lina, Chrysomela finden. Die weitgehende Verschiedenheit, welche im Bau, Mangel einer ausgeprägten Nervatur u. s. w. zwischen den Flügeldecken der Käfer und den Hinterflügeln dieser Ordnung, sowie den Flügeln der übrigen Ordnungen besteht, regt die Frage an, ob die Flügel- decken denn den übrigen Vorderflügeln homologe Bildungen seien. Sie als Homologa (an dem Mesothorax) von den Seitenlappen des Halsschildes (am Prothorax) anzusehen, wozu eine gewisse Ueber- einstimmung des Verhaltens der Drüsen bei einigen Käfern ein- laden könnte, verbietet sich andererseits wieder durch die Schwierigkeit, die bei den Flügeldecken bestehende, durch Muskeln herbeigeführte Beweglichkeit zu erklären. Meinert's Ansicht, dass die Flügeldecken der Käfer nicht den Vorderflügeln der übrigen Insekten, sondern den Tegulae der Hymnenopteren und den Ptery- goden der Schmetterlinge homolog seien, und dass die Vordei'flügel der übrigen Insekten bei den Käfern (wenigstens den Dyticiden) durch die sog. Alulae, die zarten Häutchen am Grimde der Flügel- decken repräsentirt seien, bleibt demselben Einwand offen, da die Tegulae keine Muskeln haben. Annehmbar würde sie vielleicht in der Modifikation, dass Alulae und Flügeldecken der Käfer einer- seits, Vorderflügel und Tegulae der Hymnenopteren andererseits aus einer gemeinschaftlichen Anlage hervorgegangen sind, wobei entweder von Anfang an ein ungleichmässiges Wachsthum beider Theile oder später eine Reduktion sowohl der Tegulae wie der Alulae eingetreten wäre. H. H. Dixon hat seine Untersuchungen über den Gang der Ai'thropoden noch fortgesetzt; Nature, 47, S. 59 — 58; vgl. den vor. Ber. S. 14. Die 3 Beine eines Tripodiums werden zwar annähernd gleichzeitig bewegt, aber doch nicht ganz genau; bei der Schabe wird z. B. das vorderste Bein, bei Calliphora erythro cephala das hinterste etwas früher erhoben als die anderen. Tomocerus longi- cornis hat neben dieser Bewegung, die allen erwachsenen Insekten zukommt, eine solche der Raupen, bei welchen die 2 Beine desselben Paares bewegt werden; die letztere Bewegung kommt, neben der regelmässigen, auch bei Käferlarven vor. Insekten mit längeren Fühlern bewegen diese (und die Kiefertaster) beim Gehen ebenfalls nach dem Gesetz der Diagonale. — Mücken und einige Spinnen bedienen sich des vorderen Beinpaares sehr oft als Fühler. Das vorderste Beinpaar einer Spinne trägt vom Körpergewicht sehr wenig. Der Bernhardinerkrebs benutzt die 3 vorderen Beinpaare (Scheeren und die beiden folgenden) nach der Regel der Diagonale wie bei den Insekten zum Gehen; eine AseUide bewegt beim Gehen oft die Beine desselben Paares gleichzeitig. 10 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Die Tausendfüsser scheinen die Beine in Gruppen zu dreien nach dem Gesetz der Diagonale zu bewegen; z. B. das 3., 4., 5., ferner das 9., 10., 11. Paar der einen, und das 6., 7., 8. der anderen Seite, während das 6., 7. und 8., 12., 13., 14. der zuerst erwähnten Seite, und das 3., 4., 5., 9., 10., 11. der anderen Seite auf dem Boden ruhen. W. M. Wheeler: Concerning the „blood tissue" of In- secta; Psyche VI, S. 216—220, 233—236, 253—258, PI. 7. Unter dem Blutgewebe der Insekten unterscheidet Wheeler 1. die Blut- körperchen, 2. den eigentlichen Fettkörper; 3. den perikardialen Fettkörper; 4. die Onocyten Wielowiejski's; 5. den guirlanden- förmigen Strang der Fliegenlarven; 6. den „subösophagealen Körper" der jungen Larven von Blatta und Xiphidium. Der Verfasser fasst die Ergebnisse seiner Untersuchungen in folgenden Schlussfolgerungen zusammen: Der Fettkörper der Insekten ist eine Differenzierung der Cölom wände, also mesodermalen Ursprungs und seiner Anlage nach metamerisch. Die Onocyten sind ektodermalen Ursprungs und ent- stehen durch Abspaltung oder Einwanderung. Sie sind ebenfalls metamerische Organe und beschränkt auf die 8 Tracheenführenden Segmente des Hinterleibs der Pterygoten. Sie theilen sich nach ihrer Differenzierung vom Ektoderm nicht mehr, wachsen aber, und bleiben Organe sui generis , ohne Blutkörperchen zu erzeugen oder den Fettkörper oder Theile desselben aus sich hervorgehen zu lassen. Die Blutkörperchen scheinen von undifferenzirten Zellen des Mesoderm im Embryonal- und vielleicht auch noch im post- embryonalen Leben zu entstehen, ihre Herleitung vom fertigen Fettkörper ist unbegründet, — Der subösophageale Körper entsteht im trito cerebralen Segment aus dem Mesoderm. Obwohl er dem Fettkörper gleicht, so muss er doch als ein besonderes Organ an- gesehen werden, das während des Larvenlebens verschwindet. A. B. Griffiths stellte weitere Untersuchungen on the blood ofinvertebrata an, Proc. R. Soc. Edinburgh, XVIII, S. 288—294. Im Mittel betrug der Gasgehalt des Körperblutes von Cancer pagurus 14.87 CO. Pahnurus vulgaris 14.59 Hommarus vulgaris 14.88 Acherontia atropos 16.50 Das Dalton'sche Gesetz von der Lösung von Gasgemengen in Flüssigkeiten findet also auf das Blut der Wirbellosen ebensowenig Anwendung wie auf das der Wirbelthiere. Die Aschenanalysen ergaben im Blute von CuOFe^Og CaOMgOK^ONagOPgOs SO3 Cl Cancer pagurus 0.22 Spm-. 3.55 1.91 4.97 43.90 4.90 2.90 37.65 Carcinus maenas 0.19 Spur. 3.57 1.89 4.78 44.91 4.86 2.81 36.98 Astacus fluviatihs 0.20 — 3.58 1.88 4.82 44.96 4.81 2.75 37.00 Palinurus vulgaris 0.18 — 3.79 1.90 4.92 43.98 4.87 2.86 37.50 Hommarus vulgaris 0.18 Spur. 3.54 1.89 4.77 44.99 4.84 2.81 36.96 27.84 N 1.18 29.58 1.49 29.74 1.81 33.58 1.53 im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892. H Das Kupfer spielt also in dem Blute der Wirbellosen eine wichtige KoUe, ähnlich wie das Eisen in dem der Wirbelthiere. Der Träger des Sauerstoffs in dem Blut der meisten Wirbellosen ist das Hämocyanin. A. Korotneff studierte die Histiolyse und Histiogenese des Muskelgewebes bei der Metamorphose der Insekten, Biol. Centralbl., XII, S. 261 — 265, und zwar wählte er als Unter- suchungsobjekt eine Tineenpuppe. Während nach den Unter- suchungen Kowalevsky's und van Rees' an Musca sämmtliche Larvenmuskeln (mit Ausnahme von 3 Muskelpaaren des Thorax) durch Leukozyten zerstört werden und die Muskeln der Imago sich ganz neu bilden, liegt die Sache bei Tinea einfacher. Von den 3 bei Musca in der Leibeshöhle vorkommenden Zellenarten, Leuko- zyten, Körnchenkugeln und Mesenchymz eilen fehlen die letzteren bei Tinea, und die Leukozyten nehmen absolut keinen Antheil an der Degeneration der Gewebe. Die Entstehung aller Imaginal- muskeln ist als eine Reformation der Larvenmuskeln anzusehen; im Thorax gehen zwar einige Muskeln zu Grunde, aber die 3 Paar von van Rees bei Musca erwähnten Muskeln transformieren sich in die definitive Brustmuskulatur der Motte. Die Resorption der Muskeln geschieht in folgender Weise: der fibrilläre Theil wird körnig und zieht sich zusammen; die Kerne vermehren sich haupt- sächhch an einer Seite des Muskels. Zum Schluss bekommt der in Veränderung begriffene Muskel ein ganz besonderes Aussehen: er besteht aus einem faserigen und kernigen Theil, die einander parallel ziehen, oder es bildet sich der Kernstrang der Pathologen. Zu derselben Zeit resorbiert sich und schmilzt das Primitivbündel. Der Kernstrang trennt sich bald von dem Muskel ab und fängt an, sich von der Oberfläche zu entfernen; er produzirt bald, während er noch dem Primitivbündel gehört, neue Fibrillen, die anfänglich kaum zu unterscheiden sind; wenn er sich aber ganz und gar ab- getrennt hat, erscheinen die Fibrillen als besondere rhomboidale Bildungen, die im Plasma des Kernstranges zwischen den Kernen eingebettet sind. R. Monti stellte an ricerche microscopiche sul sistema nervoso degh insetti; Rendic. Ist. Lombard, sei. e littere (ser. II), vol. XXV. Die Verfasserin studirte die Nervenfasern und ihre Endigungsweise in den Muskeln der Orthopteren und das Centralnervensystem der- selben; die Nervenfasern und ihre Endigung in den Muskeln von Larven und Imagines der Coleopteren und Lepidopteren, und die Nervenendigungen in den Muskeln der Hymenopterenlarven. Bei den Orthopteren verlaufen die in den Muskel eingedrimgenen Nervenfäden in der Längsrichtung der Muskeln, selten ganz gerade, gewöhnlich mit mehrmaligen Krümmungen. Auf ihrem Wege geben sie rechts und hnks zahlreiche Aeste ab, die quer zum Muskel verlaufen. Am Ende lösen sich diese, gewöhnlich in Verbindung mit einem Kern, in Büschel von feinsten Fibrillen auf, die zugespitzt 12 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen oder mit einer kleinen Anschwellung enden. Die Nerven der Orthopteren enden also im Allgemeinen frei an den Muskeln. In dem centralen Theil des Nervensystems kommen fast nur unipolare Ganglienzellen vor: ihr Fortsatz setzt sich, nachdem er einige Aeste abgegeben hat, bald in eine Nervenfaser fort, welche aus dem Ganglion austritt, bald verzweigt er sich weiter und weiter. Die Punktsubstanz Leydig's entsteht aus dem dichten Geflecht der Fasern, die durch die wiederholte Theilung der Fortsätze der Zellen und der Aeste der Fasern entstanden sind. An den Bauchmuskeln der Larven von Käfern, speziell Hirsch- und Maikäfer, wurden schöne Doyere'sche Hügel sowie Trauben- platten beobachtet; an einigen Thoraxmuskeln der erwachsenen Larve und der Imago fand sich bei geeigneter Färbung ein reiches Netz von Zellen, die durch lange Fortsätze mit einander ana- stomosirten. Bei den Imagines der Schmetterlinge fanden sich Doyere'sche Hügel in den Beinmuskeln und ein sehr feines Fibrillennetz in den Flugmuskeln. Einige Hymenopterenlarven liefern ausgezeichnete Demon- strationspräparate der Nervenplatten; hier kann man sich auch leicht von der hypolemmalen Endigung überzeugen. W. M. Wheeler macht eine vorläufige Mittheilung über Neuro- blasts in the Arthropod embryo; Journ. of morphol., IV, No. 3, S. 337 — 343. Auf Querschnitten dui'ch die erste Anlage des Nerven- systems (von Xiphidium fuscum) zeigt sich jeder der beiden durch Abspaltung vom Ektoderm entstandenen Seitenstränge als bestehend aus zweierlei Zellen: kleineren, mit einem stark färbbaren länglichen Kern imd vier grösseren mit blassem, rundlichen Kern. Diese vier Zellen sind die Neuroblasten. Diese Neuroblasten, die neben einander unter den kleineren Elementen liegen, bilden so 8 Längs- reihen vom Mund bis zum After. Die Zellen theilen sich imd jede krönt eine Säule von kleineren Elementen, welche die künftigen Ganglienzellen sind. Diese Tochterzellen färben sich intensiver und gleichen somit mehr den Ektodermzellen. Die beiden Seitenstränge sind durch eine pyramidale Masse von Zellen von einander getrennt: den Mittelstrang. Die Neuroblasten dieses Mittel- stranges aber bilden nicht wie die 4 der beiden Seitenstränge eine un- unterbrochene Eeihe von Zellen, sondern es sind isolirte Elemente, die intersegmental entstehen und dann nach vorne rücken imd zuletzt dicht hinter der hinteren Kommissur liegen. In einem noch späteren Stadium ist jeder nebst dem Haufen Zellen, dem er den Ursprung gegeben hat, dem hinteren Theü eines Ganglions einverleibt. Das Gehirn und die optischen Ganglien nehmen in ähnlicher Weise von 16 Reihen von Neuroblasten ihren Ursprung, wie die ventralen Ganglien von den 8, bezw. 9 Reihen. Nebst den aus ihnen hervorgegangenen Zellen werden die Neuroblasten schliesslich von dem äusseren Neurilemm umgeben. Der Verfasser hebt besonders im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892. 13 die endgültige Zahl und Anordnung der Neuroblasten bei Xiphidium hervor, weil er die 8 Reihen der Seitenstränge für homolog hält den beiden Reihen, welche sich bei den Anneliden von dem Neuro- teloblast ableiten; die Frage nach der Homologie der mittleren Reihe kann vorläufig noch nicht beantwortet werden. Diese Entwickelung der Ganglien von Neuroblasten ist Xiphidium nicht eigenthümlich, sondern kommt auch bei anderen Orthopteren vor; das, was der Verfasser früher bei Doryphora decemlineata „Gangliblast" genannt hat, ist dasselbe wie Neuroblast. Die gleichen Zellen sind von anderen Autoren gesehen und beschrieben worden, ohne dass dieselben jedoch die Aufmerksamkeit auf ihre definitive Zahl und ihre Aehnlichkeit mit dem Neuroblast der Anneliden gelenkt hätten; so Korotneff (Gryllotalpa), V. Graber (Lucilia, Melo- lontha), Patten (Scorpio), Viallanes (Mantis). A. Bin et erläutert an schematischen Längs-, Quer- und Horizontal- schnitten des 2. Brustganglions vonRhizotrogus den Bau eines typischen Insektenganglions und die davon ausgehenden Nerven; Bull. Soc. Entom. France, 1892, S. CLXXII— CLXXV mit 3 Holzschn. A. B. Griffiths gibt eine Note sur les tissus nerveux de quel- ques invertebres, deren chemische Zusammensetzung er untersuchte; Compt. Rend., CXV, S. 562 f. Er fand folgende Procentzahlen: Eiweiss- Lecithin. Cholestea- Neu- Cerebrin. Mineral- Wasser, körper. Lucanus cervus 8,76 Blatta Orientalis 8,54 Carcinus maenas 7,20 Astacus fluviatihs 7,58 H. Viallanes trug in der Sitzung vom 6. Mai 1892 der Societe de Biologie die Resultate seiner vergleichenden Untersuchungen des Gehirns in den Hauptgruppen der Arthropoden vor; Compt. rend. der genannten Gesellschaft (N. S.), IV, S. 354—357. Bei den Insekten besteht das Gehirn aus drei Theilen, ent- sprechend den ersten Zoniten des Kopfes. Das erste Segment, Proto- cerebrum, innerviert die Augen; das 2., Deutocerebrum, die Antennen; das 3., Tritocerebrum, die Oberlippe und den Anfang des Verdauungs- kanals. Proto- und Deutocerebrum liegen ganz präosophageal, und auch die Fasern, welche die beiden Hälften jedes dieser Theile verbinden, gehen vor dem Schlünde her; beim Tritocerebrum sind sie als Querkommissur des Schlundringes bekannt und liegen hinter dem Oesophagus. Das Protocerebrum besteht aus einem Paar von seitlichen Massen, gangl. optic, und einer mittleren Masse. Die g. optic. sind aus einer Reihe von 3 Ganglienmassen zusammen- gesetzt, die durch sich kreuzende Fasern mit einander in Verbindung stehen. Die mittlere protocerebrale Masse besteht aus 2 eng ver- bundenen Massen, welche in ihrem Inneren enthalten 1. die gestielten Körper, Sitz der Seelenthätigkeit ; 2. den Centralkörper, nach welchem die aus den verschiedenen Theilen des Gehirns kommenden Fasern konvergiren; 3. die von Viallanes entdeckte Brücke der proto- rin U.Fette. rochitin. salze. 2,48 13,99 1,20 1,52 0,19 71,86 2,50 12,97 1,14 1,32 0.17 73,36 3,05 14,00 1,06 12,1 0,23 73,25 2,99 13,98 1,08 1,19 0,25 72,93. 14 Pli. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen cerebralen Lappen, deren Bedeutung noch unbekannt ist. Das Deutocerebrum besteht aus einem dorsalen Theile, dessen Bau nichts bemerkenswerthes bietet, und den beiden lob. olfactorii, welche hauptsächlich durch die glomeruli olfact. charakterisii't sind. Die lob. olf. , von denen die Antennennerven entspringen, sind mit den gangl. optic. und den gestielten Körpern durch Fasern verbunden, die sich in der Mittellinie kreuzen. Ausser den Antennennerven nehmen vom Deutocerebrum ein Paar Hautnerven und ein anderes Paar dem visceralen System angehöriger Nerven ihren Ursprung. Das Tritocerebrum ist durch ein einziges Paar von Ganglien, die Oesophagealganglien , gebildet. Dieselben sind in der Mittellinie getrennt, und verbinden sich mit einander durch die Querkommissur des Schlundringes. Jedes derselben gibt mittels eines gemeinsamen Stammes dem Oberlippennerv und einer Wurzel eines Eingeweide- nerven den Ursprung. Bei den Insekten besteht das Eingeweidenervensystem 1. aus einer Reihe von 3 medianen Ganglien, die mit einander verbunden sind, und deren erstes, das Frontalganglion, mit dem Oesophageal- ganglion dmxh ein Paar von Wurzeln, die oft doppelt sind, ver- bunden ist; 2. aus einem Paar lateraler Ganglien; dieselben sind einerseits mit einem der medianen Ganglien und andererseits mit dem Deutocerebrum durch das oben erwähnte Paar von Nerven verbunden. Das Gehii'n der Myriapoden und von Peripatus ist sehr ähnlich dem der Insekten. Nur das Eingeweidenervensystem ist bei den Myriapoden eigenthümlich , indem es während des ganzen Lebens Verhältnisse aufweist, die bei den Insekten nur im Laufe der Embryonalentwickelung auftreten. Gleich den Insekten und Myriapoden besteht auch das Gehirn der Crustaceen aus den 3 Abschnitten, deren beide erste nach demselben Plan wie dort gebaut sind. Bei den Insekten und Myriapoden entbehrt das 3. Kopfzonit der Anhänge und trägt nur die Oberlippe; bei den Crustaceen hat es ausserdem das 2. Paar Antennen. Hierdurch erhält das Trito- cerebrum noch ein Paar Antennarloben, welche zwischen den Oeso- phagealganglien und dem Deutocerebrum gelegen sind. Die Oesophagealganglien der Crustaceen sind wie bei den In- sekten hinter dem Oesophagus durch die Querkommissur verbunden und geben mittels eines gemeinsamen Stammes dem Oberlippennerv und einer Wurzel eines Eingeweidenerven den Ursprung. Die Antennarloben, deren Fasern nebst denen der Oesophageal- ganghen hinter dem Schlünde durchgehen, geben den Nerven der 2. Antennen, einem Paar von Hautnerven und Bewegungsnerven der Augenstiele ihi'en Ursprung. Das Eingeweidenervensystem der höheren Crustaceen weicht von dem der Insekten nur in einem untergeordneten Punkte ab. In den Crustaceen sind nämUch die 3 medianen und die lateralen im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1892. 15 Ganglien zu einer medianen, auf den Magen gelegenen Masse ver- schmolzen und bilden das gangl. stomogastricum. Diese Masse ist mit dem Gehirn durch Nennen verbunden, welche denen der Insekten homolog sind. Bei den Arachniden und Limulus ist das Gehirn nur von 2 Segmenten, dem Proto- und Deutocerebrum zusammengesetzt, deren Kommissuren vor dem Schlünde liegen. Das Protocerebrum innervirt die Augen; bei Limulus erreichen die gestielten Körper wahrhaft kolossale Dimensionen und sind auch noch bei den Arachniden erhalten, wo sie von Saint Remy als „Organe stratifie" bezeichnet wurden. Das Deutocerebrum innervirt die Cheliceren; das Tritocerebrum fehlt, und die erste auf das Deutocerebrum folgende Ganglienmasse dient ausschliesshch der Innervirung der Maxiila. (Das sog. rostrum der Arachniden ist dem Labrum der Crustaceen und Insekten analog, gehört hier aber dem 2. Zoniten an und erhält seine Nerven vom Deutocerebrum.) Das Eingeweidenervensystem besteht nur aus den seithchen Ganglien; das Fehlen der medianen Ganglien steht augenfäUig in Zusammenhang mit dem des Tritocerebrum. Die Arthropoden zer- fallen demnach mit Rücksicht auf den Bau des Gehirns in zwei Gruppen. Die eine, aus den Arachniden und Limulus bestehend, ist durch das Fehlen des Tritocerebrum ausgezeichnet; das Deuto- cerebrum ist bei ümen nicht in ein olfaktorisches Centrum diffe- renziert. Die zweite Gruppe, aus Crustaceen, Insekten, Myriapoden und Peripatus bestehend, besitzt ein Tritocerebrum und eine Diffe- rentiation des Deutocerebrum in ein olfaktorisches Centrum. Diese letztere Gruppe lässt sich in zwei Sektionen theilen, die Crustaceen mit zwei Paar Fühler, die Insekten, Tausendfüsser und Peripatus mit einem Paar. W. Nagel: Die niederen Sinne der Insekten; Tübingen 1892; Verlag von F. Pietzker; 68 Ss. mit 19 Abbildungen. — Der Verfasser stellt sich sowohl durch die Beschreibung der Sinnes- organe als auch durch die Deutung derselben vielfach in Gegensatz zu den jetzt allgemeiner geltenden Anschauungen; so sind nach ihm die Haargebilde u. s. w. nicht durchbrochen; die Chordotonal- organe dienen nicht ausschliesslich und vielleicht nicht einmal vor- wiegend dem Gehörsinne, sondern haben in ihrer Mannigfaltigkeit verschiedene Bedeutung; bei den Raupen ist nicht der Geschmacks-, sondern der Geruchssinn der am schärfsten ausgebildete. Indem ich wegen dieser Einzelheiten auf die betreffende Abhandlung ver- weise, lasse ich hier des Verfassers eigene kurze Zusammen- fassung unverändert folgen: Die Hauptformen der Hautsinnesorgane der Insekten sind das Haar, der Kegel (bezw. Zapfen) und die Porenplatte; zwischen allen drei Formen bestehen Uebergänge. Alle drei können eine dicke derbe oder eine zarte dünne Chitinwand besitzen; die Wand fehlt 16 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen aber nie und freie Nervenendigungen an der Körperoberfläche mit Durchbohrung der Cuticula gibt es bei Insekten nicht. Haare, Kegel und Porenplatten mit dicker Chitinwand dienen ausschliesslich der Wahrnehmung mechanischer Reize. Haare und Kegel können in diesem Falle auch massiv sein, oder der etwa vorhandene Hohl- raum kann abgeschnürt sein, somit kein lebendes Gewebe mehr enthalten. Die dünnwandigen Haare, Kegel und Porenplatten sind für mechanische, chemische und thermische Reize zugänglich und dienen der Wahrnehmung dieser drei Reizarten gleichzeitig oder wechselweise, sie sind „Wechselsinnesorgane". Ueber ihren inneren Bau ist noch wenig sicheres ermittelt. Die Hauptbedeutung der dünnwandigen Haargebilde hegt in ihrer Thätigkeit als Riech- und Schmeckwerkzeuge. In manchen Fällen dienen sie gemeinsam mit den dickwandigen und massiven Haargebilden dem mechanischen Sinne in seinen mannigfachen Ver- wertungsweisen. Der Gleichgewichtssinn, in \äelen Fällen auch der Gehörsinn, haben bei den Insekten ihren Sitz nicht in eigenen spezifischen Sinnesorganen, sondern sie werden durch Zus